Während viele griechische Inseln derzeit von Flüchtlingen “besucht” sind und dort auf humanitäre Hilfe hoffen, gibt es andere griechische Inseln, die normalerweise voller Touristen sind. Insbesondere Kreta, die zu den 5 größten Inseln des Mittelmeeres gehört. Allerdings bleiben dort wegen der Corona-Krise, wie überall, derzeit die Urlauber aus. Fürs Danach gibt es hier ein paar mehr Infos, aber auch zur Flüchtlingssituation steht unten das Wichtigste geschrieben.

Zuerst einmal ein paar Worte zur geografischen Lage Kretas: Kreta ist die größte griechische Insel und mit 8261 Quadratkilometern Fläche und 1066 Kilometern Küstenläng,e die fünftgrößte Insel im Mittelmeer. Sie liegt etwa 100 Kilometer südlich des griechischen Festlands und ist von Deutschland etwa 5 Flugstunden entfernt. Kreta ist insgesamt von drei Teilen des Mittelmeeres umgeben. Im Norden liegt das Kretische Meer, im Süden das Lybische Meer und im Osten das Karpathische Meer.


Kreta ist gebirgig & hat traumhafte Strände!

Obwohl die Insel nur 254 km lang und 60 km breit ist, hat sie mehrere Gebirge: Das Ida-Gebirge mit dem “Psiloritis”, als höchstem Berg der Insel, die “Weißen Berge” oder “Lefka Ori”, das “Dikti-Gebirge” und die “Thripti-Berge2 im Osten der Insel. Der höchste Berg ist 2456 m hoch. Entsprechend bietet die Insel viel Raum für Bergsteiger und sportliche Fahrradfahrer, ebenso wie für Strandurlauber. Umgeben vom Mittelmeer …


Der höchste Berg Kretas: der Psiloritis
Foto: Wikipedia Frenete, Lizenz: CC BY-SA 2.0

Kulturell interessant durch venezianischen und osmanischen Einfluss!

Durch den türkisch-orientalischen, sprich osmanischen Einfluss, ist die Insel nicht nur ein guter Urlaubsort für Sonnenanbeter und Strandliebhaber, sondern auch für Kulturliebhaber.

Wer Kreta bereist, für den führt kein Weg an Iraklion vorbei, denn: in Kretas Hauptstadt befindet sich der Flughafen der Insel. Aber auch als Stadt hat Iraklion viel zu bieten und ist einen Abstecher wert. Die Stadt beherbergt beispielsweise eine der größten Sehenswürdigkeiten Kretas: den Palast von Knossos. Allerdings ist Knossos nicht mehr das, was man sich heute unter einem Palast vorstellt. In früheren Zeiten war er das Zentrum der Stadt.

Hier befanden sich einst Heiligtümer, Kulturbezirk, Wohnhäuser und Werkstätten. Knossos machte auch deshalb von sich reden, weil die Vorgehensweise bei den Ausgrabungen sehr umstritten und einzigartig war. Im Jahr 1900 fing der britische Archäologe Sir Arthur Evans mit den Ausgrabungen an und beendete 40 Jahre später seine Arbeit.  Während seiner Ausgrabungen zerstörte er Dinge, die ihm unwichtig erschienen und fügte Dinge hinzu, die er glaubte sicher restaurieren zu können.

Für den Besucher ist das erfreulich, denn er sieht mehr als nur die Grundmauern und Ruinen. Jedoch stieß Evans bei vielen Archäologen auf Kritik. Deshalb wird Knossos von vielen auch als das “Disneyland der Archäologie” bezeichnet.


Shoppen in der Stadt “Réthimno”.

Réthimno ist eine Hafenstadt im Norden von Griechenland. Die drittgrößte Stadt Kretas besitzt viele kleine Gassen und eine geschlossene Altstadt mit vielen Häusern aus venezianischer und türkischer Zeit und stimmungsvollen Plätzen, auf denen regionale Händler ihre Waren anbieten. Der ideale Ort, um nach Herzenslust zu shoppen. Wer sich sportlich betätigen will, findet hier viele coole Möglichkeiten, Wassersport zu betreiben.

Über der Altstadt ragt die große Burg “Fortezza” auf, welche die Venezianer unter finanzieller Zwangsbeteiligung der Einheimischen gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichteten. Von der eindrucksvollen Burganlage hat man einen wunderbaren Blick auf den Hafen der Stadt. vom Hafen aus erstreckt sich Richtung Osten ein 15 km langer Sandstrand.

Innerhalb der Burgmauern sind Zisternen eine Moschee und eine Kapelle zu sehen:

In Rèthimno haben die Verwaltung sowie die philosophische Fakultät der Universität Kretas ihren Sitz. Deshalb sieht sich sie Stadt auch als kulturelle Hauptstadt Kretas. Am Abend bietet sie viele Möglichkeiten der Unterhaltung; mit etwas Glück kann man ein Konzert oder eine Theateraufführung in der Burg “Fortezza” mit erleben. Mehrere Discos sind direkt hinter dem Hafen.


Kretische Küche

Was man auf Kreta auf keinen Fall vergessen sollte, ist einmal das kretische Brot “Klivanitis” zu probieren. Es wird oft mit Sesam bestreut und in vielen griechischen Restaurants, auch in Deutschland als Vorspeise gereicht. Brot wird zu jeder Mahlzeit auf den Tisch gestellt, auf dem Land meist auch eine Karaffe eisgekühltes Quellwasser dazu. Typisch für die kretische Küche sind Gemüse, Kräuter, Oliven, Olivenöl, Schafskäse und frischer Fisch.


Badespaß in Aquaparks

Wer als Familie nach Kreta kommt, möchte mit Sicherheit auch Baden. Das kann man natürlich auch im Meer machen, wer jedoch nicht so viel Lust auf überfüllte Strände hat, findet in Aquaparks Abkühlung. Wer am liebsten im Badeparadies auch übernachten möchte, für den könnte das “Grecotel Club Marine Palace & Aqua Park” etwas sein. Zu dem Hotel gehört der 6.000 m² große Aquapark “Kingdom of Poseidon”.  In diesem Aquapark gibt es zwei verschiedene Bereiche. Zum einen den Bereich “Kingdom of Poseidon” und zum anderen den Bereich “Aqua Tower”.

Der Bereich Kingdom of Poseidon beherbergt einen Wasserspielplatz mit 100 Aquagames, darunter einige Rutschen, Wasserkanonen und Wasservorhängen sowie einen großen Wassereimer an der Spitze des Spielplatzes, der sich nach ca. 3 minütige Befüllung automatisch über eine Art Sonnensegel über die komplette Fläche des Spielplatzes ergießt. Ein großer Spaß für die kleineren Kinder der Familie.

Der Aquapark “Kingdom of Poseidon” bietet auch für die Kleinsten jede Menge Wasserspaß Offizielles Pressematerial Grecohotel

Wer eher den Nervenkitzel sucht, wird im zweiten Bereich, dem “Aqua Tower” fündig. Hier kann man seine Grenzen an der Kamikazerutsche austesten, sich seinen Adrenalinkick an der Free Fall Rutsche abholen oder eine Halbwegs elegante , aber auf jeden Fall spaßige Fahrt im Reifenboot auf der Black Hole absolvieren. Wer sich zusammen mit einem Geschwisterkind oder einer Freundin oder Freund in das kühle Nass begeben will, der kann sich der “Wave Slide-Rutsche” stellen. Das ist eine Art Halfpipe, auf der man vorwärts auf die Reise geschickt wird, dann oben ankommt und sich drehend, die Rückreise antritt.

Kleiner Tipp für denjenigen, der Angst vor dem drehenden Reifen hat: Rutscht, wie oben beschrieben zu zweit in einem Zweierreifen, denn somit wird der Reifen beim rückwärtsfahren daran gehindert sich zu drehen, weil es bei den Zweierreifen, durch die zweite Person ein Gegengewicht gibt.


Griechenland und die Flüchtlinge

Auch vor Griechenland macht die Flüchtlingsproblematik nicht halt.

Einem UN-Bericht zufolge leben derzeit über 36.000 Asylsuchende in den Aufnahmelangern auf den fünf griechischen Ägäis-Inseln Lesbos, Chios, Samos, Kos und Leros. (Stand 7.2.2020). Das sind mehr als 30.000 Menschen zu viel, da diese Lager ursprünglich nur für 5.400 Menschen ausgelegt waren. Da sich unter ihnen auch viele unbegleitete Kinder befinden, hat nun auch Deutschland 47 Kinder aus Griechenland aufgenommen. Das sei nicht genug, kritisiert Unicef-Geschäftsführer Christian Schneider in einem Statement vom 18.4.2020. Eine handverlesene Zahl von Kindern aufzunehmen sei, so Schneider, keine ausreichende Antwort auf die humanitäre Krise, unter der Tausende Kinder seit langen Jahren leiden. Deutschland müsse nun zu seiner Aussage stehen, weitere Kinder aufzunehmen, egal wie alt sie sind und woher sie kommen.

Wie katastrophal die Lebensumstände in den griechischen Flüchtlingslagern ist, ist unmenschlich. Viele von ihnen leben in notdürftigen Unterkünften auf engstem Raum zusammen. Ihre Unterkünfte sind so notdürftig errichtet, dass sie zwar den Regen aber nicht die Kälte der Nacht aufhalten können. Strom und sauberes Wasser und Seife reichen bei weitem nicht für jede Familie und jedes Kind aus. Viele Familien haben seit der Flucht noch nicht mal warme Kleidung, Medikamente oder etwas zu Essen. Die Kinder müssen zwischen den Zeltplanen zwischen dem Dreck und Müll spielen. Der Besuch einer Schule ist für die meisten unmöglich.

Und auch die Covid-19-Pandemie legt Griechenland in diesen Tagen lahm. Allerdings sind die Flüchtlingslager bisher von dem Virus verschont worden. Es sei aber zu befürchten, dass sich das Coronavirus auch in Griechenland weiter ausbreitet, so Unicef in seinem Blog. Kinder und Familien könnten sich in den Flüchtlingslagern nicht vor einer Ansteckung mit dem Virus schützen, da die Medizinische Versorgung der Flüchtlingslager zu schlecht sei.


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