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Nach zweijähriger Amtszeit wird im November 2021 der dreizehnte Kinder- und Jugendbeirat seit 1996 gewählt. Zum dritten Mal wählen dann Kommunen in Schleswig-Holstein ihre Kinder- und Jugendvertretungen im gleichen Zeitraum.

Die Auftaktveranstaltung zur #LaWa_SH, so der Arbeitstitel der landesweiten Wahlen, fand bereits am 20. August 2021 in Neumünster statt. Sozialminister Heiner Garg hat den aktuell amtierenden Beiratsmitgliedern für ihr aktives Engagement gedankt und ermuntert die Wahlberechtigen, sich als Kandidat*in zu bewerben, in jedem Fall aber, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Auch der Ministerpräsident Daniel Günther hat in seiner Videobotschaft die herzliche Bitte an die jungen Menschen in Schleswig-Holstein gerichtet, als Sprachrohr ihrer Generation in Kinder- und Jugendvertretungen mitzuwirken und so vor Ort in der eigenen Kommune die Interessen zu vertreten.

In der Stadt Reinfeld gibt es dieses Mal 1.151 wahlberechtigte Kinder und Jugendliche von 8- 23 Jahren. Sie alle erhalten in diesen Tagen Post. In jedem Umschlag liegt ein Flyer über die bevorstehende Wahl bei, ebenso eine Bewerbung zur Kandidatur, mit dem sich die Empfänger zur Wahl stellen können. Sowohl die Infos als auch das Kandidatenblatt stehen für Jugendliche, die den Zettel verlegt haben, demnächst auch zum Download auf der städtischen Homepage www.reinfeld.de bereit oder können bei der Wahlleiterin Katrin von Schmude-Göhlert angefordert werden.

Der amtierende Kinder- und Jugendbeirat wird sich noch in den Reinfelder Schulen den wahlberechtigten Schülern vorstellen und über die Kandidatur und den Ablauf der Wahl aufklären. Auf dem Foto: Cosima, Laura, Lucy, Elisabeth, Tammo; unten: Michail, Mara

Bis zum 22. September sollten mindestens 8 Bewerbungen ausgefüllt bei der Stadtverwaltung oder im Jugendtreff eingehen, damit eine Wahl stattfinden kann. Bei 7 oder weniger Bewerbungen würden die Bewerber automatisch als Mitglieder des Beirates benannt werden. Einen neuen KJB wird es also in jedem Fall geben.

Das Mitwirken lohnt sich!

Eine Mitwirkung in dem Gremium lohnt sich für Kinder und Jugendliche und auch für die Verwaltung und die Politik, denn so kann gemeinsam die Stadt noch kinderfreundlicher gestaltet werden. Der aktuelle Beirat wurde durch Corona in den Aktivitäten eingeschränkt, hat aber beispielsweise gleich zu Beginn des Lockdowns durch Aushänge an Spielplätzen ‚Tipps für Familien‘ angefertigt. Auch die Sitzungen haben weiterhin regelmäßig online stattgefunden. So wurde dort die Öffnung der Badestelle diskutiert, über Spielplätze beraten, eine neue Person für das Ehrenamt als Kinderbeauftrage/r gesucht und vorsichtig werden nun noch Veranstaltungen geplant und die bevorstehende Wahl vorbereitet.

Aktuell ist der KJB auch mit konzeptionellen Überlegungen zum Bürgerzentrum befasst, wie dort weitgehend unabhängige Jugendräume entstehen können und welche Kooperationen ein Gelingen ermöglichen.

Fragen an die KJB-Mitglieder können per E-Mail an kjb@reinfeld.de gestellt werden oder über deren Instagram-Account kjb_reinfeld. Zur Durchführung der Wahl ist Katrin von Schmude-Göhlert im Reinfelder Jugendtreff ansprechbar und steht telefonisch unter 04533-2001525 oder per E-Mail jugendpflege@stadt-reinfeld.de zur Verfügung.

Für weitere Informationen:

KJB_Kandidatur_2021

KJB_Flyer_Wahlinfos_2021_farbig

 

Das Jahr 2020 wurde von Corona, den Infektions-Zahlen und Maßnahmen dazu beherrscht. Lockdows und Schulschließungen mit Homeschooling beziehungsweise Distanz-Lernen forderten insbesondere Schüler:innen sowie ihre Lehrkräfte und Eltern heraus. Wie lief das so? Wie sehen die Folgen von all dem aus? Mussten und müssen solche drastischen Maßnahmen tatsächlich sein?

Immer öfter Medien nutzen, Netflix gucken, digitale Gruppenchats, im Internet surfen und Zuhause sitzen. Frust und Angst, Einsamkeit und Depressionen, arbeitslose und besorgte Eltern, einsame Omas und Opas, geschlossene Geschäfte und Freizeit-Aktivitäten, kein Sportangebot und eine Pleitewelle von Firmen, die im Anrollen ist – was macht das mit uns? Was machen Corona und die Kita- und Schulschließungen mit Kindern und Jugendlichen? Haben wir ein Jahr unseres Lebens einfach verpasst?

Digitalisierung? Homeschooling war herausfordernd!

Im Interview befragten wir eine Schülerin aus Schleswig-Holstein. Ihr Name bleibt anonym.

Wie lief das Corona-Schuljahr so bei Dir?

“Die schlimmste Phase war der Anfang! Im März und April saßen wir plötzlich alle Zuhause; sogar Spielplätze waren gesperrt; wir durften unsere Freunde nicht mehr treffen – bei wochenlang bestem Wetter waren wir quasi eingesperrt. Homeschooling? Bei uns gab es anfangs fast nichts zu tun; die wenigen Aufgaben wurden uns per E-Mail zugestellt, was schnell völlig unübersichtlich war. Videokonferenzen gab es noch nicht. Ich weiß von Freunden, dass es bei denen anders lief – es gab auch Schulen, die richtig viele Aufgaben gestellt haben. Die hatten aber auch schon vor Corona ein Lern-Management-System.”

Wie fühltest Du Dich dabei?

“Ich war mies drauf, weil ich nichts zu tun hatte und es keinen strukturierten Tagesablauf mehr gab. Ich saß immer mehr am PC … Zum Glück war ich wenigstens nicht alleine, da meine Mutter sowieso meistens im Homeoffice arbeitet.”

Wurde es nach den Sommerferien besser?

“Erst mal hatten wir ja ein paar Wochen Präsenzunterricht – das war gut, schön, wieder Alle zu sehen! Vor den Herbstferien saß dann aber unser ganzer Jahrgang zum ersten Mal 14 Tage in Quarantäne – weil es zwei Fälle in einer Klasse gab, die wir überhaupt nicht kennen. Da sollten wir MS-Teams benutzen, was aber bei uns gegen den Datenschutz verstößt. Darüber habe ich mich mega aufgeregt – warum? K.A. Aufgaben bekamen wir trotzdem wieder meistens per E-Mail. Videokonferenzen wurden versucht, klappten aber Lehrerseitig überhaupt nicht! Die kriegten das nicht hin … Viele Klassenkameraden hatten überhaupt keinen Bock mehr … Es wurde dann nach und nach Moodle als Lern-Management-System für die Klassen eingerichtet. Das funktionierte dann auch mit der Zeit. Es wurden mehrere Online-Konferenz-Tools getestet: MS-Teams, BigBlueButton, Jitsi und am Ende dann WebEx. Nur damit waren die Internet-Verbindungen seitens der Schule stabil genug.”

Unsere 1. Schulwoche begann schon am 4. Januar. In dieser klappte es dann endlich mit dem Homeschooling! Jetzt loggten wir uns morgens in die Videokonferenz ein und waren dann auch stundenlang gemeinsam digital am Arbeiten – mit viel mehr Freiraum als in der Schule.

“Da ich in einer Abschlussklasse bin, das in Schleswig-Holstein, kann ich nun seit Montag, 11. Januar, wieder in die Schule gehen. Unsere Klasse ist auf zwei Räume aufgeteilt; die Lehrer müssen dann immer wechseln. Aber die sind mehr bei der Gruppe der Lernschwächeren; wir Anderen haben viel mehr Freiraum und weniger Stress – gefällt mir gut! Bloß das Maske-Tragen nervt schon auf Dauer.”

Covid19 Schnelltest, Antigen-Test, Mast Diagnostica

Warst Du auch in Quarantäne? Wurdest Du getestet?

“Meine Klasse war zwischen Sommer und Weihnachten zweimal in Quarantäne, weil es Infektionen in Parallelklassen gab. Corona-Tests? Ich war bei Massentests vom Gesundheitsamt; habe mehr als 20 Corona-Tests gemacht, weil ich zwischendurch wegen einer Reha-Maßnahme im Krankenhaus war. Und obwohl ich und andere Jugendliche zum Beispiel mit einer infizierten Therapeutin eng zusammen in einem Raum waren, sind wir alle NICHT angesteckt worden!”

Wie war das Corona-Jahr so zusammenfassend?

“Selbst die Sommerferien waren ja nicht wie sonst … Langweilig. Überall war die Polizei unterwegs und hat geguckt, ob sich nicht zuviele Leute gleichzeitig treffen. Zum Beispiel bei unserer Skater-Bahn oder an der Promenade am See – das war ja so, als hätten wir was Schlimmes gemacht!

Meine beste Zeit des Jahres war die Reha im November, denn da war ich – trotz Corona – von morgens bis abends mit 8-12 anderen Jugendlichen zusammen. Ansonsten? Zuhausebleiben und Homeschooling haben auch Vorteile – aber zu wenige! Tatsächlich ist 2020 gefühlt wirklich ein verlorenes Jahr und tat mir nicht gut. Ich fühle mich oft einsam, habe ein paar Kilo zugenommen und Rückenschmerzen – vom vielen Sitzen denke ich.”

Hier mitmachen!

Wie findest Du Homeschooling? Mach mit bei unserer kleinen Umfrage dazu!


Diese 94-jährige aus Reinfeld haben wir “erwischt”, wie sie  im Laden sitzt und liest – mit Maske unter der Nase. Liebe Omi, das ist nicht gut!

Was wünscht Du Dir in der aktuellen Situation?

“Homeschooling funktioniert jetzt, aber ich möchte Menschen treffen und deshalb wieder in die Schule gehen. Ich brauche keine Partys, bin gar nicht so der Typ dafür. Aber ich möchte wenigstens meine engsten Freunde treffen können – aber wo? Ist ja alles geschlossen und verboten ist es auch.

Und ich wünsche mir, dass meine Großeltern gesund bleiben und vernünftiger werden – die passen nämlich viel weniger auf sich auf, als meine Mutter und ich! Die glauben, eine Maske schützt sie ausreichend vor Ansteckung; sie bezahlen immer noch mit Bargeld, desinfizieren Einkaufswagen nicht und so was. Viele Jugendliche wirken vernünftiger und halten sich eher an die AHA-Regeln als Rentner!”


Ein gemeinsamer Appell von Kinder- und Jugendärzt/inn/en und Lehrkräften lautet ähnlich:

“Schulen sollen zu sicheren Orten für Schüler und Lehrkräfte gemacht werden, Schulschließungen vermieden und die Lebenschancen von Kindern bewahrt werden!”

Dazu sagte der Generalsekretär der DAKJ Hans-Iko Huppertz: „Schule und Bildung gehören zu den Grundbedürfnissen der Kinder. Schulschließung bedeutet auch nachteilige Auswirkungen auf die psychosoziale und motorische Entwicklung, Kindeswohlgefährdung, Benachteiligung sozial Schwächerer, Gefährdung von Kindern mit besonderen Bedarfen und aktuelle Beeinträchtigung der Gesundheit der Kinder und Jugendlichen.“

Und dass der Generalsekretär das sagt, hat seinen Grund …

Auf Kinder & Jugendliche haben Lockdowns negative Auswirkungen!

Die interviewte Schülerin erzählte von persönlichen Eindrücken. Das UKE Hamburg hat in einer COPSY-Studie, die von Wissenschaftler:innen Deutschlandweit durchgeführt wurde, dagegen objektiv herausgefunden:

“Die Kinder und Jugendlichen erleben während der Krise vermehrt psychische und psychosomatische Probleme:

  • Das Risiko für psychische Auffälligkeiten steigt von rund 18 Prozent vor Corona auf 31 Prozent während der Krise.
  • Die Kinder und Jugendlichen machen sich mehr Sorgen und zeigen häufiger Auffälligkeiten wie
    • Hyperaktivität (24 Prozent),
    • emotionale Probleme (21 Prozent)
    • und Verhaltensprobleme (19 Prozent).
    • Auch psychosomatische Beschwerden treten während der Corona-Krise vermehrt auf.
    • Neben Gereiztheit (54 Prozent) und
    • Einschlafproblemen (44 Prozent) sind das beispielsweise
    • Kopf- und Bauchschmerzen (40 bzw. 31 Prozent).”

Auch die Gewalt in Familien hat zugenommen!

Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Baumann

Menno Baumann, Professor für Intensivpädagogik an der Fliedner-Fachhochschule Düsseldorf fordert in seinem aktuellen Beitrag u.a.:

“… Es ist eine gemeinsame Aufgabe, zwar Respekt vor den Folgen einer exponentiellen Ausbreitung der Krankheit zu schaffen, gleichzeitig aber auch Ängste zu reduzieren …

… Angst ist einer der wichtigsten Gewalttrigger überhaupt, und so wäre eine schnelle Absicherung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Familien ein hilfreicher Faktor zur Eskalations-Vermeidung…”

Auch eine RKI-Studie spricht von gehäufter Aggression & Gewalt!

“Schließungen der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen und der damit einhergehende Verlust der gewohnten Tagesstruktur, Kontaktabbrüche und dem eigenständigen Lernen zu Hause stellten erhebliche Herausforderungen für betroffene Kinder und deren Familien dar. Räumliche Enge und fehlende Ausweichmöglichkeiten während der Eindämmungs-Maßnahmen konnten außerdem zu erhöhtem familiärem Stress und gehäufter familiärer Aggression sowie zu häuslicher Gewalt führen.”

Der abschließende Rat lautete: “Bei möglichen zukünftigen Pandemien oder weiteren Wellen der COVID-19-Pandemie sollten die Bedürfnisse von Heranwachsenden und deren Familien während der Eindämmungs-Maßnahmen stärker berücksichtigt werden!” (Quelle:  siehe unten).

Dieses RKI-Zitat stammt aus August 2020.

Warum wurde und wird das bei der aktuellen “Welle” nicht berücksichtigt?


Übrigens: Ob Kita- & Schul-Schließungen wirklich sein müssen, ist unklar.

Wieviele Infektionen es in Schulen gab, weiß niemand genau! In den Weihnachtsferien recherchierte die Redaktion nach Zahlen über Infektions-Orte; insbesondere interessierte uns, ob Schulen tatsächlich Orte sind, wo sich Viele anstecken. Die Recherchen ergaben: Das weiß anscheinend niemand!

Beim RKI stellte erkant.de Presse-Anfragen; die Antworten ließen aber jede Menge Fragen offen. Am Ende hieß es: “Mehr können wir Ihnen dazu nicht antworten”. Doch hinter einen Link, der zugesendet wurde, befand sich eine Tabelle mit Zahlen zu Infektions-Orten. Überraschend:

Beim RKI werden Schulen als Infektions-Orte NICHT erfasst! Anderswo gibt es auch keine bundesweit zentral erfassten Daten.

Entsprechend schrieb die Redaktion der Presse-Abteilung der KMK (Kultusministerkonferenz) an. Auch dort gibt es keine genauen Zahlen, die zeigen, ob sich in Schulen viele Menschen infizieren oder nicht. Es werden zwar Zahlen bei den 16 Bildungsministerien eingesammelt, aber die sagen nur aus, wieviele Schüler (m/w/d) und Lehrkräfte möglicherweise mit Corona infiziert waren. Es wurde erkant.de mitgeteilt:  “Das Erkenntnis-Interesse bei den Erhebungen der Länder ist vordergründig kein infektions-medizinisches, sondern ein primär unterrichts-organisatorisches.” – Was auch immer das heißen soll.

Auch beim Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin fragte die Redaktion nach. Die Antwort war: “Die von Ihnen angefragten Zahlen werden in den Ländern erhoben und ausgewertet. Wenn selbst die KMK keine belastbaren Zahlen hat, würde ich Ihnen raten, die Länder selbst zu kontaktieren. Das BMBF führt hierzu keine Statistik.”

Zusammenfassend heißt das: Ob Schulen nun ein maßgeblicher Infektionsort sind oder nicht, konnte nicht herausgefunden werden. Allerdings ist z.B. bei QUARKS zu lesen, dass nach aktueller Datenlage Kinder und Jugendliche NICHT als größter Anheizer der Pandemie gelten.

Frage ist auch: Wie entstehen ohne Fakten, ohne statistisch erhobene, zentral zusammengefasste und öffentlich gemachte Zahlen, die Empfehlungen für das Bildungssystem? Und was bedeutet ist es, theoretisch / laut Testergebnis aus dem Labor, mit CoVid19 infiziert zu sein?

Gerade Kinder und Jugendliche sind meistens überhaupt nicht krank, zeigen keinerlei Beschwerden. Wieso leben sie dennoch Zuhause wie eingesperrt? Wochen- und Monatelang? Immer wieder?

Nachtrag der Redaktion vom 15. Januar: Die KMK hat, wie andere Medien berichteten, Mitte Dezember eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben. Und: Die ersten Bundesländer haben jetzt, Mitte Januar 2021, Infektionszahlen veröffentlicht. Diese sind, wenn Daten aus allen Bundesländern vorliegen, natürlich mit anderen Infektionsorten zu vergleichen bzw. ins Verhältnis zu setzen.


Fakt ist laut RKI allerdings:

Alten- und Senioren-Einrichtungen sind mit Abstand die am häufigsten betroffenen Infektions-Orte (siehe Tabelle / Diagram) – leider wohnen dort ausschließlich Risikopatienten.

Wie sollten Lockdowns den Senioren helfen können? Warum müssen dann Kitas & Schulen, in Bundesländern mit verhältnismäßig kleinem Infektions-Geschehen, so oft und lange geschlossen bleiben? Gibt es keine anderen Maßnahmen, die genau dort helfen können, wo die Not am größten ist? In Alten- und Senioren-Einrichtungen?

Diese Fragen haben wir nunmehr der Bildungsministerin von SH und 1. Vizepräsidentin der KMK, Karin Prien, gestellt. Ebenso, wie die Frage, ob es belastbare (von den Gesundheitsämtern gemeldete) Infektionszahlen zu infizierten Schülern und Lehrkräften oder Zahlen zu Schulen als Infektions-Orte gibt. Die Antwort steht noch aus.

Fakt ist (Update gepostet am 30.1.2021):

Es sind in 2020 erheblich weniger Kinder & Jugendliche gestorben, als in den Jahren vorher!

Weiterhin gab es in Vorjahren auch immer mal wieder Monate, wo mehr als im Durchschnitt gestorben sind. Was war da los? Zudem ist die Gesellschaft überaltert und es gibt immer weniger Geburten. Gibt es in der Zukunft immer weniger Kinder? Dafür immer mehr Alte? Damit logischer Weise auch mehr Tote? Was ist, wenn unsere Eltern, die geburtenstarke Jahrgänge der 60er Jahre ins Rentenalter kommen? Ist das Gesundheitssystem dem gewachsen?

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html


Quellen-Angaben:

 

In Deutschland leben immer mehr Kinder in Armut! Deshalb gehen in Stormarn wieder “Fähnchen” auf Tour und zeigen in Bargteheide, Bad Oldesloe, Reinfeld und Trittau, wie viele Kinder dort jeweils in Armut leben.

7.108 blaue Fähnchen wurden insgesamt in Stormarn gesteckt – stellvertretend für jedes arme Kind ein Fähnchen.

Update vom 26.9.: In Reinfeld fand die Aktion heute ab 9:00 Uhr im Park Neuhöfer Teich an der Paul-von-Schönaich-Straße statt. Laut dem Armutsatlas gibt es hier aktuell 339 arme Kinder. Verteilt wurden die Fähnchen von Erstklässlern der Matthias-Claudius-Schule in Begleitung ihrer Lehrer und Schulsozialpädagogin. Vor Ort waren auch Birgitt Zabel vom Kinderschutzbund und Bürgervorsteher Gerd Herrmann.

Die Fähnchen-Aktion wird im Rahmen der Stormarner Kindertage durchgeführt. Diese sind eine Initiative Stormarner Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Die Koordination liegt beim Kinderschutzbund Kreisverband Stormarn e.V.

“Ich habe mal von Hartz4 gelebt; wir konnten nicht mal Kleidung kaufen oder irgendwas Spannendes in der Freizeit machen! Können denn Kinder nicht endlich mehr Hilfe bekommen?” meinte ein Jugendlicher aus Reinfeld (Name der Redaktion bekannt).

Würden Städte und Gemeinden im Kreis Stormarn etwas gegen Kinderarmut tun und z.B. die Teilhabe fördern,  dadurch, dass sie Freizeit-, Sport- oder Musikangebote wirklich kostenfrei zur Verfügung stellen, wäre das schon mal gut.. Auch der Eintritt in ein Schwimmbad und das Ferienprogramm für Kinder, die nicht in den Urlaub fahren, sollte grundsätzlich kostenfrei sein – fordert der Kinderschutzbund Stormarn.

Sind Dir diese Begriffe vertraut?


Umfrage, wie stehts bei dir mit dem Geld?

Lebst du selbst in Armut? Zum Beispiel von Hartz ?

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So sieht es in der Zukunft aus (weitere Infos vom Kinderschutzbund):

Es ist festzustellen, dass das Thema der armen Kinder langsam zu Veränderungen und Verbesserungen führt. Hier ist das neue Starke-Familien-Gesetz der Bundesregierung zu nennen, dass leichte Verbesserungen für Kinder armer Familien auf den Weg gebracht hat. Von den wichtigsten Änderungen zum Kinderzuschlag profitieren Familien mit kleinem Einkommen.

Veränderungen gibt es beim sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket (BuT), das allen Familien mit wenig Geld nützt: Schulkinder erhalten zukünftig 150 Euro anstatt 100 Euro jährlich für Schulmaterial, Ranzen, Taschenrechner, Sportzeug etc. Nach eigenen Angaben geben Eltern allerdings in der Regel mindestens 400 Euro im Jahr für Schulsachen aus, in Einzelfällen sogar noch deutlich mehr. Ein warmes Mittagessen gibt es ab sofort ohne Zuzahlung und auch die Beförderung zur Schule ist ab sofort

 

Lilly, Maja und Angelina aus der 6b haben in der Projektwoche vom 4. bis 8. Juni das Projekt “Malen, Zeichnen, Designen” organisiert.

Dabei haben sie von der ersten bis zur vierten Stunde im Kunstraum 3 kreative Arbeiten angeleitet (z.B. T-Shirts designen, zeichnen, basteln, …). Die drei Schülerinnen haben sich dafür entschieden, dieses Projekt zu organisieren, da sie im letzten Jahr noch zu jung waren und es gerne einmal ausprobieren wollten, erzählten sie.

von: Finja und Lieselotte

Auch in diesem Jahr fand an unserer Schule eine Projektwoche statt, in der die Schüler eigene Projekte leiten und organisieren. Es gab Projekte zu verschiedensten Themen: z.B. Sport, Kunst, Backen und Theater.

Das Projekt “Do-It-Yourself” wird von vier Schülerinnen aus dem 11. Jahrgang organisiert und geleitet. Schülerinnen und Schüler aus dem 5. und 6. Jahrgang nehmen daran teil und treffen sich immer zur ersten Stunde im Kunstraum. Der Kostenbeitrag betrug 5€ für die Materialien.

Bei viel Spaß tolle Dekoration basteln

Am Montag haben sich erst einmal alle bei lustigen Kennlernspielen kennengelernt. Anschließend haben die Teilnehmer eigene Bastelbücher gebastelt, in denen sie im Laufe der Woche alle Bastelanleitungen sammeln konnten.

Schlüsselanhänger aus Schrumpfpapier

Nach den Vorbereitungen für den weiteren Verlauf der Woche haben sie angefangen, Schlüsselanhänger aus Schrumpfpapier zu gestalten. Dafür zeichneten sie ein Motiv ihrer Wahl auf das Schrumpfpapier. Je nach Belieben konnten die Schüler den Anhänger als Bilderrahmen gestalten oder das Motiv komplett ausschneiden. Um die Schlüsselanhänger fertig zu stellen, nahmen die Projektleiterinnen das fertig bemalte Schrumpfpapier mit nach Hause, um es im Ofen zu backen, wobei es auf ein Viertel seiner vorherigen Größe zusammenschrumpfte.

Knetseife

Für die Knetseife gibt es ein ganz einfaches Rezept: Man vermischt 1EL Stärke mit 1TL Duschgel und 1TL Olivenöl und knetet die Masse, bis sie eine gute Konsistenz hat. Wenn es zu flüssig ist, kann man noch Stärke hinzugeben, wenn es bröselt, Öl oder Duschgel.

Freundschaftsarmbänder

Am Dienstag haben die Schüler Freundschaftsarmbänder geknüpft. Dazu konnten sie sich nach Belieben Wolle aussuchen, mit der sie nach Anleitung verschiedene Muster geknotet haben.

Jutebeutel

Am Mittwoch konnten die Teilnehmer eigene Jutebeutel gestalten, indem sie die Beutel mit Sprüchen oder Bildern bemalten. Dieses wurde hinterher über gebügelt, damit die Farbe beim Waschen nicht verläuft.

Windlichter, Lampions, Lipbalm und 3D-Postkarten

In den folgenden Tagen werden die Projektleiterinnen mit den Teilnehmern noch Windlichter, Lampions und 3D-Postkarten gestalten, sowie Lipbalm herstellen.

 

Zur Auflockerung wurden zwischendurch immer mal wieder Spiele eingebaut.

 

Zusammenfassend sagen die Teilnehmer, dass das Projekt ein voller Erfolg mit viel Spaß war.

 

von: Finja und Lieselotte

Der KJB 2015, Foto: Urheber Uwe Krog / LN (mit freundl. Genehmigung)

Rund 1400 Wahlberechtigte dürfen ab Mitte November 2017 per Briefwahl abstimmen (Post dazu ist schon versendet worden). Am 27. November 2017 werden dann die 7 Mitglieder des neuen Kinder- und Jugendbeirates für die nächsten 2 Jahre feststehen. Den Vorsitz haben derzeit noch Annika Weise und Hannah Löchel.

Was ist ein KJB?

Kinder- und Jugendbeiräte (KJB/KiJuB) können sich an Entscheidungen und Prozessen einer Kommune bzw. Gemeinde (hier: Stadt Reinfeld) beteiligen. Ob eine Gemeinde KJB´s im eigenen Wirkungskreis einrichtet, kann sie selbst entscheiden. In Schleswig-Holstein, dem Vorreiter, regelt § 47 f der Gemeindeordnung das Verfahren. Die Kinder und Jugendbeiräte sind politische Gremien und bestehen aus gewählten Vertretern der Kinder und Jugendlichen der Kommune. (Quelle: Wikipedia)

In der Gemeinde Reinfeld gibt es seit 1996 einen Kinder- und Jugendbeirat.

Er wird in Reinfeld schon zum 11. Mal gewählt. Die Wahl der Kinder- und Jugendvertretungen findet in diesem Jahr erstmals zeitgleich in 26 Kommunen in Schleswig-Holstein statt. Hier stehen die Kontaktdaten, etc vom Reinfelder KJB.

Zukünftige Themen des KJB in Reinfeld

Neben der Fortführung des Spielplatzprojektes, sind auch die Durchführung von Stormini 2018 und die Sicherheit von Schulwegen wichtig. Themen sind z.B. auch die Erweiterung von Ferienpass-Angeboten, Sauberkeit, Umweltschutz, Graffiti-Flächen, längere Buss-Fahrzeiten, Verbesserung der Skate-Anlage, mehr Freizeitangebote, ein weiterer Jugendtreff, etc.

15 Kandidaten stehen zur Wahl!

„Die Kandidatensuche war erfolgreich!“ sagt die Jugendpflegerin und Wahlleiterin Katrin Göhlert. Der Wahlausschuss hat 15 Bewerber zwischen 9 und 22 Jahren zur Wahl im November zugelassen. In alphabethischer Reihenfolge sind das:

  • Tammo Hartwig (12)
  • Madita Sophie Heinisch (13)
  • Ruben Janys (12)
  • Angelina John (13)
  • Hannah Löchel (15)
  • Merle Nissen (12)
  • Raphael Röhrs (22)
  • Michail Schneider (9)
  • Florian Scholz (13)
  • Luise Scholz (11)
  • Maximilian Schulz (13)
  • Tabea Thissen (12)
  • Anna Carlotta Tomaszewski (9)
  • Annika Weise (19)
  • und Conny Wenzel (12)

Schau Dir hier gerne die Kandidaten an (pdf) – klick hier drauf.