Eins der großen Eingangstore wurde geöffnet und der Blick auf das Amphitheater am Kalkberg in Segeberg möglich – ruhig und einsam wirkte es. Nichts los? Noch nicht. Noch saßen Schauspieler und Statisten hinter der Bühne und bereiteten sich auf den Beginn des Theaterstücks vor.

Am 9.8. war die erKant-Redaktion bei den Karl-May-Spielen und traf GZSZ-Star Raúl Richter. Die Pressesprecherin führte das Team durch eins der Tore, wo es von 4 Hühnern und zwei Pferden begrüßt wurde, und dann durch ein verzweigtes, stufenreiches Tunnelsystem bis zur Kantine, der Maske und dem Pferdeplatz hinter der Theaterkulisse. Sie schauten durch Sehschlitze zur Tribüne, liefen an Schauspielen und Komparsen vorbei, fühlten sich, als wären sie im Berg.


Umringt von Indianern, Cowboys und Butter-Geruch aus der Kantine wurde hier ein Kindheitswunsch erfüllt: einmal hinter die Kulissen von Winnetous Abendteuern schauen.

Nach ein paar Fotos vor indianischen Waffen setzen sie sich in die Ruhezone für die Statisten und warteten auf den GZSZ-Star. Er schrieb zunächst per WhatsApp: “Wir haben Probleme am Bahnhof. Stau.” In der Wartezeit konnten sie sich umsehen; überall waren Indianer und Cowboys mit Kostümen, Waffen und Tiere. Raúl kam doch noch pünktlich und Minoka führte das Interview mit ihm. Hier ein Ausschnitt davon als Video:


Raúl Richter spielt aktuell bei den Karl-May-Spielen eine Hauptrolle

Foto: Karl-May-Spiele Bad Segeberg

Der 32-jährige Berliner ist in dem Stück Martin Baumann – der Sohn des Bärenjäger.

Anfangs wirkt er in seiner Rolle sehr jungenhaft und etwas unreif. Das ändert sich, als sich der “Sohn des Bärenjägers” in die neu angereiste Schönheit “Tiffany” (Topmodel Larissa Marolt) verliebt. Sein Vater gerät in Gefangenschaft und er muss ein Stück weit mehr erwachsen werden – dabei zeigt er Rückgrat und stellt sich mutig den Feinden! Nebenbei bändelt er mit Tiffany an – Knutschszenen gab es auch … Der Sohn des Bärenjägers (Raùl als Martin) ist der Sympathieträger des Theaterstücks, der die Herzen im Sturm erobert! Raúls Social Media Profile: FacbookInstagram

Winnetou wird in dieser Saison übrigens von DSDS-Star Alexander Klaws gespielt.

Bisher war Raùl in Filmen und TV-Serien zu sehen. Diesen Sommer spielt er erstmalig Theater auf einer Freilichtbühne.

Von 2007 bis 2014 stand Raúl in 1.755 Folgen als Dominik Gundlach in der RTL-Soap „Gute Zeiten – schlechte Zeiten“ vor der Kamera. 2011 erhielt er dafür den „German Soap Award“ als bester Darsteller einer Daily Soap.  Er verließ die Serie auf eigenen Wunsch.  Raúl Richter machte 2010 „Let’s Dance“ mit; moderierte 2013 die zehnte Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“; gehört zum Cast der YouTube-Serie „Offscreen“ und ist in der Webserie „Singles’ Diaries“ zu sehen.


“Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers” – die Story:

Foto: Karl-May-Spiele Bad Segeberg

Mitten in den Jagdgründen der Indianer liegt die Farm des Bärenjägers. Er ist ein Freund aller Roten – doch der Häuptling der Sioux-Ogellallah ( der “Schwere Mokassin”), schwingt unbarmherzig den Tomahawk des Krieges gegen alle Bleichgesichter.

Mit fiesen Tricks und Hinterlist überzeugt er selbst die friedlichen Schoschonen und geht gegen die weißen Siedler vor.  Als der Bärenjäger in den Rocky Mountains in die Hände der Sioux-Ogellallah fällt, scheint sein Schicksal besiegelt. Auch Tiffany O’Toole, eine junge Schauspielerin auf dem Weg zur Ostküste, gerät in tödliche Gefahr. Die Krieger ziehen hinauf in die Berge, wo in einer mystischen Welt über den Wolken eine sagenumwobene Stadt liegen soll: das vergessene Reich eines verschwundenen Volkes.

Wer kommt und heftet sich an die Fährte der Entführer? Der legendäre Apachen-Häuptling Winnetou und sein weißer Blutsbruder Old Shatterhand. Martin Baumann, der Sohn des Bärenjägers begleitet sie …


Winnetou-Musik und Fotos von der Vorstellung:


Das Freilichttheater am Kalkberg Bad Segeberg in Zahlen:

  • Größe: 17.000 qm
  • Ausstellungsfläche für die Bühne: 400 qm
  • Podest für Mischpult im Block B: 50 qm
  • Nummerierte Sitzplätze: 7.793
  • Stehplätze: 3.767
  • Stellplätze: 3.088 PKW, 50 Busse
  • Verkaufsstände für Sponsoren
  • Ärztlicher Notdienst und Aufsicht
  • gleich neben dem Freilichttheater: Freiflächen und Blockhäuser im Indian Village

Link zur Website / Karten buchen: https://www.karl-may-spiele.de/

Hört sich flach an, ist sie aber nicht: Die neue deutsche Party-Komödie „Abikalypse“ im Stil von „Project X“ hat echt Tiefsinn – sie setzt sich auch mit den Schattenseiten der sozialen Online-Netzwerke auseinander. Die Hauptdarsteller feiern die Premiere ihres Films mit einer Tour durch Deutschland und waren beim Kinostart am 25.07. in Lübeck vor Ort!

Foto oben: erkant.de – Wir, die Redakteure von erKant.de, haben die Schauspieler im CineStar Filmpalast in der Stadthalle getroffen. Ein Interview-Mitschnitt steht als Video ganz unten auf dieser Seite; davor eine Audio-Aufnahme.

Eine Geschichte voller Botschaften über Beziehungen und soziale Medien.

Als die ABI-Party abgesagt wird, gibt es lange Gesichter. Und genau darin wittern die Freunde Musti, Hannah, Yannick und Tom – allesamt ziemliche Außenseiter – ihre große Chance: Sie versprechen, die heftigste Party des Jahres zu schmeißen und endlich allen zu zeigen, was in ihnen steckt!

Doch die Suche nach Anerkennung und Followern wirbelt die enge Freundschaft der vier gehörig durcheinander. Inmitten des Trubels erkennen Hannah und Tom zudem ihre wahren Gefühle füreinander. Die erste romantische Nacht zu zweit verkompliziert die Dinge nur noch mehr … Für die vier Freunde wird die Party ihres Lebens zur wichtigsten Prüfung ihrer Freundschaft!

Der Trailer zum Kinofilm:

“In ABIKALYPSE geht es um weit mehr, als eine Party! Es geht um echte Beziehungen versus Social-Media-Freundschaften; deren Wert bzw. Wertlosigkeit; es geht um Hatespeech sowie CyberMobbing und noch viel mehr! Ein höchst aktueller, zeitgemäßer Film und geeignet, um im Schulunterricht (Lehrerinfos) Probleme durch soziale Medien zu thematisieren!” ~ von Susanne (SuS)


Sympathische Stars mit Humor gaben Interviews & Autogramme, machten Selfies.

Die Stars (von links auf dem Foto oben) Reza Brojerdi, Lucas Reiber, Jerry Hoffmann und Lea van Acken, kamen nach dem Film in den Kinosaal und ließen sich vom Publikum Fragen stellen – siehe Video. Danach bat die Kino-Leiterin alle ins Foyer, wo die Besucher ein Selfie mit den Stars machen und Autogramme bekommen konnten. Das war spitze!

Frage des Tages von Reza Brojerdi an die erkant-Coachin: “WIEVIELE Kinder hast du denn?” “Ähm …”

Die Schauspieler mit Feedbacks einzelner erKant-Redakteure:

(in der Reihenfolge wie auf dem Hauptfoto oben)

Reza Brojerdi (36, auch bekannt aus „Schneeflöckchen“ u. „Das letzte Mahl“) spielt im Film den Abiturienten “Musti” mit reichem Vater, zu dem er eine schwierige Beziehung hat. Musti ist eine durchgeknallte Person, die offen auf alle zugeht, aber leider oft abblitzt und sich lächerlich macht. Es wirkt so, als wenn er nichts auf die Reihe bekommt, aber: Er ist ein Mensch, der für seine Freunde kämpft! Spontan will er die Abi-Party organisieren und zur Legende werden – obwohl er kaum Follower hat … Ob er es schafft und der Held der Geschichte wird? Guck den Film 🙂

“Die Rolle von Musti fand ich, als schauspielerische Herausforderung, besonders interessant! Eine spannende Stelle im Film war für mich, als das Feuerwerk im Auto explodierte, nachdem die Vier den Alkohol geklaut hatten. Eine andere Szene, die ich cool fand, war relativ weit am Anfang – die, als Musti im Body getanzt hat, um seine Prüfung absichtlich zu versauen. ~ von Minoka (MSB)

Lucas Reiber (25, bekannt aus “Fack Ju Göhte 2 und 3” und “Verrückt nach Fixi”) spielt die Rolle des “Tom”. Er ist im Film, genauso wie seine Freunde Musti, Hannah und Jannik, auch ein Außenseiter. Sein Grundproblem ist, dass er sich nie entscheiden kann – selbst nicht bei seinem Prüfungsthema und erst recht nicht, als er seine Gefühle für seine “beste Freundin” Hannah entdeckt – da ist er emotional total überfordert. Er hat regelrecht Angst vor einer Beziehung mit ihr, die möglicherweise so enden kann, wie die Ehe seiner Eltern … Deswegen weicht er einem klärenden Gespräch lange aus.

“Meine Lieblingsstelle war auch die mit dem Feuerwerk im Auto.”

Jerry Hoffman sagte zu der Szene später im Interview: „In der Szene ist wirklich Pyrotechnik ganz knapp neben dem Auto explodiert und die Schreie von mir waren nicht gespielt, sondern total echt. Ich hatte wirklich Angst.“

In der Fragerunde nach dem Film, berichteten die Darsteller, dass sie zur Rollenvorbereitung zusammen in den Heidepark gefahren waren, wo sie sich beim Improvisations-Theater kennenlernten – das fand ich es sehr interessant. Außerdem erzählte Jerry Hoffmann, dass sie in der Szene, in welcher sie auf dem Dach der Schule standen und ihre Party angeschaut haben, wirklich 25 Meter hoch über der Feier mit 300 Komparsen standen, und die Szene nicht mit einem “Greenscreen” gedreht wurde.   ~ von Tobias (ToN)

Jerry Hoffmann (25, auch bekannt aus „Amelie rennt“, “Shahada” und als Regisseur) spielt die Rolle von “Jannik”, der der einzige superschlaue Kopf im Film ist und schon mal glaubt, deswegen von Anderen ausgenutzt zu werden. Obwohl er ein Intelligenzbolzen ist, lässt er sich von der “Influencerin” Leonie (Lisa Marie Koroll) ganz schön verarschen und fällt immer wieder auf sie rein. Wegen ihr verändert er sich zum “Affen” und kündigt seiner Clique im Laufe des Films die Freundschaft – am Ende muss er der Wahrheit ins Gesicht sehen …

“Mir gefiel der Film gut! Doch am meisten habe ich mich darüber gefreut, dass ich Lea van Acken treffen konnte – von ihr bin ich ein totaler Fan!” ~ von Lilly (LNB)

Lea van Acken (20, bekannt aus “Das Tagebuch der Anne Frank”, “Bibbi und Tina” etc.) stellt im Film die Rolle Hannah dar. Hannah ist das Mädchen in der Clique und verliebt sich in ihren besten Freund Tom. Sie wirkt auf der einen Seite sehr schüchtern und in sich gekehrt, dadurch dass sie beispielsweise nicht ihr Hobby, das Zocken, gerne preisgibt und sich dort sogar als Jungen ausgibt. Andererseits macht sie einen starken Eindruck gegenüber Anderen… Besonders in der komplizierten Beziehung mit Tom steht sie für Ehrlichkeit und Freundlichkeit.

“Die schauspielerische Umsetzung ist den Schauspielern sehr gut gelungen. Besonders beeindruckend fand ich die Darstellung der inneren Gedanken, da diese nicht wie gewöhnlich einfach als “Voiceover” geschnitten wurden, sondern in eine Szene, die in einem schwarzen Raum spielte.” ~ von Mira (MML)

Im persönlichen Interview mit erKant.de gaben die Schauspieler preis, dass sie schauspielerische Vorbilder wie Morgan Freeman, Jessica Chastain, Denzel Washington, Louis Hofmann, Florian David Fitz u. v. m. haben. Dennoch sagten sie, würden sie auch immer selber etwas von sich in ihre Charaktere legen und teils auch neue Charakterzüge entwickeln.


Wie sie ihre Figuren finden, erfahrt ihr in der folgenden Aufnahme:


Mitschnitt vom Interview im Kinosaal:


Verleih:

Warner Bros. Pictures Germany

Rollen & Schauspieler:

  • MUSTI: Reza Brojerdi
  • HANNAH: Lea van Acken
  • TOM: Lucas Reiber
  • JANNIK: Jerry Hoffmann
  • LEONIE: Lisa Marie Koroll
  • Weitere Rollen: Mehmet Kurtulus, Leon Blaschke, Oliver Korritke u.v.m.

Crew:

  • Regie: Adolfo Kolmerer
  • Drehbuch: Tim Gondi
  • Kamera: Konstantin Freyer

Lehrer-Infos:

In dem Video unten findet ihr Impressionen der erKant-Erlebnisse im Jahr 2018. Fakt ist: Wir hatten Spaß und haben viel erlebt 🙂

  • Dreh mit dem NDR für das “Schleswig-Holstein Magazin”
  • Einrichtung des Redaktionsbüros im Alfapark
  • OMR (Online-Marketing Rockstar Messe) in Hamburg
  • Jugendpressefrühling im Mai 2018
  • Stormini 2018 in Reinfeld
  • Interview auf dem Travering in Bad Oldesloe
  • Schülerzeitungswettbewerb der Länder 2018 (#SZWDL18) in Berlin
  • KjR – Festival für digitale Medien
  • Mission: truth bei der Axel Springer Akademie in Hamburg
  • Hansebelt 10Jahres-Feier mit TV-Star-Interview
  • Weihnachtsfeier im Escape-Room in Lübeck & Besuch der IHK Lübeck

Neues Jahr neues Glück, das gilt in diesem Jahr sowohl für die deutsche als auch für die internationale Filmbranche, denn 2018 war filmisch gesehen kein so gutes Jahr. Dennnoch werden auch 2019 wieder die Oscars, der Bayerische Filmpreis und der Deutsche Fernsehpreis verliehen.

Den Anfang machte in diesem Jahr wieder der Bayerische Filmpreis. Er wurde bereits zum 40. Mal im Prinzregententheater in München von der Staatsministerin für Digitales des Staates Bayern, Judith Gerlach vergeben. Sie ist sich ihres Sieges sicher: “Was das Dolby Theatre für die Oscars ist, ist das Prinzregententheater für den Bayerischen Filmpreis”. Der Bayerische Filmpreis sei mit Preisgeldern von insgesamt 300.000 Euro dotiert, so Gerlach in einer Pressemitteilung.

Die Trailer zu den einzelnen Filmen befinden sich unterhalb dieses Textes. Stimmt hier gerne ab, welcher Trailer euch am meisten gefallen hat:

Welcher Trailer zu welchem Film hat dir am besten gefallen?

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Hier die Preisträger:

Der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder geht in diesem Jahr an den Regisseur Roland Emmerich, der unter anderem mit Filmen wie “The Day After Tomorrow”, “Independence Day” oder “2012” bekannt wurde.

Roland Emmerich Foto: Georges Biard, CC-BY-SA-3.t

Die Jury schreibt zum Ehrenpreis: “Roland Emmerich ist ein Deutscher, der den Amerikanischen Traum wahr gemacht hat und Menschen auf der ganzen Welt für das Kino begeistert. Geboren in Stuttgart-Obertürkheim hat er es über die Filmhochschule München und erfolgreiche Produktionen in Deutschland nach Hollywood geschafft wo er für seine epischen wegweisenden visuelle Standarts setzenden Katastrophenfilme als “Master of Desaster” verehrt wird Als Autor, Produzent und Regisseur ist er verantwortlich für einige der größten Blockbuster der Kino-Geschichte:”Stargate” (1994), “The Day After Tomorrow´” (2004, “2012” (2009) und natürlich “Independence Day” (1996; Teil 2 2016). Von Anfang an war es Roland Emmerichs Anrieb, mit seinen Filmen so viele Zuschauer zu erreichen wie möglich. Und von Anfang an faszinierte ihn das Visionäre, das Überlebensgroße, das Außer- und Überirdische. Seine Helden ,verkörpert von Superstars wie Kurt Russel, Will Smith oder Mel Gibson, haben mythologische Dimensionen – sie retten die Welt oder trotzen ihrem Untergang, indem sie auf ihre moralische Integrität kämpfen. Und sie gehen bis zum Äußersten, wenn ihre Familie bedroht ist. Der Einsatz für diese Werte, Loyalität und Teamwork, zeichnet nicht nur Roland Emmerichs Protagonisten aus, er bestimmt auch sein Leben. Er gibt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, von den Schauspielern bis zu den kreativen Schöpfern der Spezialeffekte gerne und großzügig die Gelegenheit, Außerordentliches zu leisten. Er inspiriert und unterstützt seine Regie-Kollegen und den Kinonachwuchs mit Rat und Tat. Er setzt sich ein für die Gleichberechtigung von Homosexuellen, die er im Film “Stonewall” (2015) auch filmisch beeindruckend reflektiert hat, und engergiert sich aus tiefer Überzeugung für die Menschenrechte. So liebt und lebt Roland Emmerich ganz großes Kino! Ihm zu Ehren spielte das Münchener Rundfunkorchester eine Suite der Filmmusik aus den Filmen Independence Day, The Day After Tomorrow und Stargate aus den folgenden Stücken:

“End Titles” von David Arnold aus dem Film “Independence Day”

“The Day After Tomorrow” von Harald Klosner aus dem gleichnamigen Film

“Giza,1928” von David Arnold aus dem Film “Stargate”

“Closing Titles-Intro”  von David Arnord aus dem Film, “Stargate”

“The President’s Speech” von David Arnold aus dem Film “Independence Day”

Filmplakat “Sauerkrautkoma” © 2018 Constantin Film Verleih GmbH

Der Publikumspreis, der wie jedes Jahr wieder von den Zuschauern des Kinomagazins “kinokino” im BR Fernsehen und den Hörern vom Radiosender

Bayern 1 vergeben wurde, ging in diesem Jahr an den  Regisseur Ed Herzog, die Schauspieler Sebastian Bezzel und Lisa Marie Potthoff, die Produzentin Kerstin Schmidbauer,  die Krimiautorin Rita Falk, und den Drehbuchautoren Stefan Betz für ihren Film “Sauerkrautkoma”.

 

 

 

Der Preis für die besten Visual Effects (dotiert mit 10.000 Euro) geht an Frank Schlegel für den Film “Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer”.

Die Jury schreibt:  “Wer kennt Michael Endes Geschichte von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer nicht? Die Verfilmung durch die Augsburger Puppenkiste ist legendär. Sich an diesen Stoff zu wagen, ist mutig und visionär.

Dank des Produzenten Christian Becker, des Regisseurs Dennis Gansel und der beeindruckend realistischen und unglaublich detailreichen Umsetzung

Plakat zu ” Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer” © 2018 Warner Bros. Entertainment

der phantastischen Entwürfe des Production Designers Matthias Müsse durch die in Deutschland beheimaten Studios für Visual Effects (VFX) entstand hier eine ganz neue, bisher nur in den Köpfen der Leser der Bücher existierenden Welt mit atemberaubenden Bildern: das vom Meer umtoste Inselchen Lummerland, die phantastische Stadt des Kaisers von Mandala, die düstere Drachenstadt, oder die wilden Landschaften und Wüsten dieser imaginären Weltreise.

Fast alles, was im deutschen VFX-Schaffen Rang und Namen hat daran mitgewirkt diese Welt zu erschaffen. (Trixter, ScanlineVFX, Mackevision, Chimney und RISE FX) Unter der Leitung und Koordination des VFX-Supervisors Frank Schlegel entstand dieser Film, der zeigt, dass nicht nur im Auftrag der US-Studios großes Kino und tolles Entertainment entstehen kann.” Der Drache Nepomuk wird übrigens vom Gastgeber der Bullyparade höchstpersönlich, Michael “Bully” Herbig gesprochen.

 

 

 

 

Der Produzentenpreis wurde in diesem Jahr zweigeteilt und geht mit jeweils 1000.000 an Robert Marciniak von der Lieblingsfilm für die Produktion des Films “Trautmann” und an Max Wiedemann, Quirin Berg und Jan Mojto von der Wiedemann & Berg Filmproduktion für “Werk ohne Autor”, welcher übrigens Deutschland bei den diesjährigen Oscars vertritt und vom Oscarpreisträger Florian Henckel von Donnersmark (“Das Leben der Anderen”) gedreht wurde. Der Englische Titel ist “Never Look Away”.

Filmplakat “Trautmann” © SquareOne Entertainment

Begründung der Jury für die Vergabe des Produzentenpreises an “Trautmann”:

“In einer Zeit als eine Annäherung zwischen England und Deutschland in weiter Ferne schien, schaffte es ausgerechnet ein ehemaliger Wehrmachtssoldat, die Herzen der Engländer zu erobern. Bernd Trautmann, von den Engländern “Bert” genannt, gilt bis heute als einer der besten Torhüter der Welt.”

“Der Film “Trautmann” beschreibt seinen steinigen Weg vom gehassten deutschen Nazi-Soldaten in britischer Kriegsgefangenschaft hin zum von allen geliebten Fußballstar bei Manchester City, der für den Sieg seiner Mannschaft seine Gesundheit und sogar sein Leben aufs Spiel setzt.”

“Dem Produzenten der Lieblingsfilm und dem Regisseur Marcus H. Rosenmüller gelingt mit “Trautmann” ein kluger und emotionsgeladener Film, der alles mitbringt, was großes Kino braucht und weit mehr ist als das Biopic eines Fußballers. Es ist ein Appell an das Menschliche in uns. Die vielen Jahre der kräftezehrenden Vorarbeit haben sich gelohnt, um den Film als internationale- sprich bayerisch-irisch-englische Koproduktion grandios in Szene zu setzten.”

 

Begründung der Jury für die Vergabe des Produzentenpreises an “Werk ohne Autor”(“Never Look Away”):

“”Werk ohne Autor” beginnt 1937 in Dresden mit dem fünfjährigen Kurt Barnert und wird die Stationen seiner Entwicklung zu einer künstlerischen Persönlichkeit bis in die sechziger Jahre in Düsseldorf  aufblättern.”

Filmplakat zu “Werk ohne Autor” © Buena Vista international

“Viele Jahre hat der Oscarpreisträger Florian Henkel von Donnersmark an dieser Geschichte recherchiert, geschrieben und schließlich den Film inszeniert. Solch einen langen künstlerischen Prozess mit  internationalem Anspruch von Deutschland aus zu finanzieren und durchzuführen, braucht starke und kluge Partner. Der Film erzählt Barnerts Geschichte nicht nur über drei völlig unterschiedliche Zeitbezüge, sondern auch über die darin verwobenen dramatischen Handlungen von Figuren, die ihm nahestehen. Aufwändig inszenierte und mit einem beeindruckenden Ensemble gedrehte Szenen vereinen historische Anspielungen mit emotionalen Wirkungen. Im großen Finale schließlich wird der Film selbst zum Zeugnis eines künstlerischen Schaffensprozesses. Die filmische Wucht von “Werk ohne Autor” hallt noch lange nach. Das deutsche Kino braucht solche Filme – und ihre mutigen und engagierten Produzenten!”

 

Der Preis für des besten Nachwuchsdarsteller wurde verliehen an Max Hubacher für seine Rolle in “Der Hauptmann”.

Die Jury schreibt: ” Max Hubacher verkörpert grandios in dem beeindruckenden Kinofilm “Der Hauptmann” den Wehrmachts-Gefreiten Willi Herold, der auf der Flucht vor der Front durch eine gefundene Uniform in die Rolle eines Hauptmannes schlüpft . Diese “Rolle in der Rolle” balanciert er auf schmalem Grat aus: zwischen nahezu jugendlicher Unschuld und der grausamen Härte eines Mannes, den die gewonnene Macht zum Mörder werden lässt. Max Hubacher schafft es, dass man sich als Zuschauer zunächst gut mit der Figur des Willi Herold identifizieren kann, doch mit jeder Lüge, jeder Straßenkontrolle, jeder Handlung der Gewalt wünscht man sich schon bald, sich mehr von ihm zu distanzieren.”

“Aber man kommt ihm nicht aus! Zu verstörend ist es, seine Veränderung vom Gejagten zum Jäger mitzuerleben. Es ist bemerkenswert, wie akribisch Hubacher sich auf diese Rolle eingelassen hat und diese mit jeder Faser verkörpert. Er gibt damit der Grausamkeit des Krieges ein Gesicht.”

Nachwuchsschauspieler Max Hubacher © Jensbest CC BY-SA 4.0

Plakat zu “Der Hauptmann” ©Weltkino Filmverleih

 

 

 

 

 

 

 

Den Preis als bester Darsteller erhält Alexander Scheer für seine Rolle in “Gundermann”. Die Jury schreibt:

Plakat zu “Gundermann” © Pandora Filmverleih

Bester Schauspieler Alexander Scheer © Superbass / CC BY-SA 4.0

“Gerhard “Gundi” Gundermann ist ein Poet, ein Idealist, ein Baggerfahrer und Weltverbesserer. Und ein Stasi-Spitzel.  “Ich spiel dir den mit allem was ich habe!” hat Alexander Scheer dem Regisseur Andreas Dresen versprochen. Und dieses Versprechen hat er gehalten! Alexander Scheer hat sich den Liedermacher Gundermann “übergezogen” wie eine zweite Haut: hochengagiert, sensibel, seltsam zerrissen und stark zugleich. Wie Alexander Scheer hier die Waage zwischen Drama und Komödie auslotet und dabei auchnoch musikalisch hundertprozentig überzeugt, ist beeindruckend und berührend. mit jeder Geste, jedem gesungenem Ton, jedem Nasenschniefer oder Zurrechtrücken der großen Brille, glaubt man als Zuschauer Gundermann persönlich kennengelernt zu haben. Das ist eine unglaubliche und großartige schauspielerische und auch musikalische Leistung: Wir gratulieren von Herzen  zu dieser gelungenen darstellerischen Leistung!”

 

 

 

 

 

Beste Schauspielerin Marie Bäumer © Harald Krichel CC BY-SA 4.0

Der Preis für die beste Schauspielerin geht an die durch “Schuh des Manitu”, als Uschi bekannt gewordene Marie Bäumer für ihre Rolle der Romy Schneider in “3 Tage in Quiberon”.

“Für jeden Künstler, jede Künstlerin kann der Vergleich mit einem prominenten Star, der vor ihr kam, belastend sein. Marie Bäumer wurde seit dem Beginn ihrer Schauspielkarriere immer wieder mit Romy Schneider verglichen. In „3 Tage in Quiberon“ schlüpft sie nun tatsächlich in die Rolle der Romy Schneider und beschert damit der Welt einen ebenso grandiosen wie berührenden Moment des großen Schauspielerkinos. Wie sie lächelt, wie sie weint, wie sie sich Feuer geben lässt, wie sie provoziert und doch oft schüchtern bleibt, wie sie flirtet und tanzt: Marie Bäumer ist dabei Romy Schneider, mit deren Manierismen, mit ihrer Durchlässigkeit, Klugheit und Schönheit. Marie Bäumer muss dabei den Vergleich nie scheuen. Dabei spielt sie Romy, eine Frau in einer tiefen Lebenskrise, so intensiv und authentisch, dass sich der Zuschauer noch einmal in sie verliebt. Vielen Dank Marie Bäumer!”

 

 

 

Der Preis für die beste Nachwuchsdarstellerin geht an Svenja Jung für ihre Rollen in “Die Geschichte der Liebe” (oder der bayerische Titel: “A Gschicht über d’ Lieb”).

 

Die Jury begründet den Preis folgendermaßen:

“Svenja Jung fällt auf, seit sie vor knapp vier Jahren zum ersten Mal auf der großen Leinwand zu sehen war. Und danach immer wieder, als exzessives Berliner Partygirl, als beste Freundin mit dem schönsten falschen Lächeln, als geistig behindertes Mädchen. Ihre Wandlungsfähigkeit ist dabei fast schon ihr Handicap.

Denn jetzt gilt es, sie in „A Gschicht über d´Lieb‘“ wiederzuerkennen.

In diesem historischen Drama spielt die 25-jährige eine schwäbische Bauerntochter. Als diese lebt sie Anfang der 1950er Jahre auf dem Lande, wo Härte und Rohheit dominieren.

Nur ein Mensch scheint sie zu verstehen, ihr Bruder, der fatalerweise mehr als nur geschwisterliche Liebe für sie empfindet. Svenja Jung zeigt die Leiden und die Leidenschaften dieser jungen Frau mit höchster Ausdruckskraft.

Sie nimmt den Zuschauer mit, macht ihm das Unverständliche erklärlich. Aus ihrem Gesicht will er immer neue Figuren, immer neue Facetten lesen. Es wäre nicht verwunderlich, wenn Svenja Jung in Zukunft in einer richtigen Hollywood-Produktion mitspielen würde, z.B. als junge Jedi-Schülerin. Dass sie das Zeug dazu hat, hat sie schon bewiesen.

 

Den Preis für den besten Kinder- und Jugendfilm erhielt der Regisseur Aron Lehmann für den Film “Das schönste Mädchen der Welt”. Dazu die Jury:

” Der Film “Das schönste Mädchen der Welt” versetzt die bekannte Geschichte des Cyrano de Bergerac ins Hier und Jetzt und transformiert den Wettstreit der Wörter in das Milieu des Battle-Rap. Cyrano, der wegen seiner riesigen Nase gemobbt wird, versteckt sich dabei hinter einer goldenen Maske. Und wie auch in der Vorlage, verwechselt die schöne Roxanne den Klugen mit dem Schönen und die Wirrungen nehmen ihren Lauf.”

” Dass in dieser Geschichte Klugheit über Schönheit siegt, ist kein pädagogischer Appell, sondern schlicht einer der schönsten Liebesfilme der letzten Jahre.”

“Das schönste Mädchen der Welt”- Regisseur Aron Lehmann © Harald Bischoff CC BY-SA 3.0

” Seine Kraft und Ehrlichkeit zieht der Film aus dem so intelligenten und frechen Drehbuch, das Lars Kraume zusammen mit Aron Lehmann und Judy Horney geschrieben hat, hervorragenden Songtexten der Sängerin LEA, bezaubernden Darstellern und vor allem einer wunderbaren Regieleistung von Aron Lehmann.”

Filmplakat “Das schönste Mädchen der Welt” ho­no­rar­frei © obs/Tobis Film/Nadja Klier

Den Soundtrack zu Film findet ihr hier

 

 

 

 

 

 

Der Dokumentarfilmpreis geht an Markus Imhoof für seinen Film “Eldorado” Die Jury sagt zum Film “Eldorado”:

“Weit vor dem Spätsommer 2015 begann Markus Imhoof seine Arbeit zu “Eldorado”, einem Dokumentarfilm über das weltweite Phänomen der

Das Plakat zu “Eldorado” © Majestic Filverleih

Flüchtlingsströme. Inzwischen gibt es viele Filme zu diesem Thema, doch dieser hier ist etwas ganz Besonderes: Auf kluge Art und Weise verbindet der Filmemacher Beobachtungen auf dem Rettungskreuzer “Mare Nostrum”, in einem italienischen Auffanglager, einem Ghetto “illegaler” und einer Schweitzer Flücht

Der Regisseur von Eldorado, Markus Imhoof Foto: Mathias Bothor / Majestic Filmverlei

lingsunterkunft mit den globalen Handelsströmen. Dieses Kunststück gelingt Markus Imhoof durch hervorragend gewählte Protagonisten, deren Schicksale uns nicht nur emotional zutiefst berühren, sondern die darüber hinaus politische Missstände schonungslos offenlegen.”

 

“Dies alles durchwebt er mit einem poetischen Exkurs in die Vergangenheit: In der Schweiz des Jahres 1945, in der seine Familie “Giovanna”, ein hungerndes italienisches Mädchen, aufnimmt – Imhoofs erste Liebe. im imaginären Dialog mit ihr schafft er einen eindringlichen Appell an die Menschlichkeit. Denn wie sagt Giovanna zu ihm: “Wir leben alle unter den selben Sternen”.”

 

 

 

 

 

 

 

Der Preis für die Beste Regie ging in diesem Jahr an Caroline Link für ihre Ruhrpottkomödie “Der Junge muss an die Frische Luft”, nach Hape Kerkelings gleichnamigen Bestseller, über seine Kindheit. Die Jury schreibt:

“Die Verfilmung einer liebevollen Kindheit im Ruhrpott klingt nicht nach dem Kinoerlebnis, auf das die deutschen Zuschauer warten. Wenn die Geschichte aber ein Bestseller des großen Entertainers Hape Kerkeling ist, die preisgekrönte Autorin Ruth Toma das Drehbuch schreibt und die Oscarpreisträgerin Caroline Link Regie führt, dann wird man – zu Rech

Caroline Link  ©André Mischke / Warner Bros.

t!- neugierig.”

“Caroline Link erzählt tief berührend die Geschichte eines Jungen, der seinen eigenen Weg findet. Dabei führt sie gekonnt ein großartiges Schauspielerensemble – allen voran der witzige und sympathische Julius Weckauf als junger Hans-Peter. Die Regisseurin entfaltet meisterlich ihre Fähigkeiten, zwischenmenschliche Emotionen glaubhaft zu zeigen. Ob ein Schokomund oder ein roter Kussmund, detailgetreu inszeniert Caroline Link Kleinigkeiten des Alltags mit einer Perfektion, die dem Film seine Stimmigkeit in allen Facetten gibt. Dieser Film darf nicht aufhören, denkt man beim Zuschauen, denn hier pulsiert in jeder Einstellung die Liebe zum Leben.”

Plakat zu “Der Junge muss an die Frische Luft” © Warner Bros.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Drehbuchpreis erhält Christian Petzold für das Drehbuch zum Film “Transit”. Die Jury urteilt:

“Christian Petzolds Filme beschreiben Figuren, die am Rande der Gesellschaft stehen, Suchende sind, oder vom Schicksal Getroffene, die in Zwischenräumen existieren. In seinem Film “Transit”, nach Motiven des weltberühmten Romans von Anna Seghers, reist die Hauptfigur Georg (gespielt von Franz Rogonowski) als Flüchtling von Paris nach Marseille,

Christian Petzold © Schramm Film/ Marco Krüger

und zugleich zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Petzold gelingt es in seiner Adaption, losgelöst von genauen Zeitbezügen eine eigene Erzählebene zu schaffen, in der seine Figuren wortkarg und in wachsender Unsicherheit umeinanderkreisen. als Zuschauer verlieren wir uns mit und in diesen Geschichten und hören in  unseren Köpfen die Fragen die der Film “Transit” stellt, ohne dass sie ausgesprochen werden müssen: “Werde ich ankommen?”, “Werde ich wieder dazu gehören?”, “Wer werde ich sein?” In “Transit” hat Christian Petzold Etüden der Unsicherheit entworfen, die noch lange nachklingen.”

 

 

Transit Plakat © Piffi Medien

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Preis für die beste Bildgestaltung geht an Benedict Neufels und seinen Film “Styx”. Die Jury meint dazu:

“Bildgewaltig gelingt es den Filmemachern in “Styx” von einer starken Protagonistin zu erzählen, die auf einem Segelschiff unvermittelt aus ihrer Welt gerissen wird, als sie auf ein überfülltes Flüchtlingsboot trifft.”

“Benedict Neufels schafft es in kongenialen Kinobildern, das moralische Dilemma der Notärztin Rike glaubhaft und packend zu vermitteln. Der Schauplatz des Meeres ist auf das Wesentliche reduziert und wirkt archaisch. Gant dem Leitsatz: “Kino ist Körper in Bewegung” gelingt es den Bildgestaltern authentisch und in langen besonnenen Einstellungen die Notlage der Protagonisten zu veräußerlichen und den körperlichen Kraftakt spürbar zu machen. Durch seine kluge Bildgestaltung empfindet der Zuschauer hautnah die Beklemmung und den physischen und psychologischen Schwindel der Situation auf hoher See. Die Kamera unterstützt die beeindruckende schauspielerische Leistung von Susanne Wolff, die den Zuschauer vom ersten Moment an in ihren Bann zieht. “Styx” ist ein großes Stück Gegenwartskino, das uns dank dieser hervorragenden Bildgestaltung die brisanten Themen Flüchtlingskriese, Menschlichkeit und Verantwortung schmerzlich nahebringt.”

Plakat zu “Styx” © Zorro Film

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Sonderpreis erhält Oliver Haffner für “Wackersdorf” Die Meinung der Jury:

Ein Gesetzestreuer Oberpfälzer Lokalpolitiker wird zur Galionsfigur für den zivilen Ungehorsam und zum unfreiwilligen Helden seiner Zeit. In den politisch aufgeheizten 1980er Jahren lässt dich Landrat Hans Schuirer von keiner Seite vereinnehmen, steht aufrecht im Sturm, weil er an den Rechtsstaat glaubt. Bis er eines Besseren belehrt wird. Das ist der Stoff aus dem “Wackersdorf” ist: Ein zeitgeschichtliches Politdrama über den erfolgreichen Kampf gegen eine atomare Wiederaufbereitungsanlage gigantischen Ausmaßes und zugleich ein großer Heimatfilm.

Plakat zu “Wackersdorf” ©Alamode Filmverleih

“Wackersdorf” ist eine mutige Filmerzählung über Zivilcourage und den Sieg des gesundenden Menschenverstands, Regisseur Oliver Haffner und Produzent Ingo Fliess, haben über viele Jahre die politischen und Wirtschaftlichen Hintergründe der geplanten Wiederaufbereitungsanlage recherchiert, zahllose Interviews und Gespräche mit Zeitzeugen geführt. Die Begegnung mit dem Landrat und dessen Widersacher und späteren Mitstreiter Bössenecker hat die Filmemacher nachhaltig inspiriert und bis zur Fertigstellung des Films bestärkt, dass die Wirklichkeit immer noch die stärksten Geschichten bereithält.

 

 

 

 

 

 

 

 

Plakat zu “Wer hat eigentlich die Liebe erfunden” © Alamode Filmverleih

Kerstin Polte herhielt für ihren Film “Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?” den Preis für die beste Nachwuchsregie. Die Jury meint :

“Mit ihrem Debütfilm „Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?“ gelingt Regisseurin und Drehbuchautorin Kerstin Polte ein besonderer Film mit außergewöhnlicher Tonalität: eine Komödie, reich an poetischen Klangfarben und philosophischen Obertönen. Mit großer Leichtigkeit lenkt die Regisseurin die Figuren durch eine phantasievolle Erzählung, die einen interpretatorischen Freiraum kreiert, der die Vorstellungskraft seiner Zuschauer inspiriert.”

“Kerstin Polte führt ihre durchweg wunderbaren Schauspieler mit großer Sensibilität durch Szenen und Stimmungen und lässt ihnen dabei jederzeit größtmögliche Freiheit, um in die tiefsten Seelenwinkel der Figuren einzutauchen und diese auf ihrer humorvollen wie zugleich tragischen Reise zu erkunden.”

“„Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?“ ist magischer Realismus, ein Film, der im Kopf weiterläuft, auch wenn er auf der Leinwand längst sein Ende gefunden hat.”

 

 

 

Mit tiefen Texten und eingehenden Melodien will der Rapper “DEZENT” aus Kiel eine Karriere als Musiker machen. Hier ist er im Interview mit erKant-Redakteur Marvin Ladwig:

Zu seinem YouTube Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCUnSLICn2_dq5oXuxyvb1KQ

Passend zum Ferienstart präsentiere ich euch heute die wohl schönsten und beliebtesten Weihnachtshits aller Zeiten. Zusätzlich bekommmt ihr einen kleinen TV Guide über die Feiertage.

Die letzten Arbeiten sind geschrieben, die ersten Kerzen werden angezündet und im Haus duftet es nach Plätzchen. Nun haben die Weihnachtsferien auch in Schleswig- Holstein begonnen und man hat endlich wieder Zeit für die Familie. Was passt besser in diese besinnlichen Zeit, als die schönsten und größten Weihnachtshits? Diese präsentiere ich euch nun.

Die Playlist auf Spotify

Welcher von den hier vorgestellten Weihnachtssongs gefällt euch am besten?

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Der Dauerbrenner auf jedem Weihnachtsmarkt:

Cover der Single von “Last Christmas” © Sony Music

Last Christmas von Wahm ist der wohl meistgespielte Song auf den deutschen Weihnachtsmärkten. Viele mögen ihn, genau soviele hassen ihn.

Aber wie kam es zu diesem Erfolg?

George Michael, der Sänger der Band Wham! (unter anderm bekannt durch den Hit “Wake me Up, Before you Go Go”), hatte im Jahr 1984 den Song eigendlich für Ostern geschrieben.

Auf Wunsch der Plattenfirma machte er daraus jedoch ein Weihnachtslied. Bis Heute verdiente George Michael jährlich 100. 000 € mit dem Song.

Der Text beschreibt eine gescheiterte Liebesbeziehung aus dem Jahr zuvor (1983). Denn im Text heißt es “Weihnachten vor einem Jahr habe ich dir mein Herz gegeben, schon am nächsten Tag hast du es jemandem anderes geschenkt. Dieses Jahr liebe ich dann eine andere”.  Der Song hielt sich bis heute unglaubliche 132 Wochen in den deutschen Charts.

Das Video zum Song wurde im Wintersportort Sass-Fee in den Walliser Alpen in der Schweiz gedreht und kostete 60.000 Pfund. Als Erinnerung an den Dreh, steht seit 2007 (bis dahin, wurde sie im normalen Skibetrieb eingesetzt) vor der Talstation, die Gondel, mit der  George Michael und George Ridgely, zusammmen mit ein paar Frauen, den Berg hinauf fuhren.

Weitere Infos zu der Geschichte hinter “Last Christmas” findet ihr hier

Der Song, für alle die Weihnachten auf der Autobahn im Stau stehen:

Chris Rea mit Driving Home for Christmas

Cover des Albums auf dem “Driving Home For Christmas” veröffentlicht wurde © Magnet Records/Warner Music Group

Der Song enstand zufällig im Dezember 1979, Rea arbeitetete in London an seinem zweiten Studioalbum “Deltics” arbeitete.

Seine Frau hatte die Aufgabe ihren Mann in den weltbrühmten Abbey Road Studios abzuholen. Auf der Autobahn sahen die beiden viele schlechtgelaunte Leute.

Sie fuhren durch einen Schneesturm und als sie zuhause ankamen,  lag ein Brief mit einem Scheck für den neuen Song von Chris Rea im Briefkasten, dieser war wertvoller als das Haus in dem er lebte.

Gepackt von der Euporie, einen neuen Megahit zu produzieren, fuhr Chris Rea gleich wieder ins Studio und probierte ein neues Instrument aus.

Dieses Instrument und die Melodie war so gut, dasss der Song auf der B- Seite einer neuen LP ersheinen sollte. Da der Song später so erfolgreich war, entschied Chris Rea sich, seinen Weihnachtssong auch als Single zu verkaufen.

Der nächste Weihnachtsklassiker kommt aus Puerto- Rico und heißt:

Feliz Navidad

Cover der EP “Feliz Navidad” ©RCA International/Sony Music Group

Gesungen wird er von José Feliciano, der als Sohn einer Bauersfamile aufwächst. Am 10. 9.1945 kommt er in Lares, blind zur Welt.

Mit 5 Jahren lernt er perfekt Gitarre zu spielen und ernährt mit 17 Jahren, durch zahlreiche Auftritte, seine komplette Großfamilie.

1970 schreibt er in nur fünf Minuten seinen bis heute erfolgreichsten Song, um die Weihnachtsmusik im Hause Feliciano zu erheitern.

In den Charts ist der Weihnachtsklassiker in den spanischsprachigen  Ländern ein Erfolg. In Deutschland schafft es eine Neuaufnahme aus dem Jahr 2007 in die Top 60.

Feliz Navidad hält 2010 Einzug in die Grammy Hall of Fame, als eine der wichtigsten Aufnahmen der Musikgeschichte.

Infoquelle: MDR Thüringen-Oldies und ihre Geschichte vom 3.12.2018.

Der Lieblings-Weihnachtssong der Kinder

In der Weihnachtsbäckerei von Rolf Zukowski

Cover der CD “In der Weihnachtsbäckerei © Musik für dich/Unlversal Music Group

Dieser Song gehört zum Plätzchenbacken an Weihnachten, genau wie der Stern an die Spitze des Weihnachtsbaumes. In der Weihnachtsbäckerei ist Kult.

Laut Wikipedia geht es im Song, um den Hergang in einer Weihnachtsbäckerei beziehungsweise, des Plätzchenbackens.

Rolf Zukowski beschreibt die Entstehungsgeschichte des Songs in einem Interview mit dem “Lokalkompass” wie folgt:

„Es war Anfang Dezember im Jahr 1986. Ich telefonierte nach einem Konzert in NRW, vermutlich Bochum, mit meiner Familie (mein erstes, gemietetes Autotelefon). Es hieß: ‚Wir backen Plätzchen‘. Meine Gedanken blieben während der ganzen Heimfahrt bei den backenden Kindern und meiner Frau. Als ich zu Hause ankam, waren die Plätzchen fertig und mein Lied auch, ich hatte es mir während der Fahrt ausgedacht. Mein Sohn Andreas, damals knapp drei Jahre alt, sang das neue Lied sofort auf dem Weg ins Bettchen. Er veränderte die Melodie aber so, dass die Schlusszeile des Refrains auch der Anfang des Liedes wurde. So ist es geblieben und ich bin dem kleinen Mann heute noch dankbar dafür.”

Der Song wurde 1987 zu ersten mal, auf der Cd “Winterkinder” veröffentlicht. Noch im selben Jahr, stellte Zukowski den neuen Song bei “Wetten, dass…?” im ZDF vor. Dadurch wurde der Song zu einem modernen Volkslied und wurde 1992 auf der CD “Die Jahresuhr”, welche den Jahreszyklus in Liedern beschreibt, für den Monat Dezember ausgewählt.  1993 Wurde die CD vom ZDF verfilmt und als “Rolfs Liederkalender” als Videokassette veröffentlicht. 2006 drehte das ZDF ebenfalls einen ca. 28 minütigen Film, mit dem Titel ” In der Weihnachtsbäckerei- Eine zauberhafte Geschichte mit Rolf Zukowski”, mit Zukowski als er selbst.

Der Film des ZDF:

Der Trailer zu “Rolfs Liederkalender”:

Hawaiianische Klänge zu Weihnachten

Mele Kalikimaka  (Merry Christmas) von Bing Crosby und den Andrew Sisters

Der Song wurde im Weihnachtsfilm “Christmas Vacation” oder “Schöne Bescherung” für die Poolszene verwendet.

Aber worum geht es in dem Film eigentlich?

Clark Griswold beschließt, dass er, seine Frau und seine zwei Kinder über Weihnachten zu Hause bleiben, um gemütlich Weihnachten zu Feiern. Von wegen Ruhe. Das Dach des Hauses ist mit 25.000 Lichtern bestückt und ähnelt einer Flugzeuglandebahn. Die Suche nach einem geeigneten Weihnachtsbaum gestaltet sich in disem  Jahr als besonders schwierig, weil Clark mit seinem Auto unter einen fahrenden LKW mit Baumstämmen gerät und er auch noch die Säge zum Fällen des Baumes vergessen hat. Zu allem Überfluss, fällt auch noch die gesamte Verwandschaft bei den Griswolds ein, der Festtagstruthahn explodiert und ein SWAT Team (eine Spezialeinheit der Amerikanischen Polizeibehörden für Spezielle Waffen und Taktiken) belagert das Haus. Und dann kommt auch noch dazu dass Clark, statt der erwarteten Gratifikation (zusäzliches Arbeitsentgeld für besondere Anlässe) einen Gutschein für Kochkurs zum Thema Fettfreies Kochen bekommt. Deshalb kann er sich den erträumten Pool nicht bauen und rastet komplett aus.

Hier der Trailer:

Der Song für alle die die schon in der Schule sind und jetzt endlich Weihnachtsferien haben

Christmas Vacation von Mavis Staples ist der Titelsong von “Schöne Bescherung” und wird für das Intro des Films benutzt. Das Intro ist ein Cartoon wie der Weihnachtsmann in nur einer Nacht die Geschenke durch den Kamin unter den Weihnachtsbaum legt.

Die Sendetermine für Schöne Bescherung liegen dieses Jahr einmal mitten in der Nacht und einmal im Nachmittag:

  • Dienstag den 24.12.19 um 22:25 Uhr auf Sat.1
  • Mittwoch den 26.12.19 um 13:40 Uhr ebenfalls auf Sat. 1

Amazon und Maxdome bieten den Film für rund acht Euro zum Kauf und für drei Euro ausleihen. Auch die Neue Funktion von Youtube, Filme zu leihen, bietet den Film für rund vier Euro an.

 

Weiße Weihnacht mit Bing Crosby

“White Christmas” von Bing Crosby, den Ken Darby Singers und John Scott and his Orchestra.

Geschrieben wurde “White Christmas” von Irving Berlin und wurde am 29. Mai 1942 in den Decca-Studios in New York City von Bing Crosby, den Kan Darby Singers und dem Orchester von John Scott aufgenommen. Der Song ist mit geschätzen 50 Millionen verkauften Einheiten, die meistverkaufte Single aller Zeiten.

Die Entstehungsgeschichte:

Am 8. Januar 1940 stellt der Komponist Irving Berlin, der Noten weder lesen noch schreiben konnte , seinem Sekretär Helmy Kresa seine neue, aus 48 Takten bestehende Komposition “White Christmas” vor und überlässt ihm das Aufschreiben der Noten. Berlin ist überzeugt, dass dieser Song nicht nur der Beste sei, den er jemals geschrieben hatte, sondern dass es der beste Song sein wird, den überhaupt jemand jemals geschrieben habe.

Als Berlin Crosby den Song  – gekürzt um die ursprünglich geplanten Eingangsverse dann vorstellte, war dieser bereits auf Anhieb überzeugt und nahm den Song am 29. Mai 1942 für den Film “Holiday Inn” (Deutscher Titel “Musik, Musik”) in den Decca- Studios in New York City auf.

Bing Crosby hatte den Song bereits ein Jahr zuvor am 25. Dezember 1941 in der NBC Radioshow vorgestellt.

In dem Film spielt neben Bing Crosby auch Fred Astaire mit. Neben “White Christmas” entstanden an dem Tag in den Studios noch fünf weitere Songs für den Film. Insgesamt verwendete die Produktion ganze zwölf Songs von Crosby für den Film.

Die Single zu “White Christmas” wurde zusammen mit dem Song ” Let’s Start The New Year Right” am 4. August 1942, parallel zum Kinostart von “Holiday Inn” veröffentlicht.

Der Song für Spaziergänge im verschneiten Winterwald

“Walking in the Winterwonderland” in der Version von Bing Crosby

Der Song wurde von Felix Bernard und Richard B. Smith im Jahr 1934 geschrieben und wird in der Nördlichen Hemisphäre, aufgrund seines Themas oft als Weihnachtslied verstanden, obwohl  in dem Text in keinem einzigen Wort etwas von Weihnachten gesagt wird.

Seit seiner ersten Aufnahme von Geiger Richard Himber wurde er, neben Bing Crosby, von über 200 verschiedenen Künstlern aufgenommen, darunter

  •  Dean Martin
  • Jonny Mathis
  • Frank Sinatra
  • Army Grant
  • Michael Bublè
  • The Eurythmics
  • Und Radiohead

Der Text handelt von einem Paar, das durch eine schöne Winterlandschaft läuft und einen Schneeman baut, den sie Parson Brown nennen. (Parson Brown wurden die Pfarrer genannt, die in der Zeit, in der das Lied entstand, von Stadt zu Stadt zogen und Hochzeitszeremonien für die Leute durchführten, die auf dem Land oder in der Stadt wohnten und kein lokalen Pfarrer ihres eigenen religiösen Glauben hatten). Das Paar stellt sich vor, dass der Schneemann sie fragt ob sie verheiratet sind. Daraufhin sagt das Paar, dass sie nicht verheiratet sind, und dass der Schneemann sie doch bitte verheiraten soll.

Richard B. Smith würde Berichten zu Folge inspiriert den Song zu schreiben, nachdem er den mit Schnee bedeckten Honesdale Central Park in Pennsylania gesehen hatte. Smith schrieb den Text zu “Walking in the Winterwonderland” als er im West Mountain Sanitarium in Scranton wegen Tuberkulose behandelt wurde.

Der nächste Song ist ” The House” von John Wiliams aus dem Film “Kevin allein zu Haus”aus dem Jahr 1990. Der Song ist gleichzeitig auch die Titelmeldie des Films.

Cover des Soundtracks von   “Kevin Allein zu Haus” © Sony Classical

Hier der Trailer:

Sendetermine:

  • Dienstag 24.12 14:40 Uhr auf TNT Film
  • Dienstag 24.12 20:15 Uhr auf Sat.1
  • Mittwoch 25.12 09:30 Uhr auf TNT Film

Der Film ist jederzeit auch auf Netflix abrufbar.

 

Als nächstes kommt “Carol of the Bells” von Mykola Dmytrovych Leontovych und John Williams. ebenfalls aus Kevin Allein zu Haus.

Nun haben wir zwei Songs aus einem Weihnachtsalbum der DDR für euch: “Wir haben einen Weihnachtsbaum” von Frank Schöbel und seiner Familie,

und “Weihnachten in Familie” ebenfalls von Frank Schöbel und seiner Familie.

Cover der Jubiläumsedition vom Album “Weihnachten in Familie” © HANSA AMIGA/Sony Music

Der letzte Song den ich euch vorstelle stammt vom tschechischen Komponisten Karel Svoboda und heißt “Tri Orisky Pro Popelku (Motiv 1.)- Uvod”. Die Deutschen kennen es wohl als Titelmelodie des Tchechisch- Deutschen Weihnachtsklassikers “Drei Haselnüsse führ Aschenbrödel”.

Der Film wird jedes Weihnachten auf beinahe jeden Lokalen Fernsehsender der ARD gezeigt. Hier alle Sendetermine:

  • Dienstag den 24.12 um 17:10 Uhr im Ersten
  • Dienstag den 24.12 um 18:50 Uhr auf ONE (ehemals Einsfestival)
  • Dienstag den 24.12 bei Radio Berlin-Brandenburg (RBB)
  • Montag den 24.12 um 18:50 Uhr auf ONE (ehemals Einsfestival)
  • Montag den 24.12 um 20:15 im Radio Berlin-Brandenburg (RBB)
  • Dienstag den 24.12 um 20:15 Uhr im Westdeutschen Rundfunk (WDR)
  • Dienstag den 24.12 um 22:00 Uhr im Sündwestrundfunk (SWR)
  •  Mittwoch den 25.12 um 10:25 Uhr im Ersten
  • Mittwoch den 25.12 um 14:50 Uhr im Norddeutschen Rundfunk (NDR)
  • Mittwoch den 25.12 um 16:05 Uhr im Westdeutschen Rundfunk (WDR)
  • Mittwoch den 25.12 um 17:05 Uhr auf ONE (ehemals Einsfestival)
  • Donnerstag den 26.12 um 14:30 Uhr im Radio Berlin-Brandenburg (RBB)
  • Donnerstag den 26.12 um 16:00 Uhr im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR)
  • Sonntag den 29.12 um 12:00 Uhr im Kinderkanal von ARD und ZDF (KI.KA)
  • Donnerstag den 6.1.2020 um 8:00 Uhr im Bayerischen Rundfunk (BR)

Und jetzt Fröhliche Weihnachten und einen Guten Rutsch ins neue Jahr.

 

 

Der HanseBelt e.V. ist im Raum Schleswig-Holstein und Hamburg aktiv, um die Region zwischen Elbe und Ostsee (= Hansebelt-Region) zu fördern. Mitglieder sind Unternehmen und Institutionen, die (laut Website) die Metropolregionen um Hamburg und Kopenhagen enger zusammenrücken und den HanseBelt noch attraktiver für Talente, Innovatoren und Investoren machen möchten.

Am 30.11.2018 fand in der MuK in Lübeck der “HanseBelt Zukunftskongress” statt. Gefeiert wurde hier das 10-jährige Bestehen des Vereins. ErKant sprach dort u.a. kurz mit Björn Engholm, intensiver mit Konsul Bernd Jorkisch und drehte ein Mutmach-Video für Jugendliche mit Ralf Dümmel. Das im HanseBelt frischer Wind weht und hier die glücklichsten Menschen von Deutschland leben, wurde mit einem Intro-Video humorvoll thematisiert.

 


“Hansebelt ist Zukunftsland. Fehmarnbelt kommt wie bestellt!”

– das war der Motivationsspruch des Abends welchen Bernd Jorkisch (Honorarkonsul der Republik Finnland sowie geschäftsf. Gesell. der Holzimportfirma Jorkisch GmbH & Co. KG in Daldorf ) in seiner Willkommensrede mehrfach mit Herzblut nannte. Keynote-Speaker des Abends war Ralf Dümmel (geschäftsführender Gesellschafter der DS Produkte GmbH in Stapelfeld). Der Unternehmer aus Stormarn, aufgewachsen in Bad Segeberg, ist einer der “Löwen” sprich Investoren in der TV-Sendung “Die Höhle der Löwen” (#DHDL). Seine Kernaussage:

“Machen, nicht Warten!”

In der Talk-Runde sprachen Unternehmer aus der Region mit Dr. Bernd Buchholz (Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus in SH) über politische Rahmenbedingungen, Herausforderungen bei Expansionsplänen, die Digitalisierung und das Nachwuchsfinden, etc. Ein Appell war an die Jugend gerichtet: Abitur und Studium sind zwar gut, decken aber den Bedarf am Arbeitsmarkt nicht.

Die Betriebe in der Hansebelt-Region suchen deutlich mehr Schüler mit Mittelschulabschluss und wünschen sich viel mehr Bewerber für die duale Ausbildung. Die Unternehmer in SH wirkten überzeugt davon, dass lebenslanges Lernen, dass heißt das Lernen Stück für Stück, Weiterbildung für Weiterbildung die Zukunft sein wird und dagegen ein einziges Studium weniger zukunftsfähig ist. Jugendliche mit mittlerem Bildungsabschluss (MSA), “hellem Köpfchen”, hoher Motivation und Leistungsbereitschaft können sich demnach auf eine interessante berufliche Zukunft freuen.

Getoppt werden diese Aussagen durch die Initiative der Firma DS-Produkte “Bewerben ohne Zeugnis” (der Link dazu folgt in Kürze). Derweil könnt ihr das Motivations-Video mit Ralf Dümmel, dem Chef der Firma, hören:

Asphalt- und Benzin-Geruch lagen in der Luft. Adrenalin pumpte das Blut schneller als sonst durch die Adern der Teilnehmer und Gäste. Die Karts rasten über die Bahn! Drei erKant-Redakteure besuchten das Jugend-Kart-Training auf dem Travering in Bad Oldesloe und durften sogar selber fahren. (Videos findet ihr ganz unten).

Der Travering ist ein ADAC-Verkehrsübungsplatz mit Rennstrecken für unterschiedliche Fahrzeuge wie Motorräder, PKWs und Karts. Er hat moderne und spektakuläre Off-Road Parcours! Hier werden Sicherheits- und Jugendverkehrstrainings durchgeführt, Fahrradführerscheine können gemacht und an großen Veranstaltungen teilgenommen werden (AMC Stormarn Rallys, Rennen u.a. auch Bergrennen, und Orientierungsfahrten für Automobile, etc und auch eine Journalisten-Rally)

Live dabei beim Jugendtraining

Tobias, Mia und Minoka besuchten das Training der 12- bis 20-jährigen Jugendlichen. Als Erstes wurde der Parcours aufgebaut. Danach liefen alle gemeinsam die Strecke ab, damit die Fahrer sich die Kurven, etc. merken können. Dann ging das Training los. Die Rennfahrer setzten sich in die Karts und düsten los. Die kleinen Flitzer rasten mit bis zu 60 km/h über den Platz – die Motoren röhrten laut (wie das eben so ist im Motorrennsport).

Tom, von der Kant-Schule-Reinfeld, und einige der anderen Mitglieder gehen das Kartfahren professionell an und fahren an den Wochenenden richtige Rennen!


Nachdem die Redakteure erst einmal eine Weile beim Training zugeschaut hatten, bekamen sie eigene Helme und Handschuhe und lernten dann die Grundlagen des Kartfahrens. Anfangs zeigte der Trainer Toni (orangefarbenes Shirt) ihnen die Brems- und Gasgebe-Techniken und erklärte ihnen Gesten und Handzeichen, auf die die Fahrer beim Training immer sofort reagieren müssen. Denn: Das Kartfahren ist ja – wie das Autofahren – nicht ganz ungefährlich. Hier wird verantwortungsvolles Fahren gelernt und das Einschätzen von Risiken. Eine wertvolle Erfahrung fürs Leben! Wichtig ist zudem die richtige Kleidung: Handschuhe, Helm und Nackenstütze sind pflicht. Und: wer Mitglied wird und regelmäßig fahren will, muss sich einen feuerfesten Anzug kaufen. Jeans mit Löchern drin sind eigentlich verboten.



Naturtalente oder was? Auf jeden Fall: cool

Nach der Einweisung durften die Gäste losfahren. Erstmal nur langsam im Kreis, bei dem der Trainer immer in unmittelbarer Nähe war und ständig Anweisungen gab. Dabei bewiesen die Mädchen ein besonderes Talent und waren auch total vom Kartfahren begeistert! Währenddessen übten die “Profis” mit Trainer Markus auf dem richtigen Parcours. Da ging es richtig mit Tempo ab, harten Fahren durch Kurven mit Hindernissen und Vollbremsungen. Irgendwann wurde das Ganze noch getoppt, in dem Wasser auf die Bahn geleitet wurde. Das wurde extra zum Üben von extremen Bedingungen gemacht und dient nebenbei dem Kühlen der Reifen.

Das Training war so cool, dass Minoka und Mia direkt Mitglied werden wollten! Tobias hatte hinterher ein Gewinnerlächeln auf den Lippen. Ihre professionellen Schulkollegen Tom und Steffen zum Beispiel sahen sowieso wie Profis und Siegertypen aus! Das Training dauerte 2 bis 2 1/2 Stunden.

Daten und Fakten

Im Vergleich zu anderen Kartbahnen ist der ADAC-Travering recht günstig mit 9 Euro pro Trainingsstunde. Dazu kommt die ADAC-Mitgliedschaft, die aber nur 25,- € pro Jahr kostet. Von den Trainern werden die Teilnehmer in gemischte Gruppen eingeteilt. Kinder ab 6 Jahren können mitmachen, nach oben ist keine Grenze. Das regelmäßige Training findet Mittwochabends ab 18.30 Uhr statt. Während der Turnierzeit werden die Gruppen manchmal getrennt und verkleinert, sodass die Trainer besser auf die einzelnen Fahrer eingehen können, um sie besser zu fördern.

Wer Lust auf ein Probetraining hat, kann sich bei Markus Kruse melden. Tel: 04531-85411, E-Mail: info@travering.de

Interview mit den Trainern:

Auf der großen Bühne am Herrenteich überraschte die Oldesloer Band “Days of Northern Lights” mit Sängerin Hanna Dreu die Gäste mit eingängigem Pop, der ein wenig an Lena Meyer-Landruts Musik erinnert. Als spontan der Reinfelder Niklas Reinert, Empathy auf die Bühne ging und ein Duo mit ihr performte, stand fest: Von denen wollen wir mehr hören!

Als dann erst Niklas und direkt danach Hanna den Weg einer erKant-Redakteurin kreuzte, wurden natürlich spontan Live-Interviews geführt. Am Ende kam raus: Der Weg der beiden Sänger von der Schulbank auf die Bühne fing ganz verschieden an … Niklas, Reinfelder, der gerade sein Abi an der Immanuel-Kant-Schule macht, arbeitete sich aus dem Sumpf seiner Gefühle nach dem Tod seines Stiefvaters heraus, indem er anfing zu schreiben und zu singen. Hanna, Oldesloerin, die 2018 ihr Abi bereits in der Tasche hat, fing dagegen schon im Alter von 5 Jahren mit Gesangsunterricht an. Unter anderem im Chor von Hennig Münther.

Sie gehen das Musikmachen auch anders an: Während Hanna mit ihrer Band teure Studioaufnahmen macht, dreht Niklas sogar Musikvideos selbst. Er kann die Sparkasse Stormarn als Sponsor nennen; Hanna´s Band muss dagegen noch das Kapital auftreiben, um den folgenden, neuen Song “Icecold” aufnehmen und veröffentlichen zu können. Unten findet ihr alles als Video-Interviews; hier erst einmal Days of Northern Lights live:


Daten & Live-Interview mit Niklas Niklas / Empathy

Künstlername: Empathy
Musiker: Niklas Reinert
Start: 2016
Genre: RAP-Musik
Sprache der Songs: Deutsch
Heimatort: Reinfeld

Aktuell sind seine Songs & Infos hier veröffentlicht:

Eins seiner Musik-Videos gedreht am Herrenteich in Reinfeld:

Daten & Live-Interview mit Hanna / Days of Northern Lights

Bandname: Days of Northern Lights
Musiker: Hanna Dreu (Gesang), Tristan Riedinger (Piano & Gesang), Hauke Möller (Gitarre), Philipp Ellerbrock (Bass), Max Wiechmann (Schlagzeug)
Gründung: Januar 2016
Genre: Individueller Pop
Sprache der Songs: Englisch
Heimatort: Bad Oldesloe

Aktuell sind ihre Songs & Infos hier veröffentlicht:

Am 27.9. tritt die Band auf der Nachtschwärmer-Tour in Bad Oldesloe auf (Kultur-und Bildungszentrum)


Der Hamburger Sommerdom ist noch bis zum 26.08 geöffnet, täglich von 15-23 Uhr.

Drei Mal im Jahr werden auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg bunte Wagons und viele Fahrgeschäfte aufgebaut. Achterbahnen, Restaurants, Süßigkeitenstände, Geisterbahnen und vieles mehr begeistert hier Jung und Alt. Zurzeit kann man auf dem Festplatz viel Spaß haben – auf wilden Fahrten oder Reisen in alte Welten und welchen zum Gruseln.

Ein Rummel voller actionreicher Erlebnisse.

Hier ist für jede Altersklasse etwas dabei – voller Action oder Muße. Man kann sich gemütlich in ein Restaurant setzen und Bayrische (?) Spezialitäten genießen, oder auch in einem fast 55m hohen Karussell über dem Dom schweben. Die Geisterbahnen jagen einem einen Schreck ein und an großen Los-Ständen können XXL Teddys gewonnen werden.

Wer Rummel liebt und bereit ist, ein wenig mehr Geld auszugeben, ist auf dem Hamburger Dom (Link zur Website) genau richtig.


Tanzende Wagen

(ein poetry slam)

Ich höre laute Schreie. Erschrockene Eltern schauen uns hinterher oder diskutieren mit ihren Kindern. Die Musik dröhnt laut in unsere Ohren, der Bass hallt in unseren Köpfen hin und her. Wir drehen uns. Immer wieder. Schneller, es wird schneller. Ich höre mein Herz schlagen. Neben mir schreit ein Junge. Er hat Angst.
Die Wagons drehen sich, immer wieder, immer wieder.
Meine Freundin schreit. Und sie lacht.
Wir Tanzen und Tanzen. Drehen und drehen. Kreisen und Kreisen, um uns selbst.
Die Fahrt endet. Wir steigen aus und gehen zu unseren Müttern. Sie meinen, dass sie nicht mitgefahren wären. In einem der tanzenden Wagen.