Zur Schule gehen ist ja schön und  gut, aber gerade in der Oberstufe nebenbei ein wenig Geld verdienen, auch. Schüler arbeiten zum Beispiel nebenbei, weil ihnen ihr Taschengeld zu wenig ist oder die Eltern sie dazu auffordern. Andere gehen Jobben, um Geld für einen tollen Urlaub, den Führerschein oder das erste Auto zu sparen. Wo Jobs zu finden sind? Steht ganz Unten!

So oder so: Ein Job bringt schnelles, kleines Geld und macht unabhängig – plötzlich kann man sich kaufen, was man will! Außerdem ist es eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und Teenager lernen dabei schon einmal das Arbeitsleben kennen. So können sie Erfahrungen für die Zukunft sammeln – Gute wie Schlechte. Es gibt eine ganze Reihe an möglichen Jobs. Gearbeitet wird oft im Einzelhandel und in der Gastronomie, zum Beispiel bei Supermärken, Bekleidungsgeschäften oder bei Bäckereien. Dort gilt überall der Mindestlohn. Das bedeutet: 9,60 Euro/Stunde. Meistens werden circa 450 Euro im Monat verdient. Andere starten als Babysitter oder Zeitungsausträger. Manche erst als junge Erwachsene mit Führerschein zum Beispiel als Pizzaboten oder Promoter bei Verkaufsförderungsmaßnahmen.


Arbeiten im Lebensmittel-Einzelhandel & Gastronomie

“Ich arbeite seit Kurzem bei Familia – hier haben viele Jugendliche aus Reinfeld einen Job. Sie arbeiten an der Kasse, oder zum Beispiel in der Obst- & Gemüse- oder in der Tiefkühlabteilung. Aufgabe ist dort z.B. nicht mehr genießbare oder abgelaufene Ware auszusortieren. Außerdem müssen Lieferungen angenommen und Produkte ein- und ausgeräumt  werden. Ein Minijob bei Famila wird mit 450 Euro vergütet und die Mitarbeiter müssen ca. 44 Stunden im Monat arbeiten. Dies auch manchmal am Samstag. Meine “Challenge” war am Anfang, mit vollgepackten Gitterwagen durch die Gänge zu fahren. Das klappt jetzt aber schon besser!” berichtete eine 17jährige Reinfelderin.

Die Chancen bei Familia einen Mini-Job neben der Schule zu bekommen, ist nicht schlecht. Das Mindestalter beträgt hierfür allerdings 16 Jahre. Diese Altersgrenze besteht aber überall und ist gesetzlich geregelt. In Reinfeld suchen aktuell zum Beispiel McDonalds, Bäckerei Junge und Kik Aushilfen.


Kunden empfangen & Büroarbeit

“Ich habe im Februar 2021 für einen Monat an der Anmeldung einer Physiotherapie-Praxis gearbeitet, um in der Corona-Zeit etwas Sinnvolles zu tun. Dabei habe ich viele Termine für die Patienten gemacht; immer geschaut, ob ein Behandlungsraum zu der vorgeschlagenen Zeit frei war und musste auch manchmal Termine verschieben. Es war nicht immer einfach, einen freien Termin zu finden oder bei Bedarf einen umzuplanen, weil die Terminkalender der Therapeuten oft schon Monate im Voraus voll sind. Das war besonders dann schwer, wenn mir die Patienten von akuten Schmerzen berichtet haben. Da wollte ich am liebsten sofort helfen. Bei solchen “Härtefällen” hat dann ein Therapeut für mich übernommen. Aber in der Summe war es dort ein sehr entspanntes Arbeiten.” erzählte ein 17jähriger Reinfelder.


Babysitten, Zeitungsaustragen & Promoter sein

Ein typischer erster Job ist für Viele das Zeitungsaustragen. Andere starten als Babysitter – beides sind leichte Tätigkeiten und dürfen ab einem Alter von 14 Jahren ausgeführt werden. Um so älter die Jugendlichen, um so spannender scheinen allerdings die Jobs zu werden!

“Ich habe mit 14 Jahren angefangen, auf Kinder in der Nachbarschaft aufzupassen – da war oft nett und wenn ich Abends aufgepasst habe, wenn die Eltern mal ausgegangen sind, oder so, hatte ich echt nicht viel zu tun. Da war ich oft einfach nur da, sodass die Kinder nicht alleine im Haus waren. Aber manchmal war es auch anstrengend oder ich wusste nicht, was ich mache sollte. Zum Beispiel hatte ein Babysittenkind mal einen Pseudo-Krupp-Anfall. Da dachte ich, das Kind erstickt! Wir waren beide völlig panisch und ich habe meine Eltern zur Hilfe gerufen, die nur ein paar Häuser weiter Zuhause waren. Zum Glück ist aber nicht wirklich was passiert. Die meiste Zeit hat mir Babysitten echt Spaß gemacht! Was ich verdient habe, weiß ich gar nicht mehr. Heutzutage bekommt man wohl 5 bis 10 Euro die Stunde oder pauschal 20,- € am Abend”, erzählte eine heutige Mutter aus Reinfeld der Redaktion.

Ihr zweiter Job war übrigens einer im Sonnenstudio, was sehr cool war, da der Chef erlaubte, dass die Freunde da sein durften. Das war mehr ein Jugendtreff, als Arbeit. Doch so richtig spannend und mehr Geld bringend, war dann das Jobben mit 19, 20 Jahren, als Promoterin bei Verkaufsförderungs-Maßnahmen.

Promotions sind personalgestützte Werbeaktion, die der Steigerung des Bekanntheitsgrades und der Verkaufsförderung ausgewählter Produkte und Marken dient.


Einen Job finden, ist nicht leicht, denn:

Babysitter-Jobs von Privatleuten sind zum Beispiel in Zeitungen wie dem MARKT sowie auf Ebay-Kleinanzeigen zu finden, allerdings kommen da manchmal unseriöse Nachrichten auf Mädchen zu … Unternehmen schalten Stellenanzeigen im Internet; entweder auf ihrer eigenen Website oder auf Stellenbörsen oder bei der Arbeitsagentur. Das ist gut, denn so können diese Jobangebote zum Beispiel in der Google- und Indeed-Suche gefunden werden – siehe Suchbeispiel nach “Aushilfe Reinfeld” In der Google-Jobsuche erscheinen auch die Jobs, die auf erkant.de in der Stellenbörse veröffentlicht sind. Aber das ist nicht immer so! Viele Jobs von Firmen sind aus technischen Gründen nicht dort zu finden, was bedeutet, dass du als Jobsuchende Person eventuell auch noch in Stellenbörsen oder auf Firmen-Websites schauen müsstest.

Tatsächlich gibt es auch noch viele Arbeitgeber, die ihre Job-Angebote als Flyer ausdrucken und zum Beispiel in ihren Schaufenstern im Laden oder im Eingangsbereich aushängen.

Bewerbungs-Tipp: Schreibe ein kurzes, klares Bewerbungsschreiben, worin möglichst keine Rechtsschreibfehler drin sind und sende Dein letztes Zeugnis mit (als pdf). Muster dafür findest Du auf Media4Schools, genauer hier (Link).

Corona-bedingtes Homeschooling und Arbeiten im Homeoffice sind für alle Beteiligten eine Herausforderung – für Lehrkräfte, Schüler (m/w/d) und deren Eltern. Das auf menschlicher, organisatorischer sowie auf technischer Ebene. Um dabei ein wenig helfen zu können, hat Media4Schools-Referentin und sii-kids Vereinsvorstand Susanne Braun-Speck aus Reinfeld einen Online-Kurs entwickelt und mit ihrem Internet-Provider Artfiles aus Hamburg ein entsprechendes Server-Angebot für Schulen entworfen.

Bei der Entwicklung des Angebotes war Teamarbeit gefragt – das Knowhow der Techniker seitens des Providers und die Erfahrungen der Referentin für digitale Bildung kamen hier zusammen, wodurch ein optimales “Gesamtpaket” entstanden ist.

Der Online-Kurs kann von Lehrkräften, Schüler- und Elternvertretern aus Schleswig-Holstein über das IQSH wahrgenommen werden. Dabei geht es um die Durchführung von Online-Konferenzen mit dem Tool BigBlueButton (kurz: BBB), welches als “Online-Klassenzimmer mit Whiteboard und vielem mehr” ein wichtiger Baustein beim #Homeschooling bzw. #Distance-, #Blended- und #e-Learning ist.

Berufstätige und Studenten kennen solche Online-Konferenz-Tools oftmals schon, doch in der Bildungslandschaft sind sie bisher selten bis garnicht genutzt worden. Fakt ist: Die Zukunft ist digital und in vielen, vielen Berufsfeldern wird zunehmend digital gearbeitet. Das hier erlernte Knowhow nutzt also ewig!

BigBlueButton wurde 2007 als Open-Source-Webkonferenzlösung für die Anwendung im E-Learning entwickelt. Es ist vergleichbar mit ZOOM, Jitsi & Adobe Connect, aber teilweise einfacher, funktionaler, günstiger & datenschutzkonform! Es dient als Distanzüberbrückendes Kommunikations-Tool unter Arbeitskollegen, mit Schülern, etc. (z.B. vom Homeoffice aus oder von unterwegs übers Smartphone); macht es Lehrkräften leichter, Schüler beim Homeschooling, ggf. auch einzeln oder in Projektteams, zu unterstützen; es macht die digitale Kollaboration (die ideelle Zusammenarbeit zwischen Personen oder Gruppen) von Teams möglich; kann fürs Aufnehmen & Speichern von Erklärvideos genutzt werden, etc.

Dass das BBB-Online-Konferenztool den Datenschutzrichtlinien entspricht, wurde Braun-Speck vom Datenschutzbeauftragten des Bildungsministerium bestätigt.

Ein gutes und faires Angebot in Zeiten von Corona!

Zunächst stellt der Verein den eignen BBB-Server Schulen für erste Testzwecke zur Verfügung. Der Moderator müsste sich jeweils registrieren und freigegeben werden. Link: https://okz.media4teens.de/b/

Das Vertrags-Angebot (download) des Providers enthält 0,00  Einrichtungskosten – die Installation ist also kostenfrei; monatlich wären es knapp 44,- oder 53,- € (entweder mit oder ohne Speicher für Videos) und sogar Support und 24/7 Monitoring sind inklusive. Das detaillierte Komplettangebot mit AVV-Vertrag kann bei S.Braun-Speck@sii-kids.de angefordert werden.

Bei Vertragsabschluss gibt es 10% auf den Monatspreis, wenn folgender Rabattcode verwendet wird: K49590


Workshops für Lehrkräfte, Schüler- und Elternvertreter:

Informationen zu den dazu passenden Online-Kursen stehen im Event-Kalender des Vereins. Titel eins ist: “Homeschooling – Online-Konferenzen mit Schülern u/o Kollegen führen“. Kurs-Titel zwei lautet: “Homeschooling – digitale Lerngruppen fürs #Distancelearning organisieren”. Obwohl diese Angebote erst am Freitag feinkonzipiert und online gestellt worden sind, sind die ersten beiden Termine bereits so gut wie ausgebucht! Es sind aber bereits zwei Folgetermine geplant …

Fragen beantwortet Susanne Braun-Speck gerne. E-Mail: s.braun-speck@sii-kids.de

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Berufsorientierung? Immer mehr Pflegekräfte werden gesucht, doch die Branche kämpft mit einem schlechten Ruf. Zu Unrecht, stellte eine erKant-Redakteurin fest, als sie im November ein Berufspraktikum bei TPR, einem Pflege- und Seniorenheim in Reinfeld, machte. Fragen entstanden: Können “Künstliche Intelligenzen” menschliche Betreuer und Pfleger ersetzen? Wie geht der Umgang mit dem Tod? Warum sind sogar relativ junge Menschen im Pflegeheim?

Unter “Pflege” wird die Betreuung von Menschen verstanden, die sich nur noch eingeschränkt selbst versorgen können.

Sterben dürfen oder herumliegen?

“Mama, gib mir um Gottes Willen so ein Papier! Wo draufsteht, dass ich die Apparate abstellen lassen kann, wenn es richtig schlimm um dich steht!” forderte ich sofort, als sie mich am ersten Praktikumstag mit dem Auto abholte.

Ich will niemals erleben, dass sie angeschlossen an Geräten irgendwo in einer Klinik oder Pflegezentrum liegen muss! Am Morgen hatte ich zwei Frauen gesehen, welche wie Leichen in ihren Betten lagen. Seit 20 Jahren ist eine der Frauen schon im Pflegeheim – 20 Jahre! Das einzige, was sie kann, ist ihre Augen öffnen und schließen sowie röchelnd “kommunizieren”. Das ist grausam. Das ist doch kein Leben … So etwas durchzumachen, muss schrecklich sein. Obwohl: Vielleicht bekommen diese Frauen das gar nicht mehr mit? Wieso dürfen die Menschen eigentlich nicht sterben, wenn sie es möchten?

Auf jeden Fall meinte ich mit “Papier” eine Patientenverfügung – meine Mutter und auch meine Großeltern haben so etwas schon vor vielen Jahren beim Notar unterschrieben, erhielt ich als Antwort.

Das heißt, im Ernstfall kann ich sie von ihrer Not erlösen und sterben lassen.


Doch der Umgang mit dem Tod ist auch nicht einfach!

Direkt am nächsten Mittag traf ich meine neuen Kollegen traurig an. Sie saßen alle in einem der Büros und berichteten, dass in der Nacht ein langjähriger Bewohner gestorben war und soeben der im Zimmer nebenan.

Dort lag jetzt ein Toter … In unmittelbarer Nähe. Der zweite Tote war schon abgeholt worden. Mein Unwohlsein und meine Betroffenheit lassen sich schwer beschreiben. Ich weiß nur, dass dieser Tag, diese Erfahrung mich veränderte, mich plötzlich ganz Vieles fühlen ließ, mir Angst machte, aber auch Freude – es war schön zu erleben, dass die Gestorbenen den Betreuern und Pflegern nicht egal waren.

Ich lernte, dass der Tod manchmal eine Gnade und damit besser ist, als lange pflegebedürftig und halbtot zu sein.


Wenn Erinnerungen vergehen …

Mit dem Ergotherapeuten, der mich, als Praktikantin betreute, ging ich meistens zusammen zum Mittagessen. An einem Tag fiel mir im Speisesaal besonders Herr L. auf. Er hing schräg in seinem Rollstuhl und war unruhig. “Alles okay bei ihnen?” fragte ich ihn. Er murmelte unverständliches Zeug. Irgendwas mit “Ich möchte aber nicht schon gehen” oder so ähnlich.

Mir wurde erklärt, dass er dement ist und “Alzheimer” hat. Das heißt kurz gesagt, dass er seine Denkkraft verliert. Er hat seine Erlebnisse der letzten Jahre vergessen, weiß gar nicht, dass es sie gab. Irgendwann kann er gar keine geistige Zeitreise mehr in seine Vergangenheit machen! Im Moment ist Herr L. 72 Jahre alt, doch er lebt – glaubt er – 10 Jahre früher. Damals ging er in Rente und beendete seine Karriere, wollte das aber nicht. Deswegen der oben genannte Satz von ihm.

Der Ergotherapeut erklärte mir auch, dass demente Menschen manchmal am Vergessen sterben – weil sie vergessen, wie man atmet und spricht. Die Infos werden einfach aus dem Gehirn “gelöscht”. Auch brauchen einige Demente Hilfe beim Essen, da sie nicht mehr wissen, wie sie eine Gabel benutzen sollen oder, wie man kaut.

Wie schrecklich ist denn bitte das Vergessen?


Warum sogar relativ junge Menschen im Pflegeheim sind?

An einem der Praktikumstage ging ich zum Geburtstag einer der jüngsten Bewohnerinnen mit. In dem Zimmer waren zwei Betten, eins davon leer, in dem anderen lag eine Frau. Ihr Rücken war gekrümmt. Sie war dünn, wirkte schwach und krank; sah aus, wie eine sehr alte Frau. Zusammen mit zwei Mitarbeitern und einer zweiten Praktikantin gingen wir zu ihr ans Bett. Die Frau wurde an dem Tag 60 Jahre alt – sie ist extrem jung für ein Pflegeheim!

Ein leichtes Zucken um ihren Mund war zu sehen; ihre Augen richteten sich langsam auf unsere kleine Gruppe. Sie hatte Geburtstag. Gemeinsam stimmten wir “Happy Birthday” an, doch – sie reagierte kaum. Als wir das Zimmer wieder verließen, fragte ich eine der Betreuerinnen: “Wieso hat sie keine Reaktion gezeigt? Warum ist sie hier – so jung?”

“Die Frau war lange Zeit alkoholabhängig – das hat sie körperlich und geistig sehr, sehr krank gemacht …”, lautete die Antwort. Ich war entsetzt. Dass Alkohol nicht gut für unseren Körper ist, war mir klar, aber dass es pures “Gift” für Menschen ist, war mir nicht bewusst. Die Frau ist schon seit 10 Jahren dort – als sie ins Pflegeheim kam, war sie so alt wie meine Mutter jetzt.


Auf Facebook diskutierten vor Kurzem zwei aus meinem Umfeld über das Thema, hier ein Ausschnitt ( klick darauf, dann vergrößert sich das Bild). Darin geht es um Pflege an sich und einen 20-jährigen Motorradfahrer, der einen Unfall hatte und zum Pflegefall wurde. Auf Dauer.

Das lehrt mich: Alkohol macht echt krank und: Es gibt auch junge Menschen, die Pflege brauchen!


Ist es schlimm, selbst gepflegt zu werden oder anders herum: Menschen zu pflegen?

Im Alten- und Pflegeheim wirkten viele Menschen geistig kaum anwesend – diese leben in einer Traumwelt. Ist das besser, als alles zu merken? Pfleger sind manchmal sehr herzlos und kalt zu den Patienten. Pullis werden brutal über deren Köpfe gezogen, Bitten werden ignoriert und manchen Helfern fehlt es an Empathie.

Ein Bewohner sprach mich zum Beispiel an, sagte mir, er würde seit einer Stunde fragen, ob er etwas zu Trinken bekommen könnte – doch alle haben ihn ignoriert. Schnell holte ich ihm einen Becher Apfelsaft. Der Herr war mir sehr dankbar. Sollte es nicht selbstverständlich sein, dass Pflegebedürftige die Hilfe bekommen, die sie brauchen? Ist Trinken, Wasser, kein Grundbedürfnis? Unfähig zum eigenen Handeln und Kommunizieren zu sein, ist offensichtlich nicht schön.


Die meiste Herzlichkeit beim Praktikum erlebte ich von den Patienten.

Sie sind dankbar für jede Kleinigkeit, die man für sie tut, sie lachen oft und sind immer höflich. Wenn ich zum Beispiel mit ihnen gebastelt habe (was ich oft tat), sah ich die Freude in ihrem Gesicht! Jemanden glücklich zu machen, macht einen auch selber glücklich …

Menschen zu helfen, hilft Dir selbst!

Vor meinem Praktikum ging es mir nicht so gut. Ich fühlte mich manchmal wie in Trance, emotional abgeschaltet.

Nach meinem Praktikum war ich glücklicher. Andere Lachen zu sehen durch meine Taten, tat mir gut. Ich habe viele Gespräche geführt, ganz entspannt mit den Bewohnern geredet und dabei Spaß gehabt. Trotz Stress und Chaos machte es unglaublich viel Freude!


Welche Berufe gibt es in der Pflege-Branche?

Grundsätzlich: Die Chancen einen Arbeitsplatz zu finden, sind sehr gut! Es werden immer mehr Ergotherapeuten und Pfleger gesucht. Der Job kann in jedem Alter ausgeführt werden. Verdient kann in beiden Berufen zwischen 1.400€ und 2.500€ im Monat. Die Arbeitszeit liegt bei 8h am Tag (einer 40h-Woche), eventuell müssen auch Nachtschichten gemacht werden.

Typisch für den Beruf des Ergotherapeuten ist es, Gruppen- und Einzeltherapien zu planen und auszuführen. In der Einzeltherapie wird z.B. Gedächtnistraining gemacht oder einfach mal ein Gespräch geführt. Beschäftigung mit den Bewohnern (Spielen, Basteln, Spazierengehen) gehört zu den Aufgaben; Ausflüge werden geplant und ausgeführt, Dokumentationen und Berichte geschrieben.

Ein Pfleger hilft den Menschen im Pflegeheim dabei, ihren häuslichen Alltag zu bewältigen! Vor allem helfen sie aber auch bei der Selbsthilfe! Aufgaben wie Essen zubereiten und zu sich nehmen, beim WC-Gang helfen oder Duschen sind Aufgaben von Pflegern. Trotz Stress sollten alle Aufgaben liebevoll und ordentlich ausgeführt werden.

Besondere Anforderungen, um in diesen Berufen arbeiten zu können, sind unter anderem: Anleiten können, Geduld haben, konfliktfähig sein. Ein Pfleger/Ergo* sollte keine Angst vor „besonderen Menschen“ haben und sich nicht persönlich angegriffen fühlen, wenn dieser z.B. mal von einem Bewohnern angeschrien oder gehauen wird. Zuverlässigkeit, soziales und hilfsbereites Verhalten sind wichtige Grundlagen!

Zudem sollte ein Ergotherapeut, genauso wie ein Pfleger, emotional mit Not und Tod umgehen können.


Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln und dem Statistischen Bundesamt könnten in Deutschland in der stationären Versorgung bis zum Jahr 2035 rund 307.000 Pflegekräfte fehlen.
Laut der zweijährlich aktualisierten Pflegestatistik belief sich die Zahl der Pflegebedürftigen 2017 deutschlandweit auf rund 3,4 Millionen Menschen, 70 % mehr als noch zu Beginn des Jahrtausends!
Auch für die Zukunft prognostiziert das Statistische Bundesamt eine weitere Zunahme von Pflegebedürftigkeit: bis zum Jahr 2060 erwarten die Experten einen Anstieg auf rund 4,53 Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland. (Quelle: Statista)

Sichere Jobs oder werden die durch KI bald ersetzt?

Wer in dieser Branche arbeitet, hat einen zukunftssicheren Job, außer, Pflegepersonal würde gänzlich von Künstlicher Intelligenz (KI), also zum Beispiel durch Pflegeroboter ersetzt werden.

Was kann “Künstliche Intelligenz” leisten und was nicht?

Mit Hilfe der KI könnten einfache Wünsche und Bedürfnisse der Patienten erfüllt werden. Jedoch nicht so, wie von einem Menschen. Roboter würden vermutlich ein “Guten Morgen, wie geht es Ihnen?” sagen, jedoch keine Emotionen zeigen – würden die Gefühle fehlen? Echte Zuwendung?

Können “Alexa” (siehe Amazon) und andere Sprachassistenten Informationen liefern, sodass eine betreuungswürdige Person zum Beispiel einfacher an Infos und Ratschläge kommt? Sich Medikamente und Pizza bestellen kann? Solange das Sprechen noch geht? Außerdem kann KI zwischen verschiedenen Kulturen und Sprachen übersetzen, denn: ein Roboter kann jede Sprache “lernen”!

Roboter könnten zudem durchaus für Senioren und Pflegepersonen einfache Arbeiten ausführen, z.B. Einkaufen gehen – dann könnten menschliche Betreuer ihre Zeit sinnvoller nutzen. Auch können diese z.B. Essen oder Trinken bringen und servieren. Wenn kein Mensch anwesend ist, könnte eine KI auch einen medizinischen Notfall erkennen und melden – und mehr.

Ein Roboter kann viel, Menschen werden aber dennoch gebraucht!


“Wie würdet ihr es finden, wenn Euch ein anderer Mensch oder ein Roboter duscht, füttert und Euch den Po abwischt”?

Fazit: Als Praktikant fand ich die Pflegebranche spannend, aber auch emotional belastend. Jeder, der gerne mit anderen Menschen zusammen arbeitet und sich sozial engagieren möchte, ist in der Pflege aber genau richtig!

Wirklich gerne würde ich dort jetzt ab und zu helfen, darf das aber nicht, da ich noch zu jung bin. Aber vielleicht Du?

Linktipps: Du möchtest mehr wissen?

Fotos: Die sind von Pixabay, denn fotografieren durfte ich vor Ort, während des Praktikums, nicht.

Noch keinen Plan, was du beruflich machen willst? Oder wartest du gerade auf einen Studienplatz? Dann engagiere dich im Freiwillendient! Der Kinderschutzbund im Kreis Stormarn bietet auch in 2020 wieder Plätze für interessierte junge Erwachsene (18+) in den Kinderhäusern “Blauer Elefant” an, die an einem Bundesfreiwilligendienst (BFD) teilnehmen möchten. Ab sofort sind Bewerbungen für den Beginn ab dem 01. Februar oder dem 01. März 2020 möglich.

Der Tag für die BFDler beginnt mit einem Blick ins Dienstbuch.

Was steht heute an? Wer kommt wann? Wer muss abgeholt werden? „Die Tage sind immer abwechslungsreich und aufregend, denn das Kinderhaus Blauer Elefant funktioniert ungefähr wie ein großer Haushalt,“ sagt Renate Günther, Leiterin des Hauses in Bad Oldesloe, „ein Haushalt mit 22 Kindern in zwei Gruppen, die allesamt individuelle Interessen und Bedürfnisse haben und hier eine Art zweites Zuhause finden.“

Der Kinderhausalltag beginnt für die Kinder nach der Schule, die Mitarbeiter sind oft schon ab 9.00 Uhr da. In der Regel endet der Tag dann um 17.30 Uhr. Neben den haushaltsüblichen Aufgaben unterstützen die BFDler die pädagogische Arbeit mit den 6-12-jährigen Kindern. Dazu gehören Fahrdienste, Hausaufgabenhilfe und auch Fußballspielen, Legobauen, Kartenspielen und Unterhaltungen über die neueste Musik. Bei Interesse ist es möglich, eigene kleine Projekte wie Bastelarbeiten, Turniere oder eine Schnitzeljagd zu entwerfen und durchzuführen.

Vorraussetzungen & Leistungen

Für den Bundesfreiwilligendienst in den Kinderhäusern ist ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein Führerschein der Klasse B mit mindestens einem Jahr Fahrpraxis Voraussetzung. Positiv ist Teamfähigkeit, sowie Interesse und Bereitschaft, sich mit Kindern, deren Bedürfnissen und mitunter schwierigen Lebenssituationen auseinanderzusetzen. Die Arbeitszeit beträgt 39 Stunden pro Woche.

Während der Einsatzzeit nehmen die Freiwilligen an 25 Bildungstagen teil und haben Anspruch auf Urlaub. Außerdem erhalten sie Taschengeld, Verpflegungsgeld und einen Unterkunftszuschuss. Die Sozialversicherung wird übernommen, der Anspruch auf das Kindergeld bleibt erhalten.

Weitere Informationen erhalten Interessentinnen und Interessenten in den Kinderhäusern Blauer Elefant. In Bad Oldesloe ist Renate Günther Ansprechpartnerin, Tel.: 04531-7814, in Bargteheide ist dies Andrea Schulz, Tel. 04532-5170.


Foto: BFD_in_Aktion.jpg, Urheber: Deutscher Kinderschutzbund, KV Stormarn e.V. (Pressefoto)

Hamburg-Lokstedt am 11.11. – kein Fasching, sondern der erste Jugendmedientag stand an. Schülerzeitungs-Redakteure aus dem Kreis Stormarn, Mitglieder von StormStory.de und erKant.de, erlebten wie “Mobile Reporting” beim NDR funktioniert und wie der Journalisten-Alltag im Zeitalter der Digitalisierung aussieht.

Kaum angekommen, ging die “Arbeit” los – erste Drehmomente am Eingang lieferten uns einen Vorgeschmack auf den Tag. Morgens waren wir bei der Redaktionskonferenz im “Newsroom” dabei, der Nachrichtenzentrale von NDR Info-Fernsehen. Danach fand der Workshop “Mobile Reporter – Nachrichten mit dem Smartphone produzieren” statt, bei dem wir selbst aktiv sein konnten. Zwei Interviews wurden durchgeführt; wir fotografierten und filmten in den Büros;  erlebten, wie Nachrichtenfilme entstehen; waren nicht nur beim Schnitt dabei, sondern sprachen im Tonstudio die Texte selbst. Zuletzt gingen wir ins Fernsehstudio (siehe Foto oben) und waren live bei einer Nachrichtensendung dabei.

Das ist unser Tagesergebnis: Ein Fernsehbeitrag über den Schülerzeitungs-Tag beim NDR. Details lest ihr unten.

7:46 Uhr: Die erKant-Redakteure trafen sich am Reinfelder Bahnhof und stiegen, noch etwas verschlafen aber voller Vorfreude in den Zug nach Hamburg. Auf der halben Strecke stiegen die Ahrensburger Kollegen von StormStory zu. Pünktlich um 9 Uhr trafen wir vor dem Gelände des NDR in Hamburg-Lokstedt, nahe dem Tierpark Hagenbek, ein.

Hier empfingen uns die NDR-Mitarbeiter Barbara und Isabelle; sie waren unsere Guides für den Tag. Nach der Begrüßung ging es direkt an die Arbeit, denn die ersten Videos für unseren Beitrag mussten gedreht werden. Das erste Ereignis des Tages war die Redaktionskonferenz um 9:30 Uhr. Hier werden die Themen des Tages besprochen und die Aufgaben für den Tag verteilt, wer etwas zu welchem Thema drehen soll.

 

Nach der Redaktionskonferenz ging es auch für die Jugendredakteure an die Arbeit.

Nach kurzer Einarbeitung in eine Kamera-App für das Handy, sowie das richtige Halten der Kamera, interviewten wir Juliane Möcklinghoff. Sie ist Moderatorin beim Nachrichtenmagazin “NDR Info” (ehemals “NDR Aktuell”). Die Redakteure stellten Fragen, wie ” Wie sind zum Job der Moderatorin gekommen?” oder “Was ist das Besondere am NDR?”, etc. Ursprünglich war noch eine weitere Frage geplant, die es leider aus Zeitgründen nicht mehr in den Beitrag geschafft hat.

Anschließend ans Interview filmte das Team Frau Möcklinghoff noch an ihrem Arbeitsplatz, bevor es in den Schnitt ging. Dort lernten die Redakteure eine weitere App kennen, mit der sie, mit Hilfe von Isabelle ihren Film zusammenschnitten. Gegen 11:30 Uhr gingen die jungen Medienmacher dann in den “Mischraum”, besser gesagt ins Tonstudio, um ihren Beitrag selbst einzusprechen.

Während sie fleißig ihre Texte einsprachen, kam noch Jo Hiller, der Moderator des Verbrauchermagazins “Markt”, der Nachmittagssendung “Mein Nachmittag” und der Wissensendung “Planet Wissen” ins Studio, um einen Beitrag für die Sendung “Mein Nachmittag” einzusprechen.

Diese kleine “Störung” nahmen die Redakteure aber in Kauf und schauten dem Profi gerne bei der Arbeit zu.

Im Anschluss an das Mittagessen in der Kantine des NDR, hatten die Redakteure noch die Gelegenheit, live bei der Nachmittagssendung von “NDR Inf”o im Studio 2, in dem auch “Mein Nachmittag” und das Talkformat “DAS!” gedreht wird, dabei zu sein. Es war Juliane Möcklinghoffs erste Sendung im neuen Studio”

Gegen 16:00 Uhr waren die Redakteure wieder in Reinfeld und ein ereignisreicher Tag ging zu Ende. Übrigens: Dienstag fahren unsere Kollegen aus Barsbüttel, von der BluePage-ekg.de, auch zum NDR.


“Zu einem guten Ende gehört auch ein guter Beginn.” (Konfuzius) … Nächstes Jahr ist es soweit? Der Schulabschluss? Viele Schüler haben bereits Ideen, was sie danach machen wollen. Eine Ausbildung, Reisen, ein Studium, … Doch: es gibt auch welche, die sich nicht entscheiden können und mehr Zeit brauchen, denn schließlich verbringt man zwei Drittel seines Lebens in dem Beruf, von dem wir denken, er sei genau das, was wir tun wollen. Wie also bekommen wir mehr Zeit, um uns zu entscheiden? Wie können wir einen bestimmten Bereich kennenlernen, wenn kein Praktikum mehr stattfindet? (Foto: ©BMFSFJ/Bertram_Hoekstra)

Die Chance heißt Freiwilligendienst!

Das “Freiwillige soziale, kulturelle, politische oder ökologische Jahr”, kurz gesagt das FSJ, ist ein Jahr der Reflektion und des Kennenlernens.

Der ehemalige Zivildienst, der als Alternative zur Wehrpflicht geschaffen wurde, ist bis heute unter den Namen FSJ oder Bundesfreiwilligendienst bekannt. Es gibt eine eigene Rechtsgrundlage für Freiwilligendienstleistende (im folgenden Freiwillige oder FSJler), die regelt, wie so ein Jahr abläuft. Es gibt gefühlt unzählige Möglichkeiten. Ob im Sozialen Bereich (Kindertagesstätten, Betreutes Wohnen, Pflegetätigkeiten im Krankenhaus oder Altenheim), im Kulturellen (Theater, Museen, Hochschulen), im Politischen (Landtage, der Bundestag, Landesbeauftragte), im Schulischen oder im Ökologischen Bereich (Naturbünde, Bauernhöfe): Überall gibt es weitaus mehr kennenzulernen, als nur die Betriebe oder Abläufe.

Neue Menschen kennen- und sich selbst besser einschätzen lernen; Kontakte knüpfen, die einen weiterbringen, aber auch die Arbeitswelt unverbindlich erleben, sind die großen Vorteile eines FSJs.

Auch ein FSJ im Ausland ist möglich.

Aber wie komme ich zu einer Stelle?

In Deutschland gibt es viele verschiedene Träger. Eine Liste davon findet ihr auf Engagiert-in-SH.de

Meistens findet man die angebotenen Stellen bei den Betrieben selbst, aber auch die Träger schreiben die Stellen aus und das ungefähr ein Jahr im Voraus. Die Bewerbungen werden mal vom Träger und mal von den Betrieben entgegen genommen.

In meinem Fall war der Träger die Landesvereinigung für Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Schleswig-Holstein e.V. (Platzsuche vom LKJ SH). Sie bietet Freiwilligendienste im Bereich der Kultur, der Politik und Schule. Zwischen 100 und 130 Freiwillige finden jedes Jahr eine Stelle über die LKJ SH. Die Bewerbungen für die Stellen, die die LKJ SH anbietet, werden am Anfang des Kalenderjahres (also Januar/Februar des Einstellungsjahres) über ein zentrales Online-Bewerbungsportal entgegen genommen. Ihr könnt dort eure Bewerbung an mehrere Betriebe schicken, nachdem ihr für euch herausgefunden habt, in welchen Bereich oder welche Bereiche es gehen soll.

Für euren Dienst erhaltet ihr ein Taschengeld, das je nach Träger und nach Betrieb unterschiedlich hoch ausfallen.

Welche Schwierigkeiten das mit sich bringt, und welche Möglichkeiten ihr habt, lest ihr im nächsten Artikel (schaut hier gerne wieder vorbei).


(Bei Fragen rund um das FSJ und zu meinen Erfahrungen, mailt mir gern an marvin@erkant.de  oder über unser Kontaktformular)

Foto: erkant.de

Die vermutlich größte Veranstaltung zum Thema „Zukunft der Arbeit“ im deutschsprachigen Raum fand am 7. März 2019 in der Elbphilharmonie Hamburg statt: die dritte “New Work Experience” #NWX19. Rund 1.800 Teilnehmer und Gäste tauchten in die neue Arbeitswelt ein – mit Themen rund um neue Arbeits(zeit)modelle, Vereinbarkeit, Wohlfühlatmosphäre, kreativer Weiterentwicklung, Homeoffices sowie mobile & Co-Working-Arbeitsplätze – das in Zeiten von Digitalisierung und Arbeitsplatzbedrohung durch künstliche Intelligenz. 

Das sind alles voll die Fremdworte?

“New Work” bezeichnet die Gesamtheit der modernen, orts- und zeitunabhängigen sowie flexiblen Arbeitsformen und -methoden im globalen und digitalen Zeitalter. Die Idee dazu soll auf den österreichisch-US-amerikanischer Philosophen Frithjof Bergmann zurückgehen. Sie wurde von dem deutschen Psychologen, Informatiker und Autor Markus Väth weiterentwickelt. Zentrale Werte der „Neuen Arbeit“ sind laut Bergmann Selbstständigkeit, Freiheit und Teilhabe an Gemeinschaft, sowie Arbeit, die man wirklich mag und als sinnhaft verstanden wird. 

Vereinbarkeit meint, dass Berufs- und Privatleben gut unter einen Hut gebracht werden sollen, insbesondere auch für Berufstätige mit Kindern. Eine Wohlfühlatmosphäre am Arbeitsplatz soll zudem dafür sorgen, dass Mitarbeiter gerne zur Arbeit gehen. Grundsätzlich soll jeder Mensch, sich in Schule und im Beruf stets Weiterentwickeln dürfen. Außerdem wird zukünftig immer weniger nach festen Plänen gearbeitet, sondern agil (beweglichen, flexiblen), wobei sich die Dinge erst mit der Zeit entwickeln. Dazu wird Kreativität gebraucht und, wie Kant schon sagte: jeder muss seinen eigenen Verstand benutzen. Heißt: Kopf einschalten!

Fakt ist: die Arbeitswelt von Morgen, wird anders aussehen als heute. Und das verlangt von den Menschen in Wirtschaft und Gesellschaft eine entsprechende Haltung; Kinder und Jugendliche sollen selbstentdeckende, freiheitliche Bildung erleben dürfen; Transparenz, Offenheit und Wertschätzung unter anderem durch “Kommunikation auf Augenhöhe” sind gewollt, ebenso wie Diversity (Dt: Vielfalt). Auch eine Fehlerkultur gehört dazu, d.h.: keiner muss perfekt sein, sondern darf und soll Fehler machen, um daran zu wachsen.

Von all dem und noch viel mehr sprachen auf der #NWX19 in der “Elfi” namhafte Persönlichkeiten.

Gerald Hüther (Neurobiologe und Bestseller-Autor, Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung ), der ziemlich viel zum Thema Bildung und Lernen zu sagen hat. Ein Interview führten wir mit Ricardo Semler (CEO Semco Partners und Gründer der Lumiar Schools), CHAN, Christiane Haasis & Angela Nelissen (Vice President Refreshment DACH, Unilever) und Kerstin Heuer (Gründerin und Geschäftsführerin, Futurepreneur).

Davon berichtet in Kürze Gast-Autor Philipp Nuhn (Vorstandsmitglied Jugendpresse SH), der stellvertretend für erKant.de zusammen mit Coach Susanne Braun-Speck vor Ort gewesen ist. Also: guckt hier bald wieder rein!

Der Hauptsitz der Firma Dräger ist in Lübeck, nur wenige Kilometer von Reinfeld (erKant-Standort) entfernt. Wie ihr an einen Ausbildungs- bzw. einen Studienplatz bei diesem Arbeitgeber kommt, und für wie wichtig Dräger digitale Bildung hält, haben wir die HR Managerin  für Berufsausbildung gefragt.

Die Drägerwerk AG & Co. KGaA ist führendes Unternehmen im Bereich Medizin- und Sicherheitstechnik, ihre Geräte werden in Krankenhäusern und Feuerwehren in über 190 Ländern der Welt verwendet. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen mehr als 13.000 Mitarbeiter weltweit. In mehr als 50 Ländern betreibt das Unternehmen Vertriebs- und Servicegesellschaften. In Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Tschechien, Südafrika, in den USA, Chile und in China hat Dräger außerdem noch eigene Entwicklungs-und Produktionsstätten.

Für wie wichtig halten Sie es, dass Jugendliche bereits in der Schule lernen, mit digitalen Medien zu arbeiten und warum?

“Digitale Medien sind aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Grund halte ich es für sehr wichtig, den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien schon sehr früh zu vermitteln, und zu erlernen. In diesem Zusammenhang sollten Schule und Eltern zusammenarbeiten, da digitale Medien uns viele neue Möglichkeiten eröffnen, jedoch auch Gefahren entstehen können.”

Was für Voraussetzungen muss ein Azubi mitbringen, um bei Dräger angenommen zu werden?

“Wir wünschen uns Bewerber, die gerne im Team arbeiten und Spaß am Lernen haben. Desweiteren gibt es je nach Beruf Einstellungsvoraussetzungen wie zum Beispiel bestimmte Schulabschlüsse. Diese kann man auf unserer Homepage: www.draeger.com/azubi einsehen.”

Was erwartet einen Azubi bei ihnen?

“Neben der normalen Berufsausbildung bieten wir viele Weiterbildungsmöglichkeiten schon während der Ausbildung. So fahren wir mit unseren Azubis ins Sauerland, wo wir in der Natur unsere eigenen Grenzen finden oder im Integrationskurs mit über 80 anderen Azubis Kommunikationstechniken erlernen. Wer einen ersten Einblick in die Ausbildung gewinnen möchte, kann gerne am 22.6.2019 in der Zeit von 9.00-17.00 Uhr bei uns vorbeikommen, hier findet der „Tag der offenen Werkstatt” statt. Beim Tag der offenen Werkstatt kann man unter anderem auch sehen, wie wir digitale Medien nutzen.”

“Wem das zu lange dauert, auf Instagram unter draeger.ausbildung posten unsere Azubis regelmäßig von ihrer Arbeit, schaut doch mal rein!”

 

Alle möglichen Ausbildungsberufe bei Dräger findet ihr hier.

Mehr Informationen über Dräger im Unternehmensfilm, im Dräger Youtubekanal und auf draeger.com

Beitragsbild: Offizielles Pressematerial ®Drägerwerk AG & Co. KGaA

Journalisten lieben nicht nur ihre Pressefreiheit, sondern auch ihre Pflicht, Menschen über Wahrheiten aufzuklären. Sie bringen oft ins Licht, was bis dahin im Verbogenen lag. Aber wie machen sie das? Die Axel-Springer-Akademie stellte am 1.11.2018 ihr Instagram-Projekt “mission:true” in Hamburg vor.

Auch die erKant-Redaktion war dazu ins Hadi Teherani Headquartier an der Elbe eingeladen!

Die Nachwuchs-Journalisten der Axel-Springer-Akademie erzählen durch ihr digitales Projekt mission: truth auf Instagram im IGTV-Format (Videos), wie große journalistische Geschichten entstanden sind. So erfahren jetzt andere Menschen, wie Journalisten arbeiten. Zielgruppe sind inbesondere Jugendliche im Alter von 17-19 Jahren. Deshalb waren unter den 55 Teilnehmern des Abends auch viele Jugendpresse-Mitglieder; einige diskutieren mit den namhaften Journalisten und Spezialisten beim Fishbowl mit.

Hier fragten sie sich und die Gäste insbesondere, wie Journalisten wieder mehr Vertrauen der Leser gewinnen können und welche Formate für junge Leser, den digital natives, interessant ist. Außerdem wurden drei Beiträge im IGTV-Format gezeigt.

Zur Diskussionsrunde gehörte Christian Mihr , Geschäftsführer von , Zeit-Redakteurin , -Chefreporter Paul und die Reporterin aus dem Projekt-Team sowie natürlich Moderator des Abends: Marc Thomas Spahl @mtSpahl, Direktor Axel Springer Akademie.

“Mission ist ein großes Wort. Journalisten sollten niemals Missionare sein. Ihre einzige Mission ist die Suche nach der Wahrheit. Darum geht es. Nicht um mehr. Nicht um weniger.” – ist ein Zitat von der Website von mission:true.

Fotos: erKant.de sowie Axel-Springer-Akademie