Tablet-Klassen, Lernplattformen, Virtuell Reality, Digitalpakt, etc – all diese Begriffe haben mit digitaler Bildung zu tun und sind auf unserer Sonderseite “digitale Medien & Schule” in den letzten Monaten thematisiert worden. Die Digitalisierung soll unsere Arbeit vereinfachen und beschleunigen. Somit wird sie zu einer Kernkompetenz, welche in Bildungsstätten, wie Kindergärten, Schulen, Ausbildungsbetrieben und Universitäten, gelehrt werden soll. Doch wie wichtig ist digitale Bildung tatsächlich?

Die Redakteure von Links: MarWin, Tobias, MarVin, Mira & Minoka (Foto: Coach Susanne)

Die erkant-Redakteure haben verschiedene Personengruppen (Politiker, Unternehmer, Schüler, etc) “auf Augenhöhe” gefragt, und ihre Antworten hier für euch festgehalten. Wer infolge seine Meinung dazu sagen möchte, kann unter dem Artikel ein Kommentar hinterlassen.

Kernfrage an Erwachsene: Wie wichtig finden Sie digitale Bildung und warum? Kernfrage an Jugendliche: Hältst du digitales Lernen für wichtig, und wie findest du es?


Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur in SH (Foto: Frank Peter)

Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schleswig-Holstein:

„Digitale Bildung ist in einer digitalen Gesellschaft ein Muss – und damit auch ein Muss-Thema in allen Fächern und an jeder Schule. Schülerinnen und Schüler müssen den selbstverständlichen Umgang mit digitalen Medien lernen, um selbstbewusst und kritisch mit digitalen Medien umgehen zu können.

Dazu gehört auch, etwas über die Gefahren von Cyber-Mobbing bis zu Datenklau und Datensicherheit zu wissen. Beim Lernen bieten digitale Medien, eingebettet in gute pädagogische Konzepte, neue Chancen – übrigens sowohl des individuellen Lernens, als auch des zusammen Arbeitens und zwar ortsungebundener. Sie werden Lehrkräfte nicht ersetzen, aber den pädagogischen Instrumentenkasten erweitern. Denn: Lernen geht auch mit den digitalen Medien nicht von alleine; Lernen kann dadurch aber interessanter werden! Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, individuelle Lernprozesse zu begünstigen.” (Redakteur: Marvin Ladwig)


Dawinder Singh, Schülersprecher KGS, Foto: erKant.de

Dawinder Singh, Schülersprecher der I. Kant-Schule Reinfeld:

“Das Lernen mit digitalen Medien ist für mich etwas, was unumgänglich ist. Wir leben in einer Welt, wo wir auch in der Schulzeit mit Microsoft, Openoffice oder anderen Programmen arbeiten müssen.

Als Schülersprecher ist es mein Wunsch, und vor allem mein Ziel, dass die Schule sich mehr mit Digitalisierung befasst. Viele Vorteile könnte man daraus bringen, wie das Lernen mit Medien, die Weiterbildung seines Technik-Knowhows und, anstatt andauernd die Nasen in die Bücher zu stecken, kann man auch mit Hilfe von digitalen Medien beispielsweise Recherchearbeit durchführen oder Präsentionen erstellen. So etwas kann effizient sein, und vor allem bei vielen Schülern das Interesse am Lernprozess wecken.” (Redakteur: Minoka Braun)


Susanne Braun-Speck, Selbständige im Bereich digitale Medien / Online-Marketing (tiefenschaerfe.de) & Coach von erkant.de

Susanne Braun-Speck, Selbständige im Bereich digitale Medien / Online-Marketing (tiefenschaerfe.de) & Coach von erkant.de

“Digitalisierung ist ein Querschnittsthema – es gehört schlichtweg in die Schulen, bestenfalls als eigenes Unterrichtsfach! Denn: die Zukunft ist digital – im privaten Umfeld und Beruflich. Es ist elementar wichtig für Jugendliche, gut darauf vorbereitet zu sein, um nicht abgehängt zu werden.

Wichtig ist auch, dass sie lernen, das digitale Medien kein Spielzeug, sondern ernst zu nehmende und wichtige Arbeitsmittel sind. Außerdem haben die virtuelle Welt und digitale Medien ganz eigene Regeln und Fallstricke – die sollte jeder Jugendliche kennen.” (Redakteur: Tobias Nerlich)


Jan Philipp Albrecht, Umweltminister Schleswig-Holstein, Foto: Frank Peter

Jan Philipp Albrecht – Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in SH:

“Mit digitaler Bildung erhalten Schülerinnen und Schüler Kompetenzen zum Umgang mit digitalen Medien. Das hilft ihnen nicht nur in vielen Berufen, sondern auch im Privatleben.” (Redakteur: Marvin Ladwig)


Felix, 16 J., Schüler aus Essen (NRW)

Das ist nicht Felix… sondern ein Bild von pixabay

“Sofern alles abgestimmt ist und funktioniert, finde ich es in der heutigen Zeit sehr ansprechend, mit digitalen Medien zu Lernen. Der Unterricht ist so interessanter und weniger eintönig.

Gerade das Internet ist in der heutigen Zeit sehr präsent geworden, und daher ist es ein sehr wichtiges Medium, über welches aufgeklärt werden muss. In der heutigen, schnellen Gesellschaft und in der stetig wachsenden Technologiebranche sollten Schulen wenigstens halbwegs “Up to Date” sein.

Gut wäre erstmal, dass die Schüler lernen mit diesen Medien umzugehen. Außerdem werden dadurch mehr Lern-Methoden genutzt, welche den Schülern einen höheren Lernspaß bieten”. (Redakteur: Minoka Braun)


Svantje Paprzycki HR-Managerin Berufsausbildung bei der Dräger AG

Svantje Paprzycki, HR-Managerin Berufsausbildung, schrieb stellvertretend für die Drägerwerk AG & Co. KGaA:

“Digitale Medien sind aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Grund halte ich es für sehr wichtig, den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien schon sehr früh zu vermitteln, und zu erlernen.

In diesem Zusammenhang sollten Schule und Eltern zusammenarbeiten, da digitale Medien uns viele neue Möglichkeiten eröffnen, jedoch auch Gefahren entstehen können.” (Redakteur: Tobias Nerlich, ein erweitertes Interview steht hier)

 


René Krowlow, Kommunalpolitiker in Reinfeld, Beruf: IT-Manager

René Krolow, Lokalpolitiker in der Stadt Reinfeld:

“Durch die digitale Bildung wird der Wissensaufbau und -transfer erheblich gestärkt. Das bezieht sich auf alle Bildungsbereiche, was u.a. auch die Wissensverteilung und Weiterbildung in Unternehmen mit einschließt. Jeder Mensch kann durch digitale Bildung einfach, schneller und effizienter lernen.

Denn: Durch das Internet gibt es sehr viel digitales Wissen, was verteilt und ohne Struktur vorhanden ist. Digitale Bildung ist essentiell für jeden, doch dürfen die Basics der Bildung wie handschriftliches Schreiben und handwerkliche Fähigkeiten nicht außer Acht gelassen werden.” (Redakteur: Marvin Ladwig)


Anita Klahn, Landtagsabgeordnete & stellv. Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion in SH

Anita Klahn, Abgeordnete des Schleswig-Holsteinischen Landtags & stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion.

“Schülerinnen und Schüler erwerben neben den Kompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen die digitale Kompetenz als neues Feld der schulischen Bildung. Diese ist in der heutigen Zeit, und mehr noch in der Zukunft, für den persönlichen Lebensalltag ebenso wichtig, wie im anschließenden Berufsleben.

Dabei sehe ich das Risiko einer einseitigen Konzentration auf die digitalen Unterrichtsinhalte. Der europäische und weltweite Wettbewerb fordert den Erwerb von sowohl zukunftsgewandten, als auch traditionellen Techniken, um interkulturelle Kompetenzen aufbauen und anwenden zu können. In der Schule wollen wir unsere Jugendlichen darauf vorbereiten.” (Redakteur: Marvin Ladwig)


Armin Moghaddam, Unternehmer aus Reinfeld, Foto: Melanie Henkel

Armin Moghaddam von alfaLot Ltd.& Co. KG Industrieausrüstung 

“Unseres Erachtens ist es ein perfekter Zeitpunkt, um zukünftige Generationen mit digitalen Medien, in einem sicheren Umfeld, vertraut zu machen.” (Redakteur: Tobias Nerlich)


Vermutlich folgen hier noch weitere Interview-Antworten.

Wir verfolgen die Geschehnisse im Bereich der Digitalisierung weiterhin und freuen uns, wenn wir noch mehr dazu berichten können. Lies jetzt gerne auf unserer Themenseite “digitale Medien & Schule” weiter!

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