Seit 1998 pflegt Reinfeld eine gute Städtepartnerschaft mit Kaliska, eine kleine Gemeinde in Polen.

Anlässlich zum 20-jährigen Jubiläum fand auch in diesem Jahr wieder ein Austausch zwischen Schülern aus Kaliska und Reinfeld statt. Am Montag, den 23.04., trafen sieben Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrem Lehrer und ihrem Busfahrer nachmittags in Reinfeld ein. Seitdem genossen alle Beteiligten eine schöne Woche unter dem Motto: „20 Jahre Partnerschaft Reinfeld-Kaliska“. Im Mai werden dann ihre deutschen Austauschpaten nach Kaliska reisen.

Die Schülerinnen und Schüler aus Kaliska besuchen die 8. Klasse und lernen im zweiten Jahr Deutsch. Bei dem Treffen mit erkant.de, am Donnerstag den 26. April, haben wir feststellen können, dass eine einwandfreie Verständigung auf Deutsch nicht stattfinden kann, aber die Schüler wissen sich immer zu helfen. Wenn etwas nicht verstanden wird, hilft man sich mit Englisch oder per Zeichensprache. Zur Not wird dann auch mal der Google-Übersetzer genutzt oder der Eine übersetzt es dem Anderen in seiner Sprache. Durch diese kleinen Sprachbarrieren wird die gute Stimmung aber nicht getrübt.

Bei dem Austausch entstehen neue Freundschaften, man lernt neue Leute kennen, sowie die Kultur und das Land als solches. Alle Schülerinnen und Schüler wollten aus diesen Gründen gerne an diesem Austausch teilnehmen und das Land, mit der für sie noch neuen Sprache, bereisen. Bis auf Charlene, die polnische Verwandte hat, war den deutschen Schülerinnen die polnische Sprache gar nicht geläufig. Sie bekamen aber durch die polnischen Schülerinnen und Schüler “Nachhilfe”, sodass man von ihnen ein “dobry dzień” (Guten Tag) und ähnliches hörte.

Ein großes Programm für eine Woche 

Am Tag der Anreise machten alle Teilnehmer zunächst gemeinsam einen Abstecher in die Eisdiele und genossen die ersten Stunden an der Promenade. Abends ging es dann in die Gastfamilien, welche von deutschen Schülerinnen aus den Jahrgängen 8, 9 und 10 gestellt wurden.

Am Dienstagmorgen gingen die Schüler zusammen in die Schule und wurden zunächst vom Schulleiter, Herrn Trinkler, begrüßt. Anschließend verbrachten sie den Schultag gemeinsam. Der Schulfotograf war zufällig an diesem Tag auch vor Ort, sodass die Schüler die Gelegenheit nutzten, um Fotos zu machen.

Nach der offiziellen Begrüßung durch den Bürgermeister, Herrn Gerstmann, im Rathaus ging es am Mittwoch nach Hamburg. Dort besuchten die Schülerinnen und Schüler das Miniatur Wunderland. Anschließend ging es zum Shoppen ins Billstedt-Center, was besonders den polnischen Schülern sehr viel Spaß bereitet hat.

In den ersten Tagen fielen den polnischen Schülern viele Unterschiede zu ihrem polnischen Leben auf…

Sie besitzen ein anderes Schulsystem und empfanden dadurch unsere Schulstunden erstaunlich lang. Sie sagten, dass der polnische Humor von dem deutschen Humor stark abweicht. Als die polnischen Schülerinnen und Schüler in einen Supermarkt gingen, waren sie erstaunt über eine so große Auswahl in der Süßigkeitenabteilung: “Bei uns würde so eine Abteilung definitiv nicht so groß sein”, sagten sie. Außerdem fiel ihnen auf, dass die deutschen Mädchen sehr natürlich geschminkt wären und in Polen die meisten viel mehr Make-Up verwenden. Sehr interessant war auch zu hören, dass sie eigentlich keine Immigranten in ihrer Schule oder in Kaliska sehen. In einer polnischen Stadt würde es bestimmt anders aussehen. Sie selbst hätten nicht so viele Kulturen in ihrer Schule vertreten, sagten die Schüler. Viele interessante Sachen wurden noch genannt, auf die wir Deutschen bestimmt niemals gekommen wären…

In den nächsten Tagen gingen die Schülerinnnen und Schüler vertieft auf die 20-jährige Partnerschaft ein. Sie bereiteten in Gruppen Interviews vor, die sie mit einflussreichen Personen, wie Herrn Andresen (Mitgründer der Partnerschaft 1998), bezüglich der Städtepartnerschaft hielten.

Ein Ausflug nach Lübeck durfte natürlich nicht fehlen, welcher am Freitag, den 27.04., stattgefunden hat. Am Samstagmorgen wurden die Gäste verabschiedet, bevor sie dann zurück in ihre Heimat nach Kaliska fuhren.

Auf die Frage, ob die polnischen Schülerinnen und Schüler gerne wiederkommen würden, gab es ein klares “JA” zur Antwort. Auch die Aufnahme bei ihren jetzigen Gastfamilien wäre wohl kein Problem, da sich die deutschen Schüler ebenfalls darauf freuen würden.

2 Kommentare
  1. Albrecht Werner sagte:

    Danke für den schönen, lebendigen Bericht! Es war wirklich eine spannende, fröhliche Woche. Und: Ich habe selten so oft “danke” von Schülerinnen und Schülern gehört! Herzlichen Dank auch von mir an die tollen TeilnehmerInnen! – Wir suchen dringend noch Teilnehmer für die Fahrt nach Kaliska vom 21. – 26. Mai. Bitte Melden – über die Redaktion oder Kommentare.

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