Buchblogger sind speziell. Sie lesen nicht nur ganz viele Bücher, sondern sie schreiben auch darüber und tauschen sich im Netz über verschiedene Plattformen, wie Twitter oder Instagram aus. Für die Buchverrückten auf Instagram hat sich sogar ein eigener Begriff entwickelt: „bookstagramer“. Durch Rezensionen, Stories und Fotos teilen sie ihre Bücherliebe mit der ganzen Welt.

Ein Gastbeitrag von und mit Buchbloggerin Monika Rickert, ehemalige Schülerin der Kant-Schule-Reinfeld. Sie lebt und arbeitet heute in Bad Oldesloe.

Wie wird jemand Buchblogger oder “bookstagramer”?

Bei mir fing alles mit der Plattform Lovelybooks an. Ich nenne es auch gerne das „Facebook für Bücherliebhaber“. Dort können sich Leser unter anderem für Leserunden bewerben, bei denen eine bestimmte Anzahl an Büchern verlost wird. Im Gewinnfall bekommt man ein kostenfreies Buch, liest es und tauscht sich mit den anderen Teilnehmern über das gewonnene Buch aus. Es kommt recht häufig vor, dass der Autor selber an der Leserunde teilnimmt, d.h. im Idealfall kann man den Autor direkt mit seinen Fragen zum Buch löchern – ich finde das ziemlich cool! Mir macht das viel Spaß.

Im Anschluss an die Leserunde wird eine Bewertung des Buches, Rezension genannt, geschrieben und fleißig geteilt, u.a. auf dem eigenen Buchblog. Darüber habe ich die ersten Blogger kennengelernt.

Da ich nun die ersten Buchblogs entdeckt hatte, entwickelte ich selbst die Lust dazu, einen eigenen Blog zu gestalten und habe mich dementsprechend informiert.

Welche Plattform möchte ich nutzen? Die Blogger-Community oder WordPress? Selbstgehostet oder nicht? Ich bin bei Blogger hängen geblieben, da ich nicht wusste, ob mir das mit dem Bloggen wirklich über längeren Zeitraum gefallen wird. Blogger ist kostenlos und recht einfach zu bedienen. Viele schwören allerdings auch auf WordPress (so wie erkant.de).

Wielange bist Du schon dabei und was schreibst du darin so?

Mittlerweile habe ich meinen Blog mehr als 1,5 Jahre und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Mein Blog nimmt keinen unerheblichen Teil meiner Freizeit ein … Regelmäßig schreibe ich neue Beiträge wie Rezensionen, nehme an wöchentlichen Aktionen teil oder berichte von Lesungen und anderen „buchigen“ Events.

Ich interagiere mit anderen Bloggern über Twitter, Facebook oder Instagram, lerne neue Leute kennen, die alle das Lesen genau so sehr mögen wie ich. Es gibt einige Portale, über die man Leseexemplare von Büchern anfragen kann und so komme ich auch in Kontakt mit Verlagen und Autoren.

Bist du nur Zuhause am Lesen und Schreiben?

Im letzten Jahr war ich das erste Mal auf einer Buchmesse – das absolute Highlight und der Treffpunkt um Bloggern aus ganz Deutschland zu begegnen. Wenn man eine gewisse Zeit bloggt und das regelmäßig tut, kann man sich bei beiden großen Buchmessen akkreditieren* lassen und genießt so gewisse Vorteile.  Die genauen Bedingungen erfährt man auf der jeweiligen Seite der Buchmesse. Für Frankfurt bedeutet das beispielsweise, dass man auch an den Fachbesuchertagen auf die Messe darf.

Auf Buchmessen erlebe ich wirklich viel: Autoren-Gespräche, Blogger-Partys und so weiter.

Zuletzt bin ich nicht hingekommen – im März 2018 wollte ich nach Leipzip zur Buchmesse. Wegen dem schlechten Wetter fuhren die Züge nur bis Berlin!

Was für Blogs gibt es so? Schreibst du über bestimmte Bücher?

Mit meinem Blog und meinem Hang zu historischen Romanen (die sind oft mystisch und entführen in fremde Welten), habe ich mich darauf spezialisiert! Es gibt aber auch viele Blogger, die themenübergreifend also allgemein über Jugendbücher und Fantasy-Romane bloggen. Schaut euch einfach mal im Netz um. Vielleicht habt ihr demnächst ja ebenfalls Lust einen eigenen Blog zu starten. Dieser muss sich nicht unbedingt um Bücher drehen. Es gibt Mode-, Beauty-, Cosplayer-Blogs und vieles mehr. Da sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Was gibt es als Blog-Betreiber zu beachten?

Leider muss einiges Rechtliches beachtet werden. Hierzu gehört beispielsweise ein Impressum mit vollständiger Adresse samt Telefonnummer sowie eine Datenschutzerklärung. Wenn ihr unter 18. seid, solltet ihr daher eure Eltern um Einverständnis bitten. Ansonsten findet man zu den rechtlichen Themen viele Informationen im Netz. Informiert euch hier gut und überstürzt nichts. Das Rechtliche hat mich zu Beginn ein wenig abgeschreckt, letztendlich habe ich es aber doch gewagt und die Blogger-Community ist bei Fragen meist sehr hilfsbereit.

Wie heißt dein Blog und wo finden wir ihn?

Moni´s Zeitreise heißt mein Blog – passend zum Thema “historische Romane” Siehe hier: https://moniszeitreise.blogspot.de/

Ein letzter Tipp?

Fahrt zur Frankfurter Buchmesse, die vom 10. bis zum 14. Oktober 2018 stattfindet.


akkreditieren*

Im Journalismus (wozu zu im entferntesten auch Blogger gehören) bezeichnet Akkreditierung die kostenfreie Zulassung von Medienvertretern – sprich Redakteuren, Fotojournalisten, etc – zu bestimmten Veranstaltungen. Dazu melden sie sich VORHER beim Veranstalter an und kommen dann umsonst rein, dürfen dort fotografieren, Interviews führen, etc. Wenn Sie  Glück haben, gibt es einen Extra-Pressebereich mit Bewirtung, PC´s und so.

 

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