Donnerstag, 13.9.18, Tag 2 in Berlin

Müde von der schlaflosen Nacht im Hostel, aber interessiert folgten die Jugendlichen und ihre Begleiter den Gastgebern, Organisatoren und Dozenten durch das Tagesprogramm in der Friedrich-Ebert-Stiftung*. Es gab eine Willkommensrede, eine Fishbowl-Diskussion (siehe Video unten) über das Thema Pressefreiheit, sowie diverse Workshops. Danach, abends, trieben sich die Teilnehmern in Berlin herum.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. ist die größte und älteste sogenannte parteinahe Stiftung (rechtlich ein Verein) in Deutschland und steht der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands nahe. Adresse in Berlin:

Während die erwachsenen Begleiter in einem Vortrag über technische Entwicklungen und den Hass der Bevölkerung auf Flüchtlinge sowie Presse mit Richard Gutjahr (deutscher Moderator, Journalist und Blogger) diskutierten, nahmen die Schüler an verschiedenen Workshops teil. Themen waren: Fake-News und wie die von echten News zu unterscheiden sind, erfolgreiche Recherche und deren Nutzung, Mobbing und Gewalt, Presse- und Redaktionsarbeit für Anfänger (Grundschüler), Presserecht, etc. Zwischendurch gab es Mittagessen und zwei Showeinlagen von CABUWAZI, einem Kinder- und Jugend-Zirkus.

In der Fishbowl-Diskussion ging es vor allem um Pressefreiheit und wie Menschen darum kämpfen. Während Diskussions-Teilnehmerin Helene Fuchs bei einer Schülerzeitung für freie Berichterstattung sorgen musste, berichtete Peter Bandermann darüber, wie er und seine Tochter wegen ihrer journalistischen Arbeit in Dortmund von Rechten bedroht wurden. Emin Mill, Direktor von Meydan TV, hatte in seinem Heimatland Aserbaidschan sogar 17 Monate im Gefängnis gesessen – er hatte sich den Mund als Journalist nicht verbieten lassen.

In dem Recherchieren-Workshop schrieb erKant-Redakteurin Minoka zusammen mit Rebecca von (?) einen Artikel über “Transidentität” (noch in Arbeit).


Berlin ist mega interessant, aber tut der Nase nicht gut …

Donnerstagabend hatten die Schüler und ihre Begleiter Zeit für eigene Aktivitäten und trieben sich in der Bundeshauptstadt gruppenweise herum; sie gingen Essen, trafen Freunde und/oder setzten sich im Hostel an die Bar. Bei jedem Fußmarsch, bei jeder Fahrt mit Bus, Bahn oder Tram fiel auf: Berlin stinkt! Die Gerüche scheinen Stadtweit aus der Kanalisation zu kommen – sogar in noblen Villenvierteln. Und: Die Wege sind weit und bisweilen ziemlich umständlich – es musste häufig umgestiegen und verschiedene Verkehrsmittel benutzt werden.

Nächsten Artikel über Berlin lesen -> 3 (Preisverleihung) -> 4 (Kommentare)

Zuletzt hier noch die Geschichten der drei Fishbowl-Teilnehmer:

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