Bei der Bundestagswahl 2021 überholte die SPD die CDU. Doch am meisten Stimmen von Erstwählern (ab 18 Jahren) erhielten die FDP und die Grünen/Bündnis90. Das liegt vermutlich an deren Haltung zu Themen wie #Digitalisierung, Corona-#Lockdown-Folgen für Kinder und Jugendliche, Abschaffung des #Schwangerschafts-Abbruch-Paragrafen (StGB § 218) und Befürwortung der #Cannabis-Legalisierung. Das typische Grünen-Thema #Klimaschutz überwog.

Bei den Erstwählern (2,8 Millionen 18jährige) teilen sich FDP und Grüne laut Infratest Dimap und ARD mit jeweils 23 Prozent  die höchsten Stimmanteile. Die FDP gilt vor allem als Königsmacher der Wahl, aber die Grünen sind in der gleichen Position. Denn: von diesen beiden Parteien hängt es am Ende ab, wer die Macht im Bundeskanzleramt bekommt und wer die Koalition führen wird: SPD oder CDU. Die kleinen Parteien entscheiden, für welche Koalition sie bereitstehen und dadurch, ob Olaf Scholz oder Armin Laschet “König” (Bundeskanzler) wird.

Jetzt wird strategisch verhandelt und um die Regierungsbildung geschachert! Ob die beiden Erzfeinde Christian Lindner (FDP) und Robert Habeck (Grüne) sich zusammenraufen können, wird schon am 29.9.2021 erörtert. Annalena Baerbock scheint sich zurückzunehmen; Robert Habeck wird eventuell der Vizekanzler (FAZ) und das ggf. ohne darum gekämpft zu haben.


Ergebnisse (Quelle: Statista.org)

Infografik: Erstwählende favorisieren FDP und Grüne | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

 

Viele, viele Kinder und Jugendliche haben Angst, an Corona zu erkranken. Muss das sein? Wie sind die Nebenwirkungen? Wer sollte sich impfen lassen? Und woran sterben Kinder und Jugendliche sonst und wie oft im Vergleich?

Für unter 12-jährige Kinder gibt es noch keinen CoVid-2 Impfstoff. Doch “Comirnaty” ist von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) nun auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren als Impfstoff zugelassen. Dieser wurde von der Firma BioNTech/Pfizer entwickelt. Doch: die “Ständige Impfkommission” (STIKO) rät aktuell (Juli 2021) davon ab, alle impfen zu lassen, stattdessen nur Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen. Welche Nebenwirkungen und welche Vorerkrankungen das sind, steht Unten. Zunächst geht es hier um Zahlen und Fakten:

Kurz: An einer Corona-Infektion starben bisher 4 Kinder und Jugendliche in Deutschland, vergleichsweise zum Beispiel 168 an Krebs. Mehr Zahlen folgen.


Wenn sich Kinder und Jugendliche OHNE Vorerkrankungen infizieren, ist der COVID-19-Krankheitsverlauf meist mild oder sogar asymptomatisch. Behandlungen im Krankenhaus sind selten nötig und Todesfälle treten nur vereinzelt auf. Warum zeigt eine Studie der Charité.

In einem akutellen Infoblatt des RKI (Download) für Kinder- und Jugendärzt:innen und Eltern steht dazu:

Von den rund 13,5 Millionen (13.500.000) Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren in Deutschland waren etwa 1200 mit einer SARSCoV2Infektion im Krankenhaus (< 0,01% also 1 von 100 der Erkrankten) und mussten dort behandelt werden. 4 verstarben an ihrer Infektion (< 0.001% der Erkrankten) – nicht mit. An Corona bedeutet, sie starben wirklich an dieser Infektion. Weitere 13 Ki/Ju starben an ihrer Vorerkrankung und hatten laut Labortest auch eine Corona-Infektion. (Stand: 4/2021)

In einer Stellungnahme der DGPI (Download) stehen u.a. solche Vergleiche:

Darin wurden zum Beispiel die Grippefälle 2018/19 zum Vergleich herangezogen, um Familien ein Stück weit die Angst zu nehmen. Damals erkrankten 7.461 Kinder unter 14 Jahren (15-18jährige nicht eingerechnet) mit Influenza so stark, dass sie ins Krankenhaus mussten, 9 davon verstarben. DGPI ist die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie.

Ein erweiterter Risikovergleich in Zahlen:

  • laut RKI starben 4 Ki/Ju an CoVid19 (von 3/2020 bis 4/2021)
  • 9 an Influenza/Grippe in 2018/19 (das war ein schlimmer Grippewinter)
  • nach Angaben der DLRG lag die Zahl der ertrunkenen Kinder und Jugendlichen im Jahr 2020 bei 49 (in 2019 bei 58)

    • hinzukommen Ertrinkungsunfälle in Badewannen und Schwimmhallen. Insgesamt ertranken z.B. allein 18 der 1-4 Jährigen.
  • 661 (0 bis 19 jährige) starben 2019 in Deutschland an tödlichen Verletzungen (Quelle: Statista), davon:
    • 44 Kinder und Jugendliche infolge eine tätlichen Angriffs (also durch Gewalt durch andere Personen)
    • 185 starben an Suizid
    • 400 an Unfällen (z.B. Autounfälle, sowie durch Stürze bei Sport und Spiel (oft durch Kopfverletzungen), sowie Ersticken/Strangulation, Rauch, Feuer und Flammen, Gift)
  • 168 Kinder und Jugendliche bis unter 20 Jahren starben 2019 an Krebs (Quelle: Statista)
  • in 2020 sind 2.373 Kinder im 1. Lebensjahr gestorben (Quelle: Destatis)

Fakt ist auch: Im Jahr 2019 wurden 194.042 Kinder bis 17 Jahren wegen einer Verletzung im Krankenhaus behandelt; 14 500 wegen Alkoholmissbrauch/-vergiftung (Destatis). Wegen Corona in 2020: 1.200. Siehe dazu: Link zum Bundesgesundheitsministerium sowie DESTATIS-Statistik


Aufgabe: Wie hoch ist nun das Risiko im Vergleich? Ist es nach oben genannten Zahlen wahrscheinlicher, durch Ertrinken oder eine tödliche Verletzung oder an Corona zu sterben? Müssen Kinder und Jugendliche wirklich so extreme Angst haben?



Wer sollte sich nun impfen lassen und wer nicht?

Impfungen haben auch unerwünschte Nebenwirkungen und können krank machen. Deshalb muss gut abgewogen werden, was schlimmer ist.

  • Covid19-Symptome bei Kindern und Jugendlichen treten eher selten oder in geringer Form auf. Mit Beeinträchtigen des Geschmackssinns, Fieber, Kopfschmerzen und Husten ist zu rechnen, treten oft aber auch gar nicht auf! Also völlig symptomfrei. Insbesondere Risikogruppen (Vorerkrankte, über 80jährige) können an Covid19 bzw. an einer Lungenentzündung dadurch aber auch sterben. (Quelle: RKI)
  • Die Long-Covid-Folgen sind zum Beispiel Erschöpfungszustände über längere Zeit (z.B. ein paar Wochen), Atembeschwerden, Konzentrations- und Schlafstörungen, depressive Verstimmungen und Herzrhythmus-Störungen und PIMS. In der Altersgruppe 12 – 17 Jahre hatten schätzungsweise 0,04 % der SARS-CoV-2-Infektionen ein PIMS zur Folge, welche aber gut heilbar ist. (Quelle: RKI)
  • Impffolgen sind zum Beispiel Erschöpfungszustände / Schwäche, Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Magen-Darm-Beschwerden über einige Tage sowie Herzmuskel-Entzündungen. (Quelle: RKI)

(Lockdown-Folgen bei Kindern und Jugendlichen sind vergleichsweise diverse seelische und körperliche Folgen wie Depressionen und Rücken-Erkrankungen, die ggf. ein Leben lang bleiben.)


Die Risiko-Nutzen-Analyse, also die Einschätzung dessen, was besser oder schlimmer ist, nimmt die STIKO vor.

STIKO ist die Abkürzung für “Ständige Impfkomission” und ist eine 18-köpfige Expertengruppe, die beim RKI angesiedelt ist. Sie gilt als unabhängig und empfiehlt, die COVID-19-Impfung mit Comirnaty derzeit NICHT für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 – 17 Jahren, sondern

nur für Kinder und Jugendliche mit einem besonderen Risiko, insbesondere denen mit Vorerkrankungen.


Vorerkrankungen (Quelle: RKI) sind zum Beispiel diese:

  • Adipositas / krankhaftes Übergewicht (> 97 Perzentile des BMI)
  • angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression
  • angeborene zyanotische Herzfehler (O2-Ruhesättigung < 80%)
  • schwere Herzinsuffizienz
  • schwere pulmonale Hypertonie
  • chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion (ausgenommen ist ein gut eingestelltes Asthma bronchiale)
  • chronische Niereninsuffizienz
  • chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen
  • maligne Tumorerkrankungen
  • Trisomie 21
  • syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung
  • Diabetes mellitus (nicht gut eingestellt)

Du möchtest Dich impfen lassen?

Spreche am besten erst einmal mit deinen/r Haus- oder Kinderarzt/-ärztin darüber! Ab August gibt es übrigens an den Grund- & Gemeinschafts-Schulen sowie Gymnasien in Schleswig-Holstein Impfangebote. Berufsschulen können auf Wunsch selbst Kooperationen mit Ärzte u/o Impfanbieter dazu eingehen.

Die STIKO und das RKI sagen derzeit (Stand 7/2021):

  • Erst einmal sollen möglichst alle erwachsenen Personen um das Kind herum – die Eltern, Großeltern, Betreuer:innen, Lehrer:innen und Erzieher:innen – sich impfen lassen.
  • Die Sicherheit der Kinder steht für die STIKO an oberster Stelle, weshalb derzeit nach einer strengen Risiko-Nutzen-Abwä
    gung GEGEN eine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren entschieden wurde.

Am 5. Februar fand eine Videokonferenz mit Eka von Kalben (Bündnis 90/Die Grünen) statt – als Doppel-Interview! Zuvor war der erKant-Artikel über Homeschooling und die Lage von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie aufgefallen – auf Twitter und in Kiel, genauer: im Büro der Landtagsabgeordneten. Kontakt wurde aufgenommen, das Interview geplant und dann digital durchgeführt – siehe unten; dort sind zwei Video-Mitschnitte zu sehen.

Das Fazit am Ende lautet sinngemäß: “Durch die Lockdowns mit Schulschließungen haben sich alle irgendwie an das Herumsitzen am PC im eigenen Zimmer gewöhnt und irgendwie ihre Träume verloren. Das normale Leben von Jugendlichen mit Unterwegs sein, Party machen, Freunde treffen, Sport machen, etc findet nicht statt und ist schon fast vergessen worden.”

Im 1. Teil des Interviews wollte Eka von den Redaktionsmitgliedern z.B. hören: Welche Erfahrungen habt Ihr Jugendlichen im letzten Jahr in der Schule gemacht? (Wie) Funktioniert der digitale Unterricht? Kommen alle mit? Gibt es Sorgen um Prüfungen? Um Ausbildung? Wie ist die Situation in den Familien? Welche psychischen Belastungen gibt es? Im eigenen Umfeld? Und: Was sind Wünsche an die Politik?

Im 2. Teil des Interviews stellten die Redakteure von erKant die Fragen, zum Beispiel:  Was machen Sie als Landtags-Abgeordnete? Was sind die Aufgaben? Haben Sie Kinder? Wenn ja, wie lief es bei denen mit dem Distanz-Unterricht? Wenn nein, was haben Sie beobachtet? Wen würden Sie lieber als Bundeskanzler-Kandidat sehen? Robert Habeck oder Annalena Baerbock? Und warum? Sowie: Wie sehr haben die Corona-Maßnahmen der nachhaltigen Entwicklung geschadet?


Hier sind die beiden – gekürzten – Videos, beginnend mit dem 2. Interview (kürzer):


Organisation:

  • Milena Vanini, Regionalbüro Eka von Kalben, MdL
  • Susanne Braun-Speck, Coach von erKant.de sowie Sii-Kids & Talents e.V. mit Media4Teens & Schools

Schnitt:

  • Ton: Dominik von erKant
  • Video: Milena

Das Jahr 2020 wurde von Corona, den Infektions-Zahlen und Maßnahmen dazu beherrscht. Lockdows und Schulschließungen mit Homeschooling beziehungsweise Distanz-Lernen forderten insbesondere Schüler:innen sowie ihre Lehrkräfte und Eltern heraus. Wie lief das so? Wie sehen die Folgen von all dem aus? Mussten und müssen solche drastischen Maßnahmen tatsächlich sein?

Immer öfter Medien nutzen, Netflix gucken, digitale Gruppenchats, im Internet surfen und Zuhause sitzen. Frust und Angst, Einsamkeit und Depressionen, arbeitslose und besorgte Eltern, einsame Omas und Opas, geschlossene Geschäfte und Freizeit-Aktivitäten, kein Sportangebot und eine Pleitewelle von Firmen, die im Anrollen ist – was macht das mit uns? Was machen Corona und die Kita- und Schulschließungen mit Kindern und Jugendlichen? Haben wir ein Jahr unseres Lebens einfach verpasst?

Digitalisierung? Homeschooling war herausfordernd!

Im Interview befragten wir eine Schülerin aus Schleswig-Holstein. Ihr Name bleibt anonym.

Wie lief das Corona-Schuljahr so bei Dir?

“Die schlimmste Phase war der Anfang! Im März und April saßen wir plötzlich alle Zuhause; sogar Spielplätze waren gesperrt; wir durften unsere Freunde nicht mehr treffen – bei wochenlang bestem Wetter waren wir quasi eingesperrt. Homeschooling? Bei uns gab es anfangs fast nichts zu tun; die wenigen Aufgaben wurden uns per E-Mail zugestellt, was schnell völlig unübersichtlich war. Videokonferenzen gab es noch nicht. Ich weiß von Freunden, dass es bei denen anders lief – es gab auch Schulen, die richtig viele Aufgaben gestellt haben. Die hatten aber auch schon vor Corona ein Lern-Management-System.”

Wie fühltest Du Dich dabei?

“Ich war mies drauf, weil ich nichts zu tun hatte und es keinen strukturierten Tagesablauf mehr gab. Ich saß immer mehr am PC … Zum Glück war ich wenigstens nicht alleine, da meine Mutter sowieso meistens im Homeoffice arbeitet.”

Wurde es nach den Sommerferien besser?

“Erst mal hatten wir ja ein paar Wochen Präsenzunterricht – das war gut, schön, wieder Alle zu sehen! Vor den Herbstferien saß dann aber unser ganzer Jahrgang zum ersten Mal 14 Tage in Quarantäne – weil es zwei Fälle in einer Klasse gab, die wir überhaupt nicht kennen. Da sollten wir MS-Teams benutzen, was aber bei uns gegen den Datenschutz verstößt. Darüber habe ich mich mega aufgeregt – warum? K.A. Aufgaben bekamen wir trotzdem wieder meistens per E-Mail. Videokonferenzen wurden versucht, klappten aber Lehrerseitig überhaupt nicht! Die kriegten das nicht hin … Viele Klassenkameraden hatten überhaupt keinen Bock mehr … Es wurde dann nach und nach Moodle als Lern-Management-System für die Klassen eingerichtet. Das funktionierte dann auch mit der Zeit. Es wurden mehrere Online-Konferenz-Tools getestet: MS-Teams, BigBlueButton, Jitsi und am Ende dann WebEx. Nur damit waren die Internet-Verbindungen seitens der Schule stabil genug.”

Unsere 1. Schulwoche begann schon am 4. Januar. In dieser klappte es dann endlich mit dem Homeschooling! Jetzt loggten wir uns morgens in die Videokonferenz ein und waren dann auch stundenlang gemeinsam digital am Arbeiten – mit viel mehr Freiraum als in der Schule.

“Da ich in einer Abschlussklasse bin, das in Schleswig-Holstein, kann ich nun seit Montag, 11. Januar, wieder in die Schule gehen. Unsere Klasse ist auf zwei Räume aufgeteilt; die Lehrer müssen dann immer wechseln. Aber die sind mehr bei der Gruppe der Lernschwächeren; wir Anderen haben viel mehr Freiraum und weniger Stress – gefällt mir gut! Bloß das Maske-Tragen nervt schon auf Dauer.”

Covid19 Schnelltest, Antigen-Test, Mast Diagnostica

Warst Du auch in Quarantäne? Wurdest Du getestet?

“Meine Klasse war zwischen Sommer und Weihnachten zweimal in Quarantäne, weil es Infektionen in Parallelklassen gab. Corona-Tests? Ich war bei Massentests vom Gesundheitsamt; habe mehr als 20 Corona-Tests gemacht, weil ich zwischendurch wegen einer Reha-Maßnahme im Krankenhaus war. Und obwohl ich und andere Jugendliche zum Beispiel mit einer infizierten Therapeutin eng zusammen in einem Raum waren, sind wir alle NICHT angesteckt worden!”

Wie war das Corona-Jahr so zusammenfassend?

“Selbst die Sommerferien waren ja nicht wie sonst … Langweilig. Überall war die Polizei unterwegs und hat geguckt, ob sich nicht zuviele Leute gleichzeitig treffen. Zum Beispiel bei unserer Skater-Bahn oder an der Promenade am See – das war ja so, als hätten wir was Schlimmes gemacht!

Meine beste Zeit des Jahres war die Reha im November, denn da war ich – trotz Corona – von morgens bis abends mit 8-12 anderen Jugendlichen zusammen. Ansonsten? Zuhausebleiben und Homeschooling haben auch Vorteile – aber zu wenige! Tatsächlich ist 2020 gefühlt wirklich ein verlorenes Jahr und tat mir nicht gut. Ich fühle mich oft einsam, habe ein paar Kilo zugenommen und Rückenschmerzen – vom vielen Sitzen denke ich.”

Hier mitmachen!

Wie findest Du Homeschooling? Mach mit bei unserer kleinen Umfrage dazu!


Diese 94-jährige aus Reinfeld haben wir “erwischt”, wie sie  im Laden sitzt und liest – mit Maske unter der Nase. Liebe Omi, das ist nicht gut!

Was wünscht Du Dir in der aktuellen Situation?

“Homeschooling funktioniert jetzt, aber ich möchte Menschen treffen und deshalb wieder in die Schule gehen. Ich brauche keine Partys, bin gar nicht so der Typ dafür. Aber ich möchte wenigstens meine engsten Freunde treffen können – aber wo? Ist ja alles geschlossen und verboten ist es auch.

Und ich wünsche mir, dass meine Großeltern gesund bleiben und vernünftiger werden – die passen nämlich viel weniger auf sich auf, als meine Mutter und ich! Die glauben, eine Maske schützt sie ausreichend vor Ansteckung; sie bezahlen immer noch mit Bargeld, desinfizieren Einkaufswagen nicht und so was. Viele Jugendliche wirken vernünftiger und halten sich eher an die AHA-Regeln als Rentner!”


Ein gemeinsamer Appell von Kinder- und Jugendärzt/inn/en und Lehrkräften lautet ähnlich:

“Schulen sollen zu sicheren Orten für Schüler und Lehrkräfte gemacht werden, Schulschließungen vermieden und die Lebenschancen von Kindern bewahrt werden!”

Dazu sagte der Generalsekretär der DAKJ Hans-Iko Huppertz: „Schule und Bildung gehören zu den Grundbedürfnissen der Kinder. Schulschließung bedeutet auch nachteilige Auswirkungen auf die psychosoziale und motorische Entwicklung, Kindeswohlgefährdung, Benachteiligung sozial Schwächerer, Gefährdung von Kindern mit besonderen Bedarfen und aktuelle Beeinträchtigung der Gesundheit der Kinder und Jugendlichen.“

Und dass der Generalsekretär das sagt, hat seinen Grund …

Auf Kinder & Jugendliche haben Lockdowns negative Auswirkungen!

Die interviewte Schülerin erzählte von persönlichen Eindrücken. Das UKE Hamburg hat in einer COPSY-Studie, die von Wissenschaftler:innen Deutschlandweit durchgeführt wurde, dagegen objektiv herausgefunden:

“Die Kinder und Jugendlichen erleben während der Krise vermehrt psychische und psychosomatische Probleme:

  • Das Risiko für psychische Auffälligkeiten steigt von rund 18 Prozent vor Corona auf 31 Prozent während der Krise.
  • Die Kinder und Jugendlichen machen sich mehr Sorgen und zeigen häufiger Auffälligkeiten wie
    • Hyperaktivität (24 Prozent),
    • emotionale Probleme (21 Prozent)
    • und Verhaltensprobleme (19 Prozent).
    • Auch psychosomatische Beschwerden treten während der Corona-Krise vermehrt auf.
    • Neben Gereiztheit (54 Prozent) und
    • Einschlafproblemen (44 Prozent) sind das beispielsweise
    • Kopf- und Bauchschmerzen (40 bzw. 31 Prozent).”

Auch die Gewalt in Familien hat zugenommen!

Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Baumann

Menno Baumann, Professor für Intensivpädagogik an der Fliedner-Fachhochschule Düsseldorf fordert in seinem aktuellen Beitrag u.a.:

“… Es ist eine gemeinsame Aufgabe, zwar Respekt vor den Folgen einer exponentiellen Ausbreitung der Krankheit zu schaffen, gleichzeitig aber auch Ängste zu reduzieren …

… Angst ist einer der wichtigsten Gewalttrigger überhaupt, und so wäre eine schnelle Absicherung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Familien ein hilfreicher Faktor zur Eskalations-Vermeidung…”

Auch eine RKI-Studie spricht von gehäufter Aggression & Gewalt!

“Schließungen der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen und der damit einhergehende Verlust der gewohnten Tagesstruktur, Kontaktabbrüche und dem eigenständigen Lernen zu Hause stellten erhebliche Herausforderungen für betroffene Kinder und deren Familien dar. Räumliche Enge und fehlende Ausweichmöglichkeiten während der Eindämmungs-Maßnahmen konnten außerdem zu erhöhtem familiärem Stress und gehäufter familiärer Aggression sowie zu häuslicher Gewalt führen.”

Der abschließende Rat lautete: “Bei möglichen zukünftigen Pandemien oder weiteren Wellen der COVID-19-Pandemie sollten die Bedürfnisse von Heranwachsenden und deren Familien während der Eindämmungs-Maßnahmen stärker berücksichtigt werden!” (Quelle:  siehe unten).

Dieses RKI-Zitat stammt aus August 2020.

Warum wurde und wird das bei der aktuellen “Welle” nicht berücksichtigt?


Übrigens: Ob Kita- & Schul-Schließungen wirklich sein müssen, ist unklar.

Wieviele Infektionen es in Schulen gab, weiß niemand genau! In den Weihnachtsferien recherchierte die Redaktion nach Zahlen über Infektions-Orte; insbesondere interessierte uns, ob Schulen tatsächlich Orte sind, wo sich Viele anstecken. Die Recherchen ergaben: Das weiß anscheinend niemand!

Beim RKI stellte erkant.de Presse-Anfragen; die Antworten ließen aber jede Menge Fragen offen. Am Ende hieß es: “Mehr können wir Ihnen dazu nicht antworten”. Doch hinter einen Link, der zugesendet wurde, befand sich eine Tabelle mit Zahlen zu Infektions-Orten. Überraschend:

Beim RKI werden Schulen als Infektions-Orte NICHT erfasst! Anderswo gibt es auch keine bundesweit zentral erfassten Daten.

Entsprechend schrieb die Redaktion der Presse-Abteilung der KMK (Kultusministerkonferenz) an. Auch dort gibt es keine genauen Zahlen, die zeigen, ob sich in Schulen viele Menschen infizieren oder nicht. Es werden zwar Zahlen bei den 16 Bildungsministerien eingesammelt, aber die sagen nur aus, wieviele Schüler (m/w/d) und Lehrkräfte möglicherweise mit Corona infiziert waren. Es wurde erkant.de mitgeteilt:  “Das Erkenntnis-Interesse bei den Erhebungen der Länder ist vordergründig kein infektions-medizinisches, sondern ein primär unterrichts-organisatorisches.” – Was auch immer das heißen soll.

Auch beim Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin fragte die Redaktion nach. Die Antwort war: “Die von Ihnen angefragten Zahlen werden in den Ländern erhoben und ausgewertet. Wenn selbst die KMK keine belastbaren Zahlen hat, würde ich Ihnen raten, die Länder selbst zu kontaktieren. Das BMBF führt hierzu keine Statistik.”

Zusammenfassend heißt das: Ob Schulen nun ein maßgeblicher Infektionsort sind oder nicht, konnte nicht herausgefunden werden. Allerdings ist z.B. bei QUARKS zu lesen, dass nach aktueller Datenlage Kinder und Jugendliche NICHT als größter Anheizer der Pandemie gelten.

Frage ist auch: Wie entstehen ohne Fakten, ohne statistisch erhobene, zentral zusammengefasste und öffentlich gemachte Zahlen, die Empfehlungen für das Bildungssystem? Und was bedeutet ist es, theoretisch / laut Testergebnis aus dem Labor, mit CoVid19 infiziert zu sein?

Gerade Kinder und Jugendliche sind meistens überhaupt nicht krank, zeigen keinerlei Beschwerden. Wieso leben sie dennoch Zuhause wie eingesperrt? Wochen- und Monatelang? Immer wieder?

Nachtrag der Redaktion vom 15. Januar: Die KMK hat, wie andere Medien berichteten, Mitte Dezember eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben. Und: Die ersten Bundesländer haben jetzt, Mitte Januar 2021, Infektionszahlen veröffentlicht. Diese sind, wenn Daten aus allen Bundesländern vorliegen, natürlich mit anderen Infektionsorten zu vergleichen bzw. ins Verhältnis zu setzen.


Fakt ist laut RKI allerdings:

Alten- und Senioren-Einrichtungen sind mit Abstand die am häufigsten betroffenen Infektions-Orte (siehe Tabelle / Diagram) – leider wohnen dort ausschließlich Risikopatienten.

Wie sollten Lockdowns den Senioren helfen können? Warum müssen dann Kitas & Schulen, in Bundesländern mit verhältnismäßig kleinem Infektions-Geschehen, so oft und lange geschlossen bleiben? Gibt es keine anderen Maßnahmen, die genau dort helfen können, wo die Not am größten ist? In Alten- und Senioren-Einrichtungen?

Diese Fragen haben wir nunmehr der Bildungsministerin von SH und 1. Vizepräsidentin der KMK, Karin Prien, gestellt. Ebenso, wie die Frage, ob es belastbare (von den Gesundheitsämtern gemeldete) Infektionszahlen zu infizierten Schülern und Lehrkräften oder Zahlen zu Schulen als Infektions-Orte gibt. Die Antwort steht noch aus.

Fakt ist (Update gepostet am 30.1.2021):

Es sind in 2020 erheblich weniger Kinder & Jugendliche gestorben, als in den Jahren vorher!

Weiterhin gab es in Vorjahren auch immer mal wieder Monate, wo mehr als im Durchschnitt gestorben sind. Was war da los? Zudem ist die Gesellschaft überaltert und es gibt immer weniger Geburten. Gibt es in der Zukunft immer weniger Kinder? Dafür immer mehr Alte? Damit logischer Weise auch mehr Tote? Was ist, wenn unsere Eltern, die geburtenstarke Jahrgänge der 60er Jahre ins Rentenalter kommen? Ist das Gesundheitssystem dem gewachsen?

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html


Quellen-Angaben:

 

Kopf hoch und in den Nacken legen, Nasen-Rachen-Abstrichstäbchen von oben vorsichtig in die Nase stecken – bis zur Nasenhöhle, wo der Schleim steckt – so beginnt ein Corona-Test. Auch der einer Reinfelder Firma, die einen Corona-Antigen-Schnelltest vertreibt.

“Das Stäbchen in den Tiefen der Nasenhöhle fühlt sich komisch an – es kitzelt, ist unangenehm, tut fast weh – je nachdem wer es macht … manchmal blutet es sogar”, weiß ein Redaktionsmitglied, das in der Schule bzw. beim Gesundheitsamt und während eines Krankenhaus-Aufenthalts schon mehr als 20 Coronatests gemacht hat – seit den Sommerferien bis Ende des Jahres 2020.

Nachdem das Test-Stäbchen aus der Nase gezogen wurde, ggf auch aus dem Hals-Rachenraum, wird es in ein Plastik-Röhrchen gesteckt, welches eine Extraktions-Flüssigkeit enthält. Diese muss “geknetet” werden, damit sich die Probe mit der Flüssigkeit verbindet. Nach 5 Minuten des Wartens ist die Reaktion fertig. Mit dem Plastikröhrchen werden danach zwei Tropfen der Mischung auf ein kleines Testfeld in der mitgelieferten “Test-Kassette” getropft.

Nach 30 Minuten kann auf der Anzeige erkannt werden, ob Corona-Antigene vorhanden sind oder nicht.

Wichtig: Ein positives Ergebnis sollte mit einem PCR-Test bestätigt werden. Und ein negatives Ergebnis im Antigen-Schnelltest schließt eine Infektion nicht aus, insbesondere wenn eine sehr niedrige Viruslast vorliegt, wie z. B. in der frühen Inkubationsphase (laut RKI).


Reinfelder Unternehmen vertreibt diese SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltest

Corona-Schnelltests werden nur von medizinischem Personal durchgeführt!

Schnell, zuverlässig und ohne Spezialgeräte anwendbar – so beschreibt die Firma Mast Diagnostica aus Reinfeld (Holstein) die Vorteile des ESPLINE SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltest vom japanischen Hersteller Fujirebio. Sie vertreibt diese Tests exklusiv auf dem deutschen Markt.

Das Paul-Ehrlich-Institut hat die Qualität des Tests bestätigt: Er gehört zu den aktuell 25 Produkten auf dem Markt, die die Bewertung „Dem derzeitigen Stand der Technik entsprechend“ erhalten haben. Da mit dem Test innerhalb von maximal 30 Minuten direkt vor Ort nachgewiesen werden kann, ob SARS-CoV-2 Antigene vorhanden sind, eignet er sich insbesondere zum Einsatz in Pflegeeinrichtungen, Kliniken, Arztpraxen oder anderen Teststellen.

Hinweis: Diese Schnell-Tests sind nicht für Privatpersonen erhältlich, sondern nur im 100-Paket für Einrichtungen mit medizinischem Fachpersonal.

Antigen-(Schnell-)tests basieren auf dem Nachweis von viralem Protein in respiratorischen Probenmaterialien. Sie liefern wichtige Informationen im frühen Stadium einer SARS-CoV-2-Infektion, wenn die Ansteckungsfähigkeit und das Risiko für eine Verbreitung der Krankheit am größten sind. Sie ermöglichen flächendeckend eine kostengünstige, mobil einsetzbare Testung auf Covid-19 und stellen somit ein sehr hilfreiches Instrument zur Unterstützung im Kampf gegen die Corona-Pandemie dar.

ESPLINE Sars-CoV-2 ist ein sogenannter qualitativer immunchromatographischer Enzym-Immunoassay (EIA) und kann ohne Laborgeräte durchgeführt werden, ermöglicht Ergebnisse direkt an Ort und Stelle und seine Ergebnisse können über farbliche Markierungen – ähnlich wie bei Schwangerschaftstests – dargestellt werden. Dieser Kassetten-Schnelltest weist zuverlässig und schnell spezifische Antigene des SARS-CoV-2-Virus aus Nasen-Rachen-Abstrichen nach!

ESPLINE Sars-CoV-2 hat eine hohe Zuverlässigkeit: Die Sensitivität liegt bei 96 Prozent, die Spezifizität bei 100 Prozent.

Mast Diagnostica mit Sitz in Reinfeld (Schleswig-Holstein) ist ein unabhängiger Hersteller und Lieferant von diagnostischen Systemen – sowohl im klinischen als auch im industriellen und veterinärmedizinischen Bereich. Die Lösungen der In-vitro-Diagnostik von Mast Diagnostica sind umfangreich und bedienen die Fachbereiche Mikrobiologie, Molekularbiologie, Infektiologie, Autoimmunkrankheiten, Immunhämatologie sowie PCR-Diagnostik. Außerdem bietet das Unternehmen in Deutschland exklusiv den weltweit anerkanntesten immunchemischen FIT-Test für die Darmkrebsfrüherkennung an.


*Quellen-Angaben:

Schulen und Hochschulen bereiten sich mit erweiterter Maskenpflicht, verschärften Hygieneregeln und Corona-Reaktionsplan vor. Schulen nutzen Schulentwicklungstage vermehrt für gezielte Weiterbildung in Sachen Homeschooling, und: Schulträger erhalten finanzielle Mittel für Corona-bedingte Umbau- und Hygiene-Maßnahmen wie z.B. Belüftungssysteme.

Laut einer Presse-Info des Bildungsministeriums in Kiel, müssen an Schleswig-Holsteins Schulen alle Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen ab Montag für die ersten 14 Tage nach den Herbstferien – auch während des Unterrichts und innerhalb ihrer Kohorte/Klasse – Mund-Nasen-Bedeckungen tragen. Bildungsministerin Karin Prien warb am 16. Oktober noch einmal um Verständnis für diese Maßnahme, die angesichts der steigenden Zahl von nachgewiesenen Corona-Infektionen erforderlich sei. Das Ziel bleibt: So viel Präsenzunterricht in der Schule für so viele Schülerinnen und Schüler wie möglich. Die Durchführung des schulischen Regelbetriebs hat für uns höchste Priorität. Wir sind mit unserem Hygienekonzept und dem Corona-Reaktionsplan gut auf die kommenden Wochen vorbereitet.

“Um auf Corona-Quarantänen vorbereitet zu sein, und Unterricht digital organisieren zu können, nutzen viele Schulen aktuell ihre Schulentwicklungstage, um Lehrkräfte darin zu schulen. Insbesondere gefragt sind Schulungen über Online-Konferenzen (Video-) sowie Lern-Management-Systeme. Angebote gibt es dazu in Formix vom IQSH” wurde der Redaktion anderweitig berichtet.

Das Robert-Koch-Institut hat bestätigt, dass Kinder und Jugendliche nicht ‘Treiber der Pandemie‘ sind!

Prien betonte, dass sich Schule im Vergleich zu anderen Lebensbereichen als verhältnismäßig sicherer Ort erweise. Infektionen werden zumeist in die Schulen hineingetragen.  Sie appellierte an die Verantwortung jedes Einzelnen, weiter konsequent alle Schutzmaßnahmen einzuhalten, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen und weitere Einschränkungen zu vermeiden.

Positive Bilanz in schwierigen Zeiten

Seit Beginn des Schuljahres sind in Schleswig-Holstein 141 Schülerinnen und Schüler von insgesamt rund 365.000 positiv getestet worden – das entspricht nur 0,04 Prozent.

Von rund 28.000 Lehrkräften seien 13 positiv getestet worden – das entspricht auch 0,04 Prozent. Insgesamt 134 Kohorten/Klassen mussten für einen Tag oder selten länger zu Hause bleiben bis die Testergebnisse vorlagen.

Diese erfreulich niedrigen Zahlen zeigen einerseits: Präsenzunterricht hat eine hohe soziale Bedeutung für Schülerinnen und Schüler und Familien und ist auch in Zeiten von Corona möglich. Sie zeigen aber auch: Wenn sich möglichst alle an die Regeln halten, können wir das Virus in Schach halten, sagte die Ministerin. Neu ist: Schulen erhalten bald auch kostenlose Masken aus Überbeständen der Bundesgesundheits-Ministeriums.


In Schleswig-Holstein kommt derzeit ein Schutz als Mund-Nasen-Bedeckung in Betracht, der eine Ausbreitung von Tröpfchen durch Husten, Niesen oder Sprechen vermindert, erlaubt sind also:

  • aus Stoff genähte Masken, Schals, Tücher, Schlauchschals. Idealerweise kommt ein enganliegender textiler Stoff zum Einsatz.
  • Einmalmasken sind erlaubt und natürlich auch die FFP2-Maksen
  • Visiere aus Kunststoff könnten ausnahmsweise eingesetzt werden, wenn die Mimik insbesondere von Lehrkräften sichtbar bleiben soll oder wenn aus gesundheitlichen Gründen das Tragen einer Alltagsmaske nicht in Betracht kommt.
  • Für Lehrkräfte gilt immer das Abstandsgebot.

AHA-Regeln werden  um L wie Lüften ergänzt

Die Ministerin wies darauf hin, dass die bereits bestehenden AHA-Regeln (Abstand halten, Hygiene und Alltagsmaske) in der kommenden kühleren Jahreszeit auch an den Schulen um ein „L“ für Lüften erweitert werden müssten. Wir haben bereits gestern ein Info-Blatt zum Thema „Richtiges Lüften“ an die Schulen versandt, in dem wir die auf KMK-Ebene vereinbarten und mit dem Umweltbundesamt (UBA) abgestimmten Empfehlungen erläutern.

Demnach sollte während des Unterrichts alle 20 Minuten mit weit geöffneten Fenstern 3 bis 5 Minuten gelüftet werden und nach der Unterrichtsstunde über die gesamte Pausendauer.

Nach derzeitigen Erkenntnissen, so die Ministerin, sei das die wirksamste Waffe gegen eine Anreicherung von Aerosolen in den Klassenräumen. Luftreinigungsgeräte könnten nur ergänzend wirken.


Zusätzliche Mittel für Schulträger

Zur Unterstützung der Schulträger bei notwendigen Investitionen hat die Landesregierung ein 15 Millionen-Euro-Programm aufgelegt, sagte Prien weiter. Eine entsprechende Richtlinie ermögliche, dass die Schulträger seit dem 12. Oktober eine Landesförderung beantragen können für Hygienemaßnahmen, die sie seit dem 27. April auf den Weg gebracht haben. Das Budget jedes Schulträgers ist abhängig von der Zahl der Schülerinnen und Schüler und enthält einen Sockelbetrag von 4.500 Euro je Schule. Innerhalb ihrer Budgets entscheiden die Schulträger über die bedarfsgerechte Verwendung der Mittel.

Gefördert werden:

  • Aufwendungen für den Erwerb von Sachmitteln, die zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs erforderlich waren oder bis zum 31. Dezember 2020 erforderlich werden. Dies sind:
    • Infektionsschutzmittel, Desinfektionsständer und -spender,
    • Seife / Seifenspender / Papiertücher / Abwurfbehälter,
    • Mund-Nasen-Bedeckungen / Plexiglasvisiere („Face-Shields“) /
    • Schutzanzüge, Schutzscheiben
    • Aufsteller / Hinweisschilder, Material zur Kennzeichnung von Laufwegen und Absperrungen,
    • Belüftungsgeräte, CO 2 -Lüftungsampeln sowie sonstige Gegenstände, die nachweislich zur Einhaltung infektionsschutzrechtlicher Maßgaben geeignet sind.
  • Umbaumaßnahmen: Förderfähig sind Umbaumaßnahmen
    • zur Verbesserung des Infektionsschutzes in Schultoiletten (einschließlich Lehrertoiletten),
    • Sanierung oder Austausch von Fenstern sowie
    • der Einbau oder die Umrüstung von Belüftungsanlagen, soweit dadurch Räume für den Unterricht nutzbar gemacht werden können,
    • vorübergehende Bereitstellung von Containern, soweit dies zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs unter SARS-CoV-Bedingungen notwendig ist und
    • sonstige bauliche Maßnahmen, die der Erteilung von Unterricht unter Berücksichtigung des schulischen Hygienekonzepts dienen.

 

Bundeskanzlerin Merkel kündigte am 29.9.20 an, ein 500 Millionen Euro schweres Förderprogramm für Belüftungsanlagen in Schulen locker zu machen. Da ständiges Lüften in Kitas und Schulen im Herbst und Winter aufgrund der geringen Temperaturen und Wetterverhältnisse kaum möglich ist, muss die passende Technik helfen. Diese bietet die schwedische Firma Camfil mit deutscher Niederlassung in Reinfeld an.

Politiker und Virologen halten den Einsatz von Luftreinigern in Schulen für wichtig. Die AHA-Regel soll jetzt entsprechend um zwei Punkte ergänzt werden.

  • AHA bedeutet: Abstand halten – Hygiene beachten – Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen.
  • Hinzu kommen jetzt C wie Corona-Warn-App und L wie Lüften. Dann heißt die Regel: AHACL

Aktuell steigen die Infektions-Zahlen mit jedem Tag mehr. Auch in Reinfeld an der Gemeinschaftsschule, sowie mehreren Schulen in Bad Oldesloe gibt es aktuell Corona-Infizierte und Massentests. Auch die Redakteurin dieses Artikels befindet sich gerade in Corona-Quarantäne, weil es in einer Jahrgangsklasse Infizierte gab.

“Ich habe seit den Sommerferien schon zwei Corona-Tests gemacht. Einmal beim Arzt, wo mir ein Stäbchen erst in den Mund und danach in die Nase gesteckt wurde (ecklig …). Letzte Woche musste unser ganzer Jahrgang zum Massentest vom Gesundheitsamt. Da wurde mir das Stäbchen durch die Nase bis in die Stirn geschoben … Mein Ergebnis war jedesmal negativ, also bin ich nicht krank. Die ganze Klasse ist gesund, aber in Quarantäne.”

Nach den Herbstferien gibt es für 14 Tage wieder eine Maskenpflicht in allen schleswig-holsteiner Schulen für alle ab Klasse 5 (Nachtrag vom 30.09.). Können Masken im Unterricht überhaupt oder genug vor Ansteckungen schützen? Ist für einen sicheren Schulbetrieb nicht eine gesunde und virenfreie Raumluft im Klassenzimmer am besten, um Ansteckungen zu vermeiden?

Die Gefahr liegt in der Raumluft!

Corona-Viren verbreiten sich durch Tröpfchen-Infektionen über luftgetragene Aerosole. Diese Aerosole sind ein Gemisch aus festen und kleinsten flüssigen Schwebeteilchen in einem Gas. Luft / Sauerstoff ist ein Gas. Corona-Viren können sich darin über mehrere Stunden in der Luft halten und im ganzen Raum verteilen. Frischer Sauerstoff, ständiges Lüften hilft, möglichst wenig davon in der Luft zu haben. Aber wie soll das im Winter gehen? Bei Kälte, Regen und Schnee?

Das Infektionsrisiko im Klassenzimmer sinkt, wenn stationäre Luftreiniger mit integrierten Hochleistungsfiltern aufgestellt werden.

Um die Sicherheit von Schülern und Lehrern zu erhöhen und das Risiko der Virusausbreitung zu verringern, hat die Firma Camfil aus Reinfeld Luftreiniger aus der City Serie für diesen Einsatz weiterentwickelt. Damit kann die Raumluft in jeder Stunde 6-fach komplett gereinigt werden. Die in den Aerosolen befindlichen Viren werden über die Hochleistungsfilter (HEPA Filter, H14) herausgefiltert. Stören tun die auch nicht, denn die Luftreiniger sind  leise, da sie speziell für den Einsatz in Büro- oder Klassenräume konzipiert worden sind.

Gute Luft, gutes Lernen. Gesunde Raumluft im Klassenzimmer durch Filter

Seit über einem halben Jahrhundert sorgt die Firma Camfil als marktführendes Unternehmen für eine saubere Innenraumluft für Menschen, Umwelt und Prozesse. Mit ihren HEPA-Luftreinigern wird die Innenraumluft gereinigt und von Aerosolen und Viren befreit – so bieten sie Schutz vor COVID-19 und natürlich auch vor anderen Infektionsrisiken.

“Ich sehe einen großen Vorteil durch diese Luftreiniger gegenüber Masken im Unterricht. Die in Masken entstehenden Bakterien und Pilze können ja auch die Gesundheit gefährden und frische Lust ist zudem elementar wichtig, um Lungenentzündungen vorzubeugen.” meint der Coach von erKant.


Die Investition in solche Luftreiniger lohnt sich, denn die Geräte können viele Jahr lang in Grippenzeiten dafür sorgen, dass Raumluft sauber bleibt! Fakten & Daten zu der Camfil City Serie für Schulen (Herstellerinfo):

Der Luftreiniger City M für eine gesunde und virenfreie Raumluft im Klassenzimmer.  Quelle: “obs/Camfil GmbH”

  • mobiles Luftreinigungssystem mit geringem Geräuschpegel – speziell für den Einsatz in Büro- oder Klassenräume konzipiert
  • 2-stufiges Filtersystem mit Hochleistungsfilter H14 und Molekularfilter gegen Gerüche
  • Reduziert luftgetragene Allergene und ansteckende Viren und Bakterien
  • Erhöht die Konzentration und bringt mehr produktive Energie durch eine verbesserte Umgebungsluft
  • Nach DIN EN 1822 getestete HEPA Filter mit einer Abscheideleistung von 99,995 %
  • Plug-and-Play-Einheit für einen einfachen Einsatz

In einer Schule in Bad Oldesloe soll es (laut einer Presse-Info von Camfil) in den Klassenräumen eine Partikel-Reduzierung von circa 90 % – 95 % geben. Das, während 33 Schüler und 2 Lehrkräfte anwesend waren. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Weitere Informationen über Camfil und deren Produkte gibt es auf deren Website sowie in einem Berufetag-Artikel von erKant.de.

Die Messergebnisse am Beispiel einer Partikelmessung in einem Klassenzimmer einer Schule in Bad Oldesloe. Quelle: obs/Camfil GmbH”


Presse-Info: https://www.presseportal.de/pm/148448/4713978

Umwelt-Aktivisten von Fridays-for-Future fordern ehrgeizige Klimaziele für Lübeck und wollen das Thema Klimaschutz allgemein wieder aufnehmen. Die Corona-Krise hatte davon abgelenkt. Ungefähr 15 Zelte campieren derzeit nahe dem Holstentor. Dort geht es bunt zu und Freitag findet die nächste #FFF-Demo statt.

Noch bis Donnerstag (24.9.) campen die Aktivisten auf der grünen Wiese vor dem DGB-Gewerkschaftshaus (Ecke Holstentorplatz / Possehlstraße siehe Google-Maps). Dabei sind unter anderem die (Co-) Veranstaltungs-Organisatoren und Aktivisten Maja und Henning. Ein Interview mit den beiden hört ihr hier:

Während der KlimaCamp-Woche gibt es spannende Vorträge, Podiums-Diskussionen mit Lübecker Politikern (m/w/d), Akrobatik-Auftritte und Gesang. Außerdem spielen die Bands “Black Crosses” und “Han Shot Greedo” und am Dienstag gibt es einen Science Slam! In kreativen Workshops können unter anderem Demo-Banner, eine große Erdkugel für den Streik und Wimpel zur Solidarisierung mit dem vom Kohleabbau bedrohten Dorf Keyenberg (NRW) gebastelt beziehungsweise gemalt werden. Aktuelles siehe auch Instagram. Leider kamen am Sonntag kaum Besucher vorbei – ist das Interesse an Klimaschutz verraucht? Wie sehr interessieren sich die Menschen wirklich für Nachhaltigkeit in ihrer Stadt?

Diskussionen gibt es auch viele, auch darüber, wie echt komplizierte Themen in kurze, verständliche Parolen für Demo-Banner formuliert werden können 🙂 Eine davon seht ihr hier auf dem 1. Bild:


Am Freitag folgt dann wieder ein Klimastreik!

Wann? 25.09.2020 ab 12:00 Uhr
Wo? Klingenberg (Lübeck-Mitte / Altstadt)
Was? Der 25. September wird DER Streiktag des Jahres 2020 – lauter und bunter als je zuvor! Aber dafür brauchen wir EUCH und alle Menschen die ihr kennt! Bringt eure Plakate, Banner und ganz viel Demostimmung mit – gemeinsam rocken wird das! Um 12 Uhr sorgt die Band Guacayó am Klingenberg für einen musikalischen Demostart. Dann führt uns die Route fast um die gesamte Innenstadt herum und endet mit einer großen Kundgebung am Klingenberg.

Wenn die Corona-Krise eines gezeigt hat, dann, dass die Bundesregierung handeln kann, wenn es darauf ankommt. Wir fordern: Tut das auch bei der Klimakatastrophe! #FightEveryCrisis (O-Ton von #FFF)

Auf verschiedenen Websites im Weltkarten-Layout kannst du sehen, wie weit der Corona-Virus verbreitet ist. Ständig aktualisierte Zahlen stehen hier für:


Artikel mit Grundlagen-Informationen von Anfang März 2020:

Das Winterhalbjahr ist eine typische Grippezeit und viele Leute sind krank. Doch woher wissen wir, ob es eine Erkältung oder “normale” Grippe ist? Oder sogar der Corona-Virus aus China? Wie gefährlich ist der? Woran erkennst du ihn? Wo sind sichere Erkenntnisse und Informationen, statt Fake, zu finden?

Die WHO (WorldHealth Organizations) hat erst keine gefährliche Situation gesehen, erklärte den Ausbruch des neuartigen Corona-Virus (#2019-nCoV) am 30. Januar dann doch zu einer “gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite”. Ausbruchsort des Corona-Virus ist die chinesische Provinz Hubei (inklusive der Millionenstadt / Metropole “Wuhan”).

Ist das jetzt ein Grund zur Panik in Deutschland?

Viele Reaktionen scheinen überzogen. Eine sichere Quelle für Informationen ist das RKI (Robert-Koch-Institut) > Link. Dort steht bisher (bis einschließlich 3.3.20): “Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als MÄßIG eingeschätzt.”

  • Nachtrag vom 6.3.:  Laut einem Interview mit dem Virologen Christian Drosten liegt die Fallsterblichkeit bei Corona-Erkrankten bei 0,3 bis 0,7 % – meistens sind das ältere Menschen, die Vorerkrankungen hatten.

Der Corona-Virus ist nicht neu!

Unsere Recherchen haben ergeben, dass es Corona-Viren schon seit den 60er Jahren gibt und die Ansteckungsgefahr bei normaler Influenza (Grippe, nicht Erkältung) deutlich höher ist. Aber: Corona-Viren verursachten Lungenentzündungen, die tödlich enden können und Krankheiten wie SARS oder MERS, die durchaus dafür sorgen können, dass Infizierte im Krankenhaus landen.

Diese Corona-Viren werden von Tieren, wie Vögeln und Säugetiere, auf den Menschen übertragen. Aktueller Stand ist, dass dies Ende Dezember in China auf einem Markt passiert ist, auf welchem auch Fledermäuse und andere Wildtiere verkauft werden. Fledermäuse tragen den Virus in sich, werden aber davon selbst nicht krank und können ihn auch nicht an Menschen übertragen. Der “Schuldige” wird also noch gesucht.


Symptome, wie bei einer Erkältung?

Normale Corona- und Grippe-Viren verursachen milde Erkältungssymptome wie Husten und Schnupfen. Doch bei bestimmten Corona-Viren können schwerere Infektionen entstehen, z.B. eine Lungen-Entzündung mit hohem Fieber. Bisher starben aber nur Menschen daran, die schon durch andere Krankheiten oder durch ihr hohes Alter geschwächt waren. Grundsätzlich ist eine Grippe (Influenza) schlimmer als eine Erkältung und kommt meistens ganz plötzlich und stark, zusammen mit Fieber und Gliederschmerzen.

Schützen kannst du dich vor einer Ansteckung schwer!

  • Ein festsitzender Mundschutz wird vom RKI trotzdem, an öffentlichen Orten mit vielen Menschen, empfohlen um die Ansteckung über eine Tröpfcheninfektion durch Husten und Niesen zu vermindern. Heißt auch: halte Abstand, wenn jemand in deiner Umgebung niest oder hustet.
  • Damit keine Schmierinfektion stattfindet, ist gründliches Händewaschen sehr wichtig. Fasse deswegen dreckige Türklinken, Türöffner in der Bahn, Geld, etc nur mit Schutz oder gar nicht an. Auch an Lebensmitteln kann der Virus haften! Deshalb: vor dem Essen sehr gut Hände waschen und nicht mit schmutzigen Fingern im Gesicht und Mund herumtasten.

Über Onlinehändler Ware aus China bestellen, ist vermutlich auch nicht die beste Idee; auch wenn viele Gegenstände die Viren vermutlich nicht übertragen können.

Ganz unten ist ein Lernvideo zu sehen, wie eine Ansteckung passiert!

Ernsthaft von der Coronavirus-Infektion bedroht ist, wer direkt mit Menschen zu tun hatte, die in letzter Zeit in China waren und danach, innerhalb von 14 Tagen, Symptome wie Fieber und Atemprobleme entwickelt.

Wenn du den Verdacht hast, vielleicht mit dem Coronavirus infiziert zu sein, kannst du zum Arzt gehen und einen Abstrich machen lassen. Das RKI (Robert Koch-Institut) empfiehlt, vorher beim Arzt anzurufen und zu sagen, warum du kommst. Wer infiziert ist, sollte sich ja nicht ins Wartezimmer setzen und andere damit anstecken …

Und was ist, wenn doch?

Einen Impfstoff gibt es bisher nicht. Aktuell kommen Erkrankte in Quarantäne, um nicht zur Verbreitung des Virus beizutragen und werden mit normalen Grippen- und ggf. Lungenentzündungs-Medikamenten behandelt (Stand: 1.2. RKI). Aber: Einer Gruppe Wissenschaftlern ist es gelungen, den Virus nachzuzüchten – ein großer Schritt in der Entwicklung für einen Impfstoff.


Kein Fake, sondern wahre Infos finden:

In unserem Nachbarort Bad Oldesloe verbreitet sich zum Beispiel das Gerücht, dass eine mittelalte Frau an Corona erkrankt wäre und nun in Isolationshaft sitze. Tatsächlich ist aber niemand erkrankt, sondern: Die Studentin Ann-Sophie Muxfeldt aus Bad Oldesloe ist eine der Deutschen, die vorsichtshalber mit vielen Anderen aus China ausgeflogen wurde und sich nun vorsichtshalber, nicht krank, mit vielen anderen Deutschen in Quarantäne befindet.

Im Internet wird ganz schön viel Fake verbreitet … Sichere, wissenschaftlich überprüfte und ständig aktualisierte Informationen findest Du hier:

Was bedeutet “gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite”?

Nur in China wurde der Corona-Virus nicht nur von Tieren auf Menschen, sondern auch von Mensch-zu-Mensch übertragen. Das klingt erst einmal so, als wenn das Risiko nicht so groß ist. Aber:

Vorsichtshalber hat die WHO für China und die angrenzenden Staaten eine Reihe von Empfehlungen zur Eindämmung und Kontrolle des Ausbruchsgeschehens ausgesprochen. Dazu gehört, dass Handelswege und Reisen zu und aus betroffenen Regionen in andere Länder weit möglichst eingeschränkt werden. Prävention- (Vorsorge-) und Früherkennungs-Maßnahmen, Quarantäne und weitere Maßnahmen werden getroffen oder vorbereitet. Außerdem werden Länder mit schwächeren Gesundheitssystemen von allen anderen Ländern unterstützt; es wird gemeinsam geforscht und nach Impfstoffen gesucht.

Deutschland ist gut aufgestellt und hat ein starkes Gesundheitssystem!

Alle sprechen von der Klima-Erwärmung; zum Beispiel  wegen der monatelangen Brände in Australien und der Vernichtung des Regenwaldes am Amazonas. Wird die Erde deshalb irgendwann zu einem Ort, der nur noch aus Wasser (voller Algen und Plastik) und sandigen Wüsten besteht? Wo Städte und Wälder vernichtet sind, Menschen nicht mehr leben können? Sieht die Erde irgendwann wie in Science-Fiction-Filmen aus – leblos und tot? Frage ist: Können wir den Klimawandel aufhalten und unsere Welt noch retten?

Treibhausgase erwärmen das globale Klima – bedeutet was?

Eine Aussage, die wir immer wieder in den Medien hören, heißt: die Emissionen steigen. Emissionen sind kleinste Teilchen, Gase, etc die ausgestoßen werden. Treibhausgase wie CO2 (Kohlendioxid), Methan und Lachgase werden zum Beispiel ausgestoßen (von Kohlekraftwerken, Autos, Bränden, Industrie, Landwirtschaft, etc). Diese Treibhausgase sorgen dafür, dass weniger Wärme der Atmosphäre ins Weltall entweichen kann, wodurch die Temperaturen auf der Erde steigen.

Eine Erderwärmung von 1,5 Grad reicht, damit das oben Genannte passiert:

Das Wetter spielt verrückt; Eisberge schmelzen, der Meeresspiegel steigt und überschwemmt Küstengebiete; andererseits trocknen Landschaften aus und es gibt immer mehr Brände. Brände, Brände, Brände …

Die brennenden Ur- und Regenwälder dieser Welt sollen sehr viel mit der Höhe der CO2-Emissionen zu tun haben.

Der WWF schrieb dazu z.B.: “Wenn wir nichts dagegen unternehmen, werden wir bis 2030 bis zu 170 Millionen Hektar Wald verlieren – das ist eine Fläche so groß wie Deutschland, Frankreich, Spanien und Portugal zusammen.” Laut dem soll alleine 1/3 des Amazones-Regenwaldes vernichtet werden.

Aber nicht nur Brände, sondern auch Industrie und Landwirtschaft vernichten unfassbar viel Wald!

Wälder werden zum Beispiel abgeholzt, damit sie für die Produktion von Palmöl, Rindfleisch und Soja und vieles mehr, also für Viehzucht und Ackerbau sowie für Biodiesel, Platz machen. Das Holz der Bäume wird zudem sehr vielseitig in der Industrie genutzt – es ist ein Baustoff, der nachwächst.

Bäume sind also nachwachsende Rohstoff-Lieferanten, was nachhaltig sein soll. Wieso? Zwar wachsen Bäume durch Aufforstung wieder nach, aber eigentlich wird für diese “nachwachsenden Rohstoffe” doch erst einmal alter Baumbestand (der viel wertvoller ist, als junge Bäume) vernichtet, oder sogar Flächen gerodet, um bestimmte Bäume – insbesondere Palmen für Palmöl (lies dazu auf Regenwald.org mehr) anzubauen?

Was können wir dagegen tun, außer mit Fridays-for-Future die Menschen, insbesondere die Politiker weltweit aufzurütteln?

Eine Welt ohne Bäume, ohne Wälder, wünscht sich wohl niemand!

Unabhängig davon, dass Wälder der Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen sind. Sterben die alle, wird die Erde irgendwann leblos und kahl und sieht dann aus, wie in der Science-Fiction-Welt.


Politik und Wirtschaft versuchen, mit verschiedenen Maßnahmen den CO2-Ausstoß zu senken. Braunkohlewerke sollen stillgelegt, Energie alternativ gewonnen werden; Autos nicht mit Verbrennungsmotor, sondern elektrisch fahren; Bahnfahren wird billiger und so weiter. Aber bringt das genug? Alternativ:

Wie kann CO2 verbraucht und dadurch weniger werden?

Land- und Meerespflanzen, insbesondere Bäume und Algen, nehmen ständig Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre auf und verarbeiten es mithilfe der Lichtenergie zu Zucker (Glucose) und Sauerstoff – das ist die “Photosynthese“.

Das Kohlendioxid wird verbraucht, der Zucker vom Baum als Nahrung zum Wachstum genutzt und der frisch produzierter Sauerstoff an die Umwelt abgegeben. Diesen Sauerstoff brauchen Menschen und Tiere zum Leben. Die Regen- und Urwälder werden deshalb auch als “grüne Lunge der Welt” bezeichnet.

Wird der Waldbestand durch Brände und Abholzung immer geringer, wird weniger CO2 von Bäumen verbraucht und damit das Klima immer wärmer. Heißt also: Das ist ein Teufelskreislauf und der sogenannte “Treibhauseffekt“.

Genau das Gegenteil müsste passieren! Wir brauchen mehr Wald, um mehr CO2 verbrauchen zu lassen.


Bei der Initiative “Plant-for-the-Planet.de” nehmen Schüler die Klimarettung selbst in die Hand.

Dort steht geschrieben: “Inspiriert von Wangari Maathai, die in Afrika in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat, formulierte 2007 der damals 9-jährige Felix seine Vision:
 Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen. Und so auf eigene Faust einen CO2-Ausgleich zu schaffen, während die Erwachsenen nur darüber reden.” Link dorthin: https://www.plant-for-the-planet.org/

Wenn nun jeder Schüler einen Baum pflanzen würde: Könnte das was bringen?

Es gibt im Schuljahr 2019/20 in SH insgesamt 365.600 Schüler (m/w/d) und 28.000 Lehrer (Quelle). Würden also die rund 800 Schulen in SH alle einen Schulwald bekommen, mit jeweils einem Baum pro Schüler und Lehrer, wären das zusammen an die 400.000 Bäume. Da Schleswig-Holstein das Waldärmste Bundesland ist, haben wir auch echt Luft nach oben … Wären wir Politiker, würden wir uns vermutlich dafür einsetzen, dass es mehr Bäume als Windkraftanlagen in SH geben soll!

Würden alle Schüler von Deutschland mitmachen und Bäume pflanzen, wären das 8,3 Millionen – plus die der 773.280 Lehrer (m/w/d).

Zusammen also rund 9 Millionen Bäume!

Klingt irgendwie nach einer spannenden Sache! Doch: Wieviele müssten das wirklich sein? Weltweit? Wenn in vielen Ländern der Welt ständig viele, viele Hektar Wald für Industrie und Landwirtschaft abgeholzt oder durch Brände vernichtet werden?

Auf 1 Hektar aufgeforsteten Wald in Deutschland stehen im Durchschnitt 400 Bäume (Quelle), dass heißt, die Schüler würden mit 9 Millionen Bäumen 22.500 Hektar Wald pflanzen. In Australien sind gerade Wald- und Buschflächen von 12.000.000 Hektar (Stand: 13.1.20) abgebrannt. In Brasilien brannten alleine im August 2019 innerhalb von fünf Tagen 471.000 Hektar Wald, Weiden und Felder ab…

Vermutlich ist das eine schöne Idee, dass Schüler Millionen von Bäume pflanzen. Aber es ist auch nicht viel mehr, als “ein Tropfen auf den heißen Stein”; nur eine von vielen, vielen Maßnahmen, die weltweit notwendig sind, um die Klima-Erwärmung aufzuhalten.

  • Es stellt sich auch die Frage: Wie sieht es mit Methan und Lachgas aus? Die sollen schlimmer sein, als CO2 – wir werden es recherchieren!
  • Ebenso wie die Frage: Was nutzt es, wenn wir in Deutschland alles für den Klimaschutz tun, aber viele Länder der Welt nicht?
  • Welche Maßnahmen müssten noch weltweit durchgeführt werden, damit das Klima und damit die Welt gerettet werden kann?

Und: Wie unfassbar ist denn bitte das? Auf Regenwald.org steht geschrieben:

“Mittlerweile gehen in der EU 61 % des Palmöls (wofür Unmengen an Regenwald vernichtet werden) in die Energieerzeugung51 % (4,3 Millionen Tonnen) für die Produktion von Biodiesel sowie 10 % (0,8 Millionen Tonnen) in Kraftwerke für die Strom- und Wärmeerzeugung.

Ignorieren die Politiker das? Dass ihre hochgelobten “alternative Energien” aus nachwachsenden Rohstoffen, die besser als Braunkohle- und Atomkraftwerke sein sollen, auch Regenwald-Ressourcen nutzen und deswegen immer mehr klimaschädliches CO2 entsteht?

Wir werden der Sache weiter auf den Grund gehen; in Kürze zunächst einmal den Treibhausgasen Methan und Lachgas.