Die Tafel Deutschland, und damit auch die Reinfelder Tafel, handelt nach dem Grundsatz: Lebensmittel retten, Menschen helfen. Die Tafel will damit eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel bauen, sowie armen und benachteiligten Menschen helfen.

Die Reinfelder Tafel fährt 6 Tage die Woche die örtlichen Supermärkte an und holt Lebensmittelspenden ab, die sie an ihre “Kunden” weitergibt – ganz umsonst ist das nicht. Die Vorsitzende Hannelore Meyer und circa 45 Helfer sorgen dafür, dass eine reibungslose Abholung funktioniert. “Unter den Helfern sind übrigens auch einige Flüchtlinge, die auf diese Weise Deutsch sowie den Umgang mit anderen Menschen lernen. Also findet auch eine Form der Integration im Kleinen statt” berichtete die Vorstandsvorsitzende.

Die Ausgabe erfolgt jeden Donnerstag in der Zeit von 11.00 bis 13.00 Uhr an rund 45 Personen (mit z.T. großen Familien). Eine Spätausgabe findet z.B. für Berufstätige von 16.30 -18 Uhr statt. Und Sonnabends fahren die Reinfelder zu circa 20 Familien in Zarpen, Heidekamp und weiteren umliegenden Dörfern.

Zur Weihnachtsaktion “Kauf Eins mehr”

Wie schon in den vergangenen Jahren führt die Tafel auch dieses Jahr wieder die Aktion “Kauf eins mehr” in den örtlichen Supermärkten durch. Die Helfer – Erwachsene, Schüler und Konfirmanden – stehen jeweils am Freitag und Sonnabend vor dem 1. und 2. Advent im Eingangsbereich der Lebensmittelmärkte, um Menschen wegen Sachspenden anzusprechen.

Es wird darum gebeten, ein Teil mehr zu kaufen, und später in die Spendenbox zu legen.

“In den letzten zwei Jahren habe ich beobachten müssen, wie die helfenden Jugendlichen bei Markant von vielen Kunden ignoriert und oft ziemlich brummig angeranzt wurden. Das ist sehr schade, und raubt den jungen Helfen die Motivation!”, sagte Susanne Braun-Speck, gebürtige Reinfelderin. “Ich würde mir wünschen, dass der Wille zum Helfen wenigstens durch Freundlichkeit belohnt wird!” Die erwachsenen Helfer, die die “Einweisung” jeweils begleiten, machen ihnen aber immer wieder Mut, berichtete Hannelore Meyer.

In der Summe ist das Ergebnis jedes Jahr gut!

Die Spendenbereitschaft ist manchmal überraschend groß. Letztes Jahr hat eine Spenderin zum Beispiel einen ganzen Einkaufwagen voller Waren des täglichen Bedarfs, aber auch Hunde- und Katzenfutter gespendet. Die gespendeten Waren werden zunächst in das Lager der Tafel (als eiserne Reserve, falls es zu wenig Frischware gibt) sortiert. Im Laufe des Jahres werden sie dann an die Empfänger ausgegeben.

Jetzt geht dieser Vorrat zur Neige; die Tafel würde sich über einen Nachschub freuen!

Lebensmittel, Wasch- und Hygieneartikel sowie Tiernahrung (keine Kleidung, kein Geschirr oder sowas) können jeden Tag zwischen 9.00 Uhr und 11.00 Uhr abgegeben werden. Adresse: Joachim-Mähl-Straße 1 (da wo mal das Fitness Line und z.B. ein Fahrradladen waren) in 23858 Reinfeld.

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