Viele, viele Kinder und Jugendliche haben Angst, an Corona zu erkranken. Muss das sein? Wie sind die Nebenwirkungen? Wer sollte sich impfen lassen? Und woran sterben Kinder und Jugendliche sonst und wie oft im Vergleich?

Für unter 12-jährige Kinder gibt es noch keinen CoVid-2 Impfstoff. Doch “Comirnaty” ist von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) nun auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren als Impfstoff zugelassen. Dieser wurde von der Firma BioNTech/Pfizer entwickelt. Doch: die “Ständige Impfkommission” (STIKO) rät aktuell (Juli 2021) davon ab, alle impfen zu lassen, stattdessen nur Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen. Welche Nebenwirkungen und welche Vorerkrankungen das sind, steht Unten. Zunächst geht es hier um Zahlen und Fakten:

Kurz: An einer Corona-Infektion starben bisher 4 Kinder und Jugendliche in Deutschland, vergleichsweise zum Beispiel 168 an Krebs. Mehr Zahlen folgen.


Wenn sich Kinder und Jugendliche OHNE Vorerkrankungen infizieren, ist der COVID-19-Krankheitsverlauf meist mild oder sogar asymptomatisch. Behandlungen im Krankenhaus sind selten nötig und Todesfälle treten nur vereinzelt auf. Warum zeigt eine Studie der Charité.

In einem akutellen Infoblatt des RKI (Download) für Kinder- und Jugendärzt:innen und Eltern steht dazu:

Von den rund 13,5 Millionen (13.500.000) Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren in Deutschland waren etwa 1200 mit einer SARSCoV2Infektion im Krankenhaus (< 0,01% also 1 von 100 der Erkrankten) und mussten dort behandelt werden. 4 verstarben an ihrer Infektion (< 0.001% der Erkrankten) – nicht mit. An Corona bedeutet, sie starben wirklich an dieser Infektion. Weitere 13 Ki/Ju starben an ihrer Vorerkrankung und hatten laut Labortest auch eine Corona-Infektion. (Stand: 4/2021)

In einer Stellungnahme der DGPI (Download) stehen u.a. solche Vergleiche:

Darin wurden zum Beispiel die Grippefälle 2018/19 zum Vergleich herangezogen, um Familien ein Stück weit die Angst zu nehmen. Damals erkrankten 7.461 Kinder unter 14 Jahren (15-18jährige nicht eingerechnet) mit Influenza so stark, dass sie ins Krankenhaus mussten, 9 davon verstarben. DGPI ist die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie.

Ein erweiterter Risikovergleich in Zahlen:

  • laut RKI starben 4 Ki/Ju an CoVid19 (von 3/2020 bis 4/2021)
  • 9 an Influenza/Grippe in 2018/19 (das war ein schlimmer Grippewinter)
  • nach Angaben der DLRG lag die Zahl der ertrunkenen Kinder und Jugendlichen im Jahr 2020 bei 49 (in 2019 bei 58)

    • hinzukommen Ertrinkungsunfälle in Badewannen und Schwimmhallen. Insgesamt ertranken z.B. allein 18 der 1-4 Jährigen.
  • 661 (0 bis 19 jährige) starben 2019 in Deutschland an tödlichen Verletzungen (Quelle: Statista), davon:
    • 44 Kinder und Jugendliche infolge eine tätlichen Angriffs (also durch Gewalt durch andere Personen)
    • 185 starben an Suizid
    • 400 an Unfällen (z.B. Autounfälle, sowie durch Stürze bei Sport und Spiel (oft durch Kopfverletzungen), sowie Ersticken/Strangulation, Rauch, Feuer und Flammen, Gift)
  • 168 Kinder und Jugendliche bis unter 20 Jahren starben 2019 an Krebs (Quelle: Statista)
  • in 2020 sind 2.373 Kinder im 1. Lebensjahr gestorben (Quelle: Destatis)

Fakt ist auch: Im Jahr 2019 wurden 194.042 Kinder bis 17 Jahren wegen einer Verletzung im Krankenhaus behandelt; 14 500 wegen Alkoholmissbrauch/-vergiftung (Destatis). Wegen Corona in 2020: 1.200. Siehe dazu: Link zum Bundesgesundheitsministerium sowie DESTATIS-Statistik


Aufgabe: Wie hoch ist nun das Risiko im Vergleich? Ist es nach oben genannten Zahlen wahrscheinlicher, durch Ertrinken oder eine tödliche Verletzung oder an Corona zu sterben? Müssen Kinder und Jugendliche wirklich so extreme Angst haben?



Wer sollte sich nun impfen lassen und wer nicht?

Impfungen haben auch unerwünschte Nebenwirkungen und können krank machen. Deshalb muss gut abgewogen werden, was schlimmer ist.

  • Covid19-Symptome bei Kindern und Jugendlichen treten eher selten oder in geringer Form auf. Mit Beeinträchtigen des Geschmackssinns, Fieber, Kopfschmerzen und Husten ist zu rechnen, treten oft aber auch gar nicht auf! Also völlig symptomfrei. Insbesondere Risikogruppen (Vorerkrankte, über 80jährige) können an Covid19 bzw. an einer Lungenentzündung dadurch aber auch sterben. (Quelle: RKI)
  • Die Long-Covid-Folgen sind zum Beispiel Erschöpfungszustände über längere Zeit (z.B. ein paar Wochen), Atembeschwerden, Konzentrations- und Schlafstörungen, depressive Verstimmungen und Herzrhythmus-Störungen und PIMS. In der Altersgruppe 12 – 17 Jahre hatten schätzungsweise 0,04 % der SARS-CoV-2-Infektionen ein PIMS zur Folge, welche aber gut heilbar ist. (Quelle: RKI)
  • Impffolgen sind zum Beispiel Erschöpfungszustände / Schwäche, Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Magen-Darm-Beschwerden über einige Tage sowie Herzmuskel-Entzündungen. (Quelle: RKI)

(Lockdown-Folgen bei Kindern und Jugendlichen sind vergleichsweise diverse seelische und körperliche Folgen wie Depressionen und Rücken-Erkrankungen, die ggf. ein Leben lang bleiben.)


Die Risiko-Nutzen-Analyse, also die Einschätzung dessen, was besser oder schlimmer ist, nimmt die STIKO vor.

STIKO ist die Abkürzung für “Ständige Impfkomission” und ist eine 18-köpfige Expertengruppe, die beim RKI angesiedelt ist. Sie gilt als unabhängig und empfiehlt, die COVID-19-Impfung mit Comirnaty derzeit NICHT für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 – 17 Jahren, sondern

nur für Kinder und Jugendliche mit einem besonderen Risiko, insbesondere denen mit Vorerkrankungen.


Vorerkrankungen (Quelle: RKI) sind zum Beispiel diese:

  • Adipositas / krankhaftes Übergewicht (> 97 Perzentile des BMI)
  • angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression
  • angeborene zyanotische Herzfehler (O2-Ruhesättigung < 80%)
  • schwere Herzinsuffizienz
  • schwere pulmonale Hypertonie
  • chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion (ausgenommen ist ein gut eingestelltes Asthma bronchiale)
  • chronische Niereninsuffizienz
  • chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen
  • maligne Tumorerkrankungen
  • Trisomie 21
  • syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung
  • Diabetes mellitus (nicht gut eingestellt)

Du möchtest Dich impfen lassen?

Spreche am besten erst einmal mit deinen/r Haus- oder Kinderarzt/-ärztin darüber! Ab August gibt es übrigens an den Grund- & Gemeinschafts-Schulen sowie Gymnasien in Schleswig-Holstein Impfangebote. Berufsschulen können auf Wunsch selbst Kooperationen mit Ärzte u/o Impfanbieter dazu eingehen.

Die STIKO und das RKI sagen derzeit (Stand 7/2021):

  • Erst einmal sollen möglichst alle erwachsenen Personen um das Kind herum – die Eltern, Großeltern, Betreuer:innen, Lehrer:innen und Erzieher:innen – sich impfen lassen.
  • Die Sicherheit der Kinder steht für die STIKO an oberster Stelle, weshalb derzeit nach einer strengen Risiko-Nutzen-Abwä
    gung GEGEN eine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren entschieden wurde.

Am 31. Mai ist in Schleswig-Holstein die aktualisierte Corona-Bekämpfungs-Verordnung in Kraft getreten.Vieles wird gelockert, aber die bekannten AHAL-Regeln gibt es weiterhin. Wenigstens scheinen derzeit viele Freizeit- & Ferien-Aktivitäten wieder möglich zu sein. Die folgenden Infos dürften insbesondere Kinder und Jugendliche interessieren.

Grundsätzlich: In Innenräumen wie dem Einzelhandel, Bussen und Bahnen, etc muss weiterhin eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung (Maske) getragen werden.

Treffen mit bis zu 10 Personen erlaubt!

Ansammlungen und Zusammenkünfte im öffentlichen Raum und privaten Raum zu privaten Zwecken sind nur wie folgt zulässig (Kontakt-Beschränkungen): von Personen eines gemeinsamen Haushaltes unabhängig von der Personenzahl sowie einer weiteren Person, sowie mit bis zu zehn Personen. Eine Geburtsfeier im kleinen Rahmen ist also wieder möglich!

Freizeit- und Kultureinrichtungen können wieder öffnen.

  • Zum Beispiel Freizeitparks, Museen, Galerien, Zoos, Theater-, Opern- und Konzerthäuser und Kinos. Besucher müssen aber ein negatives Testergebnis vorlegen, sofern sie nicht vollständig geimpft oder genesen sind.
  • Auch Freibäder und Außen-Schwimmbecken dürfen öffnen, allerdings NICHT Spaß- und Schwimm-Hallen, die geschlossen bleiben müssen. Das Bahnenschwimmen und die Schwimmausbildung sind im Innen- und Außenbereich aber möglich.

Ausschank und Verzehr von alkoholhaltigen Getränken untersagt.

Auf öffentlichen Verkehrsflächen der Innenstädte und an sonstigen öffentlichen Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, sind der Ausschank und der Verzehr von alkoholhaltigen Getränken untersagt.

Urlaubmachen geht!

Hotels, Pensionen und andere Beherbergungsbetriebe dürfen unter Auflagen auch für touristische Übernachtungen wieder öffnen. Auch Sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. auf Campingplätzen oder in Freibädern) dürfen öffnen.

Sportlich aktiv sein erlaubt!

Hier entfallen die generellen Kontaktbeschränkungen. Folgende Regeln gelten: Sport ist mit höchstens 25 Personen innerhalb geschlossener Räume und 50 Personen außerhalb geschlossener Räume möglich. Mehr dazu siehe Ziffer 11.

Veranstaltungen mit Gruppenaktivität

Laut Ziffer 5a (1) sind Veranstaltungen mit Gruppenaktivität, bei denen feste Sitzplätze nicht vorhanden sind oder nicht nur kurzzeitig verlassen werden und bei denen der Teilnehmerkreis nicht wechselt, wie Feste, Feiern, Empfänge, Führungen und Exkursionen erlaubt. Es dürfen eine Teilnehmerzahl von 25 Personen innerhalb geschlossener Räume und 50 Personen außerhalb geschlossener Räume nicht überschritten werden.

Diskotheken etc müssen weiterhin geschlossen bleiben!


Möchtest Du mehr über die Corona-Regeln in Schleswig-Holstein wissen? Dann schau hier: aktualisierte Corona-Bekämpfungs-Verordnung des Landes

Am 28. Mai.2021 fand in der KGS Reinfeld die Veranstaltung “dialogP” statt. Dies ist eine Diskusions-Veranstaltung im Rahmen des Politik-Unterrichts, bei der Abgeordnete des Landtags in die Schule kommen und mit Schülern diskutieren. Die Themen legen die Schüler fest. Zur Diskussion in der KGS in Reinfeld waren die Politiker Ole-Christopher-Plambeck (CDU), Tobias von Pein (SPD), Marlies Fritzen (Grüne) und Anita Klahn (FDP) eingeladen.

Zu Beginn der Diskussion stellten die Moderatoren, Rieke und Ruben, den Politikern einige lockere Fragen wie “Mit 16 dachte ich Politik sei…”, oder “Mit 16 dachte ich, ich werde”. Nach der Vorstellung der Politiker, wurden 5 Fragestellungen durch die Gruppensprecher der Schule vorgestellt:

  1. Sollte es einen kostenlosen Nahverkehr für Schüler, Studenten und Sozialhilfeempfänger geben?
  2. Sollte ein Besuch des Kindergartens ab einem Alter von 4 Jahren in SH zur Pflicht werden?
  3. Sollten Hygieneartikel für Frauen in SH kostenfrei zur Verfügung gestellt werden?
  4. Sollte Cannabis in SH legalisiert werden?
  5. Sollte es für Geimpfte in SH vorzeige Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben?

Als die Vorstellung der Fragestellungen zu Ende war, gingen die Abgeordneten im Uhrzeigersinn von Tisch zu Tisch und diskutierten jeweils für 15 Minuten mit den Schülern über deren Themen.

Kostenloser Nahverkehr ist unrealistisch (CDU), Parkgebühren erhöhen und damit den Nahverkehr fördern (FDP), …

… sagte Ole-Christoher-Plambeck (CDU). Es sei unrealistisch, in jedem Dorf eine Bahn oder einen Bus in 15 Minutentaktung bereitzustellen. Besser wäre es, Fahrgemeinschaften einzuführen. Weiter sagte er, der Nahverkehr solle nicht komplett kostenlos sein, sondern es solle lieber jeder Benutzer des ÖPNV einen Teil zahlen, um ein größeres und noch besseres Angebot zu bieten. Allerdings könne für Schüler und Sozialhilfeempfänger der ÖPNV kostenlos sein.

Anita Klahn von der FDP würde die Parkgebühren erhöhen, um den ÖPNV attraktiver zu machen und damit mehr Menschen dazu bringen, die Bahn oder den Bus zu nutzen. Ihrer Meinung nach müssten zwischen Hamburg und Lübeck noch mehr Züge fahren. Zum Thema kostenloser Schülerbusverkehr sagte Klahn “Die Schüler können nichts dafür, dass die Schule nicht direkt an ihrem Wohnort ist.” Deshalb ist sie für einen kostenlosen ÖPNV für Schüler.

Kitabesuch muss günstiger werden

Über die Fragestellung, ob der Kitabesuch ab 4 Jahren zur Pflicht werden sollte, meint Anita Klahn, dass die Kitabetreuung allgemein günstiger werden müsste. Außerdem herrsche Fachkräftemangel in den Kitas, sodass die Ausbildungsplätze deutlich aufgestockt werden würden. Sie ist außerdem der Meinung, dass sogenannte multiprofessionelle Teams in die Kitas und Schulen gehen sollten. Das sind Teams, die die Lehrkraft, oder im Falle der Kita, den Erzieher, während des Unterrichts unterstützen.  Die Lehrkraft übernimmt die Unterrichts-Verantwortung, die Fachkraft unterstützt Schüler bei ihrer Arbeit, bei der Regulation ihres Verhaltens und unterstützt die Schüler bei der Kommunikation mit dem Lehrer.


MwSt auf Hygieneartikel für Frauen senken?

Diskutierten gerne mit den Schülern (von rechts): Anita Klahn (FDP), Marlies Fritzen (Grüne) und Tobias von Pein (SPD). Nicht im Bild Ole-Christopher Plambeck (CDU) Foto mit freundlicher Genehmigung von Malte Lupi

Da der erKant-Redakteur nicht bei jeder Diskussion dabei sein konnte, gibt es zum Thema 3 “Sollten Hygieneartikel für Frauen in SH kostenfrei zur Verfügung gestellt werden?” eine kurze Zusammenfassung aus dem Fazit, welches im Anschluss an die Diskussionen von jeder Gruppe vorgestellt wurde.

Fazit: Die Mehrwertsteuer auf Hygieneprodukte für Frauen sollte gesenkt werden, Studenten bis 21 Jahren sollten die Pillen gratis bekommen. Allerdings könne man bei kostenlosen Produkten, nicht davon ausgehen, dass die Menschen diese richtig benutzen.


Cannabis ab 18 legalisieren?

Tobias von Pein von der SPD ist dafür, Cannabis ab einem Alter von 18 Jahren zu legalisieren. Der Zugang zu Zigaretten könnte strikter werden. Harte Drogen sollten verfolgt werden. Die CDU bzw. Ole-Christopher Plambeck ist aus medizinischen Gründen dagegen. Siehe hierzu auch den erKant-Artikel über Cannabis.


“Impfen ist kein Massenexperiment!”

Beim Thema Impfen von Kindern und Jugendlichen waren sich alle Parteien einig: Alle wollen die Kinder impfen, es gibt nur zu wenig Impfstoff.

Bei der SPD habe man Ideen für zurückgegebene Impfungen. Welche das konkret sind, hat Tobias von Pein allerdings nicht verraten. Weiter sagte er, man hätte die Priorität erst einen Monat später aufheben sollen. Statt im Juni erst im Juli und wenn alle geimpft sind, wären weitere Einschränkungen nicht mehr gerechtfertigt.

Marlies Fritzen von den Grünen, kann es nicht verstehen, dass sich Jugendliche und Kinder nicht ausreichend impfen lassen können. Man dürfe das Leben Genesenen und Geimpften nicht noch weiter einschränken. Außerdem müssten alle, egal ob getestet, geimpft, oder genesen, gleich behandelt werden. Ihrer Meinung nach müssten Lüftungsanlagen, wie sie in Kinos verwendet werden, auch in den Schulen eingesetzt werden. Wenn Schülerinnen und Schüler zuhause sind, können Suchtgefahren entstehen, deshalb sei es sinnvoll, die Schulen offen zu halten. (Siehe hierzu auch das erKant-Interview mit Eka von Kalben). Besonders deutlich betonte sie “Impfen ist kein Massenexperiment”, die Impfstoffe seien gut erforscht deshalb ist die Grünenpolitikerin für die Impfung von Kindern und Jugendlichen, dafür brauche man allerdings mehr Impfstoff.


Fazit der einzelnen Themen

Als abschließende Worte wurden, wie weiter oben schon erwähnt, noch ein Fazit und eine Zusammenfassung der Diskussionspunkte vorgestellt, in dem die Pro- und die Contra-Argumente dargelegt wurden.

Hatten sichtlich Spaß bei der Vorbereitung der Veranstaltung: Finn (Links), Kenny (Mitte) und Florian (Rechts) Foto mit freundlicher Genehmigung von Malte Lupi

Die Pro-Argumente für Thema 1 waren: Wenn der ÖPNV für Schüler kostenlos ist, wäre das eine Entlastung für die Eltern, weil nichts bezahlt werden muss, desweiteren wäre es eine geringere Lärmbelästigung, da zu Schulzeiten weniger Autos auf den Straßen wären. Daraus folgt dann, dass sich die Umwelt erholen kann. Wie oben schon beschrieben, wäre ein kostenloser ÖPNV für Schüler nicht machbar, da das Streckennetz und das Angebot weiter ausgebaut werden muss und das kostet Geld. Dennoch gäbe es eine Möglichkeit, den ÖPNV attraktiver zu machen.

Zu der Frage, ob der Besuch der Kita ab einem Alter von 4 Jahren zur Pflicht werden sollte, gab es eine Vorverlegung um ein Jahr. Also statt ab 4 Jahren, sollte ein Kita Besuch schon ab 3 Jahren zur Pflicht werden. Antwort: Die Kita könnte ab 3 Jahren Pflicht werden. Außerdem würden durch bilinguales Lernen der Kinder, Sprachdefizite schon früh ausgeräumt. Zu Bedenken wäre jedoch, dass es nur wenige Kitaplätze gibt und zu wenige Erzieher da wären. Eine zusätzliche Frage, die während den Gesprächen aufgekommen war, ob körperlich beeinträchtigte oder behinderte Kinder, die Möglichkeit bekommen sollten, in einen privaten Kindergarten gehen zu können. Dieser Vorschlag wurde allerdings weitestgehend abgelehnt. Auch das Thema Cannabis zu legalisieren, sorgte für Uneinigkeit. Einige waren klar dafür, einige klar dagegen und einige konnten sich gar nicht entscheiden.

Alles in allem war “dialog p” an der KGS eine gelungene Veranstaltung mit viel interessantem Input und spannenden Gästen.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom “dialog p”, dem 11 Jahrgang, sowie den Lehrkräften Frau Baener, Frau Schmidt und Herrn Schlaak. Den technischen Part übernahmen die Schüler Nik Hansen und Steffen Grewe aus der Technik AG der KGS.

In Hamburg, Lübeck, Ratzeburg, Segeberg, an der Ostee, auf der Trave, etc sind SUP-Fahrer ganzjährig zu sehen. In Reinfeld aber war das bisher genehmigungs- und kostenpflichtig und jährlich nur von Juni-September erlaubt. Tagestouristen durften entsprechend garnicht auf dem Herrenteich Stehpaddeln oder Bootfahren. Das ist jetzt anders.

Stand-up-Paddling, kurz SUP, auf Deutsch “Stehpaddeln”, ist ein weltweiter Trendsport, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Auf allen Gewässern, den Seen, Teichen, Flüssen, Kanälen außerhalb und innerhalb von Städten, sowie auf ruhigen Meeren ist SUP möglich. Stand-Up-Paddling trainiert den Körper ganzheitlich, beruhigt den Kopf, nimmt Stress, lässt aufatmen. Yoga-Training auf dem Board gibt es auch.

Der Herrenteich in Reinfeld ist für Einheimische ein Erholungs- und Trainingsort, der für Lebensqualität, Gesundheit und Wohlbefinden sorgt. Im Corona-Sommer 2020 waren aufgrund mangelnder Alternativen auch wieder mehr Kinder und Jugendliche am, im und auf dem Wasser. Das ist gut für ihre Gesundheit – körperlich und seelisch!

Wie toll das ist, kann auch in einem alten Video der Redaktion gesehen werden (das hat Mira 2018 gedreht):


In der aktuellen Mai-Woche wurde aber von der Stadt Reinfeld eine Information per E-Mail versendet, die hieß: Zukünftig wäre das Befahren des Herrenteiches mit motorlosen Wasserfahrzeugen für Privatpersonen verboten! Nur noch bei dem neuen Verein, der zukünftig die Badeanstalt betreut, dürften Boote und SUP-Boards gemietet werden. An Privatpersonen könnten keine Genehmigungen mehr erteilt werden. Dass, weil die Stadtverordneten-Versammlung beschlossen hätte, die Ziffer 15 und 15a in der Satzung und Nutzungsordnung von Räumen, etc. der Stadt ersatzlos zu streichen. Diese Ziffern betreffen die Badeanstalt und Wasserfahrzeuge ohne Motoren auf dem Herrenteich.

Das Schwimmen an der Badestelle soll nun jederzeit und kostenfrei möglich sein.

Allerdings unbewacht. Nur noch an den Wochenenden wird die DLRG da sein. Bademeister, die von der Stadt beschäftigt werden, gibt es nicht mehr. Um das zu ermöglichen, beschlossen die Stadtverordneten am 19.5.21, oben genannte Ziffer 15 zu streichen.

Weiterhin wurde aber auch die Ziffer 15a gestrichen. Diese drehte sich um die kostenpflichtige Genehmigung von motorlosen Wasserfahrzeugen wie Booten und SUP-Boards.

Nach Aussage einiger Politiker wurde weder darüber gesprochen, noch war es geplant gewesen, auch die Ziffer 15a zu streichen. Das ist aber passiert. Laut dem Bürgermeister auch gewollt. Er geht ihm zum Beispiel um touristische Anreize für Tagesausflügler, sagte er gegenüber einer Redaktions-Mitarbeiterin. Auf der Website der Stadt steht derzeit (Stand: 27. Mai) zudem geschrieben, das Genehmigungsverfahren wäre zu teuer gewesen und deshalb entfallen. Boote sollen aber bitte freiwillig angemeldet werden bei: manuela.baer@stadt-reinfeld.de.

Ganz andere Worte stehen in einer Sitzungsvorlage (siehe PDF) aus November 2020! In dieser wird vielschichtig diskutiert, ob der neue Freibad-Verein sich finanziell tragen kann oder nicht. Es gibt einen gemeinnützigen sowie einen wirtschaftlichen Zweckbetrieb des Vereins. In der Sitzungsvorlage stehen auch die Argumente, warum es – durch das SUP-Board-Vermietungs-Angebot des Freibad-Vereins – möglicherweise zu viele Wassersportler auf dem Herrenteich geben könnte.

Screenshot aus der Sitzungsvorlage:



So oder so: Am Ende von umfangreichen Recherchen (auch durch die große erKant-Schwester, der Lübecker Nachrichten), vielschichtigen Diskussionen, etc steht nun fest: Ja, die Ziffer 15a ist auch gestrichen. Und dadurch ist jetzt unerwartet:

Das Befahren mit motorlosen Wasserfahrzeugen auf dem Herrenteich erlaubt!

Die Streichung von Ziffer 15a der Reinfelder Satzung bedeutet, anders als zunächst von der Bauamts-Mitarbeiterin mitgeteilt, dass nun das Landeswassergesetz von Schleswig-Holstein gilt. Laut Ziffer 18:

Darf Jedermann unter den Voraussetzungen des § 25 WHG auf eigene Gefahr die oberirdischen Gewässer zum Baden, Waschen, Tränken, Schwemmen und Eissport benutzen. Landeseigene Seen dürfen auch für den Tauchsport benutzt werden.

Inbegriffen sind darin auch motorlose Fahrzeuge wie Boote und SUP-Boards. Kurzum: Bisher sind nur die Mitglieder des Rudervereins sowie Ortsfremde, meistens Tagestouristen, kostenfrei auf dem Reinfelder Herrenteich unterwegs gewesen. Ortsfremde dürften in der Regel nur das Landeswassergesetz kennen, aber nicht die Ziffer 15a in der betreffenden Reinfelder Satzung. Nun ist es gerecht und alles, was weder Natur noch Menschen schadet, erlaubt.

Schlussendlich dürften sich auch Cafe- und Restaurant-Betreiber freuen, denn wenn Einheimische bleiben, anstatt woanders hinzufahren und mehr Tagestouristen kommen, profitieren sie davon auch.

“Es klingt total super, Wassersport machen zu dürfen (woanders ist das schon lange normal …), danach ein Fischbrötchen essen oder ein Alster im Mocca trinken zu können. Okay, zugegeben: Kids werden vermutlich eher Pommes in der Badeanstalt bevorzugen. Auf jeden Fall klingt es nach “Gästefreundlich” und Zukunft für die Stadtentwicklung!” sagte eine Reinfelderin zur Erkant-Redaktion.

Die Redaktion weißt auf Folgendes hin:

  • Das Befahren von Seerosen-bewachsenen Bereichen ist aus Naturschutz-Gründen nicht erlaubt. Auf Wasservögel, etc sollte Rücksicht genommen werden.
  • Das Anlegen mit SUP-Boards und Booten an der Promenade ist stellenweise gefährlich, da dort Schleusen sind. Unabhängig von etwaigen Verboten, sollte aus eigenem Interesse dort nicht angelegt werden.
  • Weiterhin wäre empfehlenswert, außerhalb der Trainingszeiten des Rudervereins, auf dem Wasser unterwegs zu sein. Wenn doch sollte am Rande des “Sees”, also rechts und links von der mittleren Fahrbahn, gefahren werden. Es könnte sonst zu Kollisionen kommen, die für die Schwächeren gefährlich sein könnten.

Während der Corona-Pandemie wurde das Leben von Kindern und Jugendlichen massiv beschnitten – das hat negative Folgen. Nun will ein bundesweit aufgestelltes Team rund um den Verein sii-kids & -talents e.V. mit seiner Initiative „Kijuaa.de“ dem Nachwuchs helfen. Erster Unterstützter ist das Deutsche Kinderhilfswerk (Berlin).

Raus aus der Krise, rein in die Aktivität! Kijuaa.de ist eine Online-Plattform und versteht sich als Motivationskanal, welcher Kindern & Jugendlichen dabei helfen möchte, aus der Lockdown-Mediensucht- & Depressionsfalle wieder herauszukommen. Dafür bieten viele verschiedene Akteure Corona-konforme Aktivitäten an – jetzt und auch in Zukunft. Kijuaa soll auf Dauer bleiben! Aktivitäten sind corona-konforme Freizeit- und Ferienangebote als (Online-) Kurse und (Live-) Events, Ausflüge, etc.

„Dieses Projekt hat uns total überzeugt, deshalb fördern wir den Verein sii-kids & -talents e.V. sehr gerne. Die Corona-Pandemie hat die Kinder und Jugendlichen besonders hart getroffen, jetzt hoffen wir, dass möglichst viele Kids bald wieder Licht am Ende des Tunnels sehen“, sagt Uwe Kamp, Sprecher des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Anbieter von Events, Workshops, Ausflügen, etc. werden jetzt gesucht.

Dies können jegliche Institutionen der Kinder- & Jugendarbeit sein, sowie Sportvereine, Tanzschulen, freie Referenten aus der Nachhaltigkeits-Branche, Action- & Abenteuer-Anbieter z.B. Kletterparks, Kanu-Center, etc., Künstler & Musiker, Therapeuten & Coaches, sowie Anbieter mit Schnupperkursen für Ki/Ju zum Beispiel ADAC Trainingsplätze und Golfclubs, und viele Weitere.

Neben dem guten Zweck, den sie leisten, profitieren Anbieter selbst durch den Werbeeffekt, der entsteht, wenn sie auf Kijuaa.de als Anbieter gelistet sind. Eventuell finden sie auch neue Mitglieder dadurch. Außerdem ist auf Kijuaa.de eine Corona-konforme Anmeldung von Teilnehmern möglich, ohne dass Anbieter selbst ihre Website dafür herrichten müssen.

„Möglicherweise haben die Lockdowns den  Kindern und Jugendlichen bereits nachhaltig geschadet …  Mit Kijuaa möchten wir ihnen Alternativen zu Computerspielen, etc. anbieten, um ihre psychische und körperliche Gesundheit zu stärken!“, sagt Susanne Braun-Speck, Kijuaa-Konzeptentwicklerin und Vorsitzende des sii-kids & -talents e.V.

Wie solche Akteure und Anbieter sich auf Kijuaa registrieren und wie sie dort Aktivitäten anlegen können, steht auf der Website unter FAQ / Anleitungen.

Link: https://kijuaa.de/faq/

Bald ist es soweit: Nach einer sehr langen Wartezeit öffnet der Hansapark (Sierksdorf, Ostsee) am 18. Juni wieder seine Türen. Ab diesem Tag darf wieder im “Schwur des KÄRNAN“ gekreischt, die “Schlange von Midgard” bezwungen und “Nessie” aus ihrem langen Lockdown-Schlaf erweckt werden.

Zwei neue Attraktionen in der neuen Saison

Während der Corona-bedingten Schließungen standen die Bauarbeiten im HANSA-PARK nicht still! Und seit dieser Woche ist das Mitarbeiter-Team an Bord und bereitet den Park auf die langersehnte Öffnung vor. Bei dieser können die beiden neuen Attraktionen “Awildas Abenteuerfahrt“, die sechste Wasserbahn im HANSA-PARK und “Awildas Ausguck“, ein 11 Meter hoher Freifallturm eingeweiht werden. Beide Fahrgeschäfte bilden die neue Themenwelt “Awildas Welt”.  Außerdem wird der achte Bauabschnitt von “Hanse in Europa” ebenfalls fertig sein. Dieser soll sich durch aufwendig gestaltete und liebevoll umgesetzte Details auszeichnen.

Konzeptzeichnung zu “Awildas Welt”, dem neuen Themenbereich im HANSA-PARK © HANSA-PARK Freizeit- und Familienpark GmbH & Co. KG

Da die jetzt gültige Corona-Landesverordnung am 06. Juni 2021 außer Kraft tritt, wisse man derzeit noch nicht, welche konkreten Auflagen zum Saisonstart gelten. Sowohl die Angebote im Themenpark als auch die am 18.06. zur Eröffnung gültigen Regelungen werde man fortlaufend auf die aktuellen Entwicklungen abstimmen, teilte der HANSA-PARK am Dienstag den Medien mit.

Die Gäste werden weiterhin gebeten, sich rechzeitig vor dem Besuch auf der Website www.hansapark.de, oder über die App über die aktuell geltenden Auflagen zu informieren.

Der Öffnungszeiten-Kalender mitsamt der Möglichkeit zur Terminbuchung ist in Kürze freigeschaltet.

 

 

 

Du arbeitest gerne mit Digitalen Medien und wolltest schon immer mal wissen, wie du deinen eigenen Fernsehsender, nur mit einem Handy bespielen kannst? Du möchtest noch mehr aus deinen Fotos herausholen und Grundlagen in Photoshop erlernen?  Du wolltest immer mal deinen eigenen kleinen Kurzfilm produzieren? Dann melde dich jetzt an für das Jugend-Medien-Festival 2021 und lerne das und noch viel mehr.

Das Jugendmedienfestival, oder ehemals der Jugendpressefrühling sollte eigentlich, wie in den vergangenen Jahren, wieder in der JugendAkademie in Bad Segeberg stattfinden. Coronabedingt  musste die Präsenzveranstaltung abgesagt werden und findet deshalb vom 13. bis 16. Mai 2021 online statt.

Das Event beginnt am 13 Mai um 14:00 Uhr an und endet am 16 Mai um 15:00 Uhr.

In einer Redaktion kannst du dich im Medium deiner Wahl ausprobieren. Das erfahrene Team der Jugendpresse vermittelt das notwendige Know-how in Workshops. Gäste aus Medien, Kultur und Zivilgesellschaft stehen dir zum Interview zur Verfügung. Die Teilnahme kostet 9 Euro für Mitglieder der Jugendpresse und JuLeiCa-Inhaber:innen. Alle anderen zahlen 15 Euro .

Du kannst inhaltlich zwischen drei Programmtypen wählen:

  • Redaktionworkshops
  • Interdisziplinäre Workshops
  • Interviews mit interessanten Gästen aus Medien, Kultur und Politik

Die möglichen Redaktionen, in die du eintreten kannst sind: Foto, Online, Mobile TV, Hörspiel, Film und Newsroom. Jede Redaktion bzw. jeder Workshop ist in drei Teile geteilt.

Direkt zur Anmeldung geht es hier: www.jm-festival.de/

Die Redaktionen im Einzelnen

Foto: Noemi Boehnke

Foto: Beginnt am 13. Mai um 15:00 auf Stage 1. In diesem Workshop lernst du, wie du mit der Kamera umgehst und wie du durch Perspektive, Bildaufteilung und Lichtführung dein Bild gestalten kannst. Dir werden  die Grundlagen der Belichtung erklärt und gezeigt, was hinter den Begriffen ISO, Blende und Belichtungszeit steckt. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern schaust du dir an, wie sich ein Bild und seine Wirkung ändert, wenn man mit verschiedenen Blickwinkeln arbeitet und das Motiv unterschiedlich in Szene setzt.

Online: Beginnt am 13. Mai um 16:00 Uhr auf Stage 1, Social Media ist aus der Welt der Medien nicht mehr wegzudenken und die Aufmerksamkeit der Nutzer und Nutzerinnen ist hart umkämpft. Umso wichtiger ist es, die Grundlagen der Netzwerke zu verstehen. In diesem Workshop lernst du, wie Accounts erfolgreich aufgebaut werden und wie du deine Inhalte richtig vermitteln kannst.

Mobile TV: Beginnt am 13. Mai um 15.00 Uhr auf Stage 2, Der Fernsehsender in der Hosentasche! Du lernst, was es mit Mobile Reporting auf sich hat und wie du mit dem Smartphone eigene, gelungene Aufnahmen erstellst.

Hörspiel: Beginnt am 14. Mai um 10:00 Uhr auf Stage 1 Dir wird mithilfe der kostenlosen Audioschnittsoftware “Audacity” gezeigt, wie du aus gesammelten Geräuschen und eingesprochenem Text ein fertiges Hörspiel oder ein Radiobeitrag erstellst.

Film: Beginnt am 14 Mai um 14:00 Uhr auf Stage 2, Was macht eine gute Idee aus und wie komme ich zu einem guten Drehbuch?
In diesem Workshop, werden dir dramaturgische Tools an die Hand gegeben, die dir dabei helfen, deine Geschichten zu erzählen.

Newsroom: Beginnt am 15. Mai un 11:45 Uhr auf Stage 2, Du möchtest einen Artikel schreiben, aber weißt nicht, wo du anfangen sollst? Dieser Workshop hilft dir beim Ideen finden und erklärt, worauf du bei der Recherche achten musst. Das Ziel: verlässliche Informationen zwischen zahlreichen Fake News und alternativen Fakten finden.

Interdisziplinären Workshops

Zusätzlich zu den Redaktions-Workshops kannst du auch noch aus 5 interdisziplinären Workshops wählen. Diese Art von Workshop findet nur einmal statt. Dieinterdisziplinären Workshops sind:

  • Journalismus und die Tech-Giganten: Wie abhängig machen wir uns von Google, Facebook, TikTok und Co.?”; Beginn 14. Mai 11:45 auf Stage 1
  • Layout: Beginn 14. Mai um 11:45 auf Stage 2
  • Eventorganisation: Beginn 15.Mai um 10:00 Uhr auf Stage 1
  • “Sprechtraining: Moderationskoffer für die Praxis”; Beginn 15.Mai um 11:45 auf Stage 1
  • “Tatort soziale Netzwerke: Verschwörung-Mythen und Fake-News im Internet”; Beginn 15.Mai 10:00 Uhr auf Stage 2

Spannende Interviews sind ebenfalls mit dabei.

Auch einige Journalisten, Kulturschaffende und Politiker haben ihr Kommen zugesagt. Sie werden jeweils ein Interview auf einer der zwei Bühnen geben. Mit dabei sind:

  • Der Radiomoderator und Sportjournalist, sowie Leiter für Zentrale Programmaufgeben im NDR-Landesfunkhaus Schleswig-Holstein, Andreas Schmidt
  • Der Musiker Julian Pförtner
  • Der Satiriker, Journalist und Mitbegründer der Partei “DIE PARTEI”, Martin Sonneborn
  • Die Hörspielsprecherin und die Stimme von Bibi Blocksberg, Susanna Bonaséwicz
  • Die deutsche Indie-Folkband Fīn Dawson

Hier kannst du dich anmelden

Auf der Website www.jm-festival.de/ findest du noch einmal alle Infos, sowie ein ausführliches Programmm. Auf dieser Website  kannst du dich für das ganze Festival inklusive der Workshops und Interviews anmelden. Falls du dich nur für die Interviews interessierst kannst du dich hier anmelden. Das Ticket allein für die Interviews kostet 3€ für Mitglieder der Jugendpresse und JuLeiCa-Inhaberinnen und Inhaber und 5€ für alle anderen. Das Ticket für die Interviews ist nur vom 14.5 14:00 bis einschließlich 15.5 18:00 Uhr gültig.

Hauptveranstalter des Jugendmedienfestivals ist die Junge Presse Pinneberg.

 

Das vergangene Jahr war für viele Jugendliche ein Jahr des Wartens und der Langeweile, verlorene Lebenszeit; bei Vielen von Dauereinsatz digitaler Medien geprägt, wie die jüngste JIM-Studie deutlich macht. Das Homeschooling klappte nur teilweise; es wurden viel mehr Computerspiele gespielt und TV geguckt; WhatsAPP ist weiterhin das wichtigste Kommunikationstool, etc. Welches die beliebtesten PC-Spiele sind fand die Studie auch heraus; ebenso, was Kinder und Jugendliche besonders doof fanden.

Die JIM-Studie wird jedes Jahr vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (kurz mpfs) in Zusammenarbeit mit dem Südwest Rundfunk (SWR) erstellt. 2020 hat die Studie die Mediennutzungszeit, den Medienbesitz sowie den Medienumgang beleuchtet. Erstmals wurde auch der Medieneinsatz in der Schule bzw. für die Schule näher beleuchtet. Für die repräsentative Studie wurden in der Zeit vom 8. Juni bis 20. Juli 2020 1.200 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren telefonisch und Online befragt.

Hinweis der Redaktion: Die Studie zeigt nur die Werte des 1. Halbjahres. Im Laufe des Jahres dürften sich die Zahlen nochmal deutlich verändert haben!


Tägliche Internet-Nutzungszeit stiegt auf 258 Minuten (4,3 Stunden)

Die tägliche Nutzungsdauer ist 2020 um rund 26 Prozent gestiegen. Haben 2019 Jugendliche ihre tägliche Onlinenutzung noch durchschnittlich mit 205 Minuten eingeschätzt, sind es 2020 im Schnitt 258 Minuten, die die Jugendlichen online verbringen. Zur Internetnutzung wie Recherche, etc für Schule und “Surfen” in der Freizeit gehören auch Bewegtbildnutzung, sowie die Nutzung von Streams von Videos, Filmen und Serien.

Das Fernsehen erlebte auch einen Zuwachs!

Erstaunlicherweise erlebte das Fernsehen wieder einen kleinen  Zuwachs bei den Jugendlichen. 2020 steigt die werktägliche Nutzungszeit des Fernsehers erstmals wieder auf durchschnittlich über 2 Stunden.

Betrachtet man die verschiedenen Ausspielwege für Fernsehinhalte zeigt sich, dass 45 Prozent der Jugendlichen regelmäßig (mindestens mehrmals pro Woche) das klassische lineare Fernsehen nutzen – also Fernsehinhalte zum Zeitpunkt ihrer Ausstrahlung am Fernsehgerät. Jeder fünfte schaut sich regelmäßig Fernsehsendungen in den Mediatheken der Fernsehsender an.

Computerspiele erfreuen sich großer Beliebtheit!

2020 ist die durchschnittliche Nutzungsdauer von digitalen Spielen von 40 auf 120 Minuten gestiegen. Wobei Jungen mit 159 Minuten fast doppelt so lang spielen wie Mädchen, mit 81 Minuten.

Bei der Frage nach den digitalen Lieblingsspielen (bis zu drei Nennungen waren möglich), liegt „Minecraft“ auf dem ersten Platz, „Fortnite“ auf dem Zweiten, gefolgt von „FIFA”. „Call of Duty“ und „GTA – Grand Theft Auto“ liegen auf dem vierten Platz, weitere siehe Grafik.


Trotz Datenschutz-Bedenken: “WhatsApp” weiterhin wichtigste App

“WhatsApp” blieb immer noch die wichtigste App auf den Handys von Jugendlichen und auch weiterhin der wichtigste Kommunikationsweg:

  • Für 85% der Mädchen und 78% der Jungen ist “WhatsApp” die wichtigste App auf dem Smartphone.
  • 94% der Jugendlichen nutzen “WhatsApp” mindestens mehrmals in der Woche. 87% haben eine WhatsApp-Gruppe mit der Schulklasse.
  • 72% nutzen Instagram zur Kommunikation.

Lernen in Coronazeiten:

Nur 13 % aller Jugendlichen sagen, dass der Onlineunterricht sehr gut klappt

Wie Eingangs schon erwähnt wurde das Thema Corona, nachdem es in einer zusätzlichen JIM-Studie beleuchtet wurden, auch in die Jahresstudie mit aufgenommen. Und die Schulen bekommen nicht viele Bestnoten von den Jugendlichen…

  • So sagen grade einmal 13%, dass der Online-Untericht “Sehr gut” (Note 1) klappt,
  • allerdings ist der Anteil derer die sagen, der Onlineunterricht klappt gut, was in der Studie mit einer 2 dargestellt wurde, mit 33% doch schon recht gut.
  • 30% vergeben eine 3,
  • 12% vergeben eine 4,
  • 4% finden, dass beim Onlineunterricht noch einiges nachzuholen ist(Note 5)
  • und 2% sagen, der Unterricht klappt gar nicht (Note 6).
  • Bei nur 4% findet gar kein Onlineunterricht statt,
  • 2% wissen es nicht und machen dazu keine Angabe.

 

 

 

 

Der größte Teil der Befragten lernt im Hybridunterricht

Der größte Teil der Befragten lernt teilweise in der Schule und zeitweise zuhause. Das sind in Zahlen 69%.

  • 16% lernen ausschließlich zuhause,
  • 12% gehen jeden Tag wie gewohnt zur Schule
  • und 3% machen dazu keine Angabe.

Die Schulclouds halten immer größeren Einzug in die Schulen.

  • 55% der Schüler geben an, ihre Schule habe eine eigene Schulcloud und sie würden diese fürs Lernen nutzen.
  • 57% sagen sie bekämen die Aufgaben, das Material und die Ergebnisse per E-Mail zugeschickt.
  • 31% lernen in der Schule bzw. zuhause mit Schulbüchern.
  • 27 lernen über Videokonferenzen,
  • 15% über Chats und bei
  • 13% werden die Aufgaben, das Material und die Ergebnisse per “WhatsApp” verschickt.

Häufig fehlt die Motivation zum Lernen!

Auch Schwierigkeiten beim Lernen wurden in der aktuellen Studie beachtet.

  • 59% können sich schlecht zum Lernen motivieren.
  • 36% empfinden es als schwierig, die Übersicht über die verschiedenen Lernplattformen zu behalten.
  • 16% sagen sie hätten eine schlechte Internetverbindung. 12% finden keinen ruhigen Ort um ungestört lernen zu können
  • 9% geben an sie hätten Schwierigkeiten im Umgang mit der Technik gehabt.
  • Und 6% sagen sie hätten nicht genügend technische Geräte, um zu lernen, oder ihre Hausaufgaben machen zu können.

Den meisten fehlt der persönliche Kontakt zu Freunden am meisten in Coronazeiten

“Der Mensch braucht soziale Kontakte, um sich wohl zu fühlen und vor allem braucht er Menschen mit denen er sich gut versteht.” Das ist ein Satz dem wahrscheinlich viele so oder in abgewandelter Form zustimmen würden.

Dass wir uns momentan nicht persönlich mit Freunden treffen können, oder nur mit einer Person zur Zeit (und am besten auch in naher Zukunft immer nur mit der gleichen Person, um die Infektionszahlen besser nachverfolgen zu können), nervt viele. Und nicht nur Erwachsenen geht das so. Auch Kinder und Jugendliche haben mit diesem Umstand zu kämpfen. Und das merkt man auch, wenn man sich die Zahlen der Studie anschaut:

  • 37% stimmten der Aussage, es sei schwer sich nicht wie gewohnt mit seinen Freunden treffen zu können, voll und ganz zu, 31% stimmten der Aussage weitgehend zu.
  • Auch die Feste, Partys und Veranstaltungen, fehlen vielen Jugendlichen: 33% stimmten hier voll und ganz zu, 28% weitgehend.
  • Sport im Verein oder mit Anderen fehlen 31% voll und ganz und 24% weitgehend.

Dass vielen Jugendlichen die Gesundheit der Familie und der Freunde am Herzen liegt, sieht man daran, dass

  • 30% der Aussage “Ich mache mir Sorgen um die Gesundheit meiner Familie bzw. meinen Freunden” voll und ganz zustimmen.
  • 34% machen sich weitgehend Sorgen um ihre Familien und Freunde.

Weiterhin kam der bei der Studie heraus:

  • 29% stimmten weitgehend der Aussage zu, oft gelangweilt zu sein. (24% stimmten hier voll und ganz zu)
  • Den Anschluss in der Schule zu verpassen ist für viele weniger ein Problem 33% sagten das. 14% stimmten hier voll und ganz zu und 23% weitgehend.
  • Die Sorgen um die persönliche Zukunft sind nicht sehr weitverbreitet. Nur 13% machen sich sich große Sorgen, der Großteil aber sagt er habe weniger Sorgen um seine Zukunft.
  • 11% hatten Probleme mit dem Unterricht und beim Lernen. Die Mehrheit (35%) hatten mit dem Lernen weniger Probleme, 32% hatten überhaupt keine Probleme.
  • 30% machen sich wegen der Gesundheit von Familie und Freunden ernsthafte Sorgen; die eigene Gesundheit sehen sie aber als nicht besonders gefährdet. 10% stimmten voll und ganz zu während sich 40% weniger Sorgen um die eigene Gesundheit machen.

 

 

Mit einem Blick auf diese Karten (links für Klasse 1-6, rechts für Klasse 7-13), kann erkan(nt) werden, in welchem Kreis welcher Unterricht stattfindet – entweder in der Schule in Präsenz, per Wechselunterricht oder in Distanz per Homeschooling. Das gilt ab 15. März 2021 ! Details erfährst Du von Deiner Schule.

Quelle: Bildungsministerium SH ergänzt von erKant.de durch Kreisnamen


Am 5. Februar fand eine Videokonferenz mit Eka von Kalben (Bündnis 90/Die Grünen) statt – als Doppel-Interview! Zuvor war der erKant-Artikel über Homeschooling und die Lage von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie aufgefallen – auf Twitter und in Kiel, genauer: im Büro der Landtagsabgeordneten. Kontakt wurde aufgenommen, das Interview geplant und dann digital durchgeführt – siehe unten; dort sind zwei Video-Mitschnitte zu sehen.

Das Fazit am Ende lautet sinngemäß: “Durch die Lockdowns mit Schulschließungen haben sich alle irgendwie an das Herumsitzen am PC im eigenen Zimmer gewöhnt und irgendwie ihre Träume verloren. Das normale Leben von Jugendlichen mit Unterwegs sein, Party machen, Freunde treffen, Sport machen, etc findet nicht statt und ist schon fast vergessen worden.”

Im 1. Teil des Interviews wollte Eka von den Redaktionsmitgliedern z.B. hören: Welche Erfahrungen habt Ihr Jugendlichen im letzten Jahr in der Schule gemacht? (Wie) Funktioniert der digitale Unterricht? Kommen alle mit? Gibt es Sorgen um Prüfungen? Um Ausbildung? Wie ist die Situation in den Familien? Welche psychischen Belastungen gibt es? Im eigenen Umfeld? Und: Was sind Wünsche an die Politik?

Im 2. Teil des Interviews stellten die Redakteure von erKant die Fragen, zum Beispiel:  Was machen Sie als Landtags-Abgeordnete? Was sind die Aufgaben? Haben Sie Kinder? Wenn ja, wie lief es bei denen mit dem Distanz-Unterricht? Wenn nein, was haben Sie beobachtet? Wen würden Sie lieber als Bundeskanzler-Kandidat sehen? Robert Habeck oder Annalena Baerbock? Und warum? Sowie: Wie sehr haben die Corona-Maßnahmen der nachhaltigen Entwicklung geschadet?


Hier sind die beiden – gekürzten – Videos, beginnend mit dem 2. Interview (kürzer):


Organisation:

  • Milena Vanini, Regionalbüro Eka von Kalben, MdL
  • Susanne Braun-Speck, Coach von erKant.de sowie Sii-Kids & Talents e.V. mit Media4Teens & Schools

Schnitt:

  • Ton: Dominik von erKant
  • Video: Milena