Die Digitalisierung wird als Querschnittsthema in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen vorangetrieben. Da der Bildungsbereich in Deutschland, ganz besonders in Schleswig-Holstein, der weltweiten Entwicklung hinterherhinkt, wollen Betroffene und Politik die Digitalisierung in Schulen vorantreiben. Bei diesem komplexen, vielseitigen Thema tagte der Reinfelder Bildungsausschuss am 22.10. ohne Tagungsvorlage und ohne Konzept, und zeigte, dass das nicht zum Ziel führt.

Der Abend begann mit einem Rundgang durch die Schule. Christian Mathiessen (Jahrgangsleiter der 9. und 10. Klassen; Foto: 3. v. li) berichtete vom Zustand der Technik. Im einzigen PC-Raum stehen PC´s mit Windows 7; rund 1/4  davon sind defekt und können nicht mehr genutzt werden. Zwei mobile Laptop-Wagen sind vorhanden; und die sind auch nicht mehr die jüngsten, vor allem sind keine aktuellen Software-Versionen installiert und die Internetverbindung funktioniert nur mit Glück. Gezieltes zuverlässiges Lehren und Lernen ist mit dieser alten Technik und schlechtem Netzwerk (LAN und WLAN) nicht möglich. Schüler, die notenrelevante Projektarbeiten durchführen müssen, deren Eltern aber weder PC noch EDV-Knowhow haben, sind benachteiligt. 

Auf dem Weg zum Mehrzweckraum sagte der neue Schülersprecher Dawinder Singh (16j, 11. Jahrgang) zu René Krolow (CDU) und Susanne Braun-Speck (erKant.de): “Viele 10.-Klässler wechseln auf andere Schulen, um ihr Abi zu machen, weil die technische Ausstattung hier so schlecht ist!”

Nun: Das wollen alle Beteiligten so schnell wie möglich ändern!

Geld für weitere Beamer hat die Schule noch verfügbar (22tsd Euro); die können also direkt angeschafft werden. Laut Haushaltskasse der Stadt ist eigentlich auch Geld für PC-Reparaturen vorhanden (5tsd). Über Tablet-Klassen oder Ausstattung aller Klassen mit interaktiven Whiteboards, Tablets, möglicherweise Laptops, passender Software, Dokumentenkameras etc. für die Gemeinschaftsschule wurde im Verlauf des Abends (noch) nicht geredet. Aber: Der Abend war lang und es wurde viel diskutiert – was auch noch weitergeht. Denn die Sitzung konnte bis 22 Uhr inhaltlich nicht beendet werden und wird nun vermutlich am 7.11. weitergeführt.

Fakt ist im Ergebnis des Abends: das WLAN wird so schnell wie möglich fit gemacht und der PC-Raum auch!

Manfred Schönbohm (WIR, Bildmitte) sagte u.a. in dieser Sitzung: “Bisher haben die Reinfelder Schulen niemals etwas in Sachen Digitalisierung an uns herangetragen. Jetzt wurden wir damit ziemlich überrascht. Dabei sind wir seit Jahren in stetigem Dialog … Warum hat nie einer der Schulleiter etwas dazu gesagt?”

Auf der Wunschliste der Schulleitung, die vor den Sommerferien bei der Stadtverwaltung eingereicht worden war, stand dagegen eine Lehrer-Lounge und -Arbeitsplätze. Zudem wird seit Jahren ein hohes Investment für die Schulküche gewünscht.

Außerdem sagten Manfred Schönbohm, wie auch René Krolow und Geert Karnick von den Grünen mehrfach, dass dafür auch Manpower gebraucht wird, sowie ein Konzept. Laut der stellvertretenden Schulleiterin Jennifer Behnke ist allerdings aus dem IQSH nur mit Rat per E-Mail zu rechnen. Alle o.g. genannten Personen und auch Frau Horn (Stadtverwaltung) diskutieren über Mitarbeiter oder externe Berater dafür.

Wie das nun alles endet, berichten wir nach dem 7.11..

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