Kommunalwahl 2018

Fragen & Antworten Reinfelder Politiker

Am 6. Mai werden die neuen Kommunal- und Kreisparlamente in Schleswig-Holstein gewählt. Die Bürger können durch das Wählen direkten Einfluss auf das Leben in ihrem Wohnort nehmen. Sie kreuzen auf Stimmzetteln an, welche politische Gruppierung und welche Politiker in den kommenden fünf Jahren das Sagen in den Gemeinden und Kreisen haben.

In Reinfeld gibt es vier Fraktionen, welche mit dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung zusammenarbeiten.


Hinweis der Redaktion:

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Redakteurin: Minoka Braun, Kontakt: msb@erkant.de

Layout: Susanne Braun-Speck, Kontakt: admin@erkant.de

erKant hat 4 Fragen per E-Mail gestellt:

  1. Was würden Sie in der Stadt für Kinder und Jugendliche machen/verändern?
  2. Wann gibt es wieder Geld für Schulprojekte?
  3. Was ist Ihnen persönlich am wichtigsten, was Sie verändern wollen?
  4. Wird es die Möglichkeit geben, dass die Innenstadt wieder lebendiger wird? Wenn ja, wie?

(Antworten sind O-Ton)

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Antwort kam von:

Gerd Herrmann & Rolf Jürgen Hanf

https://www.spd-net-sh.de/stormarn/reinfeld

Antwort kam von:

Ines Knoop-Hille

https://gruene-reinfeld-nordstormarn.de/startseite

Antwort kam von:

Jens Löper

https://www.wir-reinfeld.de

Antwort kam von:

Lorenz Hartwig & Tim Steffen

https://www.cdu-reinfeld.de

1) Was würden Sie in der Stadt für Kinder und Jugendliche machen/verändern?

Es beschlossen, dass im Gebäude der Erich-Kästner-Schule ein Jugendzentrum eingerichtet wird. Dafür zieht die EKS in das Gebäude der Kant-Schule um. Die bisherige miese Haushaltslage der Stadt Reinfeld hat bisher verhindert, dass die dafür notwendigen Umbauten im KGS-Gebäude durchgeführt wurden.

Für das Jahr 2018, also das laufende Jahr, sind entsprechende Ausgaben im Haushalt vorgesehen, und wir gehen davon aus, dass demnächst die Bauarbeiten ausgeführt werden.
Das soll im Zielzustand in möglichst großem Umfang von Jugendlichen organisiert und geführt werden.

Eine Fachkraft der Stadt steht aber zur Unterstützung und Anleitung zur Verfügung. Die Jugendlichen haben dann einen Platz, wo sie sich selbst ausprobieren und für sich und andere Freizeit organisieren können.

Nachdem über etliche Jahre viele Jugendliche keine Gebäude, aber viele interessierte Jugendliche da waren, ist es im Augenblick umgekehrt: Gesucht werden Reinfelder Jugendliche, die an der Vorbereitung und Planung eines Jugendzentrums mitwirken.

Ich biete an, wie schon in der Vergangenheit, hierbei zu helfen und als Kontaktperson zur Verfügung zu stehen.

Auf jeden Fall würden wir als Grüne Treffpunkte und Freizeitangebote für Jugendliche schaffen wollen.

Dazu gehört ein Jugendzentrum genauso wie organisierte Freizeitangebote, die noch über das hinausgehen, was der Sportverein, die Kirchen und die anderen kleinen Vereine anbieten.

Dazu muss natürlich auch klar sein, welche Bedürfnisse die jungen Leute haben und was sie sich vorstellen. Deswegen werden wir in Zukunft noch mehr auf gute Kontakte zu euch setzen.

Die Jugendlichen sollen aktiv an politischen Entscheidungen, die sie betreffen, mitwirken können.

Das wäre dann ja quasi schon das erste Freizeitangebot – politische Aktivität!

Ganz obenan steht für die W!R die Errichtung eines offenen und von Jugendlichen selbst verwalteten Jugendzentrums, das bereits für die Räume der Erich-Kästner-Schule geplant ist, nachdem diese in die IKS umgezogen sein wird.

Daran arbeiten wir schon seit einiger Zeit und werden es auch weiterhin tun.

Für die W!R ist die Bürgerbeteiligung ein wichtiges Thema, deshalb würden wir uns freuen, wenn möglichst viele Jugendliche sich bei der Umsetzung eines JuZe aktiv beteiligen und mitgestalten würden.

Die W!R würde die Sanierung der Sportanlagen umsetzen, damit auch die Leichtathletikanlagen nicht nur für Schüler wieder vernünftig nutzbar werden.
Sport ist mehr denn je wichtig für Kinder und Jugendliche. Wir arbeiten daran, dass das Sportangebot für euch ansprechend ist und weiterhin ergänzt wird. Auch hier wünschen wir uns eure Mitwirkung, z.B. über den Kinder- und Jugendbeirat.

Die W!R setzt sich für eine gute Ausstattung der Schulen ein. Dazu gehört an der IKS zum Beispiel eine gute Medienausstattung.

In der Grundschule ist daneben die Sanierung der Altbauten, zugleich eine Vergrößerung der Schule durch Neubauten, insbesondere einer größeren Mensa sowie die Verbesserung und Erweiterung der Nachmittagsbetreuung dringende Themen.

Die W!R würde sich einsetzen für die Bekämpfung der Kinder-und Jugendarmut, die leider auch in Reinfeld zunimmt, z.B. durch Entlastung oder Befreiung bei Kosten und Gebühren oder auch durch finanzielle Unterstützung; dazu gibt es bereits parteiübergreifende Überlegungen und Ideen in einen Arbeitskreis unter Beteiligung örtlicher Träger wie z.B. der AWO und an diesem Arbeitskreis ist auch die W!R beteiligt.

Die W!R würde sich auch um die Verbesserung der Schulwegsicherung kümmern, insbesondere für Radfahrer.

Die W!R würde sich dafür einsetzen, dass an den Schulen weiterhin jeder Ansatz von Ausländer- und Flüchtlingsfeindlichkeit , von Rechtsradikalismus, von Gewalt und Mobbing bekämpft wird, damit Kinder und Jugendliche einen respektvollen und toleranten Umgang miteinander lernen und leben. Deshalb fördern und unterstützen wir auch die Schulsozialarbeit.

  • sichere Wege zur Grundschule –> Ausbau der Ahrensböker Straße mit Fuß- und Radweg
  • Erneuerung Spielplatz „Herrenhusen“
  • Sanierung der MCS 3.-5. Bauabschnitt
  • Betreute Grundschulzeiten von 07:00-17:00h
  • Sanierung/Neubau der Sportanlagen ab 2018
  • Unterstützung der Jugendarbeit in den Hilfsorganisationen Feuerwehr, DRK, DLRG
  • Umbau der EKS in ein Jugendzentrum in 2018
  • Beibehaltung der Bücherei am jetzigen Standort
  • Stärkere Unterstützung der städtischen Jugendarbeit
  • Erweiterung der IKS Schulprofile mit Themenschwerpunkten IT und BWL
  • an/in allen städtischen Gebäuden kostenloses WLAN einrichten

2) Wann gibt es wieder Geld für Schulprojekte?

Für die zweite Frage ist von Bedeutung, um welche Projekte es sich konkret handelt. Grundsätzlich ist die Stadt zur Förderung bereit.

An was für Projekte denkst du? Bisher gibt es keine Anträge, in denen politische Entscheidungen für Projekte gefördert werden. Solange die Stadt Reinfeld sich nicht weiter verschuldet, kann grundsätzlich Geld für Projekte zur Verfügung gestellt werden. Natürlich nicht unbegrenzt viel. An was dachtet ihr denn da?

Geld für Investitionen gibt es wieder, sobald die Kommunalaufsicht des Kreises die entsprechende Genehmigung erteilt hat. Wann das zeitlich der Fall sein wird, kann nur der Bürgermeister bzw. die Verwaltung beantworten.

Gelder für den laufenden Schulbetrieb und für Sachanschaffungen sollen den Reinfelder Schulen durch die schnellstmögliche Einführung eigener Budgets (d. h. einer festen jährlichen Geldsumme berechnet nach der Anzahl der Schüler) zur Verfügung gestellt werden; über die interne Aufteilung und Verwendung dieser Finanzmittel entscheidet dann jede Schule selbst.

Wir unterstützen eure Projekte aber auch gerne in anderer Weise und außerhalb politischer Rahmen. Denn Politik darf in der Schule nur sehr zurückhaltend aktiv sein und das hat auch seinen guten Grund.

So haben wir z.B. in der Vergangenheit das Stolperstein – Projekt unterstützt und den Kontakt zu Esther Bejarano, einer Auschwitz- Überlebenden, hergestellt, die euch bereits zweimal in der Schule besucht hat.

Wir haben ein offenes Ohr für eure Belange und kommen gern auf Einladung im Rahmen von parteiübergreifenden Veranstaltungen zu euch in die Schule.

  • die Budgeteinführung für die IKS wurde beschlossen!
  • bessere Ausstattung der IKS soll in zukünftige Haushalte ab 2019 vorgesehen werden
  • MCS wird saniert und die derzeitigen Schulkonzepte werden überprüft
  • Sportplatz wird saniert

3) Was ist Ihnen persönlich am wichtigsten, was Sie verändern wollen?

Am wichtigsten ist mir, dass Alles, was mit Bildung und Schule zu tun hat, für die Betroffenen möglichst kostengünstig oder gar kostenfrei ist.

Dazu gehören auch Mittagsverpflegung und nachmittägliche Schulangebote.

Das ist schwer zu sagen. Es gibt so viele wichtige Themen in der Kommunalpolitik. Da möchte ich mich gar nicht festlegen, denn wir arbeiten nicht ein Thema nach dem anderen ab, sondern vieles läuft parallel. Angebote für Jugendliche gehören auf jeden Fall dazu, genauso wie der Kampf gegen Kinderarmut in unserer Stadt.

Hohe Priorität hat aber auf jeden Fall auch die Sanierung der Grundschule, verbunden mit der Schaffung von geeigneten Räumlichkeiten. Denn wenn Kinder bis 16 oder17 Uhr in der Schule betreut werden, soll das auch in einer schönen Atmosphäre geschehen.

Natürlich ist das Thema Umwelt für uns Grüne auch von besonderer Bedeutung. Ich würde mir wünschen, dass mehr für die Fahrradfahrer/Innen getan wird(Radwege!). Ich bin selbst in dieser Woche 3 x fast angefahren oder von Autos abgedrängt worden.

Deshalb würde ich mir auch wünschen, dass die Autos in der Innenstadt nicht mehr so rasen können. Da gibt es wirksame Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung.
Weitere wichtige Themen sind die Sportplatzsanierung, der Radweg an der B75, Stadtgrün, Klimaschutz, Integration von Flüchtlingen…

Mir als Reinfelder ist das gute Zusammenleben von Jung und Alt ein wichtiges Anliegen.

Ich liebe und schätze unsere “Stadt der Teiche im Grünen“ mit sehr viel Lebensqualität und möchte alles in meiner Macht stehende tun, dass Reinfeld eine lebendige Stadt bleibt, die auch offen ist für modernes.

Und eine Stadt ist, deren Bürger einen Gemeinschaftssinn verspüren und sich deshalb gerne für ihre Stadt engagieren.

Für Kinder und Jugendliche gibt es dazu den Kinder- und Jugendbeirat, den ich euch deshalb zu unterstützen bitte.

Veränderung braucht Menschen, die aktiv sind und die sich für Ihre Überzeugungen einsetzen. Nicht nur in der Politik, aber gerade dort.

  • die desolate Haushaltssituation (fehlende Jahresabschlüsse) abarbeiten, damit das vorhandene Geld und nötige Kredite endlich für die vielen Investitionen eingesetzt werden können. Ohne Geld läuft nichts!
  • Die Politik hat ihre Hausaufgaben schon lange gemacht, nur der Bürgermeister und seine Verwaltung noch nicht.

4) Wird es die Möglichkeit geben, dass die Innenstadt wieder lebendiger wird? Wenn ja, wie?

Über die Belebung der Innenstadt denken derzeit viele Menschen nach.

Fakt ist: Eine Vielzahl von Einzelhandelsgeschäften, die mit einem bunten Angebot Menschen anlocken, wird es nicht geben, das ist eine Illusion.

Es geht also darum, andere Angebote zu schaffen, die einen Aufenthalt dort reizvoll machen. Das könnte vor Allem ein Treffpunkt (oder mehrere) sein, an dem sich Menschen zusammenfinden, um zu klönen, Kaffee zu trinken, Ausstellungen anzusehen, Musik zu erleben und zu machen, und Vieles mehr.

Leerstände gibt es dafür im Zentrum genug.

Klar gibt es da Möglichkeiten. Aus ganz vielen kleinen Bausteinen kann eine attraktive und belebte Innenstadt werden.

Dabei geht es gar nicht nur um viele Geschäfte. Es muss spannend sein, in die Stadt zu gehen. Erlebnisräume müssen geschaffen werden.

Da gibt es viele Ideen, aber auch viele unterschiedliche Meinungen.

Entwickeln kann man da aber nur gemeinsam etwas: Politik, Geschäftsleute, Bürger.

Wir müssen alle zusammenbringen und offen sein, auch für kleine Ideen.

Es gibt aus meiner Sicht nicht DIE Lösung.

Damit in der Innenstadt neue Geschäfte eröffnen, müssen sich die Mieten und Kosten für die Ladenbetreiber rechnen.

Hier kann Politik wenig tun, auch weil die Gebäude Privatpersonen gehören und nicht der Stadt.

Wir versuchen weiterhin mit den Eigentümern und Ladeninhabern im Kontakt zu bleiben, um eine lebendige Innenstadt zu erhalten.

Welche Angebote wären für euch in der Innenstadt wichtig? Auch darüber sollten wir ins Gespräch kommen.

Ein für die W!R sehr wichtiges Projekt ist der Erhalt des Neuhöfer Parks. Durch eine Vielzahl von Veranstaltungen – auch der W!R- und Nutzungsmöglichkeiten dieser grünen Oase wollen wir die Innenstadt beleben.

Gibt es unter euch Schachfans? Hier findet ihr die Möglichkeit Outdoor Schach zu spielen. Ihr seid herzlich willkommen! Den Schlüssel für die Schachfiguren erhaltet ihr im Frisörsalon „Twins“ am Parkzugang.

  • Uns ist ein gemeinsames Forum mit den Jugendlichen, wie sie sich eine attraktive Innenstadt vorstellen (z.B. Unterhaltung/Gastronomie/Aktionsflächen).
  • Daraus können Maßnahmen abgeleitet und die Gespräche mit den Eigentümern und Investoren (Rathauscenter, Fachmarkcenter) wieder in Gange gebracht werden.
  • Übrigens wurde eine Gesprächsrunde mit dem HVR zu dem Thema Innenstadtbelebung wurde vereinbart.

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