Texas des Jahres 1870: Der ehemalige Captain der Armee der Südstaaten, Jefferson Kyle Kidd, reist nach dem Bürgerkrieg durchs Land, um aktuelle Nachrichten aus Zeitungen vorzulesen und für sein, meist leseunkundiges Publikum, dramatisch aufzuarbeiten – So beginnt der Film “News Of The World”, welcher am 7. Januar 2021 in die deutschen Kinos kommen sollte. Bedingt durch die Corona-Pandemie und  geschlossenen Kinos, wurde der Film bereits im Februar auf Netflix veröffentlicht.

Die Story:

Jeder der bereit ist, einen kleinen Obolus zu zahlen, darf sich von Captain Jefferson Kyle Kidd (Hanks) über politische Entwicklungen, schlimmen Epidemien und Abenteuern in fernen Welten, aber auch von neuen Technologien, die ihr eigenes Leben verändern werden, informieren lassen.

Als der Captain auf dem Weg zu einer dieser Lesungen ist, trifft er auf eine Armeepatrouille, die ein Mädchen vorübergehend in seine Obhut gibt. Das Mädchen heißt Johanna Leonberger und wurde aufgrund des blonden Haares als Europäerin identifiziert. Ihre deutschstämmigen Eltern wurden vor einigen Jahren, von den Kiowa ermordet und Johanna als Kleinkind verschleppt.

Sie spricht nur ein paar Brocken Deutsch, ansonsten versteht und spricht sie nur Kiowa. Englisch spricht sie gar nicht. Auch Sitten und Gebräuche sind ihr gänzlich fremd. Die Behörde für Einwohner indigener Völker will Johanna an die nächsten lebenden Verwanten überführen – die wohnen aber 400 Meilen entfernt. Der zuständige Beamte kommt allerdings erst in drei Monaten aus dem Reservat zurück und so stimmt Captain Kidd zu, Johanna bei sich aufzunehmen.

Die Hauptdarsteller und die Drehorte

Die Hauptrollen übernahmen der zweifache Oscarpreisträger Tom Hanks als Captain Jefferson Kyle Kidd und die deutsche Nachwuchs-Schauspielerin Helena Zengel, die 2019 durch den Film “Systemsprenger” bekannt wurde. Der Film basiert auf dem gleichnamigem Buch der Amerikanischen Autorin Paulette Jiles.

Man nimmt Tom Hanks die Rolle des “Übergangsvaters” nach den ersten 10 Minuten direkt ab. Und auch Helena Zengel kann, obwohl sie nur Sätze in Kiowa spricht, schauspielerisch volkommen überzeugen. Helena Zengel wurde übrigens als beste Nebendarstellerin für einen Golden Globe nominiert.

Gedreht wurde ab Anfang September 2019 in New Mexico sowie im Umkreis vom 30 Meilen um Santa Fe auf dem Gelände der Camel Rock Studios, dem ersten Filmstudio, das von Mitgliedern eines indigenen Stammes in Nordamerika gegründet wurde. “News Of The World” war das erste Projekt, welches in den Studios realisiert wurde.

Über die Musik von James Newton Howard

Den Soundtrack komponierte James Newton Howard, welcher schon die Musik zu der “Tribute von Panem”-Reihe , “The Dark Knight”, oder auch den Harry Potter-Ablegern “Phantastische Tierwesen” gemacht hat. Die Stücke werden fast ausschließlich mit klassischen, aber alten Instrumenten, wie beispielsweise einem Englischhorn (Eine Art der Oboe) gespielt, die selten in Filmsoundtracks verwendet werden. Gemischt wird das ganze mit einigen Trommeln. Mit diesen Instrumenten und den Melodien passt der Soundrack so perfekt in den wilden Westen, dass er unter anderem für einen Golden Globe und für einen Oscar als bester Soundtrack nominiert war.

Kritik:

“Der Film hat unglaublich schöne Drohnenbilder von den weiten des Wilden Westens zu bieten und nimmt sich viel Zeit für lange Kamerafahrten, obwohl er nur eine Lauflänge von 120 Minuten hat. Der Soundtrack ist im allgemeinen, bis auf wenige Ausnahmen, sehr ruhig und passt sehr gut zum Film. Die Stücke “Arriving at Red River” und “Road to Dallas” haben es mir besonders angetan. Bei ihnen kann ich mir die Planwagentrecks, die durch die Prärie bzw. den wilden Westen ziehen richtig gut vorstellen. Für mich hätte der Soundtrack definitiv den Oscar verdient gehabt.” sagt  Redakteur Tobias.

 

 

 

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