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Am 5. Februar fand eine Videokonferenz mit Eka von Kalben (Bündnis 90/Die Grünen) statt – als Doppel-Interview! Zuvor war der erKant-Artikel über Homeschooling und die Lage von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie aufgefallen – auf Twitter und in Kiel, genauer: im Büro der Landtagsabgeordneten. Kontakt wurde aufgenommen, das Interview geplant und dann digital durchgeführt – siehe unten; dort sind zwei Video-Mitschnitte zu sehen.

Das Fazit am Ende lautet sinngemäß: “Durch die Lockdowns mit Schulschließungen haben sich alle irgendwie an das Herumsitzen am PC im eigenen Zimmer gewöhnt und irgendwie ihre Träume verloren. Das normale Leben von Jugendlichen mit Unterwegs sein, Party machen, Freunde treffen, Sport machen, etc findet nicht statt und ist schon fast vergessen worden.”

Im 1. Teil des Interviews wollte Eka von den Redaktionsmitgliedern z.B. hören: Welche Erfahrungen habt Ihr Jugendlichen im letzten Jahr in der Schule gemacht? (Wie) Funktioniert der digitale Unterricht? Kommen alle mit? Gibt es Sorgen um Prüfungen? Um Ausbildung? Wie ist die Situation in den Familien? Welche psychischen Belastungen gibt es? Im eigenen Umfeld? Und: Was sind Wünsche an die Politik?

Im 2. Teil des Interviews stellten die Redakteure von erKant die Fragen, zum Beispiel:  Was machen Sie als Landtags-Abgeordnete? Was sind die Aufgaben? Haben Sie Kinder? Wenn ja, wie lief es bei denen mit dem Distanz-Unterricht? Wenn nein, was haben Sie beobachtet? Wen würden Sie lieber als Bundeskanzler-Kandidat sehen? Robert Habeck oder Annalena Baerbock? Und warum? Sowie: Wie sehr haben die Corona-Maßnahmen der nachhaltigen Entwicklung geschadet?


Hier sind die beiden – gekürzten – Videos, beginnend mit dem 2. Interview (kürzer):


Organisation:

  • Milena Vanini, Regionalbüro Eka von Kalben, MdL
  • Susanne Braun-Speck, Coach von erKant.de sowie Sii-Kids & Talents e.V. mit Media4Teens & Schools

Schnitt:

  • Ton: Dominik von erKant
  • Video: Milena

Ministerin Prien: „Schulöffnung vorsichtig und in kleinen Schritten möglich Hygienevorschriften werden aktualisiert –Testmöglichkeiten für Lehrkräfte

KIEL. Bildungsministerin Karin Prien erläuterte heute (11. Februar) die weiteren Schritte zur vorsichtigen Öffnung der Schulen in einem Schreiben an die Schulen. Das ist ein gutes Signal und eröffnet endlich eine Perspektive. Die vergangenen Wochen und Monate haben von Kindern und Jugendlichen und von Eltern und Erziehungsberechtigten ein hohes Maß an Geduld und Disziplin gefordert und sie haben viel Kraft gekostet, so die Ministerin. Sie dankte noch einmal auch ausdrücklich den Schulleitungen, Lehrkräften und an Schule Beschäftigten, die sich in dieser außergewöhnlichen Zeit mit großem Einsatz darum bemüht haben, den Schülerinnen und Schülern ein Stück Normalität zu erhalten.

Prien betonte: Aktuell entwickeln sich die Infektionszahlen insgesamt rückläufig. Dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten. Wir dürfen die erreichten Erfolge nicht gefährden und müssen auch das Infektionsgeschehen weiter eindämmen.  Vor diesem Hintergrund habe die Landesregierung folgende Schritte beschlossen:

  • Ab dem 22. Februar kehren die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 wieder in den Präsenzunterricht unter Coronabedingungen in die Schulen zurück.
  • Der Präsenzunterricht unter Coronabedingungen an den Grundschulen wird sich zunächst auf die Vermittlung basaler Kompetenzen, Lesen, Schreiben, Rechnen sowie auf das soziale Lernen und Miteinander konzentrieren, was in den vergangenen Wochen den Kindern so sehr gefehlt hat.
  • Die Verlässlichkeit der Grundschule wird dabei gewährleistet.
  • Der Ganztag kann unter Beachtung der geltenden Hygienevorschriften wieder angeboten werden.
  • Eine Ausnahme gilt für die Grundschulen in den Kreisen und kreisfreien Städte mit diffusem, höheren Infektionsgeschehen oder Verbreitung einer Virusvariante. Hier wird in einer gesonderten Lagebewertung gemeinsam mit den lokalen Gesundheitsämtern am Montag (15. Februar) über die Verlängerung der Notbetreuung zunächst um eine Woche entschieden werden. Eine solche Lagebeurteilung und mögliche Verschiebung der Öffnungen könnte nach jetzigem Stand die kreisfreien Städte Flensburg und Lübeck sowie die Kreise Pinneberg und Herzogtum Lauenburg betreffen.
  • Für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 an den weiterführenden Schulen bleibt es weiterhin bis zum 7. März beim Lernen in Distanz.
  • Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 wird Notbetreuung angeboten.
  • Für die Abschlussklassen werden die Präsenzangebote fortgesetzt!

Diese ersten Schritte können wir nur mit allergrößter Vorsicht und unter strenger Beachtung der Hygienevorschriften gehen, mahnte die Ministerin. Der Schnupfenplan und der Hygieneplan würden den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst und den Schulen zur Verfügung gestellt. Für Lehrkräfte sowie an Schule Beschäftigte soll die Möglichkeit für regelmäßige Tests eröffnet werden. Dazu würden die Schulen nach Abstimmung mit dem für Gesundheit zuständigen Ministerium kurzfristig informiert.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patricia Zimnik | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Das Jahr 2020 wurde von Corona, den Infektions-Zahlen und Maßnahmen dazu beherrscht. Lockdows und Schulschließungen mit Homeschooling beziehungsweise Distanz-Lernen forderten insbesondere Schüler:innen sowie ihre Lehrkräfte und Eltern heraus. Wie lief das so? Wie sehen die Folgen von all dem aus? Mussten und müssen solche drastischen Maßnahmen tatsächlich sein?

Immer öfter Medien nutzen, Netflix gucken, digitale Gruppenchats, im Internet surfen und Zuhause sitzen. Frust und Angst, Einsamkeit und Depressionen, arbeitslose und besorgte Eltern, einsame Omas und Opas, geschlossene Geschäfte und Freizeit-Aktivitäten, kein Sportangebot und eine Pleitewelle von Firmen, die im Anrollen ist – was macht das mit uns? Was machen Corona und die Kita- und Schulschließungen mit Kindern und Jugendlichen? Haben wir ein Jahr unseres Lebens einfach verpasst?

Digitalisierung? Homeschooling war herausfordernd!

Im Interview befragten wir eine Schülerin aus Schleswig-Holstein. Ihr Name bleibt anonym.

Wie lief das Corona-Schuljahr so bei Dir?

“Die schlimmste Phase war der Anfang! Im März und April saßen wir plötzlich alle Zuhause; sogar Spielplätze waren gesperrt; wir durften unsere Freunde nicht mehr treffen – bei wochenlang bestem Wetter waren wir quasi eingesperrt. Homeschooling? Bei uns gab es anfangs fast nichts zu tun; die wenigen Aufgaben wurden uns per E-Mail zugestellt, was schnell völlig unübersichtlich war. Videokonferenzen gab es noch nicht. Ich weiß von Freunden, dass es bei denen anders lief – es gab auch Schulen, die richtig viele Aufgaben gestellt haben. Die hatten aber auch schon vor Corona ein Lern-Management-System.”

Wie fühltest Du Dich dabei?

“Ich war mies drauf, weil ich nichts zu tun hatte und es keinen strukturierten Tagesablauf mehr gab. Ich saß immer mehr am PC … Zum Glück war ich wenigstens nicht alleine, da meine Mutter sowieso meistens im Homeoffice arbeitet.”

Wurde es nach den Sommerferien besser?

“Erst mal hatten wir ja ein paar Wochen Präsenzunterricht – das war gut, schön, wieder Alle zu sehen! Vor den Herbstferien saß dann aber unser ganzer Jahrgang zum ersten Mal 14 Tage in Quarantäne – weil es zwei Fälle in einer Klasse gab, die wir überhaupt nicht kennen. Da sollten wir MS-Teams benutzen, was aber bei uns gegen den Datenschutz verstößt. Darüber habe ich mich mega aufgeregt – warum? K.A. Aufgaben bekamen wir trotzdem wieder meistens per E-Mail. Videokonferenzen wurden versucht, klappten aber Lehrerseitig überhaupt nicht! Die kriegten das nicht hin … Viele Klassenkameraden hatten überhaupt keinen Bock mehr … Es wurde dann nach und nach Moodle als Lern-Management-System für die Klassen eingerichtet. Das funktionierte dann auch mit der Zeit. Es wurden mehrere Online-Konferenz-Tools getestet: MS-Teams, BigBlueButton, Jitsi und am Ende dann WebEx. Nur damit waren die Internet-Verbindungen seitens der Schule stabil genug.”

Unsere 1. Schulwoche begann schon am 4. Januar. In dieser klappte es dann endlich mit dem Homeschooling! Jetzt loggten wir uns morgens in die Videokonferenz ein und waren dann auch stundenlang gemeinsam digital am Arbeiten – mit viel mehr Freiraum als in der Schule.

“Da ich in einer Abschlussklasse bin, das in Schleswig-Holstein, kann ich nun seit Montag, 11. Januar, wieder in die Schule gehen. Unsere Klasse ist auf zwei Räume aufgeteilt; die Lehrer müssen dann immer wechseln. Aber die sind mehr bei der Gruppe der Lernschwächeren; wir Anderen haben viel mehr Freiraum und weniger Stress – gefällt mir gut! Bloß das Maske-Tragen nervt schon auf Dauer.”

Covid19 Schnelltest, Antigen-Test, Mast Diagnostica

Warst Du auch in Quarantäne? Wurdest Du getestet?

“Meine Klasse war zwischen Sommer und Weihnachten zweimal in Quarantäne, weil es Infektionen in Parallelklassen gab. Corona-Tests? Ich war bei Massentests vom Gesundheitsamt; habe mehr als 20 Corona-Tests gemacht, weil ich zwischendurch wegen einer Reha-Maßnahme im Krankenhaus war. Und obwohl ich und andere Jugendliche zum Beispiel mit einer infizierten Therapeutin eng zusammen in einem Raum waren, sind wir alle NICHT angesteckt worden!”

Wie war das Corona-Jahr so zusammenfassend?

“Selbst die Sommerferien waren ja nicht wie sonst … Langweilig. Überall war die Polizei unterwegs und hat geguckt, ob sich nicht zuviele Leute gleichzeitig treffen. Zum Beispiel bei unserer Skater-Bahn oder an der Promenade am See – das war ja so, als hätten wir was Schlimmes gemacht!

Meine beste Zeit des Jahres war die Reha im November, denn da war ich – trotz Corona – von morgens bis abends mit 8-12 anderen Jugendlichen zusammen. Ansonsten? Zuhausebleiben und Homeschooling haben auch Vorteile – aber zu wenige! Tatsächlich ist 2020 gefühlt wirklich ein verlorenes Jahr und tat mir nicht gut. Ich fühle mich oft einsam, habe ein paar Kilo zugenommen und Rückenschmerzen – vom vielen Sitzen denke ich.”

Hier mitmachen!

Wie findest Du Homeschooling? Mach mit bei unserer kleinen Umfrage dazu!


Diese 94-jährige aus Reinfeld haben wir “erwischt”, wie sie  im Laden sitzt und liest – mit Maske unter der Nase. Liebe Omi, das ist nicht gut!

Was wünscht Du Dir in der aktuellen Situation?

“Homeschooling funktioniert jetzt, aber ich möchte Menschen treffen und deshalb wieder in die Schule gehen. Ich brauche keine Partys, bin gar nicht so der Typ dafür. Aber ich möchte wenigstens meine engsten Freunde treffen können – aber wo? Ist ja alles geschlossen und verboten ist es auch.

Und ich wünsche mir, dass meine Großeltern gesund bleiben und vernünftiger werden – die passen nämlich viel weniger auf sich auf, als meine Mutter und ich! Die glauben, eine Maske schützt sie ausreichend vor Ansteckung; sie bezahlen immer noch mit Bargeld, desinfizieren Einkaufswagen nicht und so was. Viele Jugendliche wirken vernünftiger und halten sich eher an die AHA-Regeln als Rentner!”


Ein gemeinsamer Appell von Kinder- und Jugendärzt/inn/en und Lehrkräften lautet ähnlich:

“Schulen sollen zu sicheren Orten für Schüler und Lehrkräfte gemacht werden, Schulschließungen vermieden und die Lebenschancen von Kindern bewahrt werden!”

Dazu sagte der Generalsekretär der DAKJ Hans-Iko Huppertz: „Schule und Bildung gehören zu den Grundbedürfnissen der Kinder. Schulschließung bedeutet auch nachteilige Auswirkungen auf die psychosoziale und motorische Entwicklung, Kindeswohlgefährdung, Benachteiligung sozial Schwächerer, Gefährdung von Kindern mit besonderen Bedarfen und aktuelle Beeinträchtigung der Gesundheit der Kinder und Jugendlichen.“

Und dass der Generalsekretär das sagt, hat seinen Grund …

Auf Kinder & Jugendliche haben Lockdowns negative Auswirkungen!

Die interviewte Schülerin erzählte von persönlichen Eindrücken. Das UKE Hamburg hat in einer COPSY-Studie, die von Wissenschaftler:innen Deutschlandweit durchgeführt wurde, dagegen objektiv herausgefunden:

“Die Kinder und Jugendlichen erleben während der Krise vermehrt psychische und psychosomatische Probleme:

  • Das Risiko für psychische Auffälligkeiten steigt von rund 18 Prozent vor Corona auf 31 Prozent während der Krise.
  • Die Kinder und Jugendlichen machen sich mehr Sorgen und zeigen häufiger Auffälligkeiten wie
    • Hyperaktivität (24 Prozent),
    • emotionale Probleme (21 Prozent)
    • und Verhaltensprobleme (19 Prozent).
    • Auch psychosomatische Beschwerden treten während der Corona-Krise vermehrt auf.
    • Neben Gereiztheit (54 Prozent) und
    • Einschlafproblemen (44 Prozent) sind das beispielsweise
    • Kopf- und Bauchschmerzen (40 bzw. 31 Prozent).”

Auch die Gewalt in Familien hat zugenommen!

Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Baumann

Menno Baumann, Professor für Intensivpädagogik an der Fliedner-Fachhochschule Düsseldorf fordert in seinem aktuellen Beitrag u.a.:

“… Es ist eine gemeinsame Aufgabe, zwar Respekt vor den Folgen einer exponentiellen Ausbreitung der Krankheit zu schaffen, gleichzeitig aber auch Ängste zu reduzieren …

… Angst ist einer der wichtigsten Gewalttrigger überhaupt, und so wäre eine schnelle Absicherung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Familien ein hilfreicher Faktor zur Eskalations-Vermeidung…”

Auch eine RKI-Studie spricht von gehäufter Aggression & Gewalt!

“Schließungen der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen und der damit einhergehende Verlust der gewohnten Tagesstruktur, Kontaktabbrüche und dem eigenständigen Lernen zu Hause stellten erhebliche Herausforderungen für betroffene Kinder und deren Familien dar. Räumliche Enge und fehlende Ausweichmöglichkeiten während der Eindämmungs-Maßnahmen konnten außerdem zu erhöhtem familiärem Stress und gehäufter familiärer Aggression sowie zu häuslicher Gewalt führen.”

Der abschließende Rat lautete: “Bei möglichen zukünftigen Pandemien oder weiteren Wellen der COVID-19-Pandemie sollten die Bedürfnisse von Heranwachsenden und deren Familien während der Eindämmungs-Maßnahmen stärker berücksichtigt werden!” (Quelle:  siehe unten).

Dieses RKI-Zitat stammt aus August 2020.

Warum wurde und wird das bei der aktuellen “Welle” nicht berücksichtigt?


Übrigens: Ob Kita- & Schul-Schließungen wirklich sein müssen, ist unklar.

Wieviele Infektionen es in Schulen gab, weiß niemand genau! In den Weihnachtsferien recherchierte die Redaktion nach Zahlen über Infektions-Orte; insbesondere interessierte uns, ob Schulen tatsächlich Orte sind, wo sich Viele anstecken. Die Recherchen ergaben: Das weiß anscheinend niemand!

Beim RKI stellte erkant.de Presse-Anfragen; die Antworten ließen aber jede Menge Fragen offen. Am Ende hieß es: “Mehr können wir Ihnen dazu nicht antworten”. Doch hinter einen Link, der zugesendet wurde, befand sich eine Tabelle mit Zahlen zu Infektions-Orten. Überraschend:

Beim RKI werden Schulen als Infektions-Orte NICHT erfasst! Anderswo gibt es auch keine bundesweit zentral erfassten Daten.

Entsprechend schrieb die Redaktion der Presse-Abteilung der KMK (Kultusministerkonferenz) an. Auch dort gibt es keine genauen Zahlen, die zeigen, ob sich in Schulen viele Menschen infizieren oder nicht. Es werden zwar Zahlen bei den 16 Bildungsministerien eingesammelt, aber die sagen nur aus, wieviele Schüler (m/w/d) und Lehrkräfte möglicherweise mit Corona infiziert waren. Es wurde erkant.de mitgeteilt:  “Das Erkenntnis-Interesse bei den Erhebungen der Länder ist vordergründig kein infektions-medizinisches, sondern ein primär unterrichts-organisatorisches.” – Was auch immer das heißen soll.

Auch beim Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin fragte die Redaktion nach. Die Antwort war: “Die von Ihnen angefragten Zahlen werden in den Ländern erhoben und ausgewertet. Wenn selbst die KMK keine belastbaren Zahlen hat, würde ich Ihnen raten, die Länder selbst zu kontaktieren. Das BMBF führt hierzu keine Statistik.”

Zusammenfassend heißt das: Ob Schulen nun ein maßgeblicher Infektionsort sind oder nicht, konnte nicht herausgefunden werden. Allerdings ist z.B. bei QUARKS zu lesen, dass nach aktueller Datenlage Kinder und Jugendliche NICHT als größter Anheizer der Pandemie gelten.

Frage ist auch: Wie entstehen ohne Fakten, ohne statistisch erhobene, zentral zusammengefasste und öffentlich gemachte Zahlen, die Empfehlungen für das Bildungssystem? Und was bedeutet ist es, theoretisch / laut Testergebnis aus dem Labor, mit CoVid19 infiziert zu sein?

Gerade Kinder und Jugendliche sind meistens überhaupt nicht krank, zeigen keinerlei Beschwerden. Wieso leben sie dennoch Zuhause wie eingesperrt? Wochen- und Monatelang? Immer wieder?

Nachtrag der Redaktion vom 15. Januar: Die KMK hat, wie andere Medien berichteten, Mitte Dezember eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben. Und: Die ersten Bundesländer haben jetzt, Mitte Januar 2021, Infektionszahlen veröffentlicht. Diese sind, wenn Daten aus allen Bundesländern vorliegen, natürlich mit anderen Infektionsorten zu vergleichen bzw. ins Verhältnis zu setzen.


Fakt ist laut RKI allerdings:

Alten- und Senioren-Einrichtungen sind mit Abstand die am häufigsten betroffenen Infektions-Orte (siehe Tabelle / Diagram) – leider wohnen dort ausschließlich Risikopatienten.

Wie sollten Lockdowns den Senioren helfen können? Warum müssen dann Kitas & Schulen, in Bundesländern mit verhältnismäßig kleinem Infektions-Geschehen, so oft und lange geschlossen bleiben? Gibt es keine anderen Maßnahmen, die genau dort helfen können, wo die Not am größten ist? In Alten- und Senioren-Einrichtungen?

Diese Fragen haben wir nunmehr der Bildungsministerin von SH und 1. Vizepräsidentin der KMK, Karin Prien, gestellt. Ebenso, wie die Frage, ob es belastbare (von den Gesundheitsämtern gemeldete) Infektionszahlen zu infizierten Schülern und Lehrkräften oder Zahlen zu Schulen als Infektions-Orte gibt. Die Antwort steht noch aus.

Fakt ist (Update gepostet am 30.1.2021):

Es sind in 2020 erheblich weniger Kinder & Jugendliche gestorben, als in den Jahren vorher!

Weiterhin gab es in Vorjahren auch immer mal wieder Monate, wo mehr als im Durchschnitt gestorben sind. Was war da los? Zudem ist die Gesellschaft überaltert und es gibt immer weniger Geburten. Gibt es in der Zukunft immer weniger Kinder? Dafür immer mehr Alte? Damit logischer Weise auch mehr Tote? Was ist, wenn unsere Eltern, die geburtenstarke Jahrgänge der 60er Jahre ins Rentenalter kommen? Ist das Gesundheitssystem dem gewachsen?

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html


Quellen-Angaben:

 

Das Wichtigste zu Schulen in Schleswig-Holstein ab 11. Januar:

  • Es gibt wieder Homeschooling; Schüler:innen sollen erneut in der Distanz lernen
  • Präsenzunterricht in den Schulen gibt es zunächst nicht
  • nur Abschlussjahrgänge dürfen ab Montag (11.1.) Lern- und Vorbereitungsangebote in den Schulen vor Ort
  • Solch ein Unterricht findet in Kleingruppen mit Abstand und Hygienekonzept statt. Es gilt dabei natürlich die Maskenpflicht.
  • Für Schüler:innen von Klasse 1 bis 6 wird es eine Not-Betreuung geben.

Weiteres & Details siehe Website des Bildungsministerium.

Umfrage !!!!!

Wie findest Du Homeshooling / den Fernunterricht? (Du kannst 2 ankreuzen)

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Wünscht Du Dir, dass es in Zukunft auch weiterhin einige Dinge in der Schule gibt, die online gehen? (Z.B. Hausaufgaben)

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Macht ihr aktiv beim Online-Unterricht mit?

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Distanz-Lerntage & Kurse dazu:

Für heute, Donnerstag, und morgen hat das Bildungsministerium zwei Distanzlern-Übungstage angeordnet. Diese Maßnahme hatte sie bereits im November angeordnet, als darüber bundesweit diskutiert wurde, ob die Weihnachtsferien verlängert werden sollten oder nicht. Die Distanz-Lerntage sollen genutzt werden, um Lehrkräfte und Schüler digital weiterzubilden.

Hier gibt es kostenfreie Online-Kurse für Schüler und erwachsene Beginner:

Corona – ein Thema das gerade Alle nervt. Schule? Hat schon immer genervt – aber vielleicht ist Schule besser, als Zuhause festsitzen? Schule in Coronazeiten ist auf jeden Fall kompliziert: Homeschooling bzw Fernuntericht, wochenlanger Schulausfall. Jeder empfindet die Situation anders, und genau deswegen wollen wir von Euch wissen, wie ihr das Ganze seht!

Hier sind 3 Fragen, die du mit Klicks beantwortet kannst.

Wie findest Du Homeshooling / den Fernunterricht? (Du kannst 2 ankreuzen)

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Macht ihr aktiv beim Online-Unterricht mit?

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Wünscht Du Dir, dass es in Zukunft auch weiterhin einige Dinge in der Schule gibt, die online gehen? (Z.B. Hausaufgaben)

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Wenn Du Lust hast, schreib uns gerne auch ein richtiges Kommentar, zu Fragen wie:

  • Hast Du schon einmal in Quarantäne gesessen? Wie war das ggf. für Dich?
  • Wie findest Du Homeschooling / Distanz-Unterricht ? Läuft der bei Dir in der Klasse / Schule?
  • Was vermisst Du besonders, seit Beginn der Corona-Krise?
  • Ist jetzt irgend Etwas besser als sonst?
  • Kannst Du gut damit umgehen, ständig Zuhause zu sitzen? Oder wirst Du dabei depressiv oder aggressiv?
  • Wie findest Du die Situation in der Schule? Mit Lüften? Mund-Nasen-Bedeckung tragen? Abstand halten?
  • und was Euch sonst noch so einfällt.

Entweder hier drunter oder als E-Mail an: redaktion@erkant.de

 

 

Bundeskanzlerin Merkel kündigte am 29.9.20 an, ein 500 Millionen Euro schweres Förderprogramm für Belüftungsanlagen in Schulen locker zu machen. Da ständiges Lüften in Kitas und Schulen im Herbst und Winter aufgrund der geringen Temperaturen und Wetterverhältnisse kaum möglich ist, muss die passende Technik helfen. Diese bietet die schwedische Firma Camfil mit deutscher Niederlassung in Reinfeld an.

Politiker und Virologen halten den Einsatz von Luftreinigern in Schulen für wichtig. Die AHA-Regel soll jetzt entsprechend um zwei Punkte ergänzt werden.

  • AHA bedeutet: Abstand halten – Hygiene beachten – Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen.
  • Hinzu kommen jetzt C wie Corona-Warn-App und L wie Lüften. Dann heißt die Regel: AHACL

Aktuell steigen die Infektions-Zahlen mit jedem Tag mehr. Auch in Reinfeld an der Gemeinschaftsschule, sowie mehreren Schulen in Bad Oldesloe gibt es aktuell Corona-Infizierte und Massentests. Auch die Redakteurin dieses Artikels befindet sich gerade in Corona-Quarantäne, weil es in einer Jahrgangsklasse Infizierte gab.

“Ich habe seit den Sommerferien schon zwei Corona-Tests gemacht. Einmal beim Arzt, wo mir ein Stäbchen erst in den Mund und danach in die Nase gesteckt wurde (ecklig …). Letzte Woche musste unser ganzer Jahrgang zum Massentest vom Gesundheitsamt. Da wurde mir das Stäbchen durch die Nase bis in die Stirn geschoben … Mein Ergebnis war jedesmal negativ, also bin ich nicht krank. Die ganze Klasse ist gesund, aber in Quarantäne.”

Nach den Herbstferien gibt es für 14 Tage wieder eine Maskenpflicht in allen schleswig-holsteiner Schulen für alle ab Klasse 5 (Nachtrag vom 30.09.). Können Masken im Unterricht überhaupt oder genug vor Ansteckungen schützen? Ist für einen sicheren Schulbetrieb nicht eine gesunde und virenfreie Raumluft im Klassenzimmer am besten, um Ansteckungen zu vermeiden?

Die Gefahr liegt in der Raumluft!

Corona-Viren verbreiten sich durch Tröpfchen-Infektionen über luftgetragene Aerosole. Diese Aerosole sind ein Gemisch aus festen und kleinsten flüssigen Schwebeteilchen in einem Gas. Luft / Sauerstoff ist ein Gas. Corona-Viren können sich darin über mehrere Stunden in der Luft halten und im ganzen Raum verteilen. Frischer Sauerstoff, ständiges Lüften hilft, möglichst wenig davon in der Luft zu haben. Aber wie soll das im Winter gehen? Bei Kälte, Regen und Schnee?

Das Infektionsrisiko im Klassenzimmer sinkt, wenn stationäre Luftreiniger mit integrierten Hochleistungsfiltern aufgestellt werden.

Um die Sicherheit von Schülern und Lehrern zu erhöhen und das Risiko der Virusausbreitung zu verringern, hat die Firma Camfil aus Reinfeld Luftreiniger aus der City Serie für diesen Einsatz weiterentwickelt. Damit kann die Raumluft in jeder Stunde 6-fach komplett gereinigt werden. Die in den Aerosolen befindlichen Viren werden über die Hochleistungsfilter (HEPA Filter, H14) herausgefiltert. Stören tun die auch nicht, denn die Luftreiniger sind  leise, da sie speziell für den Einsatz in Büro- oder Klassenräume konzipiert worden sind.

Gute Luft, gutes Lernen. Gesunde Raumluft im Klassenzimmer durch Filter

Seit über einem halben Jahrhundert sorgt die Firma Camfil als marktführendes Unternehmen für eine saubere Innenraumluft für Menschen, Umwelt und Prozesse. Mit ihren HEPA-Luftreinigern wird die Innenraumluft gereinigt und von Aerosolen und Viren befreit – so bieten sie Schutz vor COVID-19 und natürlich auch vor anderen Infektionsrisiken.

“Ich sehe einen großen Vorteil durch diese Luftreiniger gegenüber Masken im Unterricht. Die in Masken entstehenden Bakterien und Pilze können ja auch die Gesundheit gefährden und frische Lust ist zudem elementar wichtig, um Lungenentzündungen vorzubeugen.” meint der Coach von erKant.


Die Investition in solche Luftreiniger lohnt sich, denn die Geräte können viele Jahr lang in Grippenzeiten dafür sorgen, dass Raumluft sauber bleibt! Fakten & Daten zu der Camfil City Serie für Schulen (Herstellerinfo):

Der Luftreiniger City M für eine gesunde und virenfreie Raumluft im Klassenzimmer.  Quelle: “obs/Camfil GmbH”

  • mobiles Luftreinigungssystem mit geringem Geräuschpegel – speziell für den Einsatz in Büro- oder Klassenräume konzipiert
  • 2-stufiges Filtersystem mit Hochleistungsfilter H14 und Molekularfilter gegen Gerüche
  • Reduziert luftgetragene Allergene und ansteckende Viren und Bakterien
  • Erhöht die Konzentration und bringt mehr produktive Energie durch eine verbesserte Umgebungsluft
  • Nach DIN EN 1822 getestete HEPA Filter mit einer Abscheideleistung von 99,995 %
  • Plug-and-Play-Einheit für einen einfachen Einsatz

In einer Schule in Bad Oldesloe soll es (laut einer Presse-Info von Camfil) in den Klassenräumen eine Partikel-Reduzierung von circa 90 % – 95 % geben. Das, während 33 Schüler und 2 Lehrkräfte anwesend waren. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Weitere Informationen über Camfil und deren Produkte gibt es auf deren Website sowie in einem Berufetag-Artikel von erKant.de.

Die Messergebnisse am Beispiel einer Partikelmessung in einem Klassenzimmer einer Schule in Bad Oldesloe. Quelle: obs/Camfil GmbH”


Presse-Info: https://www.presseportal.de/pm/148448/4713978

5.8.2020: Presse-Konferenz mit Karin Prien #bildungSH

Bildungsministerin Karin Prien teilte mit (siehe Video unten), dass sich eine Schließung von Schulen und Kitas wegen Corona, wie im Frühjahr, nicht wiederholen soll und darf. Der Regelbetrieb wird unter Corona-Schutzmaßnahmen stattfinden. Eine Maskenpflicht wird es nicht geben.

Unterricht findet grundsätzlich regulär nach Stundentafel statt. Alle Fächer werden unterrichtet und bewertet. Auch Betreuungsangebote und Ganztag, ebenso wie Betriebspratika und fachpraktischer Unterricht finden statt. Diese können durch Hybrid-/Fern-Unterricht ergänzt werden.

Eine Pflicht zur Mund- und Nasenabdeckung ist, laut einer gemeinsamen Studie der deutschen Gesellschaft für Kinder & Jugendmedizin und weiteren Beteiligter nicht erforderlich. Erst wenn mehr als 50 Personen von 100.000 Menschen infiziert sind, kann eine Mund- und Nasenabdeckung überhaupt sinnvoll und wirksam sein. Eine pauschale Maskenpflicht ist medizinisch nicht geboten und wäre nicht verhältnismäßig.

Die Stellungnahme zur Studie mit Maßnahmen zur Aufrechterhaltung eines Regelbetriebs und zur Prävention von SARS-CoV-2-Ausbrüchen in Kitas und Schulen steht hier zum Download zur Verfügung (pdf).

Im neuen Schuljahr soll für Schüler und Lehrkräfte soviel Schulnormalität geschaffen werden wie möglich.

Nur in den ersten 14-Tagen könnte es sinnvoll sein und wird empfohlen, dass Mund- und Nasenabdeckungen getragen werden. Dies betrifft Schüler ab Klasse 7 auch im Unterricht. Dagegen sollten in Fluren, Gemeinschaftsräumen wie der Mensa, etc. Schüler aller Jahrgänge vorsorglich eine Maske tragen, da dort Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. (Müssen sie aber nicht).

Dabei ist zu beachten, dass Schleswig-Holstein ein Flächenland ist, wo beispielsweise an der Nordsee, in Heide ganz andere Bedingungen und Fallzahlen bestehen, als beispielsweise im Kreis Stormarn oder Lübeck. Entsprechend haben einzelne Schulen die Möglichkeit, individuell auf die Lage vor Ort zu reagieren und gegebenenfalls auf punktuelle Corona-Ausbrüche zu reagieren.

Elternbriefe in 5 Sprachen stehen auf den Seiten des Ministeriums zur Verfügung.

Präsenz-Unterricht soll in Kohorten stattfinden.

Kohorten sind Gruppen, die nach bestimmten Kriterien von den Schulen gebildet werden und in der Regel größer als ein Klassenverband sind. Das bedeutet: Schüler, die im Klassenverband, in Kursen oder im Ganztagsangebot gemeinsam unterrichtet werden oder zusammen aktiv sind, bilden eine Kohorte. In der Kohorte gelten die Abstandsregeln unter den Schülerinnen und Schülern nicht.

In den Sommerferien wurde im Rahmenkonzept für Schulen des Bildungsministerium auf das Ermöglichen von Präsenzunterricht vorbereitet, aber auch Alternativ-Szenarien entworfen und geplant. Die Mediziner sprechen sich in der Studie wie folgt dazu aus (Zitat): „Der Wiederbeginn einer sicheren Regelbetreuung- und -beschulung haben nationale Priorität, denn: Kita- und Schulschließungen fügen Kindern und Jugendlichen einen immer größer werdenden Schaden zu.“

„In Krisenzeiten muss man immer wieder Abwiegen: Was ist machbar, was ist wirksam“ sagte Karin Prien „Der Virus könnte gestoppt werden, wenn jeder von uns täglich alleine Zuhause bleibt. Aber das kann nicht die Lösung sein. Grundsätzlich ging und geht es bei dieser Pandemie nicht um den Schutz des Einzelnen, sondern um uns alle und darum, die Ausbreitung des Virus zu verhindern.“

Die Landesregierung und alle Kultusminister von SH sind sich einig: Eine Schließung von Schulen und Kitas darf es nicht erneut geben!

„In der Schule geht es um Wissen und Kompetenzen; dabei ist sie für viele Schülerinnen und Schüler nicht nur Lern- sondern auch Lebensort. Die Schule bietet den Raum sich zu entwickeln, sich auszuprobieren, aus Fehlern und Erfolgen zu lernen und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Dazu gehört auch der persönliche Kontakt zwischen Menschen.“ Lehrpläne sollten zunächst so bleiben und Schule nicht wegen der Pandemie auf den Kopf gestellt werden. Veränderungen müssen sehr sorgsam und gewissenhaft entwickelt und wissenschaftlich begleitet werden. In einer Krise sind Experimente nicht angebracht.


Video von der Presse-Konferenz:

In der jüngsten Pressemitteilung des Bildungsministeriums von Schleswig-Holstein heißt es: In der derzeitigen Situation ist ein regulärer Unterricht, wie wir ihn uns alle für die Kinder wünschen würden, ausgeschlossen. Es geht vielmehr darum, unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes eine vorsichtige Öffnung der Schulen für die Schülergruppen, die die Unterstützung am Nötigsten haben, zu erreichen.

Lernen in der Schule, zu Hause UND auf digitalen Kanälen wird es also weiterhin geben.

Prien betonte, dass das Bildungsministerium einen mehrstufigen Plan erarbeitet habe. Nach der nun anlaufenden zweiten Phase sollen in weiteren Schritten bis zum Ende des Schuljahres alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bekommen, zumindest zeitweise Präsenzunterricht in der Schule wahrzunehmen

Jede Schülerin und jeder Schüler bekommt zum 6. Mai von seiner Schule eine Information, wie das Lernen für ihn individuell weitergeht. Die Eltern können sich darauf verlassen, dass es eine Woche Vorlauf zur Planung des Schulbesuches gibt“, so Karin Prien.


Es gilt folgender Plan für die Schulen in SH ab dem 4. Mai 2020:

  • Grundschulen ab 6. Mai 2020 Unterricht für die 4. Jahrgangsstufe.
  • Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe ab 18. Mai 2020: Beratungsangebote für die Jahrgänge 9 und 10.
  • Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe ab 06. Mai 2020: Beratungsangebote für die Eingangsphase (E) und die Qualifikationsphase 1 (Q1),
    ab 11. Mai Beratungsangebote für die Jahrgänge 9 und 10.
  • Gymnasien ab 06. Mai 2020: 6. Jahrgang und Beratungsangebote für die Eingangsphase (E) und Qualifikationsphase 1 (Q1) und Beratungsangebote bei G8 für die Jahrgänge 9, bei G9 für die Jahrgänge 10.
  • Berufliche Schulen ab 06. Mai 2020: Wiederaufnahme von Präsenzangeboten nach Maßgabe der Entscheidung der beruflichen Schulen für die einzelnen Klassen und Gruppen für Präsenzangebote.
    • Berufsfachschulen und -gymnasien (nicht Berufsschüler) ???
  • Förderzentren: Die Förderzentren nehmen Kontakt zu den Eltern und Schülerinnen und Schülern auf und besprechen das weitere individuelle Vorgehen. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden analog zu der besuchten Schule, zu der ein Schulverhältnis besteht, in die Planung zur Wiederaufnahme der Präsenzzeiten einbezogen

Mund-Nasen-Bedeckungen nicht im Unterricht!

Den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, Epidemiologisches Bulletin Nr. 19 (2020) für die Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen, folgend empfehle das Bildungsministerium zusätzlich das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (MNB) für alle Personen in Schulen:

  • auf den Laufwegen, Fluren
  • und in den Pausen, in denen das Abstandsgebot nicht oder nur schwer eingehalten werden kann.

Wer darüber hinaus in Schulen (z.B. im Unterricht) eine Mundnasenbedeckung tragen möchte, darf dies selbstverständlich jederzeit tun, so Ministerin Prien.

Heute wurde in einer Sitzung von Bund und Ländern entschieden, wie es weiter geht. Das Wichtigste: Schulen und Kitas bleiben bis 3. Mai ganz geschlossen und werden danach erst schrittweise geöffnet. Einige Fakten sind  hier zusammengefasst (von der Pressekonferenz der Bundesregierung um 19.00 Uhr). Außerdem möchte die Redaktion wissen, wie du die “Corona-Ferien” findest. Dazu steht unten eine Umfrage – bitte mach mit!

Schule:

  • Abi-Prüfungen finden ab kommender Woche statt, wie geplant (SH: siehe Beitrag)
  • Ab 4. Mai öffnen die Schulen wieder für:
    • Abschlussjahrgänge: 9. und 10. Klassen
    • Schulwechsler (4. Klasse)
    • allerdings nur in kleinen Gruppen.
  • Kindergärten und Grundschulen bleiben vorerst geschlossen.

Sicherheit/Vorbeugen:

  • Es bleibt bei 1,5 Metern Abstand zwischen den Personen.
  • Infektionsketten sollen z.B. mit Hilfe von APPs ermittelt werden. Ein Beispiel ist die App “Contact Tracer”.
  • Schutzmasken sind keine Pflicht, werden aber in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen empfohlen. (Um andere nicht anzustecken)
  • Krankenhäuser dürfen wieder OP-Termine vergeben – nur in SH

Familie/Freunde:

  • Das Versammlungsverbot gilt weiterhin.
  • Treffen darf man sich maximal mit 2 Personen (Hamburger dürfen aber z.B. nicht nach Schleswig-Holstein)
  • sowie im Familienkreis (solche, die zusammenleben)

Wirtschaft / Tourismus;

  • Geschäfte, kleiner als 800m² öffnen wieder – nur in SH auch größere sowie Einkaufszentren. Das verbunden mit:

    • mit Hygiene-Konzepten
    • ohne Warteschlangen
  • Außerdem öffnen die Tierparks in SH wieder.
  • Keine großen Events bis Ende August (groß meint: mehr als 1.000 Teilnehmer).
  • Gastronomie und Hotels müssen geschlossen bleiben, aber in SH sollen sie bald wieder öffnen dürfen.
  • Segeln, Reiten, Tennis, Golf in SH ab 4. Mai

Was Schüler bisher zu der Situation sagten:

“Mir fällt die Decke auf den Kopf! Insbesondere die letzten Tage, seitdem Ferien sind. Vorher, als es noch Aufgaben gab, war es okay Zuhause. Nichts zu tun zu haben, nervt mich total! Da ich in einer Abschlussklasse bin, übe ich jetzt für die MSA-Prüfungen. Unsere Schule hat uns bereits mitgeteilt, dass wir Abschlussjahrgänge am 22.,23.4 bis 27.4. in 6-Gruppen unterrichtet werden – in der Schule. Was danach kommt, wissen wir noch nicht. Grundsätzlich würde ich lieber wieder zu Schule gehen, anstatt zuhause zu sitzen. Angst, krank zu werden, habe ich überhaupt nicht, da ich zu keiner Risikogruppe gehöre.” (Tobias, 16, aus Reinfeld)


“Es ist seltsam… aber ich lebe normal den Alltag weiter. Naja, soweit das halt geht. Von unserer Schule haben wir auch Aufgaben bekommen, und das immer noch – obwohl Ferien sind!” (Caleb, 15, aus NRW)


“Es ist einfach nur langweilig, aber sonst geht es mir ganz gut. Hausaufgaben hab ich mehr als genug. Ein neues Hobby hab ich auch gefunden – Armbänder knoten.” (Nia, 14, aus Hamburg)


“Ich find das alles Sch****. Ich mache nichts, außer Rumsitzen, Telefonieren und Onlineuntericht. Aufgaben hab ich auch viel zu viele.” (Sam, 15, aus Hamburg)


“Mein Autismus kickt! Ich will wieder in die Schule – auch wenn ich da keinen mag.” (Anton, 15, aus Neumünster)


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