Am 5. Februar fand eine Videokonferenz mit Eka von Kalben (Bündnis 90/Die Grünen) statt – als Doppel-Interview! Zuvor war der erKant-Artikel über Homeschooling und die Lage von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie aufgefallen – auf Twitter und in Kiel, genauer: im Büro der Landtagsabgeordneten. Kontakt wurde aufgenommen, das Interview geplant und dann digital durchgeführt – siehe unten; dort sind zwei Video-Mitschnitte zu sehen.

Das Fazit am Ende lautet sinngemäß: “Durch die Lockdowns mit Schulschließungen haben sich alle irgendwie an das Herumsitzen am PC im eigenen Zimmer gewöhnt und irgendwie ihre Träume verloren. Das normale Leben von Jugendlichen mit Unterwegs sein, Party machen, Freunde treffen, Sport machen, etc findet nicht statt und ist schon fast vergessen worden.”

Im 1. Teil des Interviews wollte Eka von den Redaktionsmitgliedern z.B. hören: Welche Erfahrungen habt Ihr Jugendlichen im letzten Jahr in der Schule gemacht? (Wie) Funktioniert der digitale Unterricht? Kommen alle mit? Gibt es Sorgen um Prüfungen? Um Ausbildung? Wie ist die Situation in den Familien? Welche psychischen Belastungen gibt es? Im eigenen Umfeld? Und: Was sind Wünsche an die Politik?

Im 2. Teil des Interviews stellten die Redakteure von erKant die Fragen, zum Beispiel:  Was machen Sie als Landtags-Abgeordnete? Was sind die Aufgaben? Haben Sie Kinder? Wenn ja, wie lief es bei denen mit dem Distanz-Unterricht? Wenn nein, was haben Sie beobachtet? Wen würden Sie lieber als Bundeskanzler-Kandidat sehen? Robert Habeck oder Annalena Baerbock? Und warum? Sowie: Wie sehr haben die Corona-Maßnahmen der nachhaltigen Entwicklung geschadet?


Hier sind die beiden – gekürzten – Videos, beginnend mit dem 2. Interview (kürzer):


Organisation:

  • Milena Vanini, Regionalbüro Eka von Kalben, MdL
  • Susanne Braun-Speck, Coach von erKant.de sowie Sii-Kids & Talents e.V. mit Media4Teens & Schools

Schnitt:

  • Ton: Dominik von erKant
  • Video: Milena

Vorab eine Triggerwarnung: dieser Artikel spricht über sensible Themen.

Die Jugendpsychiatrie – ein Ort des Grauens oder für lang ersehnte Hilfe? Es gibt Tages- und Fachkliniken sowie geschlossene Psychiatrien. Wer weiß schon, wie es dort ist? Gibt es viele Regeln, kein Handy, keinen Körperkontakt, Einzelzimmer und Videoüberwachung? Wie ist es wirklich, in einer Klinik zu sein?

Wir wollten mal von echten Erfahrungen hören und haben ein Interview mit der 16-jährigen Gara aus NRW gemacht. Sie ist mit Reinfeldern befreundet. Gara war in einer Tages- und einer Entzugsklinik und besuchte zudem einige Zeit eine geschlossene Psychiatrie. Mit so jungen Jahren hat sie schon viel durchgemacht …

Wie kommt ein Patient in eine Klinik? Muss er sich dafür anmelden?

Wenn man bei einem Therapeuten oder ähnlichen ist, bekommt man eine Überweisung für eine Klinik, wenn der Therapeut dies für nötig hält. Die Überweisung gibt man dann in der “Wunsch”-Klinik ab und bespricht mit einem verantwortlichen Therapeuten, ob die Klinik geeignet ist.

Als Erstes warst du in der TAGESklinik. Wie lange warst du da, und wie war der Alltag dort?

Ich war drei Monate da, jeden Wochentag gab es einen anderen Ablauf. Montags habe ich mit den anderen Jugendlichen zusammen Sport gemacht. Dienstag war Ausflugtag. Da waren wir zum Beispiel mal im Kletterpark. Da sind wir mit dem Fahrrad hingefahren, haben Etwas gegessen und sind natürlich auch zurückgefahren! Mittwoch hatten wir Gruppentherapie. Donnerstags waren wir gemeinsam einkaufen und Freitags wurde gekocht!

Hattest du in der Zeit Schule? Wenn ja, wie wurde das geregelt?

Nein, ich hatte keine Schule. Für die Zeit wurde ich freigestellt, leider habe ich dadurch viel Unterricht verpasst.

Hat dir die Tagesklinik etwas gebracht?

JA! Mit anderen etwas zu unternehmen und abgelenkt zu sein, tat mir gut.


Zimmer für die Jugendlichen gibt es in der Tagesklinik nicht. Dafür aber viele Gruppen- und Einzeltherapie-Räume. Die Jugendlichen kommen morgens da hin, verbringen den Tag dort bei verschiedenen therapeutischen Angeboten. Abends, am Wochenende und an Feiertagen sind sie Zuhause. Wichtige Bezugspersonen kommen manchmal zu Besprechungen mit.


Wie war es in der geschlossenen Klinik? Wie lange warst du da?

Mein längster Aufenthalt war 2 Wochen lang. Um 7 Uhr mussten wir Aufstehen, bis 8 Uhr geduscht sein und die Betten gemacht haben. Danach gab es Ergotherapie, Schule, Kunsttherapie und so. Montags war Visite, da wurde besprochen, wie es dem Patienten geht, und ob ein Behandlungsende in Sicht ist.

Stimmen die Gerüchte, dass es dort Kameras gibt?

Nein. Zumindest dort wo ich war, gab es keine. Wir hatten durchaus unsere Privatsphäre.

Hat dir der Aufenthalt dort etwas gebracht?

Als ich da war, ging es mir besser. Aber wenn ich dann entlassen wurde, wurde es wieder schlimmer.


Die geschlossene Klinik ist für Jugendliche mit tiefen psychischen Problemen, bei denen eine “normale” Therapie nicht reicht. Insbesondere dann, wenn der Patient nicht mehr garantieren kann, sich nicht das Leben zu nehmen. Die Jugendlichen bleiben dort Tag und Nacht und bekommen eine intensive Betreuung.


Wie kam es dazu, dass du in eine Suchtklinik gekommen bist?

Ich wollte von der geschlossenen Klinik in eine andere Klinik wechseln und hatte sogar schon eine gefunden. Dann jedoch erwähnte ich beim letzten Gespräch in der alten Klinik, dass ich Drogen nehme. Deshalb konnte ich nicht mehr in die Klinik bleiben. Darüber habe mich mich gefreut, weil ich da ja eh raus wollte. Ich kam dann auf die Warteliste einer Suchtklinik – nach einer Woche war ich schon drin!

Wie lange warst du da? Und wie war der Alltag dort?

Um 7 Uhr musste ich Aufstehen, um 8 gab es Frühstück. Danach durften alle zusammen eine rauchen gehen. Freizeit, Rauchen. Mittagessen, Medikamente, Rauchen.  Film schauen. Abendessen, Rauchen. Um 22 Uhr mussten alle ins Bett. Nach fünf Tagen habe ich das abgebrochen!

Rauchen ist doch voll ungesund … Ihr durftet das?

Ja. Das konnten unsere Eltern entscheiden. Da wir ja schon auf Entzug von “harten” Drogen waren, wollten die uns nicht auch noch das Rauchen nehmen … Monatlich haben unsere Eltern Geld in die Klinik gebracht, wovon die Zigaretten finanziert wurden. Die Marke konnten wir uns nicht aussuchen.

Wie fühlt sich ein Entzug an?

Schrecklich. Man kriegt Tabletten (wenn die Eltern die Erlaubnis geben), die einen beruhigen. Bei mir war es so, dass ich mir einen Tag BEVOR ich eingewiesen wurde, was “geschmissen” habe. Wenn man sich was schmeißt, trocknet der Körper aus, heißt, man muss genug trinken, was ich aber nicht gemacht habe. Mein Kreislauf ist komplett zusammengebrochen, ich bin fast umgekippt, weswegen ich auch nur in meinem Bett lag. Die Betreuer meinten dann, ich soll was trinken, sonst muss ich auf die Intensivstation. Ich habe versucht, mehr zu trinken und dann ging es auch.

Hat der Aufenthalt etwas gebracht?

Mir hat der nichts gebracht, deshalb habe ja nach 5 Tagen abgebrochen.

So schnell abgebrochen? Warum das?

Ich fühlte mich einfach unwohl dort und hatte 4 Wochen lang Kontaktsperre angeordnet bekommen. Mir wurde mein Handy und jeder Kontakt zur Außenwelt genommmen. Nur Briefe durfte ich schreiben. Nicht zu wissen, was meine Familie und Freunde machen und wie es ihnen geht, hat mir nicht gut getan.


Entzugskliniken tun, was der Name schon sagt. Sie helfen beim Entzug. Dabei werden radikal  alle Suchtmittel entfernt und verboten. So soll von dem Mittel abgelenkt und die Sucht bewältigt werden. Gehen können die Patienten, wann sie wollen. Zurück kann man dann aber schwer!


Wieso warst du in all diesen Kliniken?

In der Tagesklinik war ich, weil meine Therapeutin das für richtig erachtet hat. Sie hat bei den Gesprächen gemerkt, dass ich sehr viele ernste Probleme habe. In der Entzugsklinik war ich eben wegen den Drogen. An die bin ich durch Freunde gekommen. In der Geschlossenen war ich, weil ich viele Selbstmordversuche begangen habe. Ich habe mich schlimm selbstverletzt, tief geschnitten … Und Tabletten in Überdosis habe ich auch genommen.

Was ist passiert? Wieso hast du dich verletzt?

Wegen meiner Eltern und den Familienproblemen; wegen zu viel Stress mit Freunden, dem Tod von 2 Freunden von mir, Selbsthass, das Gefühl nicht genug zu sein etc.. – das sind alles Gründe dafür. Mehr möchte ich nicht erzählen.

Hast du dich als Patient und wie in einer Klinik gefühlt, oder eher wie in einem Jugendheim?

Ich habe mich überall wie ein Patient gefühlt. Ausser in der Tagesklinik. Da habe ich mich echt wohl gefühlt, weil ich dort einfach ich selber sein konnte!

Schlussendlich hast Du das Gefühl, dass Dir die Tagesklinik am ehesten geholfen hat? Ja.


Dir geht es auch nicht gut? Du brauchst jemanden zum Reden?


Es gibt viele mögliche Gründe für seelisches Leid von Jugendlichen.

Hier kannst du einen Artikel über Transidentität/Transgender, einen über Depressionen bei Jugendlichen und über Mobbing lesen. Andere ähnliche Artikel findest du auf der erKant-Themenseite >Kopf & Herz oder: Psychologie & Soziales

Eins der großen Eingangstore wurde geöffnet und der Blick auf das Amphitheater am Kalkberg in Segeberg möglich – ruhig und einsam wirkte es. Nichts los? Noch nicht. Noch saßen Schauspieler und Statisten hinter der Bühne und bereiteten sich auf den Beginn des Theaterstücks vor.

Am 9.8. war die erKant-Redaktion bei den Karl-May-Spielen und traf GZSZ-Star Raúl Richter. Die Pressesprecherin führte das Team durch eins der Tore, wo es von 4 Hühnern und zwei Pferden begrüßt wurde, und dann durch ein verzweigtes, stufenreiches Tunnelsystem bis zur Kantine, der Maske und dem Pferdeplatz hinter der Theaterkulisse. Sie schauten durch Sehschlitze zur Tribüne, liefen an Schauspielen und Komparsen vorbei, fühlten sich, als wären sie im Berg.


Umringt von Indianern, Cowboys und Butter-Geruch aus der Kantine wurde hier ein Kindheitswunsch erfüllt: einmal hinter die Kulissen von Winnetous Abendteuern schauen.

Nach ein paar Fotos vor indianischen Waffen setzen sie sich in die Ruhezone für die Statisten und warteten auf den GZSZ-Star. Er schrieb zunächst per WhatsApp: “Wir haben Probleme am Bahnhof. Stau.” In der Wartezeit konnten sie sich umsehen; überall waren Indianer und Cowboys mit Kostümen, Waffen und Tiere. Raúl kam doch noch pünktlich und Minoka führte das Interview mit ihm. Hier ein Ausschnitt davon als Video:


Raúl Richter spielt aktuell bei den Karl-May-Spielen eine Hauptrolle

Foto: Karl-May-Spiele Bad Segeberg

Der 32-jährige Berliner ist in dem Stück Martin Baumann – der Sohn des Bärenjäger.

Anfangs wirkt er in seiner Rolle sehr jungenhaft und etwas unreif. Das ändert sich, als sich der “Sohn des Bärenjägers” in die neu angereiste Schönheit “Tiffany” (Topmodel Larissa Marolt) verliebt. Sein Vater gerät in Gefangenschaft und er muss ein Stück weit mehr erwachsen werden – dabei zeigt er Rückgrat und stellt sich mutig den Feinden! Nebenbei bändelt er mit Tiffany an – Knutschszenen gab es auch … Der Sohn des Bärenjägers (Raùl als Martin) ist der Sympathieträger des Theaterstücks, der die Herzen im Sturm erobert! Raúls Social Media Profile: FacbookInstagram

Winnetou wird in dieser Saison übrigens von DSDS-Star Alexander Klaws gespielt.

Bisher war Raùl in Filmen und TV-Serien zu sehen. Diesen Sommer spielt er erstmalig Theater auf einer Freilichtbühne.

Von 2007 bis 2014 stand Raúl in 1.755 Folgen als Dominik Gundlach in der RTL-Soap „Gute Zeiten – schlechte Zeiten“ vor der Kamera. 2011 erhielt er dafür den „German Soap Award“ als bester Darsteller einer Daily Soap.  Er verließ die Serie auf eigenen Wunsch.  Raúl Richter machte 2010 „Let’s Dance“ mit; moderierte 2013 die zehnte Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“; gehört zum Cast der YouTube-Serie „Offscreen“ und ist in der Webserie „Singles’ Diaries“ zu sehen.


“Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers” – die Story:

Foto: Karl-May-Spiele Bad Segeberg

Mitten in den Jagdgründen der Indianer liegt die Farm des Bärenjägers. Er ist ein Freund aller Roten – doch der Häuptling der Sioux-Ogellallah ( der “Schwere Mokassin”), schwingt unbarmherzig den Tomahawk des Krieges gegen alle Bleichgesichter.

Mit fiesen Tricks und Hinterlist überzeugt er selbst die friedlichen Schoschonen und geht gegen die weißen Siedler vor.  Als der Bärenjäger in den Rocky Mountains in die Hände der Sioux-Ogellallah fällt, scheint sein Schicksal besiegelt. Auch Tiffany O’Toole, eine junge Schauspielerin auf dem Weg zur Ostküste, gerät in tödliche Gefahr. Die Krieger ziehen hinauf in die Berge, wo in einer mystischen Welt über den Wolken eine sagenumwobene Stadt liegen soll: das vergessene Reich eines verschwundenen Volkes.

Wer kommt und heftet sich an die Fährte der Entführer? Der legendäre Apachen-Häuptling Winnetou und sein weißer Blutsbruder Old Shatterhand. Martin Baumann, der Sohn des Bärenjägers begleitet sie …


Winnetou-Musik und Fotos von der Vorstellung:


Das Freilichttheater am Kalkberg Bad Segeberg in Zahlen:

  • Größe: 17.000 qm
  • Ausstellungsfläche für die Bühne: 400 qm
  • Podest für Mischpult im Block B: 50 qm
  • Nummerierte Sitzplätze: 7.793
  • Stehplätze: 3.767
  • Stellplätze: 3.088 PKW, 50 Busse
  • Verkaufsstände für Sponsoren
  • Ärztlicher Notdienst und Aufsicht
  • gleich neben dem Freilichttheater: Freiflächen und Blockhäuser im Indian Village

Link zur Website / Karten buchen: https://www.karl-may-spiele.de/

Hört sich flach an, ist sie aber nicht: Die neue deutsche Party-Komödie „Abikalypse“ im Stil von „Project X“ hat echt Tiefsinn – sie setzt sich auch mit den Schattenseiten der sozialen Online-Netzwerke auseinander. Die Hauptdarsteller feiern die Premiere ihres Films mit einer Tour durch Deutschland und waren beim Kinostart am 25.07. in Lübeck vor Ort!

Foto oben: erkant.de – Wir, die Redakteure von erKant.de, haben die Schauspieler im CineStar Filmpalast in der Stadthalle getroffen. Ein Interview-Mitschnitt steht als Video ganz unten auf dieser Seite; davor eine Audio-Aufnahme.

Eine Geschichte voller Botschaften über Beziehungen und soziale Medien.

Als die ABI-Party abgesagt wird, gibt es lange Gesichter. Und genau darin wittern die Freunde Musti, Hannah, Yannick und Tom – allesamt ziemliche Außenseiter – ihre große Chance: Sie versprechen, die heftigste Party des Jahres zu schmeißen und endlich allen zu zeigen, was in ihnen steckt!

Doch die Suche nach Anerkennung und Followern wirbelt die enge Freundschaft der vier gehörig durcheinander. Inmitten des Trubels erkennen Hannah und Tom zudem ihre wahren Gefühle füreinander. Die erste romantische Nacht zu zweit verkompliziert die Dinge nur noch mehr … Für die vier Freunde wird die Party ihres Lebens zur wichtigsten Prüfung ihrer Freundschaft!

Der Trailer zum Kinofilm:

“In ABIKALYPSE geht es um weit mehr, als eine Party! Es geht um echte Beziehungen versus Social-Media-Freundschaften; deren Wert bzw. Wertlosigkeit; es geht um Hatespeech sowie CyberMobbing und noch viel mehr! Ein höchst aktueller, zeitgemäßer Film und geeignet, um im Schulunterricht (Lehrerinfos) Probleme durch soziale Medien zu thematisieren!” ~ von Susanne (SuS)


Sympathische Stars mit Humor gaben Interviews & Autogramme, machten Selfies.

Die Stars (von links auf dem Foto oben) Reza Brojerdi, Lucas Reiber, Jerry Hoffmann und Lea van Acken, kamen nach dem Film in den Kinosaal und ließen sich vom Publikum Fragen stellen – siehe Video. Danach bat die Kino-Leiterin alle ins Foyer, wo die Besucher ein Selfie mit den Stars machen und Autogramme bekommen konnten. Das war spitze!

Frage des Tages von Reza Brojerdi an die erkant-Coachin: “WIEVIELE Kinder hast du denn?” “Ähm …”

Die Schauspieler mit Feedbacks einzelner erKant-Redakteure:

(in der Reihenfolge wie auf dem Hauptfoto oben)

Reza Brojerdi (36, auch bekannt aus „Schneeflöckchen“ u. „Das letzte Mahl“) spielt im Film den Abiturienten “Musti” mit reichem Vater, zu dem er eine schwierige Beziehung hat. Musti ist eine durchgeknallte Person, die offen auf alle zugeht, aber leider oft abblitzt und sich lächerlich macht. Es wirkt so, als wenn er nichts auf die Reihe bekommt, aber: Er ist ein Mensch, der für seine Freunde kämpft! Spontan will er die Abi-Party organisieren und zur Legende werden – obwohl er kaum Follower hat … Ob er es schafft und der Held der Geschichte wird? Guck den Film 🙂

“Die Rolle von Musti fand ich, als schauspielerische Herausforderung, besonders interessant! Eine spannende Stelle im Film war für mich, als das Feuerwerk im Auto explodierte, nachdem die Vier den Alkohol geklaut hatten. Eine andere Szene, die ich cool fand, war relativ weit am Anfang – die, als Musti im Body getanzt hat, um seine Prüfung absichtlich zu versauen. ~ von Minoka (MSB)

Lucas Reiber (25, bekannt aus “Fack Ju Göhte 2 und 3” und “Verrückt nach Fixi”) spielt die Rolle des “Tom”. Er ist im Film, genauso wie seine Freunde Musti, Hannah und Jannik, auch ein Außenseiter. Sein Grundproblem ist, dass er sich nie entscheiden kann – selbst nicht bei seinem Prüfungsthema und erst recht nicht, als er seine Gefühle für seine “beste Freundin” Hannah entdeckt – da ist er emotional total überfordert. Er hat regelrecht Angst vor einer Beziehung mit ihr, die möglicherweise so enden kann, wie die Ehe seiner Eltern … Deswegen weicht er einem klärenden Gespräch lange aus.

“Meine Lieblingsstelle war auch die mit dem Feuerwerk im Auto.”

Jerry Hoffman sagte zu der Szene später im Interview: „In der Szene ist wirklich Pyrotechnik ganz knapp neben dem Auto explodiert und die Schreie von mir waren nicht gespielt, sondern total echt. Ich hatte wirklich Angst.“

In der Fragerunde nach dem Film, berichteten die Darsteller, dass sie zur Rollenvorbereitung zusammen in den Heidepark gefahren waren, wo sie sich beim Improvisations-Theater kennenlernten – das fand ich es sehr interessant. Außerdem erzählte Jerry Hoffmann, dass sie in der Szene, in welcher sie auf dem Dach der Schule standen und ihre Party angeschaut haben, wirklich 25 Meter hoch über der Feier mit 300 Komparsen standen, und die Szene nicht mit einem “Greenscreen” gedreht wurde.   ~ von Tobias (ToN)

Jerry Hoffmann (25, auch bekannt aus „Amelie rennt“, “Shahada” und als Regisseur) spielt die Rolle von “Jannik”, der der einzige superschlaue Kopf im Film ist und schon mal glaubt, deswegen von Anderen ausgenutzt zu werden. Obwohl er ein Intelligenzbolzen ist, lässt er sich von der “Influencerin” Leonie (Lisa Marie Koroll) ganz schön verarschen und fällt immer wieder auf sie rein. Wegen ihr verändert er sich zum “Affen” und kündigt seiner Clique im Laufe des Films die Freundschaft – am Ende muss er der Wahrheit ins Gesicht sehen …

“Mir gefiel der Film gut! Doch am meisten habe ich mich darüber gefreut, dass ich Lea van Acken treffen konnte – von ihr bin ich ein totaler Fan!” ~ von Lilly (LNB)

Lea van Acken (20, bekannt aus “Das Tagebuch der Anne Frank”, “Bibbi und Tina” etc.) stellt im Film die Rolle Hannah dar. Hannah ist das Mädchen in der Clique und verliebt sich in ihren besten Freund Tom. Sie wirkt auf der einen Seite sehr schüchtern und in sich gekehrt, dadurch dass sie beispielsweise nicht ihr Hobby, das Zocken, gerne preisgibt und sich dort sogar als Jungen ausgibt. Andererseits macht sie einen starken Eindruck gegenüber Anderen… Besonders in der komplizierten Beziehung mit Tom steht sie für Ehrlichkeit und Freundlichkeit.

“Die schauspielerische Umsetzung ist den Schauspielern sehr gut gelungen. Besonders beeindruckend fand ich die Darstellung der inneren Gedanken, da diese nicht wie gewöhnlich einfach als “Voiceover” geschnitten wurden, sondern in eine Szene, die in einem schwarzen Raum spielte.” ~ von Mira (MML)

Im persönlichen Interview mit erKant.de gaben die Schauspieler preis, dass sie schauspielerische Vorbilder wie Morgan Freeman, Jessica Chastain, Denzel Washington, Louis Hofmann, Florian David Fitz u. v. m. haben. Dennoch sagten sie, würden sie auch immer selber etwas von sich in ihre Charaktere legen und teils auch neue Charakterzüge entwickeln.


Wie sie ihre Figuren finden, erfahrt ihr in der folgenden Aufnahme:


Mitschnitt vom Interview im Kinosaal:


Verleih:

Warner Bros. Pictures Germany

Rollen & Schauspieler:

  • MUSTI: Reza Brojerdi
  • HANNAH: Lea van Acken
  • TOM: Lucas Reiber
  • JANNIK: Jerry Hoffmann
  • LEONIE: Lisa Marie Koroll
  • Weitere Rollen: Mehmet Kurtulus, Leon Blaschke, Oliver Korritke u.v.m.

Crew:

  • Regie: Adolfo Kolmerer
  • Drehbuch: Tim Gondi
  • Kamera: Konstantin Freyer

Lehrer-Infos:

Mit tiefen Texten und eingehenden Melodien will der Rapper “DEZENT” aus Kiel eine Karriere als Musiker machen. Hier ist er im Interview mit erKant-Redakteur Marvin Ladwig:

Zu seinem YouTube Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCUnSLICn2_dq5oXuxyvb1KQ

Der Hauptsitz der Firma Dräger ist in Lübeck, nur wenige Kilometer von Reinfeld (erKant-Standort) entfernt. Wie ihr an einen Ausbildungs- bzw. einen Studienplatz bei diesem Arbeitgeber kommt, und für wie wichtig Dräger digitale Bildung hält, haben wir die HR Managerin  für Berufsausbildung gefragt.

Die Drägerwerk AG & Co. KGaA ist führendes Unternehmen im Bereich Medizin- und Sicherheitstechnik, ihre Geräte werden in Krankenhäusern und Feuerwehren in über 190 Ländern der Welt verwendet. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen mehr als 13.000 Mitarbeiter weltweit. In mehr als 50 Ländern betreibt das Unternehmen Vertriebs- und Servicegesellschaften. In Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Tschechien, Südafrika, in den USA, Chile und in China hat Dräger außerdem noch eigene Entwicklungs-und Produktionsstätten.

Für wie wichtig halten Sie es, dass Jugendliche bereits in der Schule lernen, mit digitalen Medien zu arbeiten und warum?

“Digitale Medien sind aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Grund halte ich es für sehr wichtig, den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien schon sehr früh zu vermitteln, und zu erlernen. In diesem Zusammenhang sollten Schule und Eltern zusammenarbeiten, da digitale Medien uns viele neue Möglichkeiten eröffnen, jedoch auch Gefahren entstehen können.”

Was für Voraussetzungen muss ein Azubi mitbringen, um bei Dräger angenommen zu werden?

“Wir wünschen uns Bewerber, die gerne im Team arbeiten und Spaß am Lernen haben. Desweiteren gibt es je nach Beruf Einstellungsvoraussetzungen wie zum Beispiel bestimmte Schulabschlüsse. Diese kann man auf unserer Homepage: www.draeger.com/azubi einsehen.”

Was erwartet einen Azubi bei ihnen?

“Neben der normalen Berufsausbildung bieten wir viele Weiterbildungsmöglichkeiten schon während der Ausbildung. So fahren wir mit unseren Azubis ins Sauerland, wo wir in der Natur unsere eigenen Grenzen finden oder im Integrationskurs mit über 80 anderen Azubis Kommunikationstechniken erlernen. Wer einen ersten Einblick in die Ausbildung gewinnen möchte, kann gerne am 22.6.2019 in der Zeit von 9.00-17.00 Uhr bei uns vorbeikommen, hier findet der „Tag der offenen Werkstatt” statt. Beim Tag der offenen Werkstatt kann man unter anderem auch sehen, wie wir digitale Medien nutzen.”

“Wem das zu lange dauert, auf Instagram unter draeger.ausbildung posten unsere Azubis regelmäßig von ihrer Arbeit, schaut doch mal rein!”

 

Alle möglichen Ausbildungsberufe bei Dräger findet ihr hier.

Mehr Informationen über Dräger im Unternehmensfilm, im Dräger Youtubekanal und auf draeger.com

Beitragsbild: Offizielles Pressematerial ®Drägerwerk AG & Co. KGaA

Tablet-Klassen, Lernplattformen, VR, Digitalpakt, etc – all diese Begriffe haben mit digitaler Bildung zu tun und sind auf unserer Sonderseite “digitale Medien & Schule” in den letzten Monaten thematisiert worden. Die Digitalisierung soll unsere Arbeit vereinfachen und beschleunigen. Somit wird sie zu einer Kernkompetenz, welche in Bildungsstätten, wie Kindergärten, Schulen, Ausbildungsbetrieben und Universitäten, gelehrt werden soll. Doch wie wichtig ist digitale Bildung tatsächlich?

Die Redakteure von Links: MarWin, Tobias, MarVin, Mira & Minoka (Foto: Coach Susanne)

Die erkant-Redakteure haben verschiedene Personengruppen (Politiker, Unternehmer, Schüler, etc) “auf Augenhöhe” interviewt, und ihre Antworten hier für euch festgehalten. Nachträglich hinzugefügt wurde das Positionspapier “Digitalisierung” der Landesarbeitsgemeinschaft der SuS in SH – siehe ganz unten.

Kernfrage an Erwachsene war: Wie wichtig finden Sie digitale Bildung und warum? Kernfrage an Jugendliche: Hältst du digitales Lernen für wichtig, und wie findest du es?


Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur in SH (Foto: Frank Peter)

Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schleswig-Holstein:

„Digitale Bildung ist in einer digitalen Gesellschaft ein Muss – und damit auch ein Muss-Thema in allen Fächern und an jeder Schule. Schülerinnen und Schüler müssen den selbstverständlichen Umgang mit digitalen Medien lernen, um selbstbewusst und kritisch mit digitalen Medien umgehen zu können.

Dazu gehört auch, etwas über die Gefahren von Cyber-Mobbing bis zu Datenklau und Datensicherheit zu wissen. Beim Lernen bieten digitale Medien, eingebettet in gute pädagogische Konzepte, neue Chancen – übrigens sowohl des individuellen Lernens, als auch des zusammen Arbeitens und zwar ortsungebundener. Sie werden Lehrkräfte nicht ersetzen, aber den pädagogischen Instrumentenkasten erweitern. Denn: Lernen geht auch mit den digitalen Medien nicht von alleine; Lernen kann dadurch aber interessanter werden! Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, individuelle Lernprozesse zu begünstigen.” (Redakteur: Marvin Ladwig)


Dawinder Singh, Schülersprecher KGS, Foto: erKant.de

Dawinder Singh, Schülersprecher der I. Kant-Schule Reinfeld:

“Das Lernen mit digitalen Medien ist für mich etwas, was unumgänglich ist. Wir leben in einer Welt, wo wir auch in der Schulzeit mit Microsoft, Openoffice oder anderen Programmen arbeiten müssen.

Als Schülersprecher ist es mein Wunsch, und vor allem mein Ziel, dass die Schule sich mehr mit Digitalisierung befasst. Viele Vorteile könnte man daraus bringen, wie das Lernen mit Medien, die Weiterbildung seines Technik-Knowhows und, anstatt andauernd die Nasen in die Bücher zu stecken, kann man auch mit Hilfe von digitalen Medien beispielsweise Recherchearbeit durchführen oder Präsentionen erstellen. So etwas kann effizient sein, und vor allem bei vielen Schülern das Interesse am Lernprozess wecken.” (Redakteur: Minoka Braun)


Susanne Braun-Speck, Selbständige im Bereich digitale Medien / Online-Marketing (tiefenschaerfe.de) & Coach von erkant.de

Susanne Braun-Speck, Selbständige im Bereich digitale Medien / Online-Marketing (tiefenschaerfe.de) & Coach von erkant.de

“Digitalisierung ist ein Querschnittsthema – es gehört schlichtweg in die Schulen, bestenfalls als eigenes Unterrichtsfach! Denn: die Zukunft ist digital – im privaten Umfeld und Beruflich. Es ist elementar wichtig für Jugendliche, gut darauf vorbereitet zu sein, um nicht abgehängt zu werden.

Wichtig ist auch, dass sie lernen, das digitale Medien kein Spielzeug, sondern ernst zu nehmende und wichtige Arbeitsmittel sind. Außerdem haben die virtuelle Welt und digitale Medien ganz eigene Regeln und Fallstricke – die sollte jeder Jugendliche kennen.” (Redakteur: Tobias Nerlich)


Jan Philipp Albrecht, Umweltminister Schleswig-Holstein, Foto: Frank Peter

Jan Philipp Albrecht – Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in SH:

“Mit digitaler Bildung erhalten Schülerinnen und Schüler Kompetenzen zum Umgang mit digitalen Medien. Das hilft ihnen nicht nur in vielen Berufen, sondern auch im Privatleben.” (Redakteur: Marvin Ladwig)


Felix, 16 J., Schüler aus Essen (NRW)

Das ist nicht Felix… sondern ein Bild von pixabay

“Sofern alles abgestimmt ist und funktioniert, finde ich es in der heutigen Zeit sehr ansprechend, mit digitalen Medien zu Lernen. Der Unterricht ist so interessanter und weniger eintönig.

Gerade das Internet ist in der heutigen Zeit sehr präsent geworden, und daher ist es ein sehr wichtiges Medium, über welches aufgeklärt werden muss. In der heutigen, schnellen Gesellschaft und in der stetig wachsenden Technologiebranche sollten Schulen wenigstens halbwegs “Up to Date” sein.

Gut wäre erstmal, dass die Schüler lernen mit diesen Medien umzugehen. Außerdem werden dadurch mehr Lern-Methoden genutzt, welche den Schülern einen höheren Lernspaß bieten”. (Redakteur: Minoka Braun)


Svantje Paprzycki HR-Managerin Berufsausbildung bei der Dräger AG

Svantje Paprzycki, HR-Managerin Berufsausbildung, schrieb stellvertretend für die Drägerwerk AG & Co. KGaA:

“Digitale Medien sind aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Grund halte ich es für sehr wichtig, den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien schon sehr früh zu vermitteln, und zu erlernen.

In diesem Zusammenhang sollten Schule und Eltern zusammenarbeiten, da digitale Medien uns viele neue Möglichkeiten eröffnen, jedoch auch Gefahren entstehen können.” (Redakteur: Tobias Nerlich, ein erweitertes Interview steht hier)

 


René Krowlow, Kommunalpolitiker in Reinfeld, Beruf: IT-Manager

René Krolow, Lokalpolitiker in der Stadt Reinfeld:

“Durch die digitale Bildung wird der Wissensaufbau und -transfer erheblich gestärkt. Das bezieht sich auf alle Bildungsbereiche, was u.a. auch die Wissensverteilung und Weiterbildung in Unternehmen mit einschließt. Jeder Mensch kann durch digitale Bildung einfach, schneller und effizienter lernen.

Denn: Durch das Internet gibt es sehr viel digitales Wissen, was verteilt und ohne Struktur vorhanden ist. Digitale Bildung ist essentiell für jeden, doch dürfen die Basics der Bildung wie handschriftliches Schreiben und handwerkliche Fähigkeiten nicht außer Acht gelassen werden.” (Redakteur: Marvin Ladwig)


Anita Klahn, Landtagsabgeordnete & stellv. Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion in SH

Anita Klahn, Abgeordnete des Schleswig-Holsteinischen Landtags & stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion.

“Schülerinnen und Schüler erwerben neben den Kompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen die digitale Kompetenz als neues Feld der schulischen Bildung. Diese ist in der heutigen Zeit, und mehr noch in der Zukunft, für den persönlichen Lebensalltag ebenso wichtig, wie im anschließenden Berufsleben.

Dabei sehe ich das Risiko einer einseitigen Konzentration auf die digitalen Unterrichtsinhalte. Der europäische und weltweite Wettbewerb fordert den Erwerb von sowohl zukunftsgewandten, als auch traditionellen Techniken, um interkulturelle Kompetenzen aufbauen und anwenden zu können. In der Schule wollen wir unsere Jugendlichen darauf vorbereiten.” (Redakteur: Marvin Ladwig)


Armin Moghaddam, Unternehmer aus Reinfeld, Foto: Melanie Henkel

Armin Moghaddam von alfaLot Ltd.& Co. KG Industrieausrüstung 

“Unseres Erachtens ist es ein perfekter Zeitpunkt, um zukünftige Generationen mit digitalen Medien, in einem sicheren Umfeld, vertraut zu machen.” (Redakteur: Tobias Nerlich)


Jan Philip Benckert, stellvertretend für die Landesschülervertretung der Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein

Digitale Bildung ist gerade in Hinsicht auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes an alle Schulabgänger/innen ein besonders wichtiger Lehrauftrag der Schule. Sie muss Schüler/innen den gewissenhaften Umgang mit modernen Medien wie Laptop, iPad oder Handy als „Werkzeug“ vermitteln.

Um Probleme in diesem Bereich auszuschließen, fordern wir deshalb u.a. die Einführung eines Faches „Moderne Medien“, das sich mit Fragestellungen und der Vermittlung von Fertigkeiten rund um das Thema beschäftigt.

Die Digitalisierung ist als große Chance für das Bildungssystem zu sehen. Denn die sich verändernde Medienwelt bietet die Möglichkeit, den Unterricht und die Lehrmethoden neu zu gestalten. Viele Schulen im Land zeigen bereits heute, dass Bildung durch und mit modernen Medien sehr gut funktioniert. iPad- und Laptop-Klassen, der Einsatz von Whiteboard-Tafeln oder „Bring your own device“-Programme faszinieren Kinder und machen den Unterricht aus ihrer Sicht deutlich interessanter. Dies muss noch weiter vorangetrieben und landesweit ausgebaut werden.

Alle Schüler/innen sollten das Recht und die Möglichkeit haben, einen Laptop oder ein iPad während des Unterrichtes und auch in Klausuren zu nutzen. Schülerinnen und Schüler, die weder ein eigenes iPad noch einen eigenen Laptop haben, sollten ein Gerät von der Schule gestellt bekommen, das sie auch zu Hause für die Unterrichtsvorbereitung nutzen dürfen. (Redakteur: Mira Lersch)

Siehe auch PDF: Positionspapier “Digitalisierung” der Landesarbeitsgemeinschaft der SuS in SH


Jennifer Behnke, stellvertretende Schulleiterin der KGS Reinfeld

Jennifer Behnke, stellvertretende Schulleiterin der Immanuel-Kant-Schule Reinfeld

“Wir leben heute in einer mediatisierten Welt. PC, Internetzugang, Tablet und Smartphone sind für viele Schülerinnen und Schüler allgegenwärtig.

Ziel der Schule muss es dementsprechend sein, sich den Technologien zu öffnen und die Schülerinnen und Schüler durch die Vermittlung von Medienkompetenzen auf das selbstständige digitale Arbeiten vorzubereiten. Dazu gehören auch fachübergreifende Überlegungen, für den Umgang im Sinne einer datenschutzrechtlich angemessenen, straffreien und sozialen Art zu sensibilisieren.

Schülerinnen und Schüler müssen den selbstverständlichen Umgang mit digitalen Medien lernen, um selbstbewusst und kritisch mit digitalen Medien umgehen zu können. Dies ist in der heutigen Zeit und der Zukunft für den persönlichen Lebensalltag ebenso wichtig, wie im anschließenden Berufsleben.

Lernen geht allerdings auch mit den digitalen Medien natürlich nicht von alleine, das Lernen kann dadurch aber noch vielfältiger und interessanter werden!” (Redakteur: Mira Lersch)


Vermutlich folgen hier noch weitere Interview-Antworten.

Wir verfolgen die Geschehnisse im Bereich der Digitalisierung weiterhin und freuen uns, wenn wir noch mehr dazu berichten können. Lies jetzt gerne auf unserer Themenseite “digitale Medien & Schule” weiter!

Die erKant-Redaktion hat sich mit einem VR-Spezialisten in Kontakt gesetzt, um für euch mehr darüber schreiben zu können. Gustaf Stechmann, Softwareentwickler aus Kiel, berichtete uns in einem schriftlichen Interview von vielen interessanten Fakten. Außerdem haben wir hier ein Video von der Uni Lübeck, wo Medieninformatik studiert werden kann.

Auf dem Bild oben siehst du eine virtuell enstandene Wohnwelt von einem Innenarchitekten.

Herr Stechmann: Wo wird VR eingesetzt? Was sind die Haupteinsatzgebiete im beruflichen Umfeld?

VR wird natürlich bei Computer- bzw Videospielen eingesetzt. Es gibt zum Beispiel eine spezielle VR-Brille, die an die PlayStation angeschlossen werden kann, genannt PSVR. Für dieses System gibt es eine Vielzahl Spiele, wie zum Beispiel das bekannte “Fruit Ninja” und viele weitere. Ein weiterer Einsatzbereich sind VR-Trainings, wobei z.B. Fabrikmitarbeiter geschult werden, wie sie industrielle Maschinen bedienen und reparieren können. Dies üben sie an einer VR-simulierten Version dieser Maschinen.

Außerdem wird VR auch im medizinischen Bereich eingesetzt. Es gibt zum Beispiel APPs, in denen Patienten angeleitet werden, bestimmte Übungen zur körperlichen Fitness oder zur Rehabilitation nach einem Schlaganfall durchzuführen. Außerdem gibt es Anwendungen im Bereich der Psychotherapie – ein Flugangstpatient kann sich in VR z.B. seinen Ängsten stellen, während ein Therapeut ihn dabei begleitet und die Simulation jederzeit anhalten oder verlangsamen kann.

Bestimmt wird es in Zukunft viele weitere Anwendungsmöglichkeiten geben, die wir heute noch nicht kennen, weil sie noch nicht erfunden sind.

Welche Berufe gibt es, bei denen mit VR gearbeitet bzw. VR-Anwendungen entwickeln werden können kann?

Die Berufsbilder sind ähnlich wie im Bereich Computerspiele und der digitalen Medien allgemein.

Gefragt sind zum einen Programmierer, die in der Lage sind dem Computer einzugeben, wie die virtuelle Welt funktioniert, wie die Abläufe sind und wie sich die Umgebung verhält. Ein Programmierer schreibt Programmcode, z. B. in der Programmiersprache C#. Man braucht hierfür ein gutes technisches und mathematisches Verständnis.

Zweitens gibt es das Berufsbild des 3D-Grafikers. Das sind Leute, die visuelle Inhalte für die virtuellen Welten erstellen. Also Räume, Gegenstände, Figuren, die darin vorkommen. 3D-Grafiker arbeiten mit Softwarewerkzeugen wie z. B. 3DS Max, Maya, oder Blender. Für diesen Beruf braucht man ein gutes Auge, ein ästhetisches Empfinden, und muß kreativ sein.

Zudem gibt es den Beruf des 3D-Animators. Ein Animator versetzt die Welt in Bewegung, zum Beispiel die Bewegungsabläufe der Figuren. Ähnlich wie der 3D-Grafiker ist dies auch ein sehr kreativer, gestalterischer Beruf. Die Figuren sollen sich ja natürlich und interessant bewegen, wie z. B. in einem Disney-Film.

Interessant ist auch der Beruf des Sound Designers. Das ist jemand, der dafür sorgt, dass man die Welt nicht nur sehen, sondern auch hören kann. Von Soundeffekten über Jingles bis zur musikalischen Untermalung reicht hier das Tätigkeitsgebiet.

Wichtig ist auch der Beruf des Software-Testers. Das sind Leute, die ein VR-Programm testen und auf Fehler prüfen. Hierfür braucht man sehr viel Präzision und Sorgfalt und muß in der Lage sein, Probleme zu erfassen und genau zu beschreiben, damit sie hinterher systematisch behoben werden können.

Sechstens gibt es das Berufsbild des Story Designers bzw. Autoren – der ist bei VR-Spielen wichtig. Denn jemand muss sich ja eine Geschichte dazu ausdenken, die Dialoge schreiben, damit das Ganze spannend und interessant wird.

Last, but not least werden, wie in allen Branchen, Leute gebraucht, die in der Lage sind das Ganze zu koordinieren und das Team zu managen. Im Umfeld der digitalen Medien heißt dieser Beruf Producer. Das ist jemand, der das Projekt im Detail plant, Ziele setzt und dafür sorgt, dass jeder im Team weiß, was er zu tun hat, damit hinterher alles gut zusammenpasst und termingerecht fertig wird.

Zu erwähnen ist, dass wir im Bereich der digitalen Medien auch eng mit anderen kreativen und technischen Berufen zusammenarbeiten. Zum Beispiel mit Schauspielern, um Sprachaufnahmen einzusprechen.

Muss man für diese Berufsbilder studieren? Wenn ja, was?

Grundsätzlich kann man alle diese Berufe autodidaktisch erlernen, also sich selbst beibringen. Dazu braucht man eigentlich nur einen Computer, ein gutes Buch und eine große Portion Neugierde. Es hilft außerdem, wenn man Freunde hat, mit denen man gemeinsam das Hobby verfolgen und sich austauschen kann. Die meisten Leute, die in diesem Bereich arbeiten, haben es vorher hobbymässig gemacht.

Den Beruf des Programmierers kann man durch ein Informatikstudium, z. B.  an der Universität Kiel, erlernen. Den Beruf des 3D-Grafikers oder 3D-Animators kann man an einigen Kunsthochschulen erlernen, z. B. an der HBK in Hamburg.

Den Beruf des Story Designers kann man z. B.  durch ein Studium der Germanistik teilweise erlernen. Vor allem braucht man dafür aber viel Fantasie und man sollte gerne und oft Bücher lesen. Wenn man ohnehin gern Kurzgeschichten oder Gedichte schreibt, dann ist man dafür gut geeignet.

Den Beruf des Software-Testers kann man nicht wirklich erlernen. Wenn man aber jemand ist, dem Fehler sehr schnell auffallen, dann hat man vielleicht Talent dafür. Die Fachhochschule Kiel bietet ein Studium im Bereich Multimedia Produktion an. Hier beschäftigt man sich sehr intensiv mit VR und auch mit der Herstellung von Videospielen. Es gibt auch Ausbildungsberufe, z. B. den des Mediengestalters, bei denen man auch sehr viel in diese Richtung lernen kann.

Wir fragten Herrn Stechmann auch: “Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, als VR / AR Entwickler?”

Wir arbeiten in einem kleinen Team in der Starterkitchen in Kiel. Das ist ein Gemeinschaftsbüro, wo viele kleine Unternehmen zusammen an ihren Projekten arbeiten. Viele davon sind Studenten oder gerade mit dem Studium fertig. Dadurch ist es eine sehr lebendige Atmosphäre und man hat viele Leute um sich herum, mit denen man sich austauschen kann.

Unser Team besteht aus einem Programmierer, einem Grafiker, einem Animator und mir selbst, als Producer. Ich schreibe auch die Konzepte für unsere Projekte. Es macht sehr viel Spaß in einem solchen Team zu arbeiten, weil es sehr kreativ ist und man seine eigenen Ideen umsetzen kann.

Wir sitzen meistens nebeneinander am Computer. Wenn der Grafiker ein Grafikelement fertig hat, gibt er es dem Programmierer, damit er dies im Programm einbauen kann. Dann gucken wir uns gemeinsam an, ob es gut aussieht oder ob wir etwas ändern wollen. Zurzeit arbeiten wir gemeinsam an einem VR-Spiel. Wenn es fertig ist, möchten wir es über die Streaming Plattformen vermarkten. Es wird aber noch einige Monate dauern, bis es soweit ist.

Mit VR kann man sehr viel erleben! Sie kann uns helfen oder einfach Spaß machen!

Wer mehr über VR wissen möchte, kann gerne bei unserem anderen Artikel vorbei schauen oder die Website von Gustaf Stechmann ansehen: www.stechmann.com Interessant ist auch die Website: www.vrnerds.de/

Der HanseBelt e.V. ist im Raum Schleswig-Holstein und Hamburg aktiv, um die Region zwischen Elbe und Ostsee (= Hansebelt-Region) zu fördern. Mitglieder sind Unternehmen und Institutionen, die (laut Website) die Metropolregionen um Hamburg und Kopenhagen enger zusammenrücken und den HanseBelt noch attraktiver für Talente, Innovatoren und Investoren machen möchten.

Am 30.11.2018 fand in der MuK in Lübeck der “HanseBelt Zukunftskongress” statt. Gefeiert wurde hier das 10-jährige Bestehen des Vereins. ErKant sprach dort u.a. kurz mit Björn Engholm, intensiver mit Konsul Bernd Jorkisch und drehte ein Mutmach-Video für Jugendliche mit Ralf Dümmel. Das im HanseBelt frischer Wind weht und hier die glücklichsten Menschen von Deutschland leben, wurde mit einem Intro-Video humorvoll thematisiert.

 


“Hansebelt ist Zukunftsland. Fehmarnbelt kommt wie bestellt!”

– das war der Motivationsspruch des Abends welchen Bernd Jorkisch (Honorarkonsul der Republik Finnland sowie geschäftsf. Gesell. der Holzimportfirma Jorkisch GmbH & Co. KG in Daldorf ) in seiner Willkommensrede mehrfach mit Herzblut nannte. Keynote-Speaker des Abends war Ralf Dümmel (geschäftsführender Gesellschafter der DS Produkte GmbH in Stapelfeld). Der Unternehmer aus Stormarn, aufgewachsen in Bad Segeberg, ist einer der “Löwen” sprich Investoren in der TV-Sendung “Die Höhle der Löwen” (#DHDL). Seine Kernaussage:

“Machen, nicht Warten!”

In der Talk-Runde sprachen Unternehmer aus der Region mit Dr. Bernd Buchholz (Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus in SH) über politische Rahmenbedingungen, Herausforderungen bei Expansionsplänen, die Digitalisierung und das Nachwuchsfinden, etc. Ein Appell war an die Jugend gerichtet: Abitur und Studium sind zwar gut, decken aber den Bedarf am Arbeitsmarkt nicht.

Die Betriebe in der Hansebelt-Region suchen deutlich mehr Schüler mit Mittelschulabschluss und wünschen sich viel mehr Bewerber für die duale Ausbildung. Die Unternehmer in SH wirkten überzeugt davon, dass lebenslanges Lernen, dass heißt das Lernen Stück für Stück, Weiterbildung für Weiterbildung die Zukunft sein wird und dagegen ein einziges Studium weniger zukunftsfähig ist. Jugendliche mit mittlerem Bildungsabschluss (MSA), “hellem Köpfchen”, hoher Motivation und Leistungsbereitschaft können sich demnach auf eine interessante berufliche Zukunft freuen.

Getoppt werden diese Aussagen durch die Initiative der Firma DS-Produkte “Bewerben ohne Zeugnis” (der Link dazu folgt in Kürze). Derweil könnt ihr das Motivations-Video mit Ralf Dümmel, dem Chef der Firma, hören: