Am 5. Februar fand eine Videokonferenz mit Eka von Kalben (Bündnis 90/Die Grünen) statt – als Doppel-Interview! Zuvor war der erKant-Artikel über Homeschooling und die Lage von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie aufgefallen – auf Twitter und in Kiel, genauer: im Büro der Landtagsabgeordneten. Kontakt wurde aufgenommen, das Interview geplant und dann digital durchgeführt – siehe unten; dort sind zwei Video-Mitschnitte zu sehen.

Das Fazit am Ende lautet sinngemäß: “Durch die Lockdowns mit Schulschließungen haben sich alle irgendwie an das Herumsitzen am PC im eigenen Zimmer gewöhnt und irgendwie ihre Träume verloren. Das normale Leben von Jugendlichen mit Unterwegs sein, Party machen, Freunde treffen, Sport machen, etc findet nicht statt und ist schon fast vergessen worden.”

Im 1. Teil des Interviews wollte Eka von den Redaktionsmitgliedern z.B. hören: Welche Erfahrungen habt Ihr Jugendlichen im letzten Jahr in der Schule gemacht? (Wie) Funktioniert der digitale Unterricht? Kommen alle mit? Gibt es Sorgen um Prüfungen? Um Ausbildung? Wie ist die Situation in den Familien? Welche psychischen Belastungen gibt es? Im eigenen Umfeld? Und: Was sind Wünsche an die Politik?

Im 2. Teil des Interviews stellten die Redakteure von erKant die Fragen, zum Beispiel:  Was machen Sie als Landtags-Abgeordnete? Was sind die Aufgaben? Haben Sie Kinder? Wenn ja, wie lief es bei denen mit dem Distanz-Unterricht? Wenn nein, was haben Sie beobachtet? Wen würden Sie lieber als Bundeskanzler-Kandidat sehen? Robert Habeck oder Annalena Baerbock? Und warum? Sowie: Wie sehr haben die Corona-Maßnahmen der nachhaltigen Entwicklung geschadet?


Hier sind die beiden – gekürzten – Videos, beginnend mit dem 2. Interview (kürzer):


Organisation:

  • Milena Vanini, Regionalbüro Eka von Kalben, MdL
  • Susanne Braun-Speck, Coach von erKant.de sowie Sii-Kids & Talents e.V. mit Media4Teens & Schools

Schnitt:

  • Ton: Dominik von erKant
  • Video: Milena

KIEL. Das Bildungsministerium von Schleswig-Holstein hat am 11. und 13. Dezember die Regeln für die Woche bis zu den Weihnachtsferien veröffentlicht: Ab Montag, dem 14.12.20 gibt es wieder Distanzlernen für Schülerinnen und Schüler: ab Jahrgangsstufe 8 komplett; von Klasse 1 bis 7 kann es eine Notbetreuung geben. Die Präsenspflicht wird ab dem 16.12.20 ausgesetzt.

Bildungsministerin Karin Prien: Ministerpräsident Daniel Günther hat es in seiner Regierungserklärung eindringlich begründet: Das dramatische Infektionsgeschehen in Schleswig-Holstein erfordert jetzt Disziplin und Verantwortungsbewusstsein von uns allen. Dazu müssen jetzt möglichst umgehend alle Lebensbereiche einen Beitrag leisten.

An den öffentlichen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Schleswig-Holstein, den Förderzentren sowie den Ersatzschulen in privater Trägerschaft findet deshalb ab kommenden Montag, dem 14. Dezember 2020, für alle Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 8 Lernen auf Distanz statt. Ab Mittwoch für alle, wobei es für die jüngeren Schüler sowie Kindergartenkinder eine Notbetreuung geben kann.

Bereits angesetzte Klassenarbeiten und Klausuren, die für die Schulabschlüsse zählen, dürften geschrieben werden. Dabei gelten dann unsere Hygieneregeln an den Schulen, mit denen wir während den Abschlussprüfungen 2020 sehr gute Erfahrungen gemacht haben, so Prien weiter. Soweit Familien über die Weihnachtstage ältere Verwandte treffen, soll diese Maßnahme zum Schutz aller Beteiligten beitragen. Dies funktioniert nur, wenn Schülerinnen und Schüler auch entsprechend ihr Freizeitverhalten einschränken.

Eltern sollten sich keine Sorgen machen, dass ihre Kinder durch eine Beurlaubung schulische Nachteile hätten.

Auch rief die Ministerin die Arbeitgeber dazu auf, Eltern dabei zu unterstützen, ihre Kinder frühzeitig aus der Schule zu nehmen, damit diese zuhause bleiben können.

Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation. Die Infektionszahlen steigen überall im Land. Schulen sind zwar weiterhin überwiegend nicht für diese Ausbrüche verantwortlich, aber wir müssen jetzt alles tun, damit sich weniger Menschen begegnen. Die Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein haben in den vergangenen Monaten echten Gemeinsinn unter Beweis gestellt; sie haben sich an die Maskenpflicht gehalten und unsere Hygieneregeln in der Schule befolgt. Jetzt gilt es für alle: Bleiben Sie wann immer möglich zuhause. Denken Sie an Ihre Mitmenschen. Die Lage ist ernst, betonte die Ministerin.

Laut dem Schulbrief vom 13. Dezember wird die Präsenspflicht vom morgigen Mittwoch den 16.12.2020 an ausgesetzt.

Eine Notbetreuung wird dann nur noch für Schülerinnen und Schüler des 1-7. Jahrganges angeboten. Im § 16 Absatz 3 der Coronabekämpfungsverordnung ist geregelt, welche Kinder eine Notfallbetreung in Anspruch nehmen können. Es sind Kinder, die einen täglichen hohen Pflege- und Betreuungsaufwand haben, dem im häuslichen Rahmen nicht entsprochen werden kann, Kinder, die aus Sicht des Kindeswohls besonders schützenswert sind, Kinder, von denen mindestens ein Erziehungsberechtigter in Bereichen der kritischen Infrastrukturen dringend tätig ist, und Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden,

Einer schriftlichen Anmeldung zur Notbetreuung bedarf es aufgrund der Kurzfristigkeit nicht. Die Betreuung erfolgt nach dem Kohortenprinzip.

Kein neuer Lernstoff in der Woche vom 14. bis 18.12

In dem Papier heißt es weiter, dass für die Woche vom 4.12 bis 18.12.2020 zwar das Distanzlernangebot gilt, allerdings bedeute das ausdrücklich nicht, dass der Unterricht auch gemäß der Fachanforderungen durchgeführt wird. In dieser Woche wird kein neuer Schulstoff vermittelt, sondern lediglich zu Wiederholungen angeleitet.

Das könnten mögliche Themen für den Distanzunterricht sein

Die Landesregierung hat in dem Schulbrief auch mögliche Themen für den Distanzunterricht vorgeschlagen, um “Jahreszeitgemäße Themen” angemessen zu reflektieren . So sollen Kinder der ersten bis siebten Klasse dazu angeleitet werden, Weihnachtspost an die Familie zu schreiben oder Weihnachtsbasteleien zu machen. Ältere Jahrgänge könnten zur Erarbeitung und Reflektion über aktuelle Themen wie das Pandemiegeschehen in all seinen Auswirkungen und über jahreszeitliche Themen wie Weihnachtsoratorien, Weihnachtsgedichte, -lieder und -geschichten sowie die Bedeutung und Hintergründe des Weihnachtsfestes angeleitet werden. Auch der Frage, wie das Corona-Pandemiegeschehen bei uns und weltweit die Bräuche an Weihnachten verändern könnte, kann unter verschiedenen Perspektiven nachgegangen werden.

Die Landesverordnungen gelten vorerst bis zum 10. Januar. 2021. Über das weitere Vorgehen im Bereich Schule soll am 5. Januar.2021 in der Ministerpräsidentenkonferenz beraten werden.

Wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, soll ab dem 11. Januar 2021 der Präsenzunterricht im Corona-Regelbetrieb fortgesetzt werden. Wenn …

 

Berlin, 23.06.2020 (Presseinfo von RENN) – Um herausragendes und wirksames Engagement für eine Nachhaltige Entwicklung zu unterstützen, verleiht das RENN-Netzwerk in Kooperation mit dem „Rat für Nachhaltige Entwicklung“ (RNE) jedes Jahr die Auszeichnung „Projekt Nachhaltigkeit“. Eine Expertenjury hat jetzt entschieden, wer die diesjährigen 40 Preisträger*innen sind – der sii-Kids & talents e.V. aus Reinfeld gehört mit seinen digitalen BNE-Angeboten für Teens dazu.

Der Wettbewerb „Projekt Nachhaltigkeit“ fördert seit vielen Jahren Unternehmen, Initiativen und Projekte, die sich mit den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen befassen. Mehr als die Hälfte der 372 Initiativen bewarb sich mit einem Fokus auf die Schwerpunktthemen „Nachhaltiger Konsum“ und „Kreative Kooperationen“. Weitere Schwerpunktthemen waren in diesem Jahr „Klimapositives Wirtschaften“ und „Nachhaltige Arbeitswelten“. Von lokalen Bürgerinitiativen über bundesweite Bildungsprojekte bis hin zu internationalen Entwicklungsprojekten – das Spektrum an Teilnehmenden zeigt, wie vielseitig die unterschiedlichen Themenbereiche im „Projekt Nachhaltigkeit“ verankert sind.

Die Gewinnerprojekte werden jeweils mit 1.000 EUR bedacht, um ihre Arbeit weiter voranzutreiben zu können. Außerdem erhalten sie Zugang zum bundesweiten RENN-Netzwerk und somit die Chance, neue Impulse zu erhalten und ihre Projekte sichtbarer zu machen.

Von den insgesamt 40 Preisträgern (m/w/d) gehören 10 zur Region RENN.nord  (HH, SH, MVP, NS, HB); dabei 2 aus SH:

  • “Media4Teens – digitale Bildung mit Nachhaltigkeitsthemen”, sii-kids & -talents e.V. aus Reinfeld (Holst)
  • “Nachhaltig erzählen”, Büchereizentrale Schleswig-Holstein

Eine Liste mit allen Gewinnern ist hier zu finden: www.projektnachhaltigkeit.renn-netzwerk.de

Seit der Bewerbung für den Preis hat sich beim sii-kids & talents e.V. Einiges getan!

Unter dem Titel “Media4Teens & Schools” bietet der Reinfelder Verein medienpädagogische Kurse, Workshops und Lernprojekte an, welche für die Teilnehmer meistens kostenfrei sind. Kinder & Jugendliche (Schüler) sowie Pädagogen finden darüber einen leichten Einstieg in die Themen #Nachhaltigkeit und #Medienpädagogik. Es gibt dafür zwei Portale: Media4Schools.de sowie Media4Teens.de (Lernportal) und – seit der Coronakrise – einen BigBlueButton-Online-Konferenz-Server, der von Kurs- und Workshop-Teilnehmern genutzt werden kann.

Alle Ideen, Konzepte, Workshops und Portale des Vereins wurden von Susanne Braun-Speck, Initiatorin und Vorsitzende von sii-kids, entwickelt und realisiert. Das erste digitale, medienpädagogische Lernprojekt war Anfang 2017 die Online-Schülerzeitung erKant.de.

Neu seit Juni 2020 ist der Projekttitel #BNEdigital, worunter nun gezielt medienpädagogische, digitale Workshops zu den 17 Nachhaltigkeits-Zielen verstanden werden. BNE ist die Abkürzung von “Bildung für nachhaltigen Entwicklung”. Im Rahmen des Hackathons #WirFuerSchule, bei dem Susanne Braun-Speck auch teilnahm, bildete sich ein neues Netzwerk von BNE-Referenten und viele weitere Ideen, wie Nachhaltigkeitsangebote digital gestaltet werden können. Daran arbeitet der Vorstand in den Sommerferien weiter.

Andere Referenten, die bereits Präsenz-Workshops zu Nachhaltigkeits-Themen anbieten, können sich zwecks Digitalisierung der Angebote bei ihr melden: s.braun-speck@sii-kids.de


PS: Das ist der 2. Preis für den Reinfelder Verein in 2020 – den 1. Preis des Jahres gewann unsere Online-Schülerzeitung erkant.de, siehe Artikel dazu:

In der jüngsten Pressemitteilung des Bildungsministeriums von Schleswig-Holstein heißt es: In der derzeitigen Situation ist ein regulärer Unterricht, wie wir ihn uns alle für die Kinder wünschen würden, ausgeschlossen. Es geht vielmehr darum, unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes eine vorsichtige Öffnung der Schulen für die Schülergruppen, die die Unterstützung am Nötigsten haben, zu erreichen.

Lernen in der Schule, zu Hause UND auf digitalen Kanälen wird es also weiterhin geben.

Prien betonte, dass das Bildungsministerium einen mehrstufigen Plan erarbeitet habe. Nach der nun anlaufenden zweiten Phase sollen in weiteren Schritten bis zum Ende des Schuljahres alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bekommen, zumindest zeitweise Präsenzunterricht in der Schule wahrzunehmen

Jede Schülerin und jeder Schüler bekommt zum 6. Mai von seiner Schule eine Information, wie das Lernen für ihn individuell weitergeht. Die Eltern können sich darauf verlassen, dass es eine Woche Vorlauf zur Planung des Schulbesuches gibt“, so Karin Prien.


Es gilt folgender Plan für die Schulen in SH ab dem 4. Mai 2020:

  • Grundschulen ab 6. Mai 2020 Unterricht für die 4. Jahrgangsstufe.
  • Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe ab 18. Mai 2020: Beratungsangebote für die Jahrgänge 9 und 10.
  • Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe ab 06. Mai 2020: Beratungsangebote für die Eingangsphase (E) und die Qualifikationsphase 1 (Q1),
    ab 11. Mai Beratungsangebote für die Jahrgänge 9 und 10.
  • Gymnasien ab 06. Mai 2020: 6. Jahrgang und Beratungsangebote für die Eingangsphase (E) und Qualifikationsphase 1 (Q1) und Beratungsangebote bei G8 für die Jahrgänge 9, bei G9 für die Jahrgänge 10.
  • Berufliche Schulen ab 06. Mai 2020: Wiederaufnahme von Präsenzangeboten nach Maßgabe der Entscheidung der beruflichen Schulen für die einzelnen Klassen und Gruppen für Präsenzangebote.
    • Berufsfachschulen und -gymnasien (nicht Berufsschüler) ???
  • Förderzentren: Die Förderzentren nehmen Kontakt zu den Eltern und Schülerinnen und Schülern auf und besprechen das weitere individuelle Vorgehen. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden analog zu der besuchten Schule, zu der ein Schulverhältnis besteht, in die Planung zur Wiederaufnahme der Präsenzzeiten einbezogen

Mund-Nasen-Bedeckungen nicht im Unterricht!

Den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, Epidemiologisches Bulletin Nr. 19 (2020) für die Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen, folgend empfehle das Bildungsministerium zusätzlich das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (MNB) für alle Personen in Schulen:

  • auf den Laufwegen, Fluren
  • und in den Pausen, in denen das Abstandsgebot nicht oder nur schwer eingehalten werden kann.

Wer darüber hinaus in Schulen (z.B. im Unterricht) eine Mundnasenbedeckung tragen möchte, darf dies selbstverständlich jederzeit tun, so Ministerin Prien.

Darauf warten alle: Digitale Whiteboards, PC ´s und Tablets, digitale Bücher und Wiki´s, digitale Lernmethoden – unter Anderem mit VR. Bildungsministerin Karin Prien gab am 24. September in Kiel bekannt, dass die kommunalen Landesverbände sich einig wurden und die Förderrichtlinie über die Vergabe der Mittel aus dem “Digitalpakt” in Kraft treten kann. Von 2019 bis 2024 erhalten die rund 800 öffentlichen Schulen in Schleswig-Holstein knapp 142 Millionen Euro.

Die Richtlinie „Landesprogramm DigitalPakt SH – Öffentliche Schulen“ wird mit Veröffentlichung im Amtsblatt in der kommenden Woche rückwirkend zum 17. Mai 2019 in Kraft treten. Damit Schulen Geld aus dem DigitalPakt bekommen, müssen sie einen Antrag stellen – wozu sie zunächst ein pädagogisches Konzept entwickeln müssen.

Digitale Bildung – der “DigitalPakt” soll sie möglich machen

Digitale Kompetenz ist zukünftig von entscheidender Bedeutung: für jeden Menschen, um digitale Medien selbstbestimmt und verantwortungsvoll nutzen zu können und um gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben; und für die Gesellschaft, um Demokratie und Wohlstand im 21. Jahrhundert zu erhalten.

Schulen müssen deshalb überall auf schnelles Internet zurückgreifen können und sollten über entsprechende Anzeigegeräte wie interaktive Whiteboards verfügen. Lehrerinnen und Lehrer müssen gut qualifiziert sein, um digitale Medien nutzen und digitale Kompetenzen vermitteln zu können. (Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung).

Ein Erklärfilm dazu:

https://youtu.be/KQ2yOFOR-wM

Der Träger der Reinfelder Schulen – die Stadt Reinfeld – kann bis zu 500.000 EUR bekommen.

Um aber z.B. bis 25.000 EUR für Endgeräte ausgeben zu dürfen, muss zunächst die Infrastruktur stehen, steht z.B. in der Verwaltungsvereinbarung des Bundes. Auf die regionale Fördermittelrichtlinie müssen Schleswig-Holsteiner wohl bis kommende Woche warten – diese wird im Nachrichtenblatt mitgeteilt.

Die aus dem Schulträgerbudget zu gewährenden Zuwendungen sind von den Trägern der öffentlichen Schulen um einen Eigenanteil in Höhe von jeweils mindestens 15 Prozent zu ergänzen. Bei finanzschwachen Kreisen, Städten und Gemeinden entfällt der Eigenanteil.

Weiterführende Informationen:

Weitere Artikel zum Thema Digitalisierung & Schule siehe Themenseite dazu von erKant.

 

Das ganze Land spricht von Digitalisierung – auch im Bildungswesen. Dabei muss nicht nur technische Ausstattung, sondern auch digitales Lehren und Lernen flächendeckend in Schulen transportiert werden. Digitale Lernprojekte helfen dabei, zum Beispiel Online-Schülerzeitungen, denn sie sind ein digitales Produkt und nutzen vielzählige digitale Methoden. Als Pressewerk sind sie zudem ein Grundpfeiler der Demokratie!

In 2019, dem Jahr der politischen Bildung in Schleswig-Holstein, sollen circa 30 digitale Online-Schülerzeitung entstehen. Die LN berichtete bereits davon.

Hashtags: #Media4Schools #DemokratieBildung #OnlineSZ (Foto oben: Britta Matzen)

ErKant: ein Pilotprojekt zum Nachmachen!

Die Online-Schülerzeitung erkant.de aus Reinfeld (Holstein), ist aktuell eine der Gewinnerinnen des Schülerzeitungswettbewerbs in SH. Sie wurde von Vereinsvorstand Susanne Braun-Speck vom sii-kids & -talents e.V. initiiert und aktiv dauerhaft begleitet. Anfang 2018 wurde das Redaktionsteam bereits auf Bundesebene 2fach ausgezeichnet und darf sich durch den Innovationspreis des Bundesverbands der deutschen Zeitungsverleger (BDZV) sinngemäß als beste Online-Schülerzeitung 2018 von Deutschland bezeichnen.

Für das Vorhaben “Media4Schools – 30 Online-Schülerzeitungen im Jahr der politischen Bildung in SH” dient erKant.de als Vorbild und Referenz – sie ist nun ein Pilotprojekt zum Nachmachen! Mit der erweiterten Idee “Media4Schools” ist der sii-kids & -talents e.V. auch Teilnehmer des Nachhaltigkeitspreises von Schleswig-Holstein! ,

-> weitere Infos: https://sii-kids.de/media4

Schülerzeitungen leisten in Sachen Demokratie einen wichtigen Beitrag.

Denn: es geht bei Pressearbeit immer ein Stück weit um freie Meinungsäußerung und den Mut, Wahrheiten ans Licht zu bringen. Demokratie wird hier gelebt!

Bildungsministerin Karin Prien teilte im August 2018 in einer Pressemeldung (Quelle) mit: „70 Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik soll 2019 zum Jahr der politischen Bildung in Schleswig-Holstein werden – das ist natürlich auch ein Auftrag an die Schulen!“ Dazu gehört zum Beispiel die Stärkung des Politikunterrichts, demokratiepädagogische Angebote von kultureller Bildung bis Gedenkstättenarbeit, die Stärkung von Gewaltprävention, Angebote zum frühen Erkennen von Extremismus sowie Unterstützung beim Thema Schule und Ehrenamt.

Digitale und politische Bildung durch Lernprojekte unterstützen.

Wegen der perfekten Kombination aus digitaler und politischer Bildung werden in 2019 digitale Lernprojekte als Workshops für Schulen angeboten, bei denen die Teilnehmer lernen, wie Online-Schülerzeitungen aufgebaut werden.

Der Sii-Kids-Verein bietet das unter dem Titel “Media4Schools” zusammen mit dem IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein, Bildungsministerium) sowie mit Unterstützung der IHK zu Lübeck an. Projektleiterin und Referentin ist die einschlägig qualifizierte Vereinsvorsitzende Susanne Braun-Speck.

Workshops sind für die Teilnehmer über das IQSH kostenfrei buchbar; Vorbereitungen werden allerdings nicht bezahlt und das Aufsetzen der technischen Plattform jeder Online-Schülerzeitung (kurz: #online_SZ) muss auch finanziert werden. Unternehmen aus der Wirtschaft, Stiftungen und private Spender werden entsprechend um Hilfe gebeten.

Es ist lobenswert, diese besondere Form der politischen Bildung voll digital anzubieten. Die Jugendredakteure lernen auf diesem Weg das digitale Arbeiten sowie die Bedeutung von Demokratie. Mehr Online-Schülerzeitungen könnten ein Leuchtturmprojekt für Schleswig-Holstein werden!“, meint Dr. Ulrich Hoffmeister Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK zu Lübeck und erweist sich damit als ideeler Unterstützer von Media4Schools, insbesondere aber für das digitale Lernprojekt “Online-Schülerzeitungen”.

Medien-Machen ist voller Erlebnisse, kreativ und hier: digital

Susanne Braun-Speck, von Beruf Marketing-Fachfrau mit Schwerpunkt Webdesign & Content (siehe tiefenschaerfe.de) sowie Ausbilderin (AdA) etc, die 20 Jahre lang in der IT-Branche tätig war und “nebenbei” Sii-Kids Vereins-Vorstand und Ideen-Entwicklerin von Media4Schools, sowie Coach von erKant.de ist überzeugt:

„Durch die Aufgaben und Tätigkeiten bei dem „Unternehmen“ Online-Schülerzeitung lernen die beteiligten Schüler das, was sie für ihr Leben und den Arbeitsmarkt der Zukunft brauchen. Zudem erleben sie bei der journalistischen “Arbeit” sehr viel – im echten Leben!!! Was wir hier tun, ist digitales Lernen und kreatives Arbeiten in allen Facetten sowie ein Event-Angebot – die echten Erlebnisse für die Redakteure wirken sich positiv auf die Persönlichkeitsentwickung aus und stärken sie!

Fit für den Arbeitsmarkt der Zukunft

Jugendredakteure (Schüler) sowie ihre Lernbegleiter (Lehrer, Schulsozialpädagogen oder Eltern) lernen beim Aufbau einer Online-Schülerzeitung die Nutzung eines CMS-Systems sowie von Text- und Bildbearbeitungs-Programmen; das digitale Recherchieren und Online-Arbeiten; das Entwickeln von digitalen Medien (Text, Bild, Audio, Video, Online-Umfragen), Ansätze von Online- und Social-Media-Marketing sowie schlussendlich auch Methoden wie agiles Arbeiten, „blended learning“ (Präsenz- und E-Learning), und vieles mehr. Außerdem müssen sie sich mit vielen Unternehmensbereichen auseinandersetzen – mit Marketing und Werbung, Controlling und Personalwesen, etc.

Nachhaltiger und themenübergreifender Lernen geht kaum!

Auch die Jugendredakteure von erKant finden es toll, Vorbild sein zu können. Marvin Ladwig teilte im Auftrag der gesamten erKant-Redaktion im Dezember 2018 mit:

Wir freuen uns, dass unsere Arbeit für so gut befunden wird und hoffen, vielen Jugendlichen einen Anreiz zu liefern, selbst Medien zu machen. Das, um Menschen zu informieren und Wahrheiten ans Licht zu bringen –  auch bei Gegenwind!

Fachliche, ideele und organisatorische Unterstützung ist gesichert. Es fehlt die Finanzielle.

Wer hilft und unterstützt das Projekt “Media4Schools – 30 Online-Schülerzeitungen im Jahr der politischen Bildung” monetär? Unternehmen aus der Wirtschaft, Sponsoren, private Stifter? Spendenkonto vom sii-kids & -talents e.V.: Sparkasse Holstein, IBAN: DE 08 213 522 400 179 094 214 – mehr Informationen zum Verein und Projekt stehen auf: www.sii-kids.de

Bildungspolitisch ist der Digitalpakt Schule aktuell hoch brisant – denn das Programm des Bundes, welches den Schulen mehr Geld für die Digitalisierung bereitstellen soll, droht von den Ländern gekippt zu werden.

Quelle: https://anja-karliczek.de/pressefoto/ Fotograf: Rauß Fotografie

Insgesamt will die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) fünf Milliarden Euro über einen längeren Zeitraum den Schulen bundesweit zukommen lassen, womit diese Tablets bereitstellen oder WLAN in allen Klassenzimmern installieren sollen. Hierfür musste sogar das Grundgesetz, Artikel 104c, geändert werden (hier die geänderte Fassung, fett markiert), da die politische Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit im Bereich Bildung bei den Ländern liegt.

Ende November war es dann soweit: Der Bundestag beschließt mit Zweidrittelmehrheit die Grundgesetzänderung.

Aber noch ist der Weg nicht frei für das Geld. Denn der Bundesrat, bestehend aus Vertretern aller Bundesländer, muss ebenfalls mit einer Zweidrittelmehrheit für diese Grundgesetzänderung stimmen. Und einige Bundesländer tun sich schwer damit, dem Bund  diese Befugnisse zu geben. 

Die Ministerpräsidenten von fünf Bundesländern, namentlich Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen, sprach sich in einem Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gegen diese Änderung aus. Sie schrieben: 

“Wir wollen keine Einheitsschulpolitik aus Berlin. Wir wollen die Vielfalt und den Wettbewerb in unserem Bildungswesen erhalten”

Und weiter:

“Die Länder wollen einen Digitalpakt ermöglichen. Wir möchten allerdings einen besseren Weg zu seiner Umsetzung finden”

Sollten diese Bundesländer nicht zustimmen, kommt es zu keiner Zweidrittelmehrheit und der Digitalpakt kann nicht umgesetzt werden.

Wenn der Digitalpakt Schule nicht umgesetzt werden kann, wird die Digitalisierung der Schulen weiter auf sich warten lassen. So wird es noch länger dauern bis Tablet-Klassen, schnelles, stabiles WLAN und aktuelle Geräte eingerichtet und gekauft werden können, welche somit den Unterricht in seiner Form unterstützen und mehr Gestaltungsmöglichkeiten bieten können. 

Mehr zum Thema findet ihr auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Quelle: zeit.de

Die Digitalisierung wird als Querschnittsthema in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen vorangetrieben. Da der Bildungsbereich in Deutschland, ganz besonders in Schleswig-Holstein, der weltweiten Entwicklung hinterherhinkt, wollen Betroffene und Politik die Digitalisierung in Schulen vorantreiben. Bei diesem komplexen, vielseitigen Thema tagte der Reinfelder Bildungsausschuss am 22.10. ohne Tagungsvorlage und ohne Konzept, und zeigte, dass das nicht zum Ziel führt.

Der Abend begann mit einem Rundgang durch die Schule. Christian Mathiessen (Jahrgangsleiter der 9. und 10. Klassen; Foto: 3. v. li) berichtete vom Zustand der Technik. Im einzigen PC-Raum stehen PC´s mit Windows 7; rund 1/4  davon sind defekt und können nicht mehr genutzt werden. Zwei mobile Laptop-Wagen sind vorhanden; und die sind auch nicht mehr die jüngsten, vor allem sind keine aktuellen Software-Versionen installiert und die Internetverbindung funktioniert nur mit Glück. Gezieltes zuverlässiges Lehren und Lernen ist mit dieser alten Technik und schlechtem Netzwerk (LAN und WLAN) nicht möglich. Schüler, die notenrelevante Projektarbeiten durchführen müssen, deren Eltern aber weder PC noch EDV-Knowhow haben, sind benachteiligt. 

Auf dem Weg zum Mehrzweckraum sagte der neue Schülersprecher Dawinder Singh (16j, 11. Jahrgang) zu René Krolow (CDU) und Susanne Braun-Speck (erKant.de): “Viele 10.-Klässler wechseln auf andere Schulen, um ihr Abi zu machen, weil die technische Ausstattung hier so schlecht ist!”

Nun: Das wollen alle Beteiligten so schnell wie möglich ändern!

Geld für weitere Beamer hat die Schule noch verfügbar (22tsd Euro); die können also direkt angeschafft werden. Laut Haushaltskasse der Stadt ist eigentlich auch Geld für PC-Reparaturen vorhanden (5tsd). Über Tablet-Klassen oder Ausstattung aller Klassen mit interaktiven Whiteboards, Tablets, möglicherweise Laptops, passender Software, Dokumentenkameras etc. für die Gemeinschaftsschule wurde im Verlauf des Abends (noch) nicht geredet. Aber: Der Abend war lang und es wurde viel diskutiert – was auch noch weitergeht. Denn die Sitzung konnte bis 22 Uhr inhaltlich nicht beendet werden und wird nun vermutlich am 7.11. weitergeführt.

Fakt ist im Ergebnis des Abends: das WLAN wird so schnell wie möglich fit gemacht und der PC-Raum auch!

Manfred Schönbohm (WIR, Bildmitte) sagte u.a. in dieser Sitzung: “Bisher haben die Reinfelder Schulen niemals etwas in Sachen Digitalisierung an uns herangetragen. Jetzt wurden wir damit ziemlich überrascht. Dabei sind wir seit Jahren in stetigem Dialog … Warum hat nie einer der Schulleiter etwas dazu gesagt?”

Auf der Wunschliste der Schulleitung, die vor den Sommerferien bei der Stadtverwaltung eingereicht worden war, stand dagegen eine Lehrer-Lounge und -Arbeitsplätze. Zudem wird seit Jahren ein hohes Investment für die Schulküche gewünscht.

Außerdem sagten Manfred Schönbohm, wie auch René Krolow und Geert Karnick von den Grünen mehrfach, dass dafür auch Manpower gebraucht wird, sowie ein Konzept. Laut der stellvertretenden Schulleiterin Jennifer Behnke ist allerdings aus dem IQSH nur mit Rat per E-Mail zu rechnen. Alle o.g. genannten Personen und auch Frau Horn (Stadtverwaltung) diskutieren über Mitarbeiter oder externe Berater dafür.

Wie das nun alles endet, berichten wir nach dem 7.11..

Lange hatten die Schüler darauf gewartet, endlich ist sie durch: Eine Handynutzungsordnung, die jetzt “Nutzungsordnung für mobile Geräte” heißt. Ab 29.10.2018 soll sie gelten, ebenso die überarbeitete Schulordnung. Sie wurde auf der Schulkonferenz am 10.9.18 verabschiedet (siehe Foto). Zwei Kernziele wurden erreicht, ein Ziel der Schüler nicht.

Nach mehrjähriger Vorlaufzeit wurde Anfang 2018 eine neue Arbeitsgruppe gegründet. Zwei Lehrer, ein Elternteil und zwei Schüler waren praktisch aktiv (theoretisch war die AG größer (3×3 TN); von den 5 Aktiven sind 2 auch bei erKant) und entwarfen die Nutzungsordnung, die in der letzten Lehrerkonferenz aber noch verändert wurde.

Ziel der Arbeitsgruppe war zum Beispiel, dass es einheitliche Regeln an der Schule geben sollte und nicht verschiedene Meinungen und Strafen bei Verstößen. Das zweite Kernziel war das Thema “digitales Lernen“, sprich das aktive Einbinden von mobilen Geräten und ihren Möglichkeiten im Unterricht. Hierzu stehen konkrete Anwendungsvorschläge in der Nutzungsordnung geschrieben. Das oberste Ziel der Schüler und des Schulleiters wurde dagegen nicht erreicht; es wird keine dauerhafte Nutzungserlaubnis geben.

Die Oberstufe hat zwar absolut freie Hand und darf jederzeit ihre mobilen Geräte nutzen. Aber die 5.- bis 10.-Klässler nicht. Diese dürfen nur in der großen Mittagspause an ihren Smartphones “herumdaddeln”. Viele Lehrer und Eltern sehen nämlich auch die Kehrseite der Medaille, sprich gesundheitliche Gefahren (die am Ende der Nutzungsordnung angesprochen sind) sowie fehlende direkte Kommunikation untereinander.

Wer mag, kann auf erKant.de viel mehr zum Thema lesen!

Marvin Ladwig, erKant-Korrespondent aus Kiel und, als ehemaliger SV-Vorsitzender der Antragsteller der Handynutzungsordnung, erzählt hier den Anfang der Geschichte:

Kurz vor den Sommerferien im Jahr 2016 hatte der Oberstufenschüler und Leiter der Schulsanitäter Marvin Ladwig (ich) sich dazu entschlossen, zu den Schülersprecherwahlen im September anzutreten. Um eine möglichst SchülerInnen nahe Politik zu machen, war es ihm wichtig, die Wünsche der SchülerInnen zu erfahren, um konkrete Arbeitsaufträge nach erfolgreicher Wahl zu haben. Er hing Plakate im gesamten Schulgebäude (eine Woche vor Ferienbeginn) auf, worauf die SchülerInnen ihre Wünsche und Ziele für das neue Schuljahr niederschreiben durften. Mehr als 30 verschiedene Anregungen kamen zusammen, darunter auch der Wunsch nach einer freien Nutzung der mobilen Sende- und Empfangsgeräte mit Internetanbindung = Smartphones.

Sein größtes Wahlversprechen stand also fest: Die Nutzung der Smartphones sollte sinnvoll in den Schulalltag integriert werden. Einige Lehrerstimmen erhoben sich bereits bei seiner Rede zur Wahl:

“Du weißt aber, dass man sein Versprechen halten sollte?”

“Das wird doch niemals was, dann würde hier vollkommenes Chaos ausbrechen!”

Doch von diesen Worten ließ er sich nicht beeindrucken …

Nachdem Marvin das Amt des Schülersprechers im Januar 2017 von seinem Vorgänger übernahm, ging der Prozess der Umsetzung dieses Wunsches los. Viele Gespräche mit Elternvertretern, der Schülervertretung und der Schulleitung und ein bisschen Papierkram folgten, später kam die Schulkonferenz, bei der der jetzige Schülersprecher seinen Antrag mit einer vorläufigen Handy-Nutzungs-Ordnung einreichte.

Auf der Schulkonferenz wurde dieser Antrag dann heiß diskutiert.

Es wurde beschlossen, dass eine Arbeitsgruppe gegründet werden soll, aus Schülervertretern, Elternvertretern und Lehrervertretern. Die Arbeit der Arbeitsgruppe lief sehr schleppend an. Es wurden erst sehr spät erste Termine zur Erarbeitung einer solchen Nutzungsordnung vereinbart und noch später daran gearbeitet.

Im Februar 2018 wurde eine neue Arbeitsgruppe gebildet, die innerhalb kürzester Zeit eine vernünftige, umfangreiche Handynutzungsordnung entwarf (siehe oben). Dieser Entwurf wurde der Schulkonferenz vor den Sommerferien vorgelegt und sollte verabschiedet werden. Aber … Hier hieß es dann:

“Rechtlich betrachtet muss, bevor diese Nutzungsordnung auf der Schulkonferenz beschlossen werden kann, die Lehrerkonferenz darüber abstimmen. Das wurde versäumt.”

Die Schülerschaft war empört über dieses Vorgehen und auch die Mitglieder der Arbeitsgruppe waren verärgert.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Marvin sein Amt als Schülersprecher bereits abgegeben, da die Abschlussprüfungen immer näher rückten. Seine Nachfolgerin, Lena Förster, setzte mit Unterstützung des Schulelternbeiratsvorsitzenden ein Schriftstück auf, dessen Inhalt eine Sonderschulkonferenz direkt nach den Sommerferien 2018 zum Thema der Handynutzungsordnung einforderte. Die fand statt!

Und endlich: Die Handynutzungsordnung in ihrer angepassten Form, wurde genehmigt.

Ein großer Erfolg für die SchülerInnen der Immanuel-Kant-Schule. Nicht nur, dass das Herzensprojekt des ehemaligen Schülersprechers erfolgreich umgesetzt wurde und er damit sein Wahlversprechen halten konnte, auch für die Zukunft der Reinfelder Schule ist dieser Beschluss wichtig. Zusammen mit der Lehrerschaft, dem Knowhow der erKant-Redakteure und der Schüler-Medien-Lotsen sowie externer Unterstützung (Eltern z.B.) kann nun das digitale Zeitalter in den Unterricht einfließen.

Der Erwerb von Medienkompetenzen, zum Beispiel der richtige Umgang mit den Smartphones und anderen mobilen Endgeräten, ist einer der Vorteile, denen diese Handynutzungsordnung bringen wird.

“Ich bin wirklich froh, dass dieses Projekt umgesetzt wurde. Es war mir sehr wichtig etwas Nachhaltiges an der Schule zu hinterlassen, wovon sowohl SchülerInnen als auch Lehrkräfte profitieren.”  – Marvin Ladwig, AG- und erKant-Mitglied 2018


“Endlich gibt es einheitliche Regeln in der Schule! Zudem freue ich mich, mit meinem beruflichen Fachwissen und meinen Erfahrungen geholfen zu haben – zum Nutzen aller Beteiligten!”  – Susanne Braun-Speck, AG- und erKant-Mitglied 2018

ErKant.de ist eine Online-Schülerzeitung und wird von Schülern für Schüler in 23858 Reinfeld betrieben. Redakteure sind überwiegend, aber nicht nur Schüler der Immanuel-Kant-Schule-Reinfeld.

Gastbeiträge von Lehrern und Eltern sind erlaubt, ebenso wie von Schülern anderer Schulen und Ehemaligen.

erKant“ ist ein modernes Wortspiel!

Der Zeitungs- bzw. Online-Magazinname stammt von dem Begriff „Erkenntnis“ und Immanuel Kant, dem deutschen Philosophen der Aufklärung und Namensgeber unserer Gesamtschule ab. Die Erkenntnis-Theorie (Link zu Wikipedia), die I. Kant untern Anderem entwickelt hatte, passt sinngemäß zum Thema „Zeitung“ …

Online ist zeitgemäß!

ErKant.de gibt es nicht gedruckt, sondern nur online im Internet. Da unsere Zielgruppe, Kinder & Jugendliche, sich nun einmal online / im Internet bewegt und „aufhält“ und immer seltener zu gedruckten Medien greift, bietet sich eine Online-Schülerzeitung geradezu an.

Sie kann auch auf Smartphones gelesen werden!

Dadurch möchten wir die Lese-Freude bei Kindern & Jugendlichen wieder wecken und die Lese-Kompetenz ein Stück weit fördern.

Beim Aufbau und dem Inhalt der Online-Schülerzeitung achten wir besonders auf:

  • Funktionalität & Benutzerführung
  • leichte Verlinkung, wenig Klicks
  • Smartphone-Tauglichkeit (Responsivität)
  • Google- / SEO-Optimierung
  • Lesbare Textabschnitte (für Wenig-Leser …) mit vielen Bildern
  • uvm.

und nutzen multimediale, wie auch interaktive Möglichkeiten wie z.B.

  • Online-Umfragen
  • Einbindung von Videos & Audios
  • Zusatz-Nutzen wie z.B. unsere Stellenbörse
  • Verlinkungen zu weiterführenden Informationen
  • Diskussions-Möglichkeiten
  • uvm.

Das Selbstgestalten und Führen der Schülerzeitung ist eine Erfahrung fürs Leben!

Alle in der Redaktion beteiligten Jugendlichen lernen, wie eine „Firma“ aufgebaut und geführt wird. Denn wir arbeiten online / im Internet, betreiben Social-Media-Marketing und Werbung; beschäftigen uns mit Personalfragen und Teamarbeit, Planung und Organisation, etc. So gesehen sind wir Unternehmer und führen hier ein StartUp 🙂

Warum macht hier Wer mit? Zitate von unseren Redakteuren:

Mira:

“Ich arbeite gerne bei erkant.de, um schulische Ereignisse festzuhalten und den Horizont der Schüler durch die Darstellung von besonderen Erlebnissen, wie z.B. Auslandsaufenthalte, zu erweitern.”

Minoka:

“Ich bin bei erKant aktiv, weil ich selbst sehr gerne und viel lese. Andere vielleicht auch? Deshalb berichte ich gerne über interessante Themen, das besonders gerne online, weil hier viele verschiedene Formate möglich sind!”

Coach Susanne:

“Kreativitäts- & Begabten-Förderung ist mir wichtig! Zudem lernen die Beteiligten durch diese Online-Schülerzeitung praxisnah ganz viel fürs (Berufs-) Leben – Zwischenmenschliches wie auch Fachliches!”

Marvin:

“Die Online-Schülerzeitung ist für mich eines der interessantesten Projekte seit Langem! Mir ist es wichtig, Kinder und Jugendliche am politischen Geschehen teilhaben zu lassen, ihnen ihre Möglichkeiten zum Mitwirken aufzuzeigen und einen aufklärerischen Charakter einfließen zu lassen.”

Tobias

“Wegen meines Handicaps arbeite ich seit Schulbeginn am PC. DAS ist bei erkant.de ein echter Vorteil! Anderen Kindern mit einer Behinderung kann ich damit Mut machen: Denn mancher Nachteil erweist sich später als Vorteil.”

Marie:

“Ich war hier als Redakteurin fast ein Jahr aktiv, da es mir wichtig war, soziale Themen an andere Jugendliche heranzutragen.”