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“Zu einem guten Ende gehört auch ein guter Beginn.” (Konfuzius) … Nächstes Jahr ist es soweit? Der Schulabschluss? Viele Schüler haben bereits Ideen, was sie danach machen wollen. Eine Ausbildung, Reisen, ein Studium, … Doch: es gibt auch welche, die sich nicht entscheiden können und mehr Zeit brauchen, denn schließlich verbringt man zwei Drittel seines Lebens in dem Beruf, von dem wir denken, er sei genau das, was wir tun wollen. Wie also bekommen wir mehr Zeit, um uns zu entscheiden? Wie können wir einen bestimmten Bereich kennenlernen, wenn kein Praktikum mehr stattfindet? (Foto: ©BMFSFJ/Bertram_Hoekstra)

Die Chance heißt Freiwilligendienst!

Das “Freiwillige soziale, kulturelle, politische oder ökologische Jahr”, kurz gesagt das FSJ, ist ein Jahr der Reflektion und des Kennenlernens.

Der ehemalige Zivildienst, der als Alternative zur Wehrpflicht geschaffen wurde, ist bis heute unter den Namen FSJ oder Bundesfreiwilligendienst bekannt. Es gibt eine eigene Rechtsgrundlage für Freiwilligendienstleistende (im folgenden Freiwillige oder FSJler), die regelt, wie so ein Jahr abläuft. Es gibt gefühlt unzählige Möglichkeiten. Ob im Sozialen Bereich (Kindertagesstätten, Betreutes Wohnen, Pflegetätigkeiten im Krankenhaus oder Altenheim), im Kulturellen (Theater, Museen, Hochschulen), im Politischen (Landtage, der Bundestag, Landesbeauftragte), im Schulischen oder im Ökologischen Bereich (Naturbünde, Bauernhöfe): Überall gibt es weitaus mehr kennenzulernen, als nur die Betriebe oder Abläufe.

Neue Menschen kennen- und sich selbst besser einschätzen lernen; Kontakte knüpfen, die einen weiterbringen, aber auch die Arbeitswelt unverbindlich erleben, sind die großen Vorteile eines FSJs.

Auch ein FSJ im Ausland ist möglich.

Aber wie komme ich zu einer Stelle?

In Deutschland gibt es viele verschiedene Träger. Eine Liste davon findet ihr auf Engagiert-in-SH.de

Meistens findet man die angebotenen Stellen bei den Betrieben selbst, aber auch die Träger schreiben die Stellen aus und das ungefähr ein Jahr im Voraus. Die Bewerbungen werden mal vom Träger und mal von den Betrieben entgegen genommen.

In meinem Fall war der Träger die Landesvereinigung für Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Schleswig-Holstein e.V. (Platzsuche vom LKJ SH). Sie bietet Freiwilligendienste im Bereich der Kultur, der Politik und Schule. Zwischen 100 und 130 Freiwillige finden jedes Jahr eine Stelle über die LKJ SH. Die Bewerbungen für die Stellen, die die LKJ SH anbietet, werden am Anfang des Kalenderjahres (also Januar/Februar des Einstellungsjahres) über ein zentrales Online-Bewerbungsportal entgegen genommen. Ihr könnt dort eure Bewerbung an mehrere Betriebe schicken, nachdem ihr für euch herausgefunden habt, in welchen Bereich oder welche Bereiche es gehen soll.

Für euren Dienst erhaltet ihr ein Taschengeld, das je nach Träger und nach Betrieb unterschiedlich hoch ausfallen.

Welche Schwierigkeiten das mit sich bringt, und welche Möglichkeiten ihr habt, lest ihr im nächsten Artikel (schaut hier gerne wieder vorbei).


(Bei Fragen rund um das FSJ und zu meinen Erfahrungen, mailt mir gern an marvin@erkant.de  oder über unser Kontaktformular)

Foto: erkant.de

Die erKant-Redaktion hat sich mit einem VR-Spezialisten in Kontakt gesetzt, um für euch mehr darüber schreiben zu können. Gustaf Stechmann, Softwareentwickler aus Kiel, berichtete uns in einem schriftlichen Interview von vielen interessanten Fakten. Außerdem haben wir hier ein Video von der Uni Lübeck, wo Medieninformatik studiert werden kann.

Auf dem Bild oben siehst du eine virtuell enstandene Wohnwelt von einem Innenarchitekten.

Herr Stechmann: Wo wird VR eingesetzt? Was sind die Haupteinsatzgebiete im beruflichen Umfeld?

VR wird natürlich bei Computer- bzw Videospielen eingesetzt. Es gibt zum Beispiel eine spezielle VR-Brille, die an die PlayStation angeschlossen werden kann, genannt PSVR. Für dieses System gibt es eine Vielzahl Spiele, wie zum Beispiel das bekannte “Fruit Ninja” und viele weitere. Ein weiterer Einsatzbereich sind VR-Trainings, wobei z.B. Fabrikmitarbeiter geschult werden, wie sie industrielle Maschinen bedienen und reparieren können. Dies üben sie an einer VR-simulierten Version dieser Maschinen.

Außerdem wird VR auch im medizinischen Bereich eingesetzt. Es gibt zum Beispiel APPs, in denen Patienten angeleitet werden, bestimmte Übungen zur körperlichen Fitness oder zur Rehabilitation nach einem Schlaganfall durchzuführen. Außerdem gibt es Anwendungen im Bereich der Psychotherapie – ein Flugangstpatient kann sich in VR z.B. seinen Ängsten stellen, während ein Therapeut ihn dabei begleitet und die Simulation jederzeit anhalten oder verlangsamen kann.

Bestimmt wird es in Zukunft viele weitere Anwendungsmöglichkeiten geben, die wir heute noch nicht kennen, weil sie noch nicht erfunden sind.

Welche Berufe gibt es, bei denen mit VR gearbeitet bzw. VR-Anwendungen entwickeln werden können kann?

Die Berufsbilder sind ähnlich wie im Bereich Computerspiele und der digitalen Medien allgemein.

Gefragt sind zum einen Programmierer, die in der Lage sind dem Computer einzugeben, wie die virtuelle Welt funktioniert, wie die Abläufe sind und wie sich die Umgebung verhält. Ein Programmierer schreibt Programmcode, z. B. in der Programmiersprache C#. Man braucht hierfür ein gutes technisches und mathematisches Verständnis.

Zweitens gibt es das Berufsbild des 3D-Grafikers. Das sind Leute, die visuelle Inhalte für die virtuellen Welten erstellen. Also Räume, Gegenstände, Figuren, die darin vorkommen. 3D-Grafiker arbeiten mit Softwarewerkzeugen wie z. B. 3DS Max, Maya, oder Blender. Für diesen Beruf braucht man ein gutes Auge, ein ästhetisches Empfinden, und muß kreativ sein.

Zudem gibt es den Beruf des 3D-Animators. Ein Animator versetzt die Welt in Bewegung, zum Beispiel die Bewegungsabläufe der Figuren. Ähnlich wie der 3D-Grafiker ist dies auch ein sehr kreativer, gestalterischer Beruf. Die Figuren sollen sich ja natürlich und interessant bewegen, wie z. B. in einem Disney-Film.

Interessant ist auch der Beruf des Sound Designers. Das ist jemand, der dafür sorgt, dass man die Welt nicht nur sehen, sondern auch hören kann. Von Soundeffekten über Jingles bis zur musikalischen Untermalung reicht hier das Tätigkeitsgebiet.

Wichtig ist auch der Beruf des Software-Testers. Das sind Leute, die ein VR-Programm testen und auf Fehler prüfen. Hierfür braucht man sehr viel Präzision und Sorgfalt und muß in der Lage sein, Probleme zu erfassen und genau zu beschreiben, damit sie hinterher systematisch behoben werden können.

Sechstens gibt es das Berufsbild des Story Designers bzw. Autoren – der ist bei VR-Spielen wichtig. Denn jemand muss sich ja eine Geschichte dazu ausdenken, die Dialoge schreiben, damit das Ganze spannend und interessant wird.

Last, but not least werden, wie in allen Branchen, Leute gebraucht, die in der Lage sind das Ganze zu koordinieren und das Team zu managen. Im Umfeld der digitalen Medien heißt dieser Beruf Producer. Das ist jemand, der das Projekt im Detail plant, Ziele setzt und dafür sorgt, dass jeder im Team weiß, was er zu tun hat, damit hinterher alles gut zusammenpasst und termingerecht fertig wird.

Zu erwähnen ist, dass wir im Bereich der digitalen Medien auch eng mit anderen kreativen und technischen Berufen zusammenarbeiten. Zum Beispiel mit Schauspielern, um Sprachaufnahmen einzusprechen.

Muss man für diese Berufsbilder studieren? Wenn ja, was?

Grundsätzlich kann man alle diese Berufe autodidaktisch erlernen, also sich selbst beibringen. Dazu braucht man eigentlich nur einen Computer, ein gutes Buch und eine große Portion Neugierde. Es hilft außerdem, wenn man Freunde hat, mit denen man gemeinsam das Hobby verfolgen und sich austauschen kann. Die meisten Leute, die in diesem Bereich arbeiten, haben es vorher hobbymässig gemacht.

Den Beruf des Programmierers kann man durch ein Informatikstudium, z. B.  an der Universität Kiel, erlernen. Den Beruf des 3D-Grafikers oder 3D-Animators kann man an einigen Kunsthochschulen erlernen, z. B. an der HBK in Hamburg.

Den Beruf des Story Designers kann man z. B.  durch ein Studium der Germanistik teilweise erlernen. Vor allem braucht man dafür aber viel Fantasie und man sollte gerne und oft Bücher lesen. Wenn man ohnehin gern Kurzgeschichten oder Gedichte schreibt, dann ist man dafür gut geeignet.

Den Beruf des Software-Testers kann man nicht wirklich erlernen. Wenn man aber jemand ist, dem Fehler sehr schnell auffallen, dann hat man vielleicht Talent dafür. Die Fachhochschule Kiel bietet ein Studium im Bereich Multimedia Produktion an. Hier beschäftigt man sich sehr intensiv mit VR und auch mit der Herstellung von Videospielen. Es gibt auch Ausbildungsberufe, z. B. den des Mediengestalters, bei denen man auch sehr viel in diese Richtung lernen kann.

Wir fragten Herrn Stechmann auch: “Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, als VR / AR Entwickler?”

Wir arbeiten in einem kleinen Team in der Starterkitchen in Kiel. Das ist ein Gemeinschaftsbüro, wo viele kleine Unternehmen zusammen an ihren Projekten arbeiten. Viele davon sind Studenten oder gerade mit dem Studium fertig. Dadurch ist es eine sehr lebendige Atmosphäre und man hat viele Leute um sich herum, mit denen man sich austauschen kann.

Unser Team besteht aus einem Programmierer, einem Grafiker, einem Animator und mir selbst, als Producer. Ich schreibe auch die Konzepte für unsere Projekte. Es macht sehr viel Spaß in einem solchen Team zu arbeiten, weil es sehr kreativ ist und man seine eigenen Ideen umsetzen kann.

Wir sitzen meistens nebeneinander am Computer. Wenn der Grafiker ein Grafikelement fertig hat, gibt er es dem Programmierer, damit er dies im Programm einbauen kann. Dann gucken wir uns gemeinsam an, ob es gut aussieht oder ob wir etwas ändern wollen. Zurzeit arbeiten wir gemeinsam an einem VR-Spiel. Wenn es fertig ist, möchten wir es über die Streaming Plattformen vermarkten. Es wird aber noch einige Monate dauern, bis es soweit ist.

Mit VR kann man sehr viel erleben! Sie kann uns helfen oder einfach Spaß machen!

Wer mehr über VR wissen möchte, kann gerne bei unserem anderen Artikel vorbei schauen oder die Website von Gustaf Stechmann ansehen: www.stechmann.com Interessant ist auch die Website: www.vrnerds.de/

Bei einem JuLeiCa-light Seminar nehmen angehende Jugendgruppenleiter an einer Grundausbildung teil. Hier lernen die Teilnehmer z.B, wie sie ein Spiel anleiten oder eine Vorbildperson sein können. Am Wochenende vom 23.-. bis 25.2.2018 wurden Jugendliche in Lütjensee vom Kreisjugendring auf die Arbeit bei der Kinderstadt „Stormini“ vorbereitet, siehe Artikel dazu -> Link. Das Wochenende war für alle stressig, aber auch spaßig und spannend.

Am Freitagabend um 18 Uhr sind die Teilnehmer angekommen und haben erst einmal ihre Zimmer eingerichtet. Alle haben sich gleich gut verstanden. Danach haben sie sich in einem Raum getroffen und die erste Partnerarbeit gemacht. Dabei sollten sie sich gegenseitig malen und beschreiben. Infolge wurden Teamspiele gespielt.

Zwischendurch wurde gegessen. Das alles ging bis 23 Uhr. Danach war eigentlich Schlafenszeit. Aber da es keine offizielle Nachtruhe gab, nutzten vier Mädchen des 14-Bett-Zimmers die Gelegenheit und blieben die halbe Nacht wach. Sie kamen polternd und schreiend um 3 Uhr ins Zimmer und rissen alle anderen aus dem Schlaf. Die Jungs hatten 2- und 4-Bett-Zimmer und vermutlich mehr Ruhe. Die 4 Mädchen und einige Jungs krümmelten eine Spur mit Chips und RedBull durch den Duschflur. Das mussten sie alles wieder saubermachen. Übrigens hatten alle irgendwann mal Küchendienst und:

Wenig Schlaf und den ganzen Tag “Programm” haben war Absicht und soll angehende JGL auf Stressfestigkeit testen.

Am nächsten Morgen standen die Teilnehmer um 7.30 Uhr auf und sind dann zum Essen gegangen. Erste Aufgabe des Tages war, einen Tagesablauf für Teamer, Zeltbetreuer oder Logistiker bei Stormini zu entwerfen. Danach gab es wieder Partneraufgaben. Die wurden mit Karten ausgewählt. Einige mussten sich zum Beispiel Singspiele im Team entwickeln. Zwischendurch gab es Mittagessen. Das kochte der eine Betreuer selbst: asiatische Reispfanne mit Hack, Mais, Champignons und Ananas. Danach hatten alle bis 18 Uhr Pause bzw. sollten an den selbst entwickelten Spielen weiterarbeiten. Wer fertig war, konnte Pause machen und zum Beispiel bei Penny einkaufen gehen. Abends stellten alle ihre ausgedachten Spiele vor. Dies ging bis 22 Uhr und danach lief ähnliches ab, wie in der Nacht davor.

Am Sonntagmorgen machte die Hälfte der Jungs und Mädchen vor dem Früstück ein Warm-Up – draußen im Schnee. Danach gabs Feedbacks für alle im Einzelgespräch und spielten danach die selbst ausgedachten Spiele weiter. Um 12 war offizielles Ende. Die meisten Teilnehmer wurden von ihren Eltern abgeholt, andere sind mit den Betreuern nachhause gefahren.

Lern-Inhalte waren z.B.:

  • Einsatz von zielgerichteten Spielen für die Gruppe
  • Planung und Gestaltung zum Beispiel von Gruppenstunden, Seminaren, Freizeiten, Projekten und Veranstaltungen
  • Gesprächsführung, Moderations- und Präsentationstechniken

„Der Tagesablauf war stressig, aber auch interessant, da es viele verschiedene, abwechslungsreiche Einheiten gab!“ Zitat einer Teilnehmerin.

Weitere Angebote vom KjR: http://www.kjr-stormarn.de/events/

Ein Youtube-Video über Jugendgruppenleiter-Ausbildungen:

“Hallo? Da hat sich jemand in der Sporthalle verletzt und hat starke Schmerzen … ” Das ist ein Satz, den Schulsanitäter so oder ähnlich oft hören. Dann packen sie schnell ihren Rucksack und eilen zum Ort des Geschehens.

Was zum Beispiel die Lehrer denken, bei denen sie vielleicht gerade Unterricht haben, wird in diesem Moment ausgeblendet. “Sanis” – Kurzform für Schulsanitäter – achten nicht auf Bedenken, wenn jemand ihre Hilfe braucht. Denn den Mitschülern in Not zu helfen, hat für sie oberste Priorität!

Doch was sind die Schulsanitäter? Was sind ihre Aufgaben und wie organisieren sie sich?

Die “Sanis” sind ein Projekt der Jugendabteilung der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.. Schüler werden durch Aus- und Fortbildungen der Johanniter (kurz JUH) zu Schulsanitätern ausgebildet. Die JUH ist die Dachorganisation der Schulsanitäter aller Schulen. Sie betreut auch verschiedenste Großevents, wie Fußballturniere, die Kieler Woche, den Rendsburger Herbst, die Travemünder Woche uvm.

Wie funktionieren die Schulsanitäter?

Schulsanitäter kann jeder werden, der in der siebten Klasse oder älter ist und sich zutraut, in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu behalten. Ein “Helferherz” sollte natürlich jeder Sani haben! Wie oben beschrieben, werden sie von der JUH mit viel Spaß ausgebildet. Die “Frischlinge” kommen dann zu den “alten” Sanitätern und lernen, wie es in der Praxis bei uns aussieht und wie was funktioniert.

Sie werden direkt in den Dienstplan, der vom Leiter erstellt wird, eingebunden und machen als “Praktikanten” erste Erfahrungen im Einsatz. Dies circa ein halbes Jahr lang, bis sie dann als vollwertige Sanitäter angesehen werden.

Mit Spaß und Interesse wird in den Pausen mit den Dienstkollegen geübt und Theorie wiederholt. Nur ein frisches, schlaues Team, kann in einem Notfall die beste Leistung bringen! Und das ist der Anspruch der Schulsanitäter unserer Schule.

Patienten werden auf zwei verschiedene Weisen erreicht. Die Erste ist, dass der Patient in der Pause zu den Sanitätern kommt und dort behandelt wird. Die Zweite ist, dass ein Mitschüler eines Patienten die Schul-Sekretärinnen in Kenntnis setzt und diese dann die Sanitäter alarmieren. Bisher über Handys, ab Anfang März 2018 über die neu angeschafften “Pager”, die sich momentan in der Testphase befinden.

Wie arbeiten die Schulsanitäter?

Die Schulsanis bekommen während ihrer Ausbildung nicht nur Fachwissen vermittelt, sondern auch Ansätze von Strategien, um herauszufinden, was dem Patienten fehlen könnte.  Alle Fragen, die die Sanis stellen, haben einen Zweck. Entweder, um das Protokoll auszufüllen, was ein wichtiges Instrument der Sanitäter ist, oder um herauszufinden, was dem Patienten fehlen könnte. Diese Fragen werden nach bestimmten Schemata gestellt, beispielsweise SAMMELN, DMS oder PAKET. SAMMELN steht für die Fragen nach:

  • Symptomen (Was fehlt dir?, Wo tut es weh?),
  • Allergien,
  • Medizinische Vorgeschichte (Wurdest du letztens operiert?, Hattest du das schon mal?),
  • Medikamente,
  • Essen und Trinken (Wann hast du zuletzt gegessen/getrunken?, War es etwas was du vorher noch nie gegessen/getrunken hast?),
  • Letzte Ausscheidung, die ist auch wichtig, um den menschlichen Körper zu verstehen und heraus zu finden, was dem Patienten fehlen könnte und zuletzt
  • Neuartige Symptome, die während der Behandlung aufgetreten sind (Sind die Schmerzen stärker geworden oder jetzt woanders?)

Neben all diesem Wissen stehen den Sanitätern auch Materialien zur Verfügung. Hier sind vor allem der Rucksack und die Tasche wichtig. Der Rucksack wurde von einem Preisgeld angeschafft, was im Weiteren noch erläutert wird. In diesem Rucksack (und auch der Tasche) befinden sich folgende Dinge:

  • Protokolle,
  • Verbandsmaterial, wie: Mullbinden, Verbandtücher, Dreiecktücher, Leukoplast, Kompressen, Verbandpäckchen, etc.,
  • Handschuhe,
  • Blutdruckmanschette und Stetoskop,
  • Ein Schlüssel, zum Öffnen der Poller, falls ein Rettungswagen benötigt wird,
  • Hyperventilationsmasken,
  • Desinfektionsmittel,
  • uvm.

Neben dem “Machen” ist auch das Betreuen sehr wichtig. Gerade jüngere Mitschüler brauchen eine Bezugsperson, wenn etwas Schlimmes passiert ist. Diese Rolle übernehmen dann auch die Sanitäter und spenden Trost und kümmern sich um den Patienten, bis er in der “Rettungskette” weitergegeben wird.

Wer hilft den Schulsanitätern, wenn sie durch den Dienst belastet sind?

Nach besonders schweren Unfällen und Einsätzen, kann es auch mal vorkommen, dass die Sanitäter selbst Unterstützung brauchen. Hier helfen zunächst ältere Sanitäter. Sollte deren Rat und Unterstützung nicht reichen, ist natürlich eine Dienstpause möglich. Es gibt auch eine externe Möglichkeit sich anonym Hilfe zu suchen oder sich beraten zu lassen. Diese nennt sich “psychosoziale Notfallversorgung” und ist auf Menschen spezialisiert, die im Rettungswesen tätig sind.

Gibt es Weiterbildungs-Möglichkeiten und Events?

JA! Wer 16 Jahre ist, kann bei den Johannitern die nächst höhere Stufe, den Sanitätshelfer (San-H) machen und nach absolvierter Ausbildung bei Veranstaltungen, wie Konzerten, Turnieren, Großevents (wie oben beschrieben) offiziellen Dienst tun und ist dann dort für die Notfallversorgung der Gäste verantwortlich.

Doch auch vorher schon gibt es Events, die nur Schulsanitäter besuchen können. Highlight des Jahres sind die Wettkämpfe. Im zwei Jahreswechsel finden Landes- und Bundeswettkämpfe statt. Hier messen sich Sanitäter verschiedener Altersstufen miteinander in Alterskategorien und können Preisgelder gewinnen. Der Sieger einer Kategorie bei einem Landeswettkampf qualifiziert sich für die Teilnahme am Bundeswettkampf, wo aus allen 16 Bundesländern, sich die besten Sanitätsgruppen messen. Als Schulsanitäter tritt man als eine Gruppe in der Kategorie B an. Die Wettkämpfe finden jedes Mal woanders statt. Gemessen wird sich in den Disziplinen:

  1. Tragen
  2. Fallbeispiele klein und groß
  3. Theorietest

Am Abend werden dann bei einer großen Party die Siegerehrungen durchgeführt, wo einem bewusst wird, das die Johanniter als eine sehr große Familie betrachtet werden können.

Das Beste an all dem: Es ist KOSTENLOS.

Fazit

Vorteile:

  • kostenlose Mitgliedschaft in der JUH
  • Als Schulsanitäter Menschen helfen und Verantwortung tragen
  • kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten und Events
  • eine spaßige Gruppe
  • Top Ausrüstung und Technik
  • Schulsanitäter ist ein Einstieg in die Berufswelt
  • Viel, viel Spaß!

“Nachteile”:

  • der Spaß ist ansteckend
  • es kann auch tatsächlich mal Schlimmes passieren, was einem Nahe geht.

Werde auch DU ein Schulsanitäter!

Bei Fragen, wende Dich direkt an die Schulsanitäter deiner Schule: sie helfen dir gern 🙂

Am 28.9. fand von 17 – 20 Uhr der jährliche Berufetag statt. Im 1. und 2. OG des Schulneubaus stellten Unternehmen aus der Region sich und die Ausbildungsberufe vor. Schülern der Klassen 9 und 10 mussten daran teilnehmen, 8-Klässler und die Oberstufenschüler durften kommen.

Laut Plan nahmen die Schüler jeweils an 3 Vorträgen statt, welche jeweils 45 Minuten dauern sollten. Tatsächlich aber dauerten einige Vorträge nur 15 oder 30 Minuten.

Dabei waren die Firmen:

  • Euroimmun
  • Schuett-Bau
  • Albus-Bau
  • Mankenberg
  • Mercedes
  • Camfil
  • Aldi
  • Famila
  • Carl v. Elling
  • Volksbank
  • Grützmann
  • Polizei
  • BBW (Berufsbildungswerk)
  • Beitel & Kolbe

Bilder des Abends

Kurzfristig abgesagt hatte die Bundeswehr, was insbesondere 3 Mädchen enttäuschte.

Kaufmännsiche Berufe fanden weniger Interessenten; voll war es dagegen bei Famila (Einzelhandel). Von den Ausbildungsberufen und -betrieben waren Handel und Handwerk am häufigten vertreten. Dagegen fehlten Arbeitgeber aus den Branchen: Werbung, neue Medien, Beratung, Pflege, Medizin, uvm.

 

Kerstin Lembicz von Euroimmun zusammen mit Lars Bierwolf (Schüler & erkant-Redakteur)

3 erkant-Redakteure waren gleichzeitung beim Vortrag von Euroimmun

Die Redaktion nutzte eine längere Pause, um sich mit Kerstin Lembizc von Euroimmun aus Lübeck zu unterhalten. Dieser Arbeitgeber beschäftigt sich mit Labor-Diagnostik und Medizintechnik und bietet 11 Lehrberufe sowie 3 Duale Studiengänge an. Schülerpraktikas sind auch in den Ferien möglich. Besonders interessant ist, dass dies die einzige Firma am Berufetag war, die neben kaufmännischen und technischen Berufen auch welche in der Informatik & Forschung  (Laboranten) anbietet.

Labormaterial als Anschauungsmuster

Frau Lembizc sowie Frau Kersten von Schütt-Bau merkten an, dass andere Schulen den Berufetag auch tagsüber durchführen und ihnen der frühe Nachmittag dafür viel lieber wären. Dies u.a., weil Azubis in der Regel nicht dabei sein können, weil sie zwischen Arbeitsende und -anfang mindestens 12 Stunden Freizeit gehabt haben müssen.



Berufs-Orientierung an der Schule

Lehrer Clemens Schlaak (re) mit T. Sdunek von der Oldesloer Polizei im Gespräch

Organisator der Veranstaltung war federführend Lehrer Clemens Schlaak, Koordinator Jahrgänge 7-8 wozu die Berufsorientierung Sek. I gehört. Auf dem Bild rechts zu sehen, zusammen mit T. Sdunek von der Oldesloer Polizei (Schutz- , Präventions-Team).

Zu den Aufgaben von Herrn Schlaak im Rahmen der Berufsorientierung gehört u.a.:

  • Einbau von beruflichen Themen in den Fachunterricht ab Kl. 5
  • Berufsinfo-Unterricht 1x/Woche in WiPo im Jahrgang 8
  • suchen und betreuen von externen Partnern (Firmen)
  • die Orga von Betriebspraktikas
  • Begleitung beim Beleben des Berufswahlpasses (weitere Infos dazu siehe hier: http://www.berufswahlpass.de/)
  • etc

Am Berufetag besprach er sich u.a. mit Hrn Zanner von der Barmer EK bezüglich Bewerber-Seminaren. Bei denen können Schüler direkt Firmen vor Ort besuchen, dort ihre Bewerbungsunterlagen analysieren lassen und Betriebe besichtigen. Bereitschaft dazu signalisierten Firma Camfil und Carl v. Elling.

Auch vor Ort war Melanie Weseloh von der Agentur für Arbeit. Sie bieten regelmässig 1x im Monat Berufsberatungstermine in der Schule an. Termine können bei Herrn Schlaak selbständig von Schülern angefragt werden.

Auf dem Flur sammelte Frau Rabe (Lehrerin) nicht nur herumhängende Schüler ein, sondern hatte auch Spaß mit den Mädels ihrer Klasse.

Die Azubis von Firma Grützmann aus Reinfeld hielten die Vorträge selbst!


Weitere Texte zu Berufen & Firmen werden folgen!