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GZSZ-Star Lennart Borchert: Hodenkrebs mit 20

Hodenkrebs ist zwar eher selten (2%), aber bei JUNGEN Männern die häufigste Krebserkrankung. Er tritt in der Altersgruppe von 20 bis 45 Jahren auf – in Lebensphasen, in der kaum einer an tödliche Krankheiten denkt. Auch GZSZ-Star Lennart Borchert hatte niemals damit gerechnet – zum Glück hatte ihn seine Freundin überredet, zum Arzt zu gehen!

Zwar hat er jetzt keine echten Hoden mehr, aber die OP und Chemotherapie gut überstanden und kann nun seine Karriere fortsetzen. Auf Instagram veröffentlichte er Fotos von sich – hinterher mit neuem Styling und durchtrainiert; zwischendurch ohne Haare auf dem Kopf (siehe Insta) – durch die Chemotherapie hatte er sie verloren.

Hinterhältig ist:

Hodenkrebs macht sich nicht durch Schmerzen bemerkbar!

Hodenkrebs ist eine bösartige Erkrankung, die in einem der beiden Hoden beginnt und im weiteren Verlauf auch Nebenhoden und Samenleiter erfassen kann.

Symptome sind eine einseitige Vergrößerung oder Verhärtung des Hodens oder ein kleiner, harter Knoten auf dem Hoden – diese sind ertastbar. Der Hoden fühlt sich gegebenfalls schwer an und „zieht“ ein wenig. Fakt ist, dass – wie bei allen Krebserkrankungen – eine frühe Diagnose, die Heilungschancen erhöht. Deshalb empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) auch die regelmässige Selbstuntersuchung ab der Pubertät.

Umfangreiche Informationen und Selbstuntersuchungs-Tipps ab 14 Jahren liefert u.a. das Portal hodencheck.de sowie das Video unten.

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Bei Männern, die in der Kindheit einen Hodenhochstand hatten, ist das Erkrankungsrisiko höher.

Und auch Familienmitglieder von anderen Hodenkrebspatienten (Vätern, Brüder) haben ein höheres Risiko, selbst zu erkranken. Gute Nachricht: Die Chance, wieder vollkommen gesund zu werden, liegt bei 96%.

Wer oben genannte Symptome bei sich feststellt, kann sich von einem Urologen über eine körperliche Untersuchung, per Ultraschalldiagnostik sowie Bluttest untersuchen lassen. Verstärkt sich der Verdacht oder ist eine Operation notwendig, wird auch eine Röntgenuntersuchung (Computertomographie oder MRT) vorgenommen. Im Fall der Fälle ist eine Operation erforderlich, bei der der betroffene Hoden mit dem Samenstrang entfernt wird. Sofern notwendig, folgt eine Chemo- oder Strahlentherapie. Manche Fachleute empfehlen, vor der OP Spermien einfrieren zu lassen, weil möglicherweise der zweite, bleibende Hoden danach eingeschränkt Spermien produziert und somit eine Unfruchtbarkeit vorliegen kann.

Nach der OP kann ein Silikonkissen in den leeren Hodensack eingesetzt werden – wie bei Frauen in der Brust – damit die Optik auch in Zukunft stimmt!

 

 


Quellen:

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