Schlagwortarchiv für: Corona

Plötzlich steht Lübeck als Stadt bei den Corona-Inzidenzen an 3. Stelle und Hamburg an 1. Stelle in puncto Fallzahlen. erKant sitzt ziemlich genau in der Mitte von den neuen Hotspots – im Kreis Stormarn. Mittlerweile soll es sich überwiegend um die Omikron-Variante handeln. Wie konnte das passieren, trotz der Impfungen und wie schlimm ist das?

Fallzahlen und 7-Tages-Inzidenz im Norden so hoch wie noch nie!

Corona-Zahlen Deutschland Stand: 12.1.2022

Auf dem Covid19-Dashboard des RKI gibt es drei Sortieroptionen. Es kann nach Inzidenz, nach Fallzahl und nach Name sortiert werden. Aktuelle Ergebnisse aus dem Umfeld:

  • Am 12. Januar hat Hamburg eine 7-Tages-Fallzahl von 10.539 (Inzidenz 568,9) und ist damit die Stadt in Deutschland mit den meisten neuen Infektionen (Screenshot rechts).
  • Lübeck hat eine 7-Tages-Inzidenz von 1072,1 auf 100.000 Einwohnern – das ist hoch (siehe Screenshot oben).
  • Im Landkreis Stormarn, der zwischen Hamburg und Lübeck liegt, gab es in den letzten Tagen 959 neue Fälle, bei einer 7 Tagesinzidenz von 391,4.

In ganz in Schleswig-Holstein liegt die 7Tages-Inzidenz heute bei 633.

Bei Schülern und Lehrkräften lag die Zahl der Positivmeldungen am 11. Januar bei 439, am 10. Jan. bei 1.799 sowie z.B. am 22. Dezember bei 552. Die Zahlen sind tagesaktuell auf dem Schuldashboard abrufbar.


Silvesterparties und Weihnachtsfeiern in Diskotheken sollen ursächlich sein. Doch was ist mit Dänemark?

Die Zeitungen und SocialMedia-Netzwerke waren voll davon: Diskotheken-Besucher sollen für die hohe Ausbreitung bei den 15- bis 37 Jährigen in Schleswig-Holstein gesorgt haben. Dabei ist die Zahl der Corona-Infizierten in der Altersgruppe der 35-59jährigen ähnlich hoch!

Aber ist das wirklich so? Sind die Diskogänger das Problem? Das Nachbarland Dänemark hat mitterweile eine 7-Tage-Inzidenz von 2.428,7 (Stand: 12.1.22) Grundsätzlich gilt Dänemark seit 19. Dezember 2021 als Hochrisikogebiet. Aber: Laut diverser Quellen (eine davon) galten Testpflichten und Quarantänezeiten nicht für Schleswig-Holsteiner! Das heißt: In den Weihnachtsferien konnten zwischen Deutschland und Dänemark viele Urlauber sowie die Berufstätigen, ungehindert und ungetestet hin-und-herreisen.

Von daher ist denkbar, dass es eher die Urlauber sowie Berufstätigen waren, die Omikron aus Dänemark nach SH verbreitet haben, und weniger die Diskobesucher.


Corona-Zahlen Deutschland Stand: 12.1.2022

Die gute Nachricht ist:

Omikron verläuft in der Regel mild und Krankenhaus-Aufenthalte sind selten.

Obwohl die Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen bundesweit so hoch ist, wie noch nie, wurden am 11. Januar 2022 auf Intensivstationen 31 behandelt (in ganz Deutschland). Vergleichsweise waren z.B. am 14. April 2021 – BEVOR mit dem Impfen von Jugendlichen begonnen wurde – 27 auf Intensivstationen. Also sind es aktuell 4 mehr, als zu dem Vergleichsdatum. Das ist ein Hinweis darauf, dass Corona-Infektionen bei Kindern und Jugendlichen in der Regel mild, mit geringen Symptomen verlaufen.

Das Diagramm auf der Seite des Intensivregisters sieht dramatisch aus – siehe Grafik links. Die Redaktion hat das Diagramm in der Original-Exceldatei neu erstellt (das im Vergleich mit den Daten ALLER belegten Betten). Sie zeigt: die Situation auf den Kinder-Intensiv-Stationen hat sich im Laufe der Zeit wenig verändert und ist nicht massiv steigend, wie das Diagramm links vermittelt.


Hier ist eine Anleitung, wie so ein Diagramm erstellt werden kann: https://erkant.de/diagramm-erstellen/


Überraschend: Insbesondere die Bundesländer mit den höchsten Impfquoten sind aktuell am stärksten betroffen.

Bei uns in der Klasse kamen nach den Ferien drei gar nicht erst in die Schule. Sie sind infiziert, obwohl sie ALLE geimpft waren. Zweifach oder sogar geboostert!” sagte eine erKant-Redaktuerin gestern, die heute wegen Symptomen auch Zuhause ist und deshalb an diesem Artikel mitarbeiten kann. Trockener Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Fieber sowie Übelkeit, Durchfall und Bauchschmerzen (bei Omikron) können u.a. Symptome sein. Geschmacksverlust gibt es bei Omikron wohl nicht.

Überall ist zu hören und zu lesen, dass auch 2fach-Geimpfte vor der Omikron-Variante nicht ausreichend geschützt sind. Insbesondere kommen wegen Bremen Zweifel auf: In dem Bundesland sind am meisten Menschen geimpft (84,6% sind 2fach-geimpft) und dennoch ist die Inzidenz dort aktuell (Jan. 22) am höchsten (1.296,8).

Das Diagramm rechts zeigt auch, dass der Impfstatus in Hamburg und Schleswig-Holstein im Deutschlandvergleich mit am höchsten ist. Dennoch gibt es hier aktuell extrem hohe Infektionszahlen. Warum das so ist? Nun: mRNA-Impfungen schützen nicht vor einer Corona-Infektion, obwohl das eigentlich das Ziel sein sollte, so wie bei anderen Impfungen auch. Nur der Verlauf soll milder dadurch werden und vor Krankenhausaufenthalten bewahren – die sind bei Kindern aber sowieso selten.

Ergänzung vom 13.1.: Laut Henrik Streeck (in STERN TV 12.1.22) konnten andere Infektionskrankheiten durch Impfungen ausgerottet werden – das wird laut ihm bei Covid19 mit aktuellen Impfstoffen niemals möglich sein, weswegen er u.a. gegen eine Impfpflicht ist.

Ob der milde Verlauf von Omikron gut oder schlecht ist? Darüber streiten die Experten noch. Er könnte für eine Durchseuchung der Bevölkerung mit milden Symptomen sorgen, wodurch eine Immunität gegen viele (schlimmere) Corona-Viren entstehen dürfte. Dadurch könnte die Pandemie einfach auslaufen …

Seit langer Zeit wurde darauf gewartet, jetzt ist die Entscheidung gefallen. Am 9.12.21 tagte erneut die STIKO (die ständige Impfkommission, welche organisatorisch zum RKI gehört) und hat entschieden, einen Mittelweg zu gehen.

Die COVID-19-Impfung wird NICHT für alle Kinder von 5-11 Jahren empfohlen!

  • In Abwägung aller bisher vorhandenen Daten empfiehlt die STIKO die COVID-19-Impfung für Kinder im Alter von 5-11 Jahren mit verschiedenen Vorerkrankungen.
  • Zusätzlich wird die Impfung Kindern empfohlen, in deren Umfeld sich Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht oder nur unzureichend durch eine Impfung geschützt werden können (z. B. Hochbetagte also Senioren 80+).
  • Darüber hinaus können auch 5- bis 11-jährige Kinder ohne Vorerkrankungen gegen COVID-19 nach entsprechender ärztlicher Aufklärung geimpft werden, sofern ein individueller Wunsch der Kinder und Eltern bzw. Sorgeberechtigten besteht.

Weiterhin ist empfohlen, die Impfung nur mit 2 Impfstoffdosen des mRNA-Impfstoffs Comirnaty (10µg) im Abstand von 3-6 Wochen durchzuführen (Quelle). Dass, weil der Impfstoff Spikevax® deutlich mehr schwerwiegende Nebenwirkungen bei unter 30-jährigen haben soll. Aber:

Das PEI (Paul-Ehrlich-Institut) veröffentlichte andere Zahlen, siehe Seite 23 und 24 im Sicherheitsbericht vom 26.10.21. Demnach haben 96 Ki/Ju (12-17 J) von Comirnaty® und 2 von Spikevax® eine Herzmuskel- u/o Herzbeutelentzündung bekommen. Comirnaty wurde aber auch 8x so oft verimpft.

In einer E-Mail erklärte das PEI auf Nachfrage der Redaktion, dass die Melderate für Comirnaty bei 0,51 Verdachtsfallmeldungen auf 1000 Impfdosen, für Spikevax bei 0,85 Verdachtsfallmeldungen auf 1000 Impfdosen, läge.

Jeder muss mindestens 2x geimpft werden (außer bereits schon mal CoVid19-Positive);. Entsprechend verdoppelt sich das Risiko und am Ende bekommt circa 1 Jugendlicher (Comirnaty) beziehungsweise 1,7  Jugendliche (Spikevax) von 1.000 2x-Geimpften eine Herzmuskel- u/o Herzbeutelentzündung. Diese können chronisch werden oder infolge immer wiederkehren.

Allergiker sollten VOR Impfung diese verlinkte Anlage vom RKI beachten.


Infektionen verlaufen bei Kindern & Jugendlichen meistens harmlos.

Auf Twitter schrieb die STIKO / RKI zur Impfempfehlung unter Anderem:

“Zwar ist die 7-Tages-Inzidenz in Altersgruppe sehr hoch, so dass man davon ausgehen kann, dass ohne #Impfung ein Großteil der 5- bis 11-Jährigen mittelfristig infiziert werden wird. Aber: Die meisten Infektionen verlaufen allerdings asymptomatisch.

Eine generelle Empfehlung spricht die STIKO derzeit nicht aus, da das Risiko für einen schweren Verlauf bei Kindern sehr gering ist & das Risiko seltener Nebenwirkung der Impfung derzeit nicht eingeschätzt werden kann.”


Offen gebliebene Fragen an die STIKO c/o RKI

Bevor diese Entscheidung gefällt wurde, hatte die erKant.de-Redaktion folgende Fragen an die Pressestelle des RKI, mit der Bitte um Weiterleitung an die STIKO  / Herrn Prof. Mertens gesendet. Wir fragten:

  • Ist die Impfung bei Kindern medizinisch notwendig? Oder sind die Verläufe so harmlos, dass man sagen kann, dass Kinder eine CoVid19-Infektion gut wegstecken, so wie viele andere Infektionen im Kindesalter?
  • Woraus bzw. wie wurde die Erkenntnis entwickelt, dass Impfungen auch bei Jugendlichen mehr nutzen als schaden?
  • Könnte die aktuell hohe Infektionsrate bei Kindern und Jugendlichen massgeblich dafür sorgen, dass eine natürliche Durchseuchung die Pandemie aufhält?
  • Warum ist bei Kindern das Impfen risikoreicher als bei Erwachsenen? Welche Auswirkungen hat das auf das Immunsystem?
  • Alle reden über unbekannte, eventuell mögliche langfristige Impfschäden. Was könnte das z.B. sein?
  • Mittlerweile wird klar, dass es immer wieder und wieder mutierte Corona-Viren geben wird. Viele sind davon harmlos und/oder unserem Körper bekannt, sodass es eine Immunabwehr gibt. Wie sinnvoll sind Corona-Impfungen dann überhaupt? Sind möglicherweise Medikamente in dem Zusammenhang besser?

Die Pressestelle antwortete:

“Die wissenschaftliche Begründung sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen wird voraussichtlich Mitte/Ende nächster Woche verfügbar sein. Die Empfehlung und wiss. Begründung für die Impfung von Kindern zwischen 12 und 17 Jahren sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen sind unter www.rki.de/covid-19-impfempfehlung bzw. www.rki.de/covid-19-faq-impfen zu finden.

Eine individuelle Beantwortung Ihrer Fragen durch den STIKO-Vorsitzenden ist aus Kapazitätsgründen nicht möglich.”


Indirekt, durch die Entscheidung und kurze Begründung, sind unsere Fragen aber dennoch teilweise beantwortet …

Übrigens gibt es eine große Liste von vielen möglichen Medikamenten, die bei Covid-19 Infektionen helfen könnten und derzeit erprobt werden. Auch ein deutscher Medikamenten-Hersteller befindet sich bereits in Testphase II und sucht Studienteilnehmer (volljährige), siehe: https://covid-tablette.de/

12. Nov. 2021: Corona und die Regeln. Nichts beschäftigt Deutschland und die Welt seit März 2020 mehr. Ob die aktuell diskutierten 2G-Regeln, die zu Nachteilen von Ungeimpften führen, gerecht und sinnvoll sind, ist umstritten. Wissenschaftler, Jugendliche, Politiker und viele mehr diskutieren aktuell Tag für Tag über diese Frage.

Am 11.11.21 verkündete Ministerpräsident Daniel Günther, auch in Schleswig-Holstein werde es ab Mitte/Ende November 2G-Regeln geben (Nachtrag: das Ergebnis vom 17.11.). Dabei weist SH bei den 12- bis 17-Jährigen mit 56% die höchste Impfquote unter allen Bundesländern aus, sagte er zum NDR. Insgesamt seien bereits 72% der Schleswig-Holsteiner geimpft. Grundsätzlich wäre bei uns im Norden die Situation relativ entspannt und die Infektionszahlen nicht besorgniserregend. Er betonte aber auch, dass der Schlüssel, um aus der Pandemie zu kommen, nach wie vor die Impfung sei.

Impfstoffe für Jugendliche:

Das RKI beabsichtigt, den Impfstoff Spikevax® (Vaccine von Moderna) auf die Anwendung für die Altersgruppe ab 30 Jahren zu beschränken. Dass, weil das Risiko für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen bei Jüngeren zu hoch ist. Sie sollen stattdessen mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer geimpft werden. (Quelle RKI).

Allerdings veröffentlichte das PEI (Paul-Ehrlich-Institut) andere Zahlen, siehe Seite 23 und 24 im Sicherheitsbericht vom 26.10.21. Demnach haben 96 Ki/Ju (12-17 J) von Comirnaty® und nur 2 von Spikevax® eine Herzmuskel- u/o Herzbeutelentzündung bekommen. Diese können chronisch werden oder infolge immer wiederkehren.


Fakt ist: CoVid19-Impfungen schützen nicht auf Dauer!

Je nach Impfstoff hält die Wirkung nur zwischen 2 und 7 Monaten an, danach liegt kein ausreichender Schutz mehr vor, wurde in einer schwedischen Studie festgestellt (Quelle Spectrum, siehe Tabelle darin). Nicht nur diese Studie, sondern auch die Praxis zeigt:

Viele der aktuell Infizierten sind bereits vollständig geimpft gewesen und können zudem andere Menschen mit CoVid19 anstecken. Beispiel aus dem Kreis Stormarn, Stand 3.11.2021: 114 von insgesamt 228 Neuinfektionen der letzten 7 Tage (27.10.-02.11) betreffen vollständig geimpfte Personen. Das entspricht 50% der Neuinfektionen!

Bei den 60+Jährigen lag der Anteil wahrscheinlicher Impfdurchbrüche in dieser Woche bei 60,9% und an hospitalisierten COVID19-Fällen (also Infizierten, die im Krankenhaus behandelt wurden) zuletzt bei 45,1% und von den Verstorbenen waren 36% ebenfalls geimpft – so ähnlich sind die Zahlen schon seit Wochen! (Quelle RKI Lagebericht, siehe Seite 22).

“Das bedeutet, unsere schon lange geimpften Großeltern fühlen sich sicher, sind es aber nicht?”, fragten uns Jugendliche.

Ja. Laut RKI sollen deshalb Personen, die 70 Jahre und älter sind, sowie die, die mit dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson geimpft wurden, als erstes die Dritt- / Booster-Impfung erhalten. Siehe RKI Infos zu Auffrischungsimpfungen.

Lies dazu gerne auch: So ansteckend sind Geimpfte und: Impfwirkung nimmt nach 3 Monaten ab Nachtrag vom 16.11.: auch RND berichtet jetzt von o.g. Impfdurchbrüchen

Wenn Impfungen weder vor Infektionen noch vor Übertragung des Virus schützen: Wie sollte 2G nutzen?

2G bedeutet, dass bereits vollständig geimpfte sowie genesene Personen zum Beispiel ohne Abstandhalten und ohne Masken zu Veranstaltungen gehen können, aber: frisch getestete Ungeimpfte nicht eingelassen werden. Damit werden Ungeimpfte ausgegrenzt, was viele Menschen als Diskriminierung wahrnehmen. 2G-Plus bedeutet: zusätzlich frisch getestet .3G bedeutet, Getestete, Geimpfte und Genese dürfen zum Beispiel ins Kino gehen. Tests dürfen in der Regel nicht älter als 24 Stunden sein. Neu im Gespräch ist 1G, womit Getestete gemeint sind.

Geimpfte, bei denen die Impfwirkung mit der Zeit verpufft, müssten eigentlich nach 2 bis 7 Monaten wieder als ungeimpft gelten?


Aussagen und Meinungen

Wäre 3G oder 1G besser? Findet Ihr 2G gerecht? Wir haben Euch befragt, das folgende sind einige Eurer Antworten. Außerdem haben wir uns umgeschaut, was Virologen dazu sagten.


“Das ist total ungerecht. Nicht jeder kann oder will sich impfen lassen! Und das ist total okay. Jeder sollte die Freiheit und das Recht über den eigenen Körper haben!” Schülerin Lia aus Oldesloe


Gegenüber dem Sender RTL sagte Virologe Streeck (Quelle): „Auf den ersten Blick wirkt es (2G) wie eine gute Regelung, aber ich halte es für gefährlich.“


“Ich finde z.B. die 2G Regel unfair, weil die Impfung oder eine Genesung kein Schutzschild sind. Jeder kann sich, ob genesen, geimpft oder nichts von beidem, anstecken, den Virus teilen und Andere anstecken. Die Regeln bringen dann doch garnix!” Schüler Mike aus Reinfeld


Virologe Drosten erklärte in einem WELT-Interview: „Wir haben eine Pandemie, zu der alle beitragen – auch die Geimpften, wenn auch etwas weniger“.


“Ungerecht ist das ganze schon. Das ist gegen die Grundrechte, das hab ich in der Schule gelernt und selber nochmals recherchiert!” Schüler*in Kim aus Oldesloe


Prof. Detlev Krüger ehemaliger Chef-Virologe der Berliner Charité meinte: “Im Endeffekt bedeutet 2G nur mehr Unfreiheit, ohne mehr Sicherheit zu bieten. Deshalb hat auch das Testen weiterhin Bedeutung.”


Beim ZDF wurde auch darüber diskutiert.

Welche Standpunkte aufgerufen wurden und zu welchem Ergebnis die Diskutierenden kamen, siehe Video:

 

 

Halloween, der Gruselspaß für Klein und Groß kann 2021 stattfinden! Für Veranstaltungen an der frischen Luft und private Treffen gibt es in Schleswig-Holstein keinerlei Corona-Einschränkungen mehr. Wer also am Sonntagabend, 31.10.21, losziehen und an Türen „Süßes sonst gibt’s Saures“ rufen möchte, kann es tun. Partys fanden schon am Samstag statt!

Ausgehöhlte Kürbisköpfe, die in Fenstern und vor Türen stehen; ganz schrecklich geschminkte und verkleidete Kinder & Jugendliche; Erwachsene, die ihre Gärten zum Grusel-Park gestalten – all das wird jedes Jahr am 31. Oktober veranstaltet, um böse Geister zu vertreiben. All Hallows’ Eve, der Tag vor Allerheiligen am 1. November, ist eigentlich ein christlicher Feiertag, der aber seit vielen Jahren ein fürchterlicher Spaß ist! Sobald es dunkel wird, ziehen Kinder und Jugendliche durch die Straßen und klingeln an den Türen fremder Leute, um dort durch bedrohlichen Gesang, Süßigkeiten zu erpressen. Die meisten Leute sind vorbereitet und geben gerne Etwas raus.

Gruseligen Party-Spaß für Jugendliche gab es schon am Samstag!

Norddeutschlands größte Halloween Party fand in Lübeck in der Kultur-Werft Gollan (Link zu Insta) statt. Mit den besten zwei Halloween-Partys (am Freitag 16+ Jährige und am Samstag für 18+) warb der Fun-Parc in Trittau (Link zu Insta).

Aber auch in Bad Oldesloe wurde gefeiert – im IniHaus (Link zu Insta), gab es die “Trash in Hell”-Reinfeier-Party. Ein Empfang in der wahrhaftigen Hölle mit Musik aus den 80er, 90er und 2000er Jahren mit “spooky” Halloween Deko und coolen Drinks war angekündigt. Außerdem gab es dort, wie auch bei den anderen Partys, einen Kostümwettbewerb. Alle sollten verkleidet kommen, egal ob als Hexe, Zombie,Vampir oder Dunkelalben, Nachtmahre und Wiedergänger.

Ins IniHaus reinkommen, war allerdings nicht ganz so einfach, denn es galten die 2G-Corona-Regeln. Das heißt, es durften nur Geimpfte und Genese rein! Ansonsten gelten in Schleswig-Holstein die 3G-Regeln, sodass auch frisch Getestete an Events teilnehmen können.


Bekannte und beliebte Halloween-Sprüche für Kinder sind:

“Wir sind die kleinen Geister und essen gerne Kleister, und wenn wir jetzt nix kriegen, dann bleiben wir hier kleben!”

“Wir kamen auf den Besen her.
Für Hexen ist das gar nicht schwer.
Wenn wir was Süßes kriegen,
dann siehst du uns gleich fliegen!”

 

 

Am 5. Februar fand eine Videokonferenz mit Eka von Kalben (Bündnis 90/Die Grünen) statt – als Doppel-Interview! Zuvor war der erKant-Artikel über Homeschooling und die Lage von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie aufgefallen – auf Twitter und in Kiel, genauer: im Büro der Landtagsabgeordneten. Kontakt wurde aufgenommen, das Interview geplant und dann digital durchgeführt – siehe unten; dort sind zwei Video-Mitschnitte zu sehen.

Das Fazit am Ende lautet sinngemäß: “Durch die Lockdowns mit Schulschließungen haben sich alle irgendwie an das Herumsitzen am PC im eigenen Zimmer gewöhnt und irgendwie ihre Träume verloren. Das normale Leben von Jugendlichen mit Unterwegs sein, Party machen, Freunde treffen, Sport machen, etc findet nicht statt und ist schon fast vergessen worden.”

Im 1. Teil des Interviews wollte Eka von den Redaktionsmitgliedern z.B. hören: Welche Erfahrungen habt Ihr Jugendlichen im letzten Jahr in der Schule gemacht? (Wie) Funktioniert der digitale Unterricht? Kommen alle mit? Gibt es Sorgen um Prüfungen? Um Ausbildung? Wie ist die Situation in den Familien? Welche psychischen Belastungen gibt es? Im eigenen Umfeld? Und: Was sind Wünsche an die Politik?

Im 2. Teil des Interviews stellten die Redakteure von erKant die Fragen, zum Beispiel:  Was machen Sie als Landtags-Abgeordnete? Was sind die Aufgaben? Haben Sie Kinder? Wenn ja, wie lief es bei denen mit dem Distanz-Unterricht? Wenn nein, was haben Sie beobachtet? Wen würden Sie lieber als Bundeskanzler-Kandidat sehen? Robert Habeck oder Annalena Baerbock? Und warum? Sowie: Wie sehr haben die Corona-Maßnahmen der nachhaltigen Entwicklung geschadet?


Hier sind die beiden – gekürzten – Videos, beginnend mit dem 2. Interview (kürzer):


Organisation:

  • Milena Vanini, Regionalbüro Eka von Kalben, MdL
  • Susanne Braun-Speck, Coach von erKant.de sowie Sii-Kids & Talents e.V. mit Media4Teens & Schools

Schnitt:

  • Ton: Dominik von erKant
  • Video: Milena

Ministerin Prien: „Schulöffnung vorsichtig und in kleinen Schritten möglich Hygienevorschriften werden aktualisiert –Testmöglichkeiten für Lehrkräfte

KIEL. Bildungsministerin Karin Prien erläuterte heute (11. Februar) die weiteren Schritte zur vorsichtigen Öffnung der Schulen in einem Schreiben an die Schulen. Das ist ein gutes Signal und eröffnet endlich eine Perspektive. Die vergangenen Wochen und Monate haben von Kindern und Jugendlichen und von Eltern und Erziehungsberechtigten ein hohes Maß an Geduld und Disziplin gefordert und sie haben viel Kraft gekostet, so die Ministerin. Sie dankte noch einmal auch ausdrücklich den Schulleitungen, Lehrkräften und an Schule Beschäftigten, die sich in dieser außergewöhnlichen Zeit mit großem Einsatz darum bemüht haben, den Schülerinnen und Schülern ein Stück Normalität zu erhalten.

Prien betonte: Aktuell entwickeln sich die Infektionszahlen insgesamt rückläufig. Dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten. Wir dürfen die erreichten Erfolge nicht gefährden und müssen auch das Infektionsgeschehen weiter eindämmen.  Vor diesem Hintergrund habe die Landesregierung folgende Schritte beschlossen:

  • Ab dem 22. Februar kehren die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 wieder in den Präsenzunterricht unter Coronabedingungen in die Schulen zurück.
  • Der Präsenzunterricht unter Coronabedingungen an den Grundschulen wird sich zunächst auf die Vermittlung basaler Kompetenzen, Lesen, Schreiben, Rechnen sowie auf das soziale Lernen und Miteinander konzentrieren, was in den vergangenen Wochen den Kindern so sehr gefehlt hat.
  • Die Verlässlichkeit der Grundschule wird dabei gewährleistet.
  • Der Ganztag kann unter Beachtung der geltenden Hygienevorschriften wieder angeboten werden.
  • Eine Ausnahme gilt für die Grundschulen in den Kreisen und kreisfreien Städte mit diffusem, höheren Infektionsgeschehen oder Verbreitung einer Virusvariante. Hier wird in einer gesonderten Lagebewertung gemeinsam mit den lokalen Gesundheitsämtern am Montag (15. Februar) über die Verlängerung der Notbetreuung zunächst um eine Woche entschieden werden. Eine solche Lagebeurteilung und mögliche Verschiebung der Öffnungen könnte nach jetzigem Stand die kreisfreien Städte Flensburg und Lübeck sowie die Kreise Pinneberg und Herzogtum Lauenburg betreffen.
  • Für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 an den weiterführenden Schulen bleibt es weiterhin bis zum 7. März beim Lernen in Distanz.
  • Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 wird Notbetreuung angeboten.
  • Für die Abschlussklassen werden die Präsenzangebote fortgesetzt!

Diese ersten Schritte können wir nur mit allergrößter Vorsicht und unter strenger Beachtung der Hygienevorschriften gehen, mahnte die Ministerin. Der Schnupfenplan und der Hygieneplan würden den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst und den Schulen zur Verfügung gestellt. Für Lehrkräfte sowie an Schule Beschäftigte soll die Möglichkeit für regelmäßige Tests eröffnet werden. Dazu würden die Schulen nach Abstimmung mit dem für Gesundheit zuständigen Ministerium kurzfristig informiert.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patricia Zimnik | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Das Jahr 2020 wurde von Corona, den Infektions-Zahlen und Maßnahmen dazu beherrscht. Lockdows und Schulschließungen mit Homeschooling beziehungsweise Distanz-Lernen forderten insbesondere Schüler:innen sowie ihre Lehrkräfte und Eltern heraus. Wie lief das so? Wie sehen die Folgen von all dem aus? Mussten und müssen solche drastischen Maßnahmen tatsächlich sein?

Immer öfter Medien nutzen, Netflix gucken, digitale Gruppenchats, im Internet surfen und Zuhause sitzen. Frust und Angst, Einsamkeit und Depressionen, arbeitslose und besorgte Eltern, einsame Omas und Opas, geschlossene Geschäfte und Freizeit-Aktivitäten, kein Sportangebot und eine Pleitewelle von Firmen, die im Anrollen ist – was macht das mit uns? Was machen Corona und die Kita- und Schulschließungen mit Kindern und Jugendlichen? Haben wir ein Jahr unseres Lebens einfach verpasst?

Digitalisierung? Homeschooling war herausfordernd!

Im Interview befragten wir eine Schülerin aus Schleswig-Holstein. Ihr Name bleibt anonym.

Wie lief das Corona-Schuljahr so bei Dir?

“Die schlimmste Phase war der Anfang! Im März und April saßen wir plötzlich alle Zuhause; sogar Spielplätze waren gesperrt; wir durften unsere Freunde nicht mehr treffen – bei wochenlang bestem Wetter waren wir quasi eingesperrt. Homeschooling? Bei uns gab es anfangs fast nichts zu tun; die wenigen Aufgaben wurden uns per E-Mail zugestellt, was schnell völlig unübersichtlich war. Videokonferenzen gab es noch nicht. Ich weiß von Freunden, dass es bei denen anders lief – es gab auch Schulen, die richtig viele Aufgaben gestellt haben. Die hatten aber auch schon vor Corona ein Lern-Management-System.”

Wie fühltest Du Dich dabei?

“Ich war mies drauf, weil ich nichts zu tun hatte und es keinen strukturierten Tagesablauf mehr gab. Ich saß immer mehr am PC … Zum Glück war ich wenigstens nicht alleine, da meine Mutter sowieso meistens im Homeoffice arbeitet.”

Wurde es nach den Sommerferien besser?

“Erst mal hatten wir ja ein paar Wochen Präsenzunterricht – das war gut, schön, wieder Alle zu sehen! Vor den Herbstferien saß dann aber unser ganzer Jahrgang zum ersten Mal 14 Tage in Quarantäne – weil es zwei Fälle in einer Klasse gab, die wir überhaupt nicht kennen. Da sollten wir MS-Teams benutzen, was aber bei uns gegen den Datenschutz verstößt. Darüber habe ich mich mega aufgeregt – warum? K.A. Aufgaben bekamen wir trotzdem wieder meistens per E-Mail. Videokonferenzen wurden versucht, klappten aber Lehrerseitig überhaupt nicht! Die kriegten das nicht hin … Viele Klassenkameraden hatten überhaupt keinen Bock mehr … Es wurde dann nach und nach Moodle als Lern-Management-System für die Klassen eingerichtet. Das funktionierte dann auch mit der Zeit. Es wurden mehrere Online-Konferenz-Tools getestet: MS-Teams, BigBlueButton, Jitsi und am Ende dann WebEx. Nur damit waren die Internet-Verbindungen seitens der Schule stabil genug.”

Unsere 1. Schulwoche begann schon am 4. Januar. In dieser klappte es dann endlich mit dem Homeschooling! Jetzt loggten wir uns morgens in die Videokonferenz ein und waren dann auch stundenlang gemeinsam digital am Arbeiten – mit viel mehr Freiraum als in der Schule.

“Da ich in einer Abschlussklasse bin, das in Schleswig-Holstein, kann ich nun seit Montag, 11. Januar, wieder in die Schule gehen. Unsere Klasse ist auf zwei Räume aufgeteilt; die Lehrer müssen dann immer wechseln. Aber die sind mehr bei der Gruppe der Lernschwächeren; wir Anderen haben viel mehr Freiraum und weniger Stress – gefällt mir gut! Bloß das Maske-Tragen nervt schon auf Dauer.”

Covid19 Schnelltest, Antigen-Test, Mast Diagnostica

Warst Du auch in Quarantäne? Wurdest Du getestet?

“Meine Klasse war zwischen Sommer und Weihnachten zweimal in Quarantäne, weil es Infektionen in Parallelklassen gab. Corona-Tests? Ich war bei Massentests vom Gesundheitsamt; habe mehr als 20 Corona-Tests gemacht, weil ich zwischendurch wegen einer Reha-Maßnahme im Krankenhaus war. Und obwohl ich und andere Jugendliche zum Beispiel mit einer infizierten Therapeutin eng zusammen in einem Raum waren, sind wir alle NICHT angesteckt worden!”

Wie war das Corona-Jahr so zusammenfassend?

“Selbst die Sommerferien waren ja nicht wie sonst … Langweilig. Überall war die Polizei unterwegs und hat geguckt, ob sich nicht zuviele Leute gleichzeitig treffen. Zum Beispiel bei unserer Skater-Bahn oder an der Promenade am See – das war ja so, als hätten wir was Schlimmes gemacht!

Meine beste Zeit des Jahres war die Reha im November, denn da war ich – trotz Corona – von morgens bis abends mit 8-12 anderen Jugendlichen zusammen. Ansonsten? Zuhausebleiben und Homeschooling haben auch Vorteile – aber zu wenige! Tatsächlich ist 2020 gefühlt wirklich ein verlorenes Jahr und tat mir nicht gut. Ich fühle mich oft einsam, habe ein paar Kilo zugenommen und Rückenschmerzen – vom vielen Sitzen denke ich.”

Hier mitmachen!

Wie findest Du Homeschooling? Mach mit bei unserer kleinen Umfrage dazu!


Diese 94-jährige aus Reinfeld haben wir “erwischt”, wie sie  im Laden sitzt und liest – mit Maske unter der Nase. Liebe Omi, das ist nicht gut!

Was wünscht Du Dir in der aktuellen Situation?

“Homeschooling funktioniert jetzt, aber ich möchte Menschen treffen und deshalb wieder in die Schule gehen. Ich brauche keine Partys, bin gar nicht so der Typ dafür. Aber ich möchte wenigstens meine engsten Freunde treffen können – aber wo? Ist ja alles geschlossen und verboten ist es auch.

Und ich wünsche mir, dass meine Großeltern gesund bleiben und vernünftiger werden – die passen nämlich viel weniger auf sich auf, als meine Mutter und ich! Die glauben, eine Maske schützt sie ausreichend vor Ansteckung; sie bezahlen immer noch mit Bargeld, desinfizieren Einkaufswagen nicht und so was. Viele Jugendliche wirken vernünftiger und halten sich eher an die AHA-Regeln als Rentner!”


Ein gemeinsamer Appell von Kinder- und Jugendärzt/inn/en und Lehrkräften lautet ähnlich:

“Schulen sollen zu sicheren Orten für Schüler und Lehrkräfte gemacht werden, Schulschließungen vermieden und die Lebenschancen von Kindern bewahrt werden!”

Dazu sagte der Generalsekretär der DAKJ Hans-Iko Huppertz: „Schule und Bildung gehören zu den Grundbedürfnissen der Kinder. Schulschließung bedeutet auch nachteilige Auswirkungen auf die psychosoziale und motorische Entwicklung, Kindeswohlgefährdung, Benachteiligung sozial Schwächerer, Gefährdung von Kindern mit besonderen Bedarfen und aktuelle Beeinträchtigung der Gesundheit der Kinder und Jugendlichen.“

Und dass der Generalsekretär das sagt, hat seinen Grund …

Auf Kinder & Jugendliche haben Lockdowns negative Auswirkungen!

Die interviewte Schülerin erzählte von persönlichen Eindrücken. Das UKE Hamburg hat in einer COPSY-Studie, die von Wissenschaftler:innen Deutschlandweit durchgeführt wurde, dagegen objektiv herausgefunden:

“Die Kinder und Jugendlichen erleben während der Krise vermehrt psychische und psychosomatische Probleme:

  • Das Risiko für psychische Auffälligkeiten steigt von rund 18 Prozent vor Corona auf 31 Prozent während der Krise.
  • Die Kinder und Jugendlichen machen sich mehr Sorgen und zeigen häufiger Auffälligkeiten wie
    • Hyperaktivität (24 Prozent),
    • emotionale Probleme (21 Prozent)
    • und Verhaltensprobleme (19 Prozent).
    • Auch psychosomatische Beschwerden treten während der Corona-Krise vermehrt auf.
    • Neben Gereiztheit (54 Prozent) und
    • Einschlafproblemen (44 Prozent) sind das beispielsweise
    • Kopf- und Bauchschmerzen (40 bzw. 31 Prozent).”

Auch die Gewalt in Familien hat zugenommen!

Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Baumann

Menno Baumann, Professor für Intensivpädagogik an der Fliedner-Fachhochschule Düsseldorf fordert in seinem aktuellen Beitrag u.a.:

“… Es ist eine gemeinsame Aufgabe, zwar Respekt vor den Folgen einer exponentiellen Ausbreitung der Krankheit zu schaffen, gleichzeitig aber auch Ängste zu reduzieren …

… Angst ist einer der wichtigsten Gewalttrigger überhaupt, und so wäre eine schnelle Absicherung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Familien ein hilfreicher Faktor zur Eskalations-Vermeidung…”

Auch eine RKI-Studie spricht von gehäufter Aggression & Gewalt!

“Schließungen der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen und der damit einhergehende Verlust der gewohnten Tagesstruktur, Kontaktabbrüche und dem eigenständigen Lernen zu Hause stellten erhebliche Herausforderungen für betroffene Kinder und deren Familien dar. Räumliche Enge und fehlende Ausweichmöglichkeiten während der Eindämmungs-Maßnahmen konnten außerdem zu erhöhtem familiärem Stress und gehäufter familiärer Aggression sowie zu häuslicher Gewalt führen.”

Der abschließende Rat lautete: “Bei möglichen zukünftigen Pandemien oder weiteren Wellen der COVID-19-Pandemie sollten die Bedürfnisse von Heranwachsenden und deren Familien während der Eindämmungs-Maßnahmen stärker berücksichtigt werden!” (Quelle:  siehe unten).

Dieses RKI-Zitat stammt aus August 2020.

Warum wurde und wird das bei der aktuellen “Welle” nicht berücksichtigt?


Übrigens: Ob Kita- & Schul-Schließungen wirklich sein müssen, ist unklar.

Wieviele Infektionen es in Schulen gab, weiß niemand genau! In den Weihnachtsferien recherchierte die Redaktion nach Zahlen über Infektions-Orte; insbesondere interessierte uns, ob Schulen tatsächlich Orte sind, wo sich Viele anstecken. Die Recherchen ergaben: Das weiß anscheinend niemand!

Beim RKI stellte erkant.de Presse-Anfragen; die Antworten ließen aber jede Menge Fragen offen. Am Ende hieß es: “Mehr können wir Ihnen dazu nicht antworten”. Doch hinter einen Link, der zugesendet wurde, befand sich eine Tabelle mit Zahlen zu Infektions-Orten. Überraschend:

Beim RKI werden Schulen als Infektions-Orte NICHT erfasst! Anderswo gibt es auch keine bundesweit zentral erfassten Daten.

Entsprechend schrieb die Redaktion der Presse-Abteilung der KMK (Kultusministerkonferenz) an. Auch dort gibt es keine genauen Zahlen, die zeigen, ob sich in Schulen viele Menschen infizieren oder nicht. Es werden zwar Zahlen bei den 16 Bildungsministerien eingesammelt, aber die sagen nur aus, wieviele Schüler (m/w/d) und Lehrkräfte möglicherweise mit Corona infiziert waren. Es wurde erkant.de mitgeteilt:  “Das Erkenntnis-Interesse bei den Erhebungen der Länder ist vordergründig kein infektions-medizinisches, sondern ein primär unterrichts-organisatorisches.” – Was auch immer das heißen soll.

Auch beim Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin fragte die Redaktion nach. Die Antwort war: “Die von Ihnen angefragten Zahlen werden in den Ländern erhoben und ausgewertet. Wenn selbst die KMK keine belastbaren Zahlen hat, würde ich Ihnen raten, die Länder selbst zu kontaktieren. Das BMBF führt hierzu keine Statistik.”

Zusammenfassend heißt das: Ob Schulen nun ein maßgeblicher Infektionsort sind oder nicht, konnte nicht herausgefunden werden. Allerdings ist z.B. bei QUARKS zu lesen, dass nach aktueller Datenlage Kinder und Jugendliche NICHT als größter Anheizer der Pandemie gelten.

Frage ist auch: Wie entstehen ohne Fakten, ohne statistisch erhobene, zentral zusammengefasste und öffentlich gemachte Zahlen, die Empfehlungen für das Bildungssystem? Und was bedeutet ist es, theoretisch / laut Testergebnis aus dem Labor, mit CoVid19 infiziert zu sein?

Gerade Kinder und Jugendliche sind meistens überhaupt nicht krank, zeigen keinerlei Beschwerden. Wieso leben sie dennoch Zuhause wie eingesperrt? Wochen- und Monatelang? Immer wieder?

Nachtrag der Redaktion vom 15. Januar: Die KMK hat, wie andere Medien berichteten, Mitte Dezember eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben. Und: Die ersten Bundesländer haben jetzt, Mitte Januar 2021, Infektionszahlen veröffentlicht. Diese sind, wenn Daten aus allen Bundesländern vorliegen, natürlich mit anderen Infektionsorten zu vergleichen bzw. ins Verhältnis zu setzen.


Fakt ist laut RKI allerdings:

Alten- und Senioren-Einrichtungen sind mit Abstand die am häufigsten betroffenen Infektions-Orte (siehe Tabelle / Diagram) – leider wohnen dort ausschließlich Risikopatienten.

Wie sollten Lockdowns den Senioren helfen können? Warum müssen dann Kitas & Schulen, in Bundesländern mit verhältnismäßig kleinem Infektions-Geschehen, so oft und lange geschlossen bleiben? Gibt es keine anderen Maßnahmen, die genau dort helfen können, wo die Not am größten ist? In Alten- und Senioren-Einrichtungen?

Diese Fragen haben wir nunmehr der Bildungsministerin von SH und 1. Vizepräsidentin der KMK, Karin Prien, gestellt. Ebenso, wie die Frage, ob es belastbare (von den Gesundheitsämtern gemeldete) Infektionszahlen zu infizierten Schülern und Lehrkräften oder Zahlen zu Schulen als Infektions-Orte gibt. Die Antwort steht noch aus.

Fakt ist (Update gepostet am 30.1.2021):

Es sind in 2020 erheblich weniger Kinder & Jugendliche gestorben, als in den Jahren vorher!

Weiterhin gab es in Vorjahren auch immer mal wieder Monate, wo mehr als im Durchschnitt gestorben sind. Was war da los? Zudem ist die Gesellschaft überaltert und es gibt immer weniger Geburten. Gibt es in der Zukunft immer weniger Kinder? Dafür immer mehr Alte? Damit logischer Weise auch mehr Tote? Was ist, wenn unsere Eltern, die geburtenstarke Jahrgänge der 60er Jahre ins Rentenalter kommen? Ist das Gesundheitssystem dem gewachsen?

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html


Quellen-Angaben:

 

Das Wichtigste zu Schulen in Schleswig-Holstein ab 11. Januar:

  • Es gibt wieder Homeschooling; Schüler:innen sollen erneut in der Distanz lernen
  • Präsenzunterricht in den Schulen gibt es zunächst nicht
  • nur Abschlussjahrgänge dürfen ab Montag (11.1.) Lern- und Vorbereitungsangebote in den Schulen vor Ort
  • Solch ein Unterricht findet in Kleingruppen mit Abstand und Hygienekonzept statt. Es gilt dabei natürlich die Maskenpflicht.
  • Für Schüler:innen von Klasse 1 bis 6 wird es eine Not-Betreuung geben.

Weiteres & Details siehe Website des Bildungsministerium.

Umfrage !!!!!

Wie findest Du Homeshooling / den Fernunterricht? (Du kannst 2 ankreuzen)

View Results

Loading ... Loading ...

Wünscht Du Dir, dass es in Zukunft auch weiterhin einige Dinge in der Schule gibt, die online gehen? (Z.B. Hausaufgaben)

View Results

Loading ... Loading ...

Macht ihr aktiv beim Online-Unterricht mit?

View Results

Loading ... Loading ...

Distanz-Lerntage & Kurse dazu:

Für heute, Donnerstag, und morgen hat das Bildungsministerium zwei Distanzlern-Übungstage angeordnet. Diese Maßnahme hatte sie bereits im November angeordnet, als darüber bundesweit diskutiert wurde, ob die Weihnachtsferien verlängert werden sollten oder nicht. Die Distanz-Lerntage sollen genutzt werden, um Lehrkräfte und Schüler digital weiterzubilden.

Hier gibt es kostenfreie Online-Kurse für Schüler und erwachsene Beginner:

Corona – ein Thema das gerade Alle nervt. Schule? Hat schon immer genervt – aber vielleicht ist Schule besser, als Zuhause festsitzen? Schule in Coronazeiten ist auf jeden Fall kompliziert: Homeschooling bzw Fernuntericht, wochenlanger Schulausfall. Jeder empfindet die Situation anders, und genau deswegen wollen wir von Euch wissen, wie ihr das Ganze seht!

Hier sind 3 Fragen, die du mit Klicks beantwortet kannst.

Wie findest Du Homeshooling / den Fernunterricht? (Du kannst 2 ankreuzen)

View Results

Loading ... Loading ...

Macht ihr aktiv beim Online-Unterricht mit?

View Results

Loading ... Loading ...

Wünscht Du Dir, dass es in Zukunft auch weiterhin einige Dinge in der Schule gibt, die online gehen? (Z.B. Hausaufgaben)

View Results

Loading ... Loading ...

Wenn Du Lust hast, schreib uns gerne auch ein richtiges Kommentar, zu Fragen wie:

  • Hast Du schon einmal in Quarantäne gesessen? Wie war das ggf. für Dich?
  • Wie findest Du Homeschooling / Distanz-Unterricht ? Läuft der bei Dir in der Klasse / Schule?
  • Was vermisst Du besonders, seit Beginn der Corona-Krise?
  • Ist jetzt irgend Etwas besser als sonst?
  • Kannst Du gut damit umgehen, ständig Zuhause zu sitzen? Oder wirst Du dabei depressiv oder aggressiv?
  • Wie findest Du die Situation in der Schule? Mit Lüften? Mund-Nasen-Bedeckung tragen? Abstand halten?
  • und was Euch sonst noch so einfällt.

Entweder hier drunter oder als E-Mail an: redaktion@erkant.de

 

 

Bundeskanzlerin Merkel kündigte am 29.9.20 an, ein 500 Millionen Euro schweres Förderprogramm für Belüftungsanlagen in Schulen locker zu machen. Da ständiges Lüften in Kitas und Schulen im Herbst und Winter aufgrund der geringen Temperaturen und Wetterverhältnisse kaum möglich ist, muss die passende Technik helfen. Diese bietet die schwedische Firma Camfil mit deutscher Niederlassung in Reinfeld an.

Politiker und Virologen halten den Einsatz von Luftreinigern in Schulen für wichtig. Die AHA-Regel soll jetzt entsprechend um zwei Punkte ergänzt werden.

  • AHA bedeutet: Abstand halten – Hygiene beachten – Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen.
  • Hinzu kommen jetzt C wie Corona-Warn-App und L wie Lüften. Dann heißt die Regel: AHACL

Aktuell steigen die Infektions-Zahlen mit jedem Tag mehr. Auch in Reinfeld an der Gemeinschaftsschule, sowie mehreren Schulen in Bad Oldesloe gibt es aktuell Corona-Infizierte und Massentests. Auch die Redakteurin dieses Artikels befindet sich gerade in Corona-Quarantäne, weil es in einer Jahrgangsklasse Infizierte gab.

“Ich habe seit den Sommerferien schon zwei Corona-Tests gemacht. Einmal beim Arzt, wo mir ein Stäbchen erst in den Mund und danach in die Nase gesteckt wurde (ecklig …). Letzte Woche musste unser ganzer Jahrgang zum Massentest vom Gesundheitsamt. Da wurde mir das Stäbchen durch die Nase bis in die Stirn geschoben … Mein Ergebnis war jedesmal negativ, also bin ich nicht krank. Die ganze Klasse ist gesund, aber in Quarantäne.”

Nach den Herbstferien gibt es für 14 Tage wieder eine Maskenpflicht in allen schleswig-holsteiner Schulen für alle ab Klasse 5 (Nachtrag vom 30.09.). Können Masken im Unterricht überhaupt oder genug vor Ansteckungen schützen? Ist für einen sicheren Schulbetrieb nicht eine gesunde und virenfreie Raumluft im Klassenzimmer am besten, um Ansteckungen zu vermeiden?

Die Gefahr liegt in der Raumluft!

Corona-Viren verbreiten sich durch Tröpfchen-Infektionen über luftgetragene Aerosole. Diese Aerosole sind ein Gemisch aus festen und kleinsten flüssigen Schwebeteilchen in einem Gas. Luft / Sauerstoff ist ein Gas. Corona-Viren können sich darin über mehrere Stunden in der Luft halten und im ganzen Raum verteilen. Frischer Sauerstoff, ständiges Lüften hilft, möglichst wenig davon in der Luft zu haben. Aber wie soll das im Winter gehen? Bei Kälte, Regen und Schnee?

Das Infektionsrisiko im Klassenzimmer sinkt, wenn stationäre Luftreiniger mit integrierten Hochleistungsfiltern aufgestellt werden.

Um die Sicherheit von Schülern und Lehrern zu erhöhen und das Risiko der Virusausbreitung zu verringern, hat die Firma Camfil aus Reinfeld Luftreiniger aus der City Serie für diesen Einsatz weiterentwickelt. Damit kann die Raumluft in jeder Stunde 6-fach komplett gereinigt werden. Die in den Aerosolen befindlichen Viren werden über die Hochleistungsfilter (HEPA Filter, H14) herausgefiltert. Stören tun die auch nicht, denn die Luftreiniger sind  leise, da sie speziell für den Einsatz in Büro- oder Klassenräume konzipiert worden sind.

Gute Luft, gutes Lernen. Gesunde Raumluft im Klassenzimmer durch Filter

Seit über einem halben Jahrhundert sorgt die Firma Camfil als marktführendes Unternehmen für eine saubere Innenraumluft für Menschen, Umwelt und Prozesse. Mit ihren HEPA-Luftreinigern wird die Innenraumluft gereinigt und von Aerosolen und Viren befreit – so bieten sie Schutz vor COVID-19 und natürlich auch vor anderen Infektionsrisiken.

“Ich sehe einen großen Vorteil durch diese Luftreiniger gegenüber Masken im Unterricht. Die in Masken entstehenden Bakterien und Pilze können ja auch die Gesundheit gefährden und frische Lust ist zudem elementar wichtig, um Lungenentzündungen vorzubeugen.” meint der Coach von erKant.


Die Investition in solche Luftreiniger lohnt sich, denn die Geräte können viele Jahr lang in Grippenzeiten dafür sorgen, dass Raumluft sauber bleibt! Fakten & Daten zu der Camfil City Serie für Schulen (Herstellerinfo):

Der Luftreiniger City M für eine gesunde und virenfreie Raumluft im Klassenzimmer.  Quelle: “obs/Camfil GmbH”

  • mobiles Luftreinigungssystem mit geringem Geräuschpegel – speziell für den Einsatz in Büro- oder Klassenräume konzipiert
  • 2-stufiges Filtersystem mit Hochleistungsfilter H14 und Molekularfilter gegen Gerüche
  • Reduziert luftgetragene Allergene und ansteckende Viren und Bakterien
  • Erhöht die Konzentration und bringt mehr produktive Energie durch eine verbesserte Umgebungsluft
  • Nach DIN EN 1822 getestete HEPA Filter mit einer Abscheideleistung von 99,995 %
  • Plug-and-Play-Einheit für einen einfachen Einsatz

In einer Schule in Bad Oldesloe soll es (laut einer Presse-Info von Camfil) in den Klassenräumen eine Partikel-Reduzierung von circa 90 % – 95 % geben. Das, während 33 Schüler und 2 Lehrkräfte anwesend waren. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Weitere Informationen über Camfil und deren Produkte gibt es auf deren Website sowie in einem Berufetag-Artikel von erKant.de.

Die Messergebnisse am Beispiel einer Partikelmessung in einem Klassenzimmer einer Schule in Bad Oldesloe. Quelle: obs/Camfil GmbH”


Presse-Info: https://www.presseportal.de/pm/148448/4713978