Wasser ist ein lebenswichtiges Element, kann aber genauso nutzen wie schaden! Bei der Hauptausschuss-Sitzung der Stadt Reinfeld am 26.8. kamen zwei Themen auf den Tisch, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sich aber um Gewässer drehten.

Einerseits wurden bei der Sitzung drei Feuerwehrleute belobigt, welche bei der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz geholfen hatten – hier waren die Wassermassen zum Verhängnis geworden. Andererseits wurde die Nutzung des Herrenteiches für motorlose Wasserfahrzeuge wie SUP´s diskutiert und über einen Antrag entschieden. Dabei geht es um Erholung und gesundheitsförderndem Sport auf dem Wasser.

Wie bei jeder Sitzung gab es eine Begrüßung der Anwesenden und die TOP (Tagungsordnungspunkte (siehe PDF), wurden vorgestellt. Danach fand die Einwohnerfragestunde statt. In dieser ging es ausschließlich um die Nutzung des Herrenteichs für SUP, als einen von mehreren Wassersportarten.

Die WIR-Fraktion hatte einen Antrag (siehe PDF) gestellt, nur noch eine “Elite” von 30 SUP-Fahrern pro Monat auf dem Herrenteich zuzulassen (TOP 6) – damit wären Tagestouristen, Gästen und Bürgern aus der Umgebung und mehr als 9.000 anderen Reinfeldern das SUP-Fahren nicht mehr möglich gewesen.

DAS konnte und wollte die Reinfeld-Aktiv-AG nicht zulassen!

Deshalb hatte sie Anfang August bereits eine Unterschriftensammlung auf reinfeld-aktiv.de dazu gestartet, sich selbst bei der Wasserwirtschaft vom Kreis Stormarn kundig gemacht und all das an den Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende kommuniziert. Während der Hauptausschusssitzung nutzten sie die Einwohnerfragestunde, um gezielt andere Interessen, als nur die des Fischpächters und des NABU´s zu thematisierten. Laut diesen sollen die wenigen Stand-Up-Paddler, durch ihr Stehen auf dem Board den Tieren und Umwelt massiv schaden, sowie schuld daran sein, dass die Fischernte im Vorjahr geringer ausgefallen war, als üblich.

Vom Grundsatz kamen bei der Einwohnerfragestunde die Themen und Fragen der Reinfeld-Aktiv AG auf den Tisch, die sie auch in der Petition genannt hatten: Stadtentwicklung, Touristen-/Gast-Freundlichkeit, soziale Gerechtigkeit durch bezahlbare Freizeitangebote für Familien mit Kindern, Angebote für Jugendliche vor Ort, Klima bzw. CO2-Einsparung durch “Freizeit vor Ort”, etc.

Geert Karnick, Vorsitzender des Hauptausschusses, übernahm das Antworten auf die Fragen der Bürger von Reinfeld-Aktiv und antwortete beinahe immer sinngemäß: “Auch wenn wir (Ann. der Redaktion: die verschiedenen Fraktionen) in Detailfragen sicherlich verschiedener Meinung sind, können wir die Fragen mit Ja beantworten und sehen das auch so.”

Interessant war, wie auch in vorhergehenden Schriftstücken der WIR, dass diese ausschließlich von Stand-Up-Paddling sprachen, aber kein einziges Wort über die anderen Wassersportarten auf und im Herrenteich. Als wenn es das Freibad und die Badegäste, samt Tretbooten und den Ruderclub mit Mannschafts-Trainingsbooten nicht geben würde. Weiterhin meinte die WIR, von erwiesenen Fakten sprechen zu können, was Geert Karnick in der Luft zerriss und verneinte. Tatsächlich würde es sich lediglich um nicht belegbare Annahmen handeln, die dann auch noch im Corona-Sommer entstanden sind, wo viel mehr Menschen als üblich Heimaturlaub gemacht hatten.

Die anderen Fraktionen äußerten sich kurz dazu. Bürgermeister Roald Wramp thematisierte die Schreiben und Auskünfte von und mit der Wasserwirtschaft des Kreises Stormarn. In diesem ging es um grundsätzliche Fragen, die gegensätzlich beantwortet beziehungsweise verschieden ausgelegt wurden und in der Summe überprüft werden müssten.

Am Ende des Tages wurde der Antrag der WIR abgelehnt! (2 Stimmen für den Antrag, 5 dagegen, 1 Enthaltung). Das bedeutet: Das Befahren des Herrenteiches auch mit SUP-Boards ist weiterhin erlaubt.


Im Anschluss wurden die drei Anwesenden Feuerwehrleute belobigt.

In der Zeit von So., 25.07.2021 bis Fr., 30.07.2021 ergänzten sieben Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Reinfeld, zusammen mit dem Hilfeleistungsfahrzeug (kurz: HLF), einem Löschfahrzeug mit eingebauter Wasserpumpe, die zweite Brandschutzbereitschaft des Kreises Stormarn. Diese wurden nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz zur Unterstützung im Krisengebiet eingesetzt. Bürgermeister Roald Wramp berichtete ein wenig davon und dankte ihnen für den Einsatz! Sie erhielten eine kleine Aufmerksamkeit von ihm überreicht. Details berichten und Fotos zeigen, werden die Feuerwehrleute vermutlich Anfang des Jahres 2022.


TOP 7 sollte eigentlich eine Vorstellung des Tourismuskonzeptes Stormarn erfolgen, aber leider war den angekündigten Personen Etwas dazwischen gekommen. Die Sitzung ging noch weiter, aber die Bürger sowie der erKant-Redakteur verließen diese danach.

Umwelt-Aktivisten von Fridays-for-Future fordern ehrgeizige Klimaziele für Lübeck und wollen das Thema Klimaschutz allgemein wieder aufnehmen. Die Corona-Krise hatte davon abgelenkt. Ungefähr 15 Zelte campieren derzeit nahe dem Holstentor. Dort geht es bunt zu und Freitag findet die nächste #FFF-Demo statt.

Noch bis Donnerstag (24.9.) campen die Aktivisten auf der grünen Wiese vor dem DGB-Gewerkschaftshaus (Ecke Holstentorplatz / Possehlstraße siehe Google-Maps). Dabei sind unter anderem die (Co-) Veranstaltungs-Organisatoren und Aktivisten Maja und Henning. Ein Interview mit den beiden hört ihr hier:

Während der KlimaCamp-Woche gibt es spannende Vorträge, Podiums-Diskussionen mit Lübecker Politikern (m/w/d), Akrobatik-Auftritte und Gesang. Außerdem spielen die Bands “Black Crosses” und “Han Shot Greedo” und am Dienstag gibt es einen Science Slam! In kreativen Workshops können unter anderem Demo-Banner, eine große Erdkugel für den Streik und Wimpel zur Solidarisierung mit dem vom Kohleabbau bedrohten Dorf Keyenberg (NRW) gebastelt beziehungsweise gemalt werden. Aktuelles siehe auch Instagram. Leider kamen am Sonntag kaum Besucher vorbei – ist das Interesse an Klimaschutz verraucht? Wie sehr interessieren sich die Menschen wirklich für Nachhaltigkeit in ihrer Stadt?

Diskussionen gibt es auch viele, auch darüber, wie echt komplizierte Themen in kurze, verständliche Parolen für Demo-Banner formuliert werden können 🙂 Eine davon seht ihr hier auf dem 1. Bild:


Am Freitag folgt dann wieder ein Klimastreik!

Wann? 25.09.2020 ab 12:00 Uhr
Wo? Klingenberg (Lübeck-Mitte / Altstadt)
Was? Der 25. September wird DER Streiktag des Jahres 2020 – lauter und bunter als je zuvor! Aber dafür brauchen wir EUCH und alle Menschen die ihr kennt! Bringt eure Plakate, Banner und ganz viel Demostimmung mit – gemeinsam rocken wird das! Um 12 Uhr sorgt die Band Guacayó am Klingenberg für einen musikalischen Demostart. Dann führt uns die Route fast um die gesamte Innenstadt herum und endet mit einer großen Kundgebung am Klingenberg.

Wenn die Corona-Krise eines gezeigt hat, dann, dass die Bundesregierung handeln kann, wenn es darauf ankommt. Wir fordern: Tut das auch bei der Klimakatastrophe! #FightEveryCrisis (O-Ton von #FFF)

Wer ahnt schon, dass es schlecht fürs Klima ist, wenn er herumsitzt und Videos guckt oder sich über Messenger austauscht? Durch das Forschungsprojekt „Green Cloud-Computing“ von Umweltbundesamt wurde herausgefunden, wieviele Emissionen durch was entstehen und, dass Glasfaser und kabelgebundene Breitbandnetze deutlich umweltfreundlicher sind, als Mobilfunknetze. Die Unterschiede sind erheblich!

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte in der Pressekonferenz am 10.9.2020: „Wird Streaming jetzt das neue Fliegen?“ Digitalisierung ist richtig und wichtig, aber es fehlten bisher jegliche Daten bezüglich der Umwelt- und Klimabilanz. Das ändert die Studie. Erstmalig gibt es verlässliche Zahlen. Eine Erkenntnis daraus ist: Der CO2-Ausstoß entsteht bei der Datenübertragung und nicht primär beim Speichern.  Ein Schritt zur Verbesserung ist, bestehende Ressourcen voll auszunutzen und Rechenzentren zu optimieren und effizienter zu gestalten.  „Wer mit dem Ferrari zum Bäcker um die Ecke fährt, verbraucht 10x mehr als notwendig. Ähnlich ist es, wenn Rechenzentren nicht ausgelastet sind. Das ist Energieverschwendung!“ sagte die Bundesumweltministerin sinngemäß.

Für den Präsidenten des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, ist klar: Digitalisierung an sich muss „grün“ werden! Klimaschutz gelingt zum Beispiel auch durch richtiges Streaming.“ Messner schreibt seit 1996 E-Mails, seitdem verändert die zunehmende Digitalisierung Schritt für Schritt alles: Mobilität. Wirtschaft. Leben. Bildung. Industrie. Aber: Rechenzentren verbrauchen stark unterschiedlich viel Energie. Der größte negative Umwelteffekt ist das mobile Videostreaming; die beste Art, solche Daten zu übertragen ist Glaskabel / Breitband.

Bundesumweltministerin Schulze sagte in einem Vorab-Interview dazu (nachgesprochener O-Ton):


Rund 80 Prozent des Datenverkehrs in Telekommunikationsnetzen sind Videoinhalte.

Bei dem Forschungsprojekt wurden nur die Leistungen für Daten-Speicherung und -Übertragung berechnet, aber NICHT der Energieaufwand der Endgeräte wie Router, Mobilgeräte oder Fernseher. Daten, wie Videos z.B., werden in Rechenzentren, dort in Clouds übertragen und gespeichert. Wenn nun diese Videos, Bilder, Audios, Text-Dokumente und so weiter in der „Cloud“ gespeichert werden, entstehen je nach Rechenzentrum unterschiedlich hohe Emissionen. Mit Emissionen sind der Ausstoß, also die Aussendung von Teilchen, Stoffen, Schallwellen oder Strahlung in die Umwelt gemeint.


Bei der Studie herausgekommen ist auf jeden Fall:

Glasfaser ist die klimafreundlichste Übertragungstechnik. ► Der Netzzugang über kabelgebundene Breitbandnetze ist besser als die über Mobilfunknetze. ► Moderne Mobilfunknetze (5G) sind um einen Faktor von mehr als 20 effizienter und damit klimaschonender als alte Mobilfunknetze (3G).


Wer was für die Umwelt tun will, steigt am besten auf Kabel um!

Die Übertragung von Daten in Mobilfunknetzen haben einen deutlich größeren ökologischen Fußabdruck (um so größer, um so schlechter), als über kabelgebundene Breitbandnetze und Glasfaser. Flatrates oder großzügige Datenpakete für mobile Musik- und Videostreamings sind fürs Klima also echt nicht der Hit. Der Unterschied zwischen beiden Varianten beträgt 300 MByte statt 60 MByte pro Stunde und führt damit zu einem 5-mal höheren mobilem Datenvolumen.

Wie der Grafik unten zu entnehmen ist, ist die Übertragung von Daten über Glasfaser und Kupferkabel deutlich, deutlich weniger Klimaschädlich als alle mobilen Varianten!


Was du tun kannst?

Telefoniere und streame möglichst selten über Whatsapp und andere Messenger. Telefoniere lieber über Sprachanrufe bzw. WLAN; besser noch über Festnetz und Kabel bei dir Zuhause oder im Büro!


Nachhaltig ist das Alles nicht!

Wie hoch der Energieaufwand der Endgeräte wie Router, Mobilgeräte oder Fernseher ist, wurde beim „Green Cloud-Computing“-Projekt nicht untersucht. Auch nicht, was die Gewinnung von Rohstoffen und die Herstellung der Geräte in der Umwelt anrichtet. Dabei sind die Umweltschäden und Emissionen immens. Außerdem ist es laut der Studie so, dass G5 besser für die Umwelt ist, als G3 und G4, aber:

Was ist mit der Gesundheit von Mensch & Tier bei G5?

Auf Nachfrage der Redaktion bezüglich möglicher nachhaltiger Auswirkungen auf die Gesundheit, wurde klar: Gesundheitliche Auswirkungen durch Elektrosmog durch 5G-Strahlungen sind bisher nicht ausreichend statistisch erfasst oder genug wissenschaftlich untersucht. Aber das wird folgen und ist vor allem auch Aufgabe des Bundesamts für Strahlenschutz.

Weitere Frage war, ob jetzt im Umkehrschluss nicht ein Trendwechsel bei Bürgern erfolgen müsste? Das heißt weg vom Streamen übers Smarthone, hin zu kabelgebundenen PC´s? Ja, aber das Bewusstsein dafür sei bei den Menschen bereits tief verankert. Das Thema wird aber natürlich weiterhin stark kommuniziert werden. WLAN gilt in jedem Fall als zweitbeste Lösung, nach LAN-Anschlüssen, was die Grafik unten aufzeigt.


Wer sich für Details interessiert, kann sich die Infodatei vom„Green Cloud-Computing“-Projekt hier unterladen und/oder auf den Projektseiten von Schülern auf Media4Teens.de gucken, wie gut oder schlecht die Hardware von Smartphones für die Umwelt ist.

Schulklassen aus Schleswig-Holstein, die selbst ein Projekt dazu durchführen möchten, finden hier ein kostenloses Angebot. In anderen Bundesländern gibt es bestimmt ähnliche Angebote. Google doch mal, wenn möglich über (W)LAN!

Die Reinfelderin Saskia Tietz startet lokale Nachhaltigkeits-Sammelaktion! Unterstützt wird sie vom Reformhaus, welches jetzt eine Annahmestelle für Althandys ist. Dort steht eine Sammelbox für alte Handys, um der Verschwendung wichtiger Ressourcen entgegenzuwirken und damit die Erhaltung der Lebenswelt von Menschenaffen & anderen Tieren zu unterstützen. Nebenbei können Fotos für den Fotowettbewerb zum Thema Nachhaltigkeit entstehen.

Persönliche Erfahrungen im Regenwald von Kamerun

Die Initiatorin dieser Aktion sah vor mehr als 20 Jahren, als 16jährige, eine Reportage über Palmölabbau und die Zerstörung der Lebensräume der Menschenaffen, der Orang-Utahs. Das berührte sie nachhaltig und führte zu einer immer weitreichenderen Auseinandersetzung mit dem Thema Regenwaldrodung und -zerstörung. Deshalb reiste sie 2007 nach Limbe in Kamerun zu einer Gorilla- und Schimpansen-Auffangstation.  Seitdem organisiert sie jährlich eine Handy-Sammelaktion, Freunde und Familienmitglieder haben schon alle gespendet, doch in Reinfelds Haushalten liegen vermutlich noch sehr viele!

In dem kleinen familiären Reformhaus am Kreisverkehr in der Reinfelder Innenstadt steht nun eine Handysammelbox der Telekom (mehr Infos dazu, siehe Website), wo alte Handys ohne SD Karte und befreit von persönlichen Daten abgegeben werden können. Die Telekom spendet dafür pro Handy einen Betrag an ausgewählte Projekte. Die Reinfelder Sammelbox kooperiert gezielt mit der Organisation Pro Wildlife, welche sich vor allem für Arten- und Lebensraumerhaltung einsetzt.

Gelegenheit nutzen und Fotos machen.

Wer sein Handy im Reformhaus spenden geht, kann die Gelegenheit nutzen, um Fotos für den Reinfelder Fotowettbewerb zu machen. Bei diesem gibt es u.a. ein nachhaltiges Handy zu gewinnen, bei dem bestmöglich auf ressourcenschonende Rohstoffe und Materalien, möglichst wenig Plastik, keine Kleber und damit Austauschbarkeit von Einzelbauteilen gesetzt wird.

Beispielsweise sind darin Akku sowie Display nicht festverklebt, sondern können mit wenigen Handgriffen selbst ausgewechselt werden. Dadurch kann so ein Handy möglicherweise ein Menschenleben lang halten und damit Natur und Umwelt schützen und erhalten helfen. Denn:

Elektronische Geräte enthalten diverse metallische Rohstoffe.

In Deutschland wird allein von 124 Millionen Schubladenhandys ausgegangen. Die darin enthaltenen Rohstoffe sollten wieder verwendet werden, um Natur und Umwelt zu entlasten, denn die metallischen Rohstoffe der Erde werden immer knapper, bei gleichzeitig steigender Nachfrage. Ein Mobiltelefon besteht zu rund 25% aus Metallen. Pro recyceltem Gerät können im Schnitt 150mg Silber, 25mg Gold und 9g Kupfer, sowie kleine Mengen von Palladium und Platin zurückgewonnen werden. Im Recyclingprozess wird die Leiterplatte eingeschmolzen und im nächsten Schritt wieder in die Kreislaufwirtschaft zurückgeführt.

Eine große Menge der metallischen Rohstoffe wird in Regenwaldgebieten abgebaut!

Dabei wird die Lebenswelt vieler, vieler Tierarten zerstört und die Artenvielfalt massiv minimiert. Vor allem die großen Menschenaffen sind vom Aussterben bedroht. Zudem sind betroffene Regionen oft sogenannte Konfliktregionen. Ein großer Teil Wolfram, Coltan/Tantal, Zinn und Gold werden beispielsweise in der Demokratischen Republik Kongo gewonnen, welche von Bürgerkriegen geprägt ist. Darunter leiden insbesondere Kinder; viele werden auch zum Arbeiten gezwungen.

Mit dieser Sammelaktion und den daraus entstehenden Spenden soll dort etwas ankommen, wo es entnommen wurde, um den Kreis wenigstens wieder etwas zu schließen.

Die Sammelbox unterliegt dem Datenschutz und wird geschlossen an die Telekom versandt. Unterstützen kann man diese Aktion ganz einfach durch Weitersagen, sein altes Handy und vor allem auch, wenn man einen weiteren sicheren Standort für eine Sammelbox anbieten kann. Ansprechpartnerin: Saskia Tietz Email: saskiatietz11@gmail.com

Bei dieser Aktion könnt ihr coole Fotos für den Reinfelder Fotowettbewerb machen, denn: Radeln ist nachhaltig und nutzt dem Klima. Beim Stadtradeln treten Kommunalpolitiker*innen und Bürger*innen gemeinsam in die Pedale und radeln an jeweils 21 Tagen zwischen Mai und Oktober um die Wette.

Dabei können sie sich selbst von den Vorteilen des Radfahrens überzeugen und gleichzeitig ein Zeichen setzen für mehr Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität. Über 400.000 Menschen aus 1.127 Kommunen folgten im letzten Jahr diesem Aufruf und legten mehr als 77 Millionen Kilometer auf dem Fahrrad zurück. Noch bis Oktober können sich weltweit Kommunen und Radler*innen für das Stadtradeln 2020 anmelden.

In Reinfeld nehmen, vom 05. bis 25. September 2020, sechs Teams am STADTRADELN teil. Alle, die in der Stadt Reinfeld (Holstein) im Kreis Stormarn wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, können beim STADTRADELN mitmachen. Auch wenn das STADTRADELN bereits gestartet ist, kannst Du Dich noch registrieren und Kilometer für Deine Kommune sammeln. Und zwar hier: https://www.stadtradeln.de/reinfeld

Von den 6 Teams sind 3 von den Reinfelder Schulen!

Die langjährige Kampagne steht in diesem Jahr im Zeichen der Coronakrise. Einen Grund, das Stadtradelnabzusagen, sieht Kampagnenleiter André Muno vom Klima-Bündnisnicht:„Das Fahrrad ist das derzeit sinnvollste Verkehrsmittel und ermöglicht den Menschen, die verbleibenden Alltagswege mit einem vergleichsweise geringen Infektionsrisiko zurückzulegen. Zudem fördert das Fahrrad die Gesundheit und hilft dabei, der mit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens einhergehenden Langeweile entgegenzuwirken, ohne dass es dabei zu engem zwischenmenschlichen Kontakt kommt.“

Auch das Erleben von Gemeinschaft ist dieses Jahr ein wichtiges Thema für die Kampagne. In Zeiten der Kontaktsperre ist das gemeinsame Sammeln von Fahrradkilometern in digitalen Teams, laut Muno, eine gute Möglichkeit, den aktuellen Einschränkungen ein bisschen davon und zusammen einem Ziel entgegen zu radeln.

Passend dazu prämiert das Klima-Bündnis 2020 auch die Kommunen, die durch besonders kreative Aktionen unter Einhaltung der Kontaktsperre viele Menschen zur Teilnahme mobilisieren mit einem Sonderpreis.

 

Aktuell läuft in Reinfeld ein Fotowettbewerb zum Thema #Nachhaltigkeit / 17 Ziele, Für Kinder & Jugendliche gibt es eine eigene Kategorie. Das coole ist: Das Finale mit der Siegerehrung findet im Rahmen des Kulturfestivals Schleswig-Holstein statt und wird von einem Kamerateam gefilmt und life online gestreamt! Die Preise sind auch interessant: Es gibt z.B. ein nachhaltiges Smartphone und Eis-Gutscheine von Eis-Witt.

Mach doch mit! Fotografiere ein passendes Motiv und lade es einfach auf reinfeld-aktiv.de hoch.

Die Social-Media-Hashtags lauten: #FwbNachhaltigkeit #Reinfeld ggf. zusammen mit #restessen  und #packenwirsan (warum, siehe unten) sowie #tatenfuermorgen

Dazu werden passende Motive gesucht:

Bei Nachhaltigkeit geht es um #Energie, natürliche #Ressourcen, nachwachsende #Rohstoffe, #Armutsbekämpfung, gerechte #Bildung, #faire Arbeit #fairen Handel, keine #Kinderarbeit & #Frieden #Lebensmittel-Verschwendung & #Foodsharing; es geht um nachhaltige Bio- sowie ökologische #Landwirtschaft, regionale Produkte, natürlich insbesondere auch #Klimaschutz, #Umwelt & #Natur, #Plastik (-frei) & #unverpackt Einkaufen, und Vieles mehr!

In Reinfeld findest Du viele Anregungen für solche Fotomotive!

Denn hier ist Nachhaltigkeit vielen Menschen sehr wichtig. Reinfeld ist Fairtrade-Stadt und hat den Herrenteich; Politiker bringen regelmäßige Themen wie Energiewende, Fahrradparkplätze, etc. ins Gespräch; die Arbeitsgruppe #Plastikfrei  sorgte dafür, dass auf dem Markt unverpackt eingekauft werden kann; die Grünen veranstalteten u.a. einen Info-Abend dazu. Und: auch Schüler sowie die Online-Schülerzeitung erKant.de beteiligten sich bereits aktiv an nachhaltigen Entwicklungen, z.B. mit dem Beutelbaum-Bauen sowie einer Themenseite dazu.

Und: Vor wenigen Wochen erst wurde der Reinfelder Verein Sii-Kids & Talents e.V. für deren medienpädagogischen Workshops mit Nachhaltigkeits-Themen von RENN / RNE auf Bundesebene ausgezeichnet. Im September 2020 gibt es zudem eine Fahrrad- sowie eine Handysammel-Aktion!

Der Fotowettbewerb läuft von jetzt bis 25.9. auf reinfeld-aktive.de. Da findest Du auch mehr Infos und kannst Bilder hochladen.

Hi, kennst du H5P? Damit kann man echt gute und auch lustige digitale Lern-Spiele selbst entwickeln.

Genauer: H5P ist eine kostenfreie Software zum Erstellen von interaktiven Lern-Inhalten für das Internet und funktioniert in jedem Webbrowser. Es kann zum Beispiel als Plugin in WordPress-Websites hinzugefügt werden – so, wie auf unserer Website. Auch Lernportale von Schulen haben es oft installiert. Damit können beispielsweise Videos und Präsentationen mit eingebetteten Quiz-Aufgaben, Zeitstrahlen, Lückentexte, Memory-Spiele, Wortsuchspiele, etc selbstgemacht werden – von Schülern und Lehrern.

Hier sind ein paar zum Thema Nachhaltigkeit. Probiere sie gerne aus! Dabei ist: ein Online-Kartenspiel, ein Memory, ein Wortsuchspiel & Mik´s cooles Natur-Teen-Quiz 🙂 Mehr davon sind übrigens auf Media4Teens.de.


Kartenspiel:


Memory


Wortsuchspiel


Mik´s cooles Natur-Teen-Quiz

Das Spiel “die Sims 4” kennen Jugendliche fast alle, zumindest haben viele davon gehört. In dem Lebenssimulations-Spiel können eigene Charaktere erstellt und gespielt werden. Der Traumjob, das Traumhaus, eine Familie gründen – ganz leicht am PC! Es gibt viele Erweiterungspacks, mit denen das Spiel noch spannender gemacht werden kann. Die üblichen Packs handeln z.B. von  Vampiren oder einem spannenden Urlaub im Wald, allerdings gibt es auch Packs, von denen wir alle Etwas lernen können.

Das “Nachhaltigkeits-Erweiterungspack” liefert viel Neues.

Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Natur, Umwelt, etc und der Umgang damit, geht uns alle etwas an. Spielehersteller “Maxis” bzw. “Electronic Arts GmbH” hat nun ein Pack auf den Markt gebracht, mit dem wir erfahren und erleben, wie wir die Welt verbessern und verändern können.

Aller Anfang ist schwer – in der neuen Spielwelt treffen wir auf dreckige Luft, Müll der überall herumliegt und ein schreckliches Industriegebiet. DAS können WIR aber ändern. Von Montags bis Freitags (im Spiel) stimmt die ganze Stadt ab, was Sie ändern will.

Es könne Gemeinschaftsgärten und anderes gebaut werden. Mehr Pflanzen = bessere Luft. Mit der Zeit verändert sich die Stadt, zu einem schönen, gesunden Ort. Allerdings kann es auch in die andere Richtung gehen, wenn nicht auf die Welt geachtet wird!

Alte Ideen neu verpackt – das kennen Einige aus dem echten Leben:

Auch auf dem eigenen Grundstück kann die Welt verbessert werden. Mit neuen Solaranlagen und Windmühlen kann Strom erzeugt werden. Anstatt Säugetiere wie Kühe in Massentierhaltung zu züchten, werden z.B. Insekten gezüchtet und gegessen. Alte Möbel, etc werden recycelt, es kann Gemüse und Obst angebaut werden. Mit dem Stand kann sogar vom eigenen Grundstück aus verkauft werden, was man so übrig hat (z.B. Gemüse). Und noch viel mehr!

Mein Fazit (von Minoka): “Die Sims 4 macht Spaß! Für mich ist das Nachhaltigkeits-Erweiterungspack absolut gelungen! Das Ausprobieren der neuen Inhalte war spannend und lehrreich und es lohnt sich wirklich, die Erweiterung zu kaufen. Ich habe dabei tatsächlich Einiges gelernt und Ideen gesammelt, wie ich auch bei mir Zuhause ein wenig der Umwelt helfen kann. Vor allem die Idee mit den Insekten finde ich gut. Massentierhaltung ist ein echtes Problem und daran muss gearbeitet werden …”

Bei Amazon kannst Du das Erweiterungspiel kaufen! Klick hier.


Link zur Website des Spiels und der Werbetrailer dazu:

Am 27.2 fand der erste Nachhaltigkeits-Kongress für Schüler in Schleswig-Holstein statt. Das unter dem Titel “Schule macht Zukunft – Impulse für ein nachhaltiges Leben” – ein Tag rund um die 17 Nachhaltigkeitsziele. Es gab über 30 Workshops, wovon jeder Teilnehmer 2 wählen konnte. Unsere Redakteure besuchten Workshop 25 und 30, währenddessen der erKant-Coach selbst einen gab.

Der Tagesablauf war gut geregelt. Am Anfang wurden die Teilnehmer im Hörsaal der Uni begrüßt und einige Politiker und Wissenschaftler hielten Reden zum Thema Nachhaltigkeit. Danach versammelten sich alle vor dem Gebäude und teilten sich den Workshops zu. Guides führten die Gruppen zu ihren Lernorten auf dem Uni-Gelände.

Im ersten Workshop, den unsere Redakteure besuchten, wurde eine Rally durch das Universitäts-Gelände gemacht. Zunächst wurde dort erklärt, wie die Rally abläuft. Mit der App Actionbound werden solche Rallys erstellt.

Actionbound ist eine App für Tablets, mit der die Teilnehmer ihre Umgebung interaktiv Erkunden können und so mehr über ihren Wohnort, ihre Schule oder z.B. ihre Uni lernen können. Die App funktioniert mit GPS, dadurch weiß die App immer, wo sich der Spieler befindet und kann die passende Aufgabe zum Ort stellen. Die erstellten Rallys, genannt „Bounds“, können entweder der Öffentlich zugänglich gemacht werden, mit einer speziellen Lizenz privat bzw. geheim gehalten, oder über einen Code nur für einen kleinen Personenkreis (etwa für einen Geburtstag) zugänglich gemacht werden.

Los ging es in kleinen Gruppen!

Während des Rundgangs mussten Aufgaben gelöst werden. Dabei werden die Teilnehmer nicht nur mit Quizfragen konfrontiert, sondern müssen auch selbst aktiv werden, indem sie beispielsweise Interviews führen, Videos drehen oder Fotos machen. Die erkant-Redakteure erkundeten auf ihrer Tour neben dem Uni-Gelände und dem Botanischen Garten, auch die Mensa der Uni. In der Mensa hatten die Redakteure die Aufgabe, herauszufinden, was die Mensa dafür tut, unnötigen Müll, wie etwa Einwegbecher zu vermeiden. Nachdem sie die Lösung wussten, mussten sie eine Audionotiz aufnehmen.

Eine weitere Aufgabe war es, einen Slogan für mehr Nachhaltigkeit auf den Gehweg der Uni zu schreiben, und ein Foto davon zu machen.

“Fahrradfahren macht die Welt schön und heil!” – ist unser geworden.

Im Botanischen Garten sollte eigentlich noch ein Video gedreht werden. Diese Aufgabe musste jedoch aus zeitlichen Gründen übersprungen werden.


Nach dem ersten Workshop gab es eine Pause mit kostenlosem Mittagsessen für alle.

Um 14.15 Uhr ging es los in den 2. Workshop: einem über Wale und das Leben unter Wasser. Als erstes wurde ein Film von einem jungen Forscher gezeigt, der Wale beobachtet und studiert. Es konnten auch echte Walzahn-Borsten angefasst werden. Die Gruppe wurde aufgeteilt.

Eine der beiden baute ein lebensgroßes Walskelett zusammen (ca 1,60 Meter).

Die anderen Jugendlichen testeten im Nebenraum, wie die Haut der Wale funktioniert. Dafür wurden Hände mit Butterhandschuhen, Stoffhandschuhen und auch ohne Schutz in Eiswasser gehalten. Danach wurde die Kraft gemessen.

Die Leute mit den Butterhandschuhen hatten noch am meisten davon. Ein Mädchen sollte sogar ihr Gesicht für 30 Sekunden ins Eiswasser halten. Dadurch wurde gezeigt, dass wir Menschen noch den “Taucheffekt” haben. Heißt: unser Puls wird langsamer, um so kälter es wird. Am Ende führten alle Teilnehmer zusammen einen Geräuschetest durch. Dazu wurden im Wasser Geräusche gemacht und zum Hören Stethoskope ins Wasser gehalten.

Zum Abschluss des Tages gab es noch eine kleine Rede und Dankesworte an die Organisatoren, beteiligte Wissenschaftler und Referenten.


Uns hat der Nachhaltigkeits-Konferenz sehr gut gefallen! Der Tag zwar interessant, jedoch ein wenig verplant. Die Kurse dauerten nur ca. 90 Minuten – das ist zu kurz. Neue Freundschaften konnten auch geschlossen werden …


Was unser Coach als Referent derweil gemacht hat, könnt ihr auf dem Lernportal gucken – da gibt es eine Workshop-Seite, die die teilnehmenden Schüler währenddessen erstellt haben:

 

Alle sprechen von der Klima-Erwärmung; zum Beispiel  wegen der monatelangen Brände in Australien und der Vernichtung des Regenwaldes am Amazonas. Wird die Erde deshalb irgendwann zu einem Ort, der nur noch aus Wasser (voller Algen und Plastik) und sandigen Wüsten besteht? Wo Städte und Wälder vernichtet sind, Menschen nicht mehr leben können? Sieht die Erde irgendwann wie in Science-Fiction-Filmen aus – leblos und tot? Frage ist: Können wir den Klimawandel aufhalten und unsere Welt noch retten?

Treibhausgase erwärmen das globale Klima – bedeutet was?

Eine Aussage, die wir immer wieder in den Medien hören, heißt: die Emissionen steigen. Emissionen sind kleinste Teilchen, Gase, etc die ausgestoßen werden. Treibhausgase wie CO2 (Kohlendioxid), Methan und Lachgase werden zum Beispiel ausgestoßen (von Kohlekraftwerken, Autos, Bränden, Industrie, Landwirtschaft, etc). Diese Treibhausgase sorgen dafür, dass weniger Wärme der Atmosphäre ins Weltall entweichen kann, wodurch die Temperaturen auf der Erde steigen.

Eine Erderwärmung von 1,5 Grad reicht, damit das oben Genannte passiert:

Das Wetter spielt verrückt; Eisberge schmelzen, der Meeresspiegel steigt und überschwemmt Küstengebiete; andererseits trocknen Landschaften aus und es gibt immer mehr Brände. Brände, Brände, Brände …

Die brennenden Ur- und Regenwälder dieser Welt sollen sehr viel mit der Höhe der CO2-Emissionen zu tun haben.

Der WWF schrieb dazu z.B.: “Wenn wir nichts dagegen unternehmen, werden wir bis 2030 bis zu 170 Millionen Hektar Wald verlieren – das ist eine Fläche so groß wie Deutschland, Frankreich, Spanien und Portugal zusammen.” Laut dem soll alleine 1/3 des Amazones-Regenwaldes vernichtet werden.

Aber nicht nur Brände, sondern auch Industrie und Landwirtschaft vernichten unfassbar viel Wald!

Wälder werden zum Beispiel abgeholzt, damit sie für die Produktion von Palmöl, Rindfleisch und Soja und vieles mehr, also für Viehzucht und Ackerbau sowie für Biodiesel, Platz machen. Das Holz der Bäume wird zudem sehr vielseitig in der Industrie genutzt – es ist ein Baustoff, der nachwächst.

Bäume sind also nachwachsende Rohstoff-Lieferanten, was nachhaltig sein soll. Wieso? Zwar wachsen Bäume durch Aufforstung wieder nach, aber eigentlich wird für diese “nachwachsenden Rohstoffe” doch erst einmal alter Baumbestand (der viel wertvoller ist, als junge Bäume) vernichtet, oder sogar Flächen gerodet, um bestimmte Bäume – insbesondere Palmen für Palmöl (lies dazu auf Regenwald.org mehr) anzubauen?

Was können wir dagegen tun, außer mit Fridays-for-Future die Menschen, insbesondere die Politiker weltweit aufzurütteln?

Eine Welt ohne Bäume, ohne Wälder, wünscht sich wohl niemand!

Unabhängig davon, dass Wälder der Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen sind. Sterben die alle, wird die Erde irgendwann leblos und kahl und sieht dann aus, wie in der Science-Fiction-Welt.


Politik und Wirtschaft versuchen, mit verschiedenen Maßnahmen den CO2-Ausstoß zu senken. Braunkohlewerke sollen stillgelegt, Energie alternativ gewonnen werden; Autos nicht mit Verbrennungsmotor, sondern elektrisch fahren; Bahnfahren wird billiger und so weiter. Aber bringt das genug? Alternativ:

Wie kann CO2 verbraucht und dadurch weniger werden?

Land- und Meerespflanzen, insbesondere Bäume und Algen, nehmen ständig Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre auf und verarbeiten es mithilfe der Lichtenergie zu Zucker (Glucose) und Sauerstoff – das ist die “Photosynthese“.

Das Kohlendioxid wird verbraucht, der Zucker vom Baum als Nahrung zum Wachstum genutzt und der frisch produzierter Sauerstoff an die Umwelt abgegeben. Diesen Sauerstoff brauchen Menschen und Tiere zum Leben. Die Regen- und Urwälder werden deshalb auch als “grüne Lunge der Welt” bezeichnet.

Wird der Waldbestand durch Brände und Abholzung immer geringer, wird weniger CO2 von Bäumen verbraucht und damit das Klima immer wärmer. Heißt also: Das ist ein Teufelskreislauf und der sogenannte “Treibhauseffekt“.

Genau das Gegenteil müsste passieren! Wir brauchen mehr Wald, um mehr CO2 verbrauchen zu lassen.


Bei der Initiative “Plant-for-the-Planet.de” nehmen Schüler die Klimarettung selbst in die Hand.

Dort steht geschrieben: “Inspiriert von Wangari Maathai, die in Afrika in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat, formulierte 2007 der damals 9-jährige Felix seine Vision:
 Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen. Und so auf eigene Faust einen CO2-Ausgleich zu schaffen, während die Erwachsenen nur darüber reden.” Link dorthin: https://www.plant-for-the-planet.org/

Wenn nun jeder Schüler einen Baum pflanzen würde: Könnte das was bringen?

Es gibt im Schuljahr 2019/20 in SH insgesamt 365.600 Schüler (m/w/d) und 28.000 Lehrer (Quelle). Würden also die rund 800 Schulen in SH alle einen Schulwald bekommen, mit jeweils einem Baum pro Schüler und Lehrer, wären das zusammen an die 400.000 Bäume. Da Schleswig-Holstein das Waldärmste Bundesland ist, haben wir auch echt Luft nach oben … Wären wir Politiker, würden wir uns vermutlich dafür einsetzen, dass es mehr Bäume als Windkraftanlagen in SH geben soll!

Würden alle Schüler von Deutschland mitmachen und Bäume pflanzen, wären das 8,3 Millionen – plus die der 773.280 Lehrer (m/w/d).

Zusammen also rund 9 Millionen Bäume!

Klingt irgendwie nach einer spannenden Sache! Doch: Wieviele müssten das wirklich sein? Weltweit? Wenn in vielen Ländern der Welt ständig viele, viele Hektar Wald für Industrie und Landwirtschaft abgeholzt oder durch Brände vernichtet werden?

Auf 1 Hektar aufgeforsteten Wald in Deutschland stehen im Durchschnitt 400 Bäume (Quelle), dass heißt, die Schüler würden mit 9 Millionen Bäumen 22.500 Hektar Wald pflanzen. In Australien sind gerade Wald- und Buschflächen von 12.000.000 Hektar (Stand: 13.1.20) abgebrannt. In Brasilien brannten alleine im August 2019 innerhalb von fünf Tagen 471.000 Hektar Wald, Weiden und Felder ab…

Vermutlich ist das eine schöne Idee, dass Schüler Millionen von Bäume pflanzen. Aber es ist auch nicht viel mehr, als “ein Tropfen auf den heißen Stein”; nur eine von vielen, vielen Maßnahmen, die weltweit notwendig sind, um die Klima-Erwärmung aufzuhalten.

  • Es stellt sich auch die Frage: Wie sieht es mit Methan und Lachgas aus? Die sollen schlimmer sein, als CO2 – wir werden es recherchieren!
  • Ebenso wie die Frage: Was nutzt es, wenn wir in Deutschland alles für den Klimaschutz tun, aber viele Länder der Welt nicht?
  • Welche Maßnahmen müssten noch weltweit durchgeführt werden, damit das Klima und damit die Welt gerettet werden kann?

Und: Wie unfassbar ist denn bitte das? Auf Regenwald.org steht geschrieben:

“Mittlerweile gehen in der EU 61 % des Palmöls (wofür Unmengen an Regenwald vernichtet werden) in die Energieerzeugung51 % (4,3 Millionen Tonnen) für die Produktion von Biodiesel sowie 10 % (0,8 Millionen Tonnen) in Kraftwerke für die Strom- und Wärmeerzeugung.

Ignorieren die Politiker das? Dass ihre hochgelobten “alternative Energien” aus nachwachsenden Rohstoffen, die besser als Braunkohle- und Atomkraftwerke sein sollen, auch Regenwald-Ressourcen nutzen und deswegen immer mehr klimaschädliches CO2 entsteht?

Wir werden der Sache weiter auf den Grund gehen; in Kürze zunächst einmal den Treibhausgasen Methan und Lachgas.