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Nach zweijähriger Amtszeit wird im November 2021 der dreizehnte Kinder- und Jugendbeirat seit 1996 gewählt. Zum dritten Mal wählen dann Kommunen in Schleswig-Holstein ihre Kinder- und Jugendvertretungen im gleichen Zeitraum.

Die Auftaktveranstaltung zur #LaWa_SH, so der Arbeitstitel der landesweiten Wahlen, fand bereits am 20. August 2021 in Neumünster statt. Sozialminister Heiner Garg hat den aktuell amtierenden Beiratsmitgliedern für ihr aktives Engagement gedankt und ermuntert die Wahlberechtigen, sich als Kandidat*in zu bewerben, in jedem Fall aber, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Auch der Ministerpräsident Daniel Günther hat in seiner Videobotschaft die herzliche Bitte an die jungen Menschen in Schleswig-Holstein gerichtet, als Sprachrohr ihrer Generation in Kinder- und Jugendvertretungen mitzuwirken und so vor Ort in der eigenen Kommune die Interessen zu vertreten.

In der Stadt Reinfeld gibt es dieses Mal 1.151 wahlberechtigte Kinder und Jugendliche von 8- 23 Jahren. Sie alle erhalten in diesen Tagen Post. In jedem Umschlag liegt ein Flyer über die bevorstehende Wahl bei, ebenso eine Bewerbung zur Kandidatur, mit dem sich die Empfänger zur Wahl stellen können. Sowohl die Infos als auch das Kandidatenblatt stehen für Jugendliche, die den Zettel verlegt haben, demnächst auch zum Download auf der städtischen Homepage www.reinfeld.de bereit oder können bei der Wahlleiterin Katrin von Schmude-Göhlert angefordert werden.

Der amtierende Kinder- und Jugendbeirat wird sich noch in den Reinfelder Schulen den wahlberechtigten Schülern vorstellen und über die Kandidatur und den Ablauf der Wahl aufklären. Auf dem Foto: Cosima, Laura, Lucy, Elisabeth, Tammo; unten: Michail, Mara

Bis zum 22. September sollten mindestens 8 Bewerbungen ausgefüllt bei der Stadtverwaltung oder im Jugendtreff eingehen, damit eine Wahl stattfinden kann. Bei 7 oder weniger Bewerbungen würden die Bewerber automatisch als Mitglieder des Beirates benannt werden. Einen neuen KJB wird es also in jedem Fall geben.

Das Mitwirken lohnt sich!

Eine Mitwirkung in dem Gremium lohnt sich für Kinder und Jugendliche und auch für die Verwaltung und die Politik, denn so kann gemeinsam die Stadt noch kinderfreundlicher gestaltet werden. Der aktuelle Beirat wurde durch Corona in den Aktivitäten eingeschränkt, hat aber beispielsweise gleich zu Beginn des Lockdowns durch Aushänge an Spielplätzen ‚Tipps für Familien‘ angefertigt. Auch die Sitzungen haben weiterhin regelmäßig online stattgefunden. So wurde dort die Öffnung der Badestelle diskutiert, über Spielplätze beraten, eine neue Person für das Ehrenamt als Kinderbeauftrage/r gesucht und vorsichtig werden nun noch Veranstaltungen geplant und die bevorstehende Wahl vorbereitet.

Aktuell ist der KJB auch mit konzeptionellen Überlegungen zum Bürgerzentrum befasst, wie dort weitgehend unabhängige Jugendräume entstehen können und welche Kooperationen ein Gelingen ermöglichen.

Fragen an die KJB-Mitglieder können per E-Mail an kjb@reinfeld.de gestellt werden oder über deren Instagram-Account kjb_reinfeld. Zur Durchführung der Wahl ist Katrin von Schmude-Göhlert im Reinfelder Jugendtreff ansprechbar und steht telefonisch unter 04533-2001525 oder per E-Mail jugendpflege@stadt-reinfeld.de zur Verfügung.

Für weitere Informationen:

KJB_Kandidatur_2021

KJB_Flyer_Wahlinfos_2021_farbig

 

In den Herbstferien wird es in Reinfeld die erste kostenfreie Jugend-Kunst-Werkstatt geben. An 5 Tagen, verteilt über 2 Wochen, produzieren Jugendliche eine digitale sowie lokale Kunst-Ausstellung und können sich in verschiedenen bildenden und digitalen Künsten ausprobieren (Zeichnen, Malen, Fotografieren, Audio, Video, WebDesign). Das im neuen Kunstatelier im AlfaPark und dem Redaktionsbüro von erkant.de

Die Teilnehmer, Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren (etwas Jüngere sind auch willkommen) wählen sich selbst ein Kunstthema unter den 17 Nachhaltigkeitszielen aus. Es wurde bereits der Wunsch geäußert, sich mit Geschlechtergleichheit / -gerechtigkeit, -Identität auseinanderzusetzen.

Für Teilnehmer ist das komplett kostenfrei! Es gibt sogar Essen und Getränke umsonst.

Organisiert wird die Projektwoche vom sii-kids & -talents e.V. Reinfeld und durch Kultur.Macht.Stark-Fördermittel möglich (siehe Logoleiste unten).

Zur Anmeldung auf dem Event- & Kursportal Kijuaa.de geht es hier. Fragen sind zu richten an: s.braun-speck@sii-kids.de

Die Teilnehmer können dann mit dem Material ihrer Wahl zeichnen und malen, sowie fotografieren, bauen/werken – was immer sie möchten! Dazu steht ihnen ein 80 qm voll ausgestattetes Atelier sowie ein Konferenzraum (Redaktionsbüro von erkant.de) zur freien Entfaltung zur Verfügung, sowie eine Künstlerin als Referentin.

Zwischendurch werden fertig gestaltete Kunstwerke digital aufbereitet (fotografiert, gefilmt, betextet) und auf einem Online-Portal in einer digitalen Ausstellung gezeigt. Dabei unterstützt eine Referentin für digitale Bildung. Am Ende der Woche gibt es (je FW) im Atelier eine lokale Kunst-Ausstellung, welche die Jugendlichen bestenfalls selbst organisieren!

Das Ganze ist durch öffentliche Fördermittel kostenfrei!

Finanziert wird die JugendKunstWerkstatt Reinfeld durch KulturMachtStark-Mittel des Bundes bzw. dem BUNDESVERBAND SOZIOLKULTUR e.V. (siehe Logo-Leiste und weitere Infos unten). Doch Veranstalter und Organisator ist der Verein sii-kids & -talents e.V.; welcher für die Mittelbeantragung ein “Bündnis für Bildung” mit drei weiteren Partnern gründete.

“Wir haben über das Bundesprogramm “KulturMachtStark”, die Mittel für das Konzept und die Umsetzung einer JugendKunstWerkstatt in Reinfeld genehmigt bekommen. Die Antragstellung war recht aufwendig und wir mussten mindestens drei lokale Bündnispartner dafür finden. Doch jetzt ist die Tinte der vielen Beteiligten auf den Verträgen trocken und wir können loslegen”, sagt die Initiatorin des Projektes.

Das “Bündnis für Bildung” besteht aus 3 lokalen und 1 landesweiten Partner.

Zum neuen Reinfelder “Bündnis für Bildung” gehört der Antragsteller sii-kids & -talents e.V. aus Reinfeld (vertreten durch Susanne Braun-Speck und Projektbezogen auch vertreten durch Solveig Nerlich), der Offene Kanal aus Kiel (vertreten durch den Geschäftsführer Hennig Fietze), die alfaLot GmbH & Co. KG > AlfaPark (vertreten durch Armin Adib-Moghaddam) sowie der Förderverein Lokfelder Brücke e.V. (vertreten durch Melanie Otto).

Jeder Bündnis-Partner hat eine oder mehrere Kooperationsaufgaben: der eine stellt die Räume, der andere technisches Equipment oder hat die Kontakte zur Zielgruppe, und so weiter. Doch die konzeptionelle, verwalterische und organisatorische Aufgaben verantwortet Sii-Kids, in persona Susanne Braun-Speck. Sie hat auch Reinfelds Online-Schülerzeitung erkant.de ins Leben gerufen und ermöglicht, sowie die Projekte Media4Teens.de sowie kijuaa.de entwickelt und umgesetzt.

Konzept-Entwickler und Referenten in der JugendKunstWerkstatt sind Berenike Binder (freiberufliche Künstlerin & Referentin für Bildende Kunst ) sowie auch Susanne Braun-Speck (freiberufliche Künstlerin (Webdesign) und Referentin für Digitale Bildung. Beide geben auch Nachhaltigkeits-Workshops für Lehrkräfte und Schüler!

Seit 2013 ist der Bundesverband Soziokultur e.V. mit seinem Projekt “Jugend ins Zentrum!” am Förderprogramm “Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF beteiligt. Bis 2022 werden bundesweit lokale Bündnisse mit mindestens drei Partner*innen unterstützen, die Projekte der Kulturellen Bildung mit Kindern und Jugendlichen umsetzen, deren Zugang zu Kunst und Kultur erschwert ist. Der Bundesverband Soziokultur engagiert sich als Dach- und Fachverband für die Anerkennung und angemessene Förderung der soziokulturellen Arbeit. Mitglieder des Bundesverbands sind die jeweiligen Landesverbände, in denen bundesweit rund 600 Organisationen, soziokulturelle Zentren, Netzwerke und Initiativen organisiert sind.

Zur Anmeldung auf dem Event- & Kursportal Kijuaa.de geht es hier. Fragen sind zu richten an: s.braun-speck@sii-kids.de

 

 

Zur Schule gehen ist ja schön und  gut, aber gerade in der Oberstufe nebenbei ein wenig Geld verdienen, auch. Schüler arbeiten zum Beispiel nebenbei, weil ihnen ihr Taschengeld zu wenig ist oder die Eltern sie dazu auffordern. Andere gehen Jobben, um Geld für einen tollen Urlaub, den Führerschein oder das erste Auto zu sparen. Wo Jobs zu finden sind? Steht ganz Unten!

So oder so: Ein Job bringt schnelles, kleines Geld und macht unabhängig – plötzlich kann man sich kaufen, was man will! Außerdem ist es eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und Teenager lernen dabei schon einmal das Arbeitsleben kennen. So können sie Erfahrungen für die Zukunft sammeln – Gute wie Schlechte. Es gibt eine ganze Reihe an möglichen Jobs. Gearbeitet wird oft im Einzelhandel und in der Gastronomie, zum Beispiel bei Supermärken, Bekleidungsgeschäften oder bei Bäckereien. Dort gilt überall der Mindestlohn. Das bedeutet: 9,60 Euro/Stunde. Meistens werden circa 450 Euro im Monat verdient. Andere starten als Babysitter oder Zeitungsausträger. Manche erst als junge Erwachsene mit Führerschein zum Beispiel als Pizzaboten oder Promoter bei Verkaufsförderungsmaßnahmen.


Arbeiten im Lebensmittel-Einzelhandel & Gastronomie

“Ich arbeite seit Kurzem bei Familia – hier haben viele Jugendliche aus Reinfeld einen Job. Sie arbeiten an der Kasse, oder zum Beispiel in der Obst- & Gemüse- oder in der Tiefkühlabteilung. Aufgabe ist dort z.B. nicht mehr genießbare oder abgelaufene Ware auszusortieren. Außerdem müssen Lieferungen angenommen und Produkte ein- und ausgeräumt  werden. Ein Minijob bei Famila wird mit 450 Euro vergütet und die Mitarbeiter müssen ca. 44 Stunden im Monat arbeiten. Dies auch manchmal am Samstag. Meine “Challenge” war am Anfang, mit vollgepackten Gitterwagen durch die Gänge zu fahren. Das klappt jetzt aber schon besser!” berichtete eine 17jährige Reinfelderin.

Die Chancen bei Familia einen Mini-Job neben der Schule zu bekommen, ist nicht schlecht. Das Mindestalter beträgt hierfür allerdings 16 Jahre. Diese Altersgrenze besteht aber überall und ist gesetzlich geregelt. In Reinfeld suchen aktuell zum Beispiel McDonalds, Bäckerei Junge und Kik Aushilfen.


Kunden empfangen & Büroarbeit

“Ich habe im Februar 2021 für einen Monat an der Anmeldung einer Physiotherapie-Praxis gearbeitet, um in der Corona-Zeit etwas Sinnvolles zu tun. Dabei habe ich viele Termine für die Patienten gemacht; immer geschaut, ob ein Behandlungsraum zu der vorgeschlagenen Zeit frei war und musste auch manchmal Termine verschieben. Es war nicht immer einfach, einen freien Termin zu finden oder bei Bedarf einen umzuplanen, weil die Terminkalender der Therapeuten oft schon Monate im Voraus voll sind. Das war besonders dann schwer, wenn mir die Patienten von akuten Schmerzen berichtet haben. Da wollte ich am liebsten sofort helfen. Bei solchen “Härtefällen” hat dann ein Therapeut für mich übernommen. Aber in der Summe war es dort ein sehr entspanntes Arbeiten.” erzählte ein 17jähriger Reinfelder.


Babysitten, Zeitungsaustragen & Promoter sein

Ein typischer erster Job ist für Viele das Zeitungsaustragen. Andere starten als Babysitter – beides sind leichte Tätigkeiten und dürfen ab einem Alter von 14 Jahren ausgeführt werden. Um so älter die Jugendlichen, um so spannender scheinen allerdings die Jobs zu werden!

“Ich habe mit 14 Jahren angefangen, auf Kinder in der Nachbarschaft aufzupassen – da war oft nett und wenn ich Abends aufgepasst habe, wenn die Eltern mal ausgegangen sind, oder so, hatte ich echt nicht viel zu tun. Da war ich oft einfach nur da, sodass die Kinder nicht alleine im Haus waren. Aber manchmal war es auch anstrengend oder ich wusste nicht, was ich mache sollte. Zum Beispiel hatte ein Babysittenkind mal einen Pseudo-Krupp-Anfall. Da dachte ich, das Kind erstickt! Wir waren beide völlig panisch und ich habe meine Eltern zur Hilfe gerufen, die nur ein paar Häuser weiter Zuhause waren. Zum Glück ist aber nicht wirklich was passiert. Die meiste Zeit hat mir Babysitten echt Spaß gemacht! Was ich verdient habe, weiß ich gar nicht mehr. Heutzutage bekommt man wohl 5 bis 10 Euro die Stunde oder pauschal 20,- € am Abend”, erzählte eine heutige Mutter aus Reinfeld der Redaktion.

Ihr zweiter Job war übrigens einer im Sonnenstudio, was sehr cool war, da der Chef erlaubte, dass die Freunde da sein durften. Das war mehr ein Jugendtreff, als Arbeit. Doch so richtig spannend und mehr Geld bringend, war dann das Jobben mit 19, 20 Jahren, als Promoterin bei Verkaufsförderungs-Maßnahmen.

Promotions sind personalgestützte Werbeaktion, die der Steigerung des Bekanntheitsgrades und der Verkaufsförderung ausgewählter Produkte und Marken dient.


Einen Job finden, ist nicht leicht, denn:

Babysitter-Jobs von Privatleuten sind zum Beispiel in Zeitungen wie dem MARKT sowie auf Ebay-Kleinanzeigen zu finden, allerdings kommen da manchmal unseriöse Nachrichten auf Mädchen zu … Unternehmen schalten Stellenanzeigen im Internet; entweder auf ihrer eigenen Website oder auf Stellenbörsen oder bei der Arbeitsagentur. Das ist gut, denn so können diese Jobangebote zum Beispiel in der Google- und Indeed-Suche gefunden werden – siehe Suchbeispiel nach “Aushilfe Reinfeld” In der Google-Jobsuche erscheinen auch die Jobs, die auf erkant.de in der Stellenbörse veröffentlicht sind. Aber das ist nicht immer so! Viele Jobs von Firmen sind aus technischen Gründen nicht dort zu finden, was bedeutet, dass du als Jobsuchende Person eventuell auch noch in Stellenbörsen oder auf Firmen-Websites schauen müsstest.

Tatsächlich gibt es auch noch viele Arbeitgeber, die ihre Job-Angebote als Flyer ausdrucken und zum Beispiel in ihren Schaufenstern im Laden oder im Eingangsbereich aushängen.

Bewerbungs-Tipp: Schreibe ein kurzes, klares Bewerbungsschreiben, worin möglichst keine Rechtsschreibfehler drin sind und sende Dein letztes Zeugnis mit (als pdf). Muster dafür findest Du auf Media4Schools, genauer hier (Link).

So richtig schön im Matsch versinken, über Scherben gehen und im Maisfeld verlaufen. Noch nie gemacht? Jetzt aber! Schuhe aus und los! Ob mit Familie oder Freunden: im Barfußpark und Maislabyrinth wird es lustig. Garantiert!

Verschlungene Wege, kaltes Wasser, schwarzes Moor und tiefer Sumpf, Bahnschienen, Sand und Steine, kleine Kletterpark-Elemente – all das und noch viel mehr kannst du unter deinen Füßen spüren. Das im Barfußpark KIWEBU, in 23826 Todesfelde nahe Bad Segeberg (von Reinfeld und Bad Oldesloe in 30 Minuten mit dem Auto erreichbar), welcher einer von drei uns in SH bekannten Barfußparks ist. Im KIWEBU gibt es zudem ein Maislabyrinth, in dem Irren wirklich menschlich ist und Punkte bringt – kommst du vom Weg ab, findest du entweder Smileys oder Schilder mit Fragen, die zu beantworten sind. Weiterhin gibt es dort Werkstätten sowie Pavillons für Geburtstagfeiern.

Das Gelände scheint auf einer Apfelbaumplantage angelegt zu sein; die Pfade sind verschlungen, die Bäume klein und geben Schatten; mittendrin gibt es kleine Spielplätze, Tische und Bänke, um am Ende natürlich die Fußwaschstation. Insbesondere Familien mit kleinen Kindern können hier viele schöne Stunden verbringen. Aber auch Jugendliche haben dort offensichtlich Spaß – das Gekreische von Mädels war ziemlich häufig zu hören.

Der Verein KIWEBU richtet auf seinem 3 Hektor großen Naturgrundstück auch einzelne Projekttage, sowie mehrtägige Naturerlebnis-Fahrten, mit dem Ziel einer ganzheitlichen Sinnesschulung, für Schulklassen aus. Preise: Kombitickets Barfußpfad & Maislabyrinth: Erwachsene 11 € und  Kinder 7 €, Einzelpreise, etc siehe Website: https://kiwebu.de/


Fotos vom Barfußpark


Fotos vom Maislabyrinth

 

 

Am 28. Mai.2021 fand in der KGS Reinfeld die Veranstaltung “dialogP” statt. Dies ist eine Diskusions-Veranstaltung im Rahmen des Politik-Unterrichts, bei der Abgeordnete des Landtags in die Schule kommen und mit Schülern diskutieren. Die Themen legen die Schüler fest. Zur Diskussion in der KGS in Reinfeld waren die Politiker Ole-Christopher-Plambeck (CDU), Tobias von Pein (SPD), Marlies Fritzen (Grüne) und Anita Klahn (FDP) eingeladen.

Zu Beginn der Diskussion stellten die Moderatoren, Rieke und Ruben, den Politikern einige lockere Fragen wie “Mit 16 dachte ich Politik sei…”, oder “Mit 16 dachte ich, ich werde”. Nach der Vorstellung der Politiker, wurden 5 Fragestellungen durch die Gruppensprecher der Schule vorgestellt:

  1. Sollte es einen kostenlosen Nahverkehr für Schüler, Studenten und Sozialhilfeempfänger geben?
  2. Sollte ein Besuch des Kindergartens ab einem Alter von 4 Jahren in SH zur Pflicht werden?
  3. Sollten Hygieneartikel für Frauen in SH kostenfrei zur Verfügung gestellt werden?
  4. Sollte Cannabis in SH legalisiert werden?
  5. Sollte es für Geimpfte in SH vorzeige Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben?

Als die Vorstellung der Fragestellungen zu Ende war, gingen die Abgeordneten im Uhrzeigersinn von Tisch zu Tisch und diskutierten jeweils für 15 Minuten mit den Schülern über deren Themen.

Kostenloser Nahverkehr ist unrealistisch (CDU), Parkgebühren erhöhen und damit den Nahverkehr fördern (FDP), …

… sagte Ole-Christoher-Plambeck (CDU). Es sei unrealistisch, in jedem Dorf eine Bahn oder einen Bus in 15 Minutentaktung bereitzustellen. Besser wäre es, Fahrgemeinschaften einzuführen. Weiter sagte er, der Nahverkehr solle nicht komplett kostenlos sein, sondern es solle lieber jeder Benutzer des ÖPNV einen Teil zahlen, um ein größeres und noch besseres Angebot zu bieten. Allerdings könne für Schüler und Sozialhilfeempfänger der ÖPNV kostenlos sein.

Anita Klahn von der FDP würde die Parkgebühren erhöhen, um den ÖPNV attraktiver zu machen und damit mehr Menschen dazu bringen, die Bahn oder den Bus zu nutzen. Ihrer Meinung nach müssten zwischen Hamburg und Lübeck noch mehr Züge fahren. Zum Thema kostenloser Schülerbusverkehr sagte Klahn “Die Schüler können nichts dafür, dass die Schule nicht direkt an ihrem Wohnort ist.” Deshalb ist sie für einen kostenlosen ÖPNV für Schüler.

Kitabesuch muss günstiger werden

Über die Fragestellung, ob der Kitabesuch ab 4 Jahren zur Pflicht werden sollte, meint Anita Klahn, dass die Kitabetreuung allgemein günstiger werden müsste. Außerdem herrsche Fachkräftemangel in den Kitas, sodass die Ausbildungsplätze deutlich aufgestockt werden würden. Sie ist außerdem der Meinung, dass sogenannte multiprofessionelle Teams in die Kitas und Schulen gehen sollten. Das sind Teams, die die Lehrkraft, oder im Falle der Kita, den Erzieher, während des Unterrichts unterstützen.  Die Lehrkraft übernimmt die Unterrichts-Verantwortung, die Fachkraft unterstützt Schüler bei ihrer Arbeit, bei der Regulation ihres Verhaltens und unterstützt die Schüler bei der Kommunikation mit dem Lehrer.


MwSt auf Hygieneartikel für Frauen senken?

Diskutierten gerne mit den Schülern (von rechts): Anita Klahn (FDP), Marlies Fritzen (Grüne) und Tobias von Pein (SPD). Nicht im Bild Ole-Christopher Plambeck (CDU) Foto mit freundlicher Genehmigung von Malte Lupi

Da der erKant-Redakteur nicht bei jeder Diskussion dabei sein konnte, gibt es zum Thema 3 “Sollten Hygieneartikel für Frauen in SH kostenfrei zur Verfügung gestellt werden?” eine kurze Zusammenfassung aus dem Fazit, welches im Anschluss an die Diskussionen von jeder Gruppe vorgestellt wurde.

Fazit: Die Mehrwertsteuer auf Hygieneprodukte für Frauen sollte gesenkt werden, Studenten bis 21 Jahren sollten die Pillen gratis bekommen. Allerdings könne man bei kostenlosen Produkten, nicht davon ausgehen, dass die Menschen diese richtig benutzen.


Cannabis ab 18 legalisieren?

Tobias von Pein von der SPD ist dafür, Cannabis ab einem Alter von 18 Jahren zu legalisieren. Der Zugang zu Zigaretten könnte strikter werden. Harte Drogen sollten verfolgt werden. Die CDU bzw. Ole-Christopher Plambeck ist aus medizinischen Gründen dagegen. Siehe hierzu auch den erKant-Artikel über Cannabis.


“Impfen ist kein Massenexperiment!”

Beim Thema Impfen von Kindern und Jugendlichen waren sich alle Parteien einig: Alle wollen die Kinder impfen, es gibt nur zu wenig Impfstoff.

Bei der SPD habe man Ideen für zurückgegebene Impfungen. Welche das konkret sind, hat Tobias von Pein allerdings nicht verraten. Weiter sagte er, man hätte die Priorität erst einen Monat später aufheben sollen. Statt im Juni erst im Juli und wenn alle geimpft sind, wären weitere Einschränkungen nicht mehr gerechtfertigt.

Marlies Fritzen von den Grünen, kann es nicht verstehen, dass sich Jugendliche und Kinder nicht ausreichend impfen lassen können. Man dürfe das Leben Genesenen und Geimpften nicht noch weiter einschränken. Außerdem müssten alle, egal ob getestet, geimpft, oder genesen, gleich behandelt werden. Ihrer Meinung nach müssten Lüftungsanlagen, wie sie in Kinos verwendet werden, auch in den Schulen eingesetzt werden. Wenn Schülerinnen und Schüler zuhause sind, können Suchtgefahren entstehen, deshalb sei es sinnvoll, die Schulen offen zu halten. (Siehe hierzu auch das erKant-Interview mit Eka von Kalben). Besonders deutlich betonte sie “Impfen ist kein Massenexperiment”, die Impfstoffe seien gut erforscht deshalb ist die Grünenpolitikerin für die Impfung von Kindern und Jugendlichen, dafür brauche man allerdings mehr Impfstoff.


Fazit der einzelnen Themen

Als abschließende Worte wurden, wie weiter oben schon erwähnt, noch ein Fazit und eine Zusammenfassung der Diskussionspunkte vorgestellt, in dem die Pro- und die Contra-Argumente dargelegt wurden.

Hatten sichtlich Spaß bei der Vorbereitung der Veranstaltung: Finn (Links), Kenny (Mitte) und Florian (Rechts) Foto mit freundlicher Genehmigung von Malte Lupi

Die Pro-Argumente für Thema 1 waren: Wenn der ÖPNV für Schüler kostenlos ist, wäre das eine Entlastung für die Eltern, weil nichts bezahlt werden muss, desweiteren wäre es eine geringere Lärmbelästigung, da zu Schulzeiten weniger Autos auf den Straßen wären. Daraus folgt dann, dass sich die Umwelt erholen kann. Wie oben schon beschrieben, wäre ein kostenloser ÖPNV für Schüler nicht machbar, da das Streckennetz und das Angebot weiter ausgebaut werden muss und das kostet Geld. Dennoch gäbe es eine Möglichkeit, den ÖPNV attraktiver zu machen.

Zu der Frage, ob der Besuch der Kita ab einem Alter von 4 Jahren zur Pflicht werden sollte, gab es eine Vorverlegung um ein Jahr. Also statt ab 4 Jahren, sollte ein Kita Besuch schon ab 3 Jahren zur Pflicht werden. Antwort: Die Kita könnte ab 3 Jahren Pflicht werden. Außerdem würden durch bilinguales Lernen der Kinder, Sprachdefizite schon früh ausgeräumt. Zu Bedenken wäre jedoch, dass es nur wenige Kitaplätze gibt und zu wenige Erzieher da wären. Eine zusätzliche Frage, die während den Gesprächen aufgekommen war, ob körperlich beeinträchtigte oder behinderte Kinder, die Möglichkeit bekommen sollten, in einen privaten Kindergarten gehen zu können. Dieser Vorschlag wurde allerdings weitestgehend abgelehnt. Auch das Thema Cannabis zu legalisieren, sorgte für Uneinigkeit. Einige waren klar dafür, einige klar dagegen und einige konnten sich gar nicht entscheiden.

Alles in allem war “dialog p” an der KGS eine gelungene Veranstaltung mit viel interessantem Input und spannenden Gästen.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom “dialog p”, dem 11 Jahrgang, sowie den Lehrkräften Frau Baener, Frau Schmidt und Herrn Schlaak. Den technischen Part übernahmen die Schüler Nik Hansen und Steffen Grewe aus der Technik AG der KGS.

In Hamburg, Lübeck, Ratzeburg, Segeberg, an der Ostee, auf der Trave, etc sind SUP-Fahrer ganzjährig zu sehen. In Reinfeld aber war das bisher genehmigungs- und kostenpflichtig und jährlich nur von Juni-September erlaubt. Tagestouristen durften entsprechend garnicht auf dem Herrenteich Stehpaddeln oder Bootfahren. Das ist jetzt anders.

Stand-up-Paddling, kurz SUP, auf Deutsch “Stehpaddeln”, ist ein weltweiter Trendsport, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Auf allen Gewässern, den Seen, Teichen, Flüssen, Kanälen außerhalb und innerhalb von Städten, sowie auf ruhigen Meeren ist SUP möglich. Stand-Up-Paddling trainiert den Körper ganzheitlich, beruhigt den Kopf, nimmt Stress, lässt aufatmen. Yoga-Training auf dem Board gibt es auch.

Der Herrenteich in Reinfeld ist für Einheimische ein Erholungs- und Trainingsort, der für Lebensqualität, Gesundheit und Wohlbefinden sorgt. Im Corona-Sommer 2020 waren aufgrund mangelnder Alternativen auch wieder mehr Kinder und Jugendliche am, im und auf dem Wasser. Das ist gut für ihre Gesundheit – körperlich und seelisch!

Wie toll das ist, kann auch in einem alten Video der Redaktion gesehen werden (das hat Mira 2018 gedreht):


In der aktuellen Mai-Woche wurde aber von der Stadt Reinfeld eine Information per E-Mail versendet, die hieß: Zukünftig wäre das Befahren des Herrenteiches mit motorlosen Wasserfahrzeugen für Privatpersonen verboten! Nur noch bei dem neuen Verein, der zukünftig die Badeanstalt betreut, dürften Boote und SUP-Boards gemietet werden. An Privatpersonen könnten keine Genehmigungen mehr erteilt werden. Dass, weil die Stadtverordneten-Versammlung beschlossen hätte, die Ziffer 15 und 15a in der Satzung und Nutzungsordnung von Räumen, etc. der Stadt ersatzlos zu streichen. Diese Ziffern betreffen die Badeanstalt und Wasserfahrzeuge ohne Motoren auf dem Herrenteich.

Das Schwimmen an der Badestelle soll nun jederzeit und kostenfrei möglich sein.

Allerdings unbewacht. Nur noch an den Wochenenden wird die DLRG da sein. Bademeister, die von der Stadt beschäftigt werden, gibt es nicht mehr. Um das zu ermöglichen, beschlossen die Stadtverordneten am 19.5.21, oben genannte Ziffer 15 zu streichen.

Weiterhin wurde aber auch die Ziffer 15a gestrichen. Diese drehte sich um die kostenpflichtige Genehmigung von motorlosen Wasserfahrzeugen wie Booten und SUP-Boards.

Nach Aussage einiger Politiker wurde weder darüber gesprochen, noch war es geplant gewesen, auch die Ziffer 15a zu streichen. Das ist aber passiert. Laut dem Bürgermeister auch gewollt. Er geht ihm zum Beispiel um touristische Anreize für Tagesausflügler, sagte er gegenüber einer Redaktions-Mitarbeiterin. Auf der Website der Stadt steht derzeit (Stand: 27. Mai) zudem geschrieben, das Genehmigungsverfahren wäre zu teuer gewesen und deshalb entfallen. Boote sollen aber bitte freiwillig angemeldet werden bei: manuela.baer@stadt-reinfeld.de.

Ganz andere Worte stehen in einer Sitzungsvorlage (siehe PDF) aus November 2020! In dieser wird vielschichtig diskutiert, ob der neue Freibad-Verein sich finanziell tragen kann oder nicht. Es gibt einen gemeinnützigen sowie einen wirtschaftlichen Zweckbetrieb des Vereins. In der Sitzungsvorlage stehen auch die Argumente, warum es – durch das SUP-Board-Vermietungs-Angebot des Freibad-Vereins – möglicherweise zu viele Wassersportler auf dem Herrenteich geben könnte.

Screenshot aus der Sitzungsvorlage:



So oder so: Am Ende von umfangreichen Recherchen (auch durch die große erKant-Schwester, der Lübecker Nachrichten), vielschichtigen Diskussionen, etc steht nun fest: Ja, die Ziffer 15a ist auch gestrichen. Und dadurch ist jetzt unerwartet:

Das Befahren mit motorlosen Wasserfahrzeugen auf dem Herrenteich erlaubt!

Die Streichung von Ziffer 15a der Reinfelder Satzung bedeutet, anders als zunächst von der Bauamts-Mitarbeiterin mitgeteilt, dass nun das Landeswassergesetz von Schleswig-Holstein gilt. Laut Ziffer 18:

Darf Jedermann unter den Voraussetzungen des § 25 WHG auf eigene Gefahr die oberirdischen Gewässer zum Baden, Waschen, Tränken, Schwemmen und Eissport benutzen. Landeseigene Seen dürfen auch für den Tauchsport benutzt werden.

Inbegriffen sind darin auch motorlose Fahrzeuge wie Boote und SUP-Boards. Kurzum: Bisher sind nur die Mitglieder des Rudervereins sowie Ortsfremde, meistens Tagestouristen, kostenfrei auf dem Reinfelder Herrenteich unterwegs gewesen. Ortsfremde dürften in der Regel nur das Landeswassergesetz kennen, aber nicht die Ziffer 15a in der betreffenden Reinfelder Satzung. Nun ist es gerecht und alles, was weder Natur noch Menschen schadet, erlaubt.

Schlussendlich dürften sich auch Cafe- und Restaurant-Betreiber freuen, denn wenn Einheimische bleiben, anstatt woanders hinzufahren und mehr Tagestouristen kommen, profitieren sie davon auch.

“Es klingt total super, Wassersport machen zu dürfen (woanders ist das schon lange normal …), danach ein Fischbrötchen essen oder ein Alster im Mocca trinken zu können. Okay, zugegeben: Kids werden vermutlich eher Pommes in der Badeanstalt bevorzugen. Auf jeden Fall klingt es nach “Gästefreundlich” und Zukunft für die Stadtentwicklung!” sagte eine Reinfelderin zur Erkant-Redaktion.

Die Redaktion weißt auf Folgendes hin:

  • Das Befahren von Seerosen-bewachsenen Bereichen ist aus Naturschutz-Gründen nicht erlaubt. Auf Wasservögel, etc sollte Rücksicht genommen werden.
  • Das Anlegen mit SUP-Boards und Booten an der Promenade ist stellenweise gefährlich, da dort Schleusen sind. Unabhängig von etwaigen Verboten, sollte aus eigenem Interesse dort nicht angelegt werden.
  • Weiterhin wäre empfehlenswert, außerhalb der Trainingszeiten des Rudervereins, auf dem Wasser unterwegs zu sein. Wenn doch sollte am Rande des “Sees”, also rechts und links von der mittleren Fahrbahn, gefahren werden. Es könnte sonst zu Kollisionen kommen, die für die Schwächeren gefährlich sein könnten.

Kopf hoch und in den Nacken legen, Nasen-Rachen-Abstrichstäbchen von oben vorsichtig in die Nase stecken – bis zur Nasenhöhle, wo der Schleim steckt – so beginnt ein Corona-Test. Auch der einer Reinfelder Firma, die einen Corona-Antigen-Schnelltest vertreibt.

“Das Stäbchen in den Tiefen der Nasenhöhle fühlt sich komisch an – es kitzelt, ist unangenehm, tut fast weh – je nachdem wer es macht … manchmal blutet es sogar”, weiß ein Redaktionsmitglied, das in der Schule bzw. beim Gesundheitsamt und während eines Krankenhaus-Aufenthalts schon mehr als 20 Coronatests gemacht hat – seit den Sommerferien bis Ende des Jahres 2020.

Nachdem das Test-Stäbchen aus der Nase gezogen wurde, ggf auch aus dem Hals-Rachenraum, wird es in ein Plastik-Röhrchen gesteckt, welches eine Extraktions-Flüssigkeit enthält. Diese muss “geknetet” werden, damit sich die Probe mit der Flüssigkeit verbindet. Nach 5 Minuten des Wartens ist die Reaktion fertig. Mit dem Plastikröhrchen werden danach zwei Tropfen der Mischung auf ein kleines Testfeld in der mitgelieferten “Test-Kassette” getropft.

Nach 30 Minuten kann auf der Anzeige erkannt werden, ob Corona-Antigene vorhanden sind oder nicht.

Wichtig: Ein positives Ergebnis sollte mit einem PCR-Test bestätigt werden. Und ein negatives Ergebnis im Antigen-Schnelltest schließt eine Infektion nicht aus, insbesondere wenn eine sehr niedrige Viruslast vorliegt, wie z. B. in der frühen Inkubationsphase (laut RKI).


Reinfelder Unternehmen vertreibt diese SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltest

Corona-Schnelltests werden nur von medizinischem Personal durchgeführt!

Schnell, zuverlässig und ohne Spezialgeräte anwendbar – so beschreibt die Firma Mast Diagnostica aus Reinfeld (Holstein) die Vorteile des ESPLINE SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltest vom japanischen Hersteller Fujirebio. Sie vertreibt diese Tests exklusiv auf dem deutschen Markt.

Das Paul-Ehrlich-Institut hat die Qualität des Tests bestätigt: Er gehört zu den aktuell 25 Produkten auf dem Markt, die die Bewertung „Dem derzeitigen Stand der Technik entsprechend“ erhalten haben. Da mit dem Test innerhalb von maximal 30 Minuten direkt vor Ort nachgewiesen werden kann, ob SARS-CoV-2 Antigene vorhanden sind, eignet er sich insbesondere zum Einsatz in Pflegeeinrichtungen, Kliniken, Arztpraxen oder anderen Teststellen.

Hinweis: Diese Schnell-Tests sind nicht für Privatpersonen erhältlich, sondern nur im 100-Paket für Einrichtungen mit medizinischem Fachpersonal.

Antigen-(Schnell-)tests basieren auf dem Nachweis von viralem Protein in respiratorischen Probenmaterialien. Sie liefern wichtige Informationen im frühen Stadium einer SARS-CoV-2-Infektion, wenn die Ansteckungsfähigkeit und das Risiko für eine Verbreitung der Krankheit am größten sind. Sie ermöglichen flächendeckend eine kostengünstige, mobil einsetzbare Testung auf Covid-19 und stellen somit ein sehr hilfreiches Instrument zur Unterstützung im Kampf gegen die Corona-Pandemie dar.

ESPLINE Sars-CoV-2 ist ein sogenannter qualitativer immunchromatographischer Enzym-Immunoassay (EIA) und kann ohne Laborgeräte durchgeführt werden, ermöglicht Ergebnisse direkt an Ort und Stelle und seine Ergebnisse können über farbliche Markierungen – ähnlich wie bei Schwangerschaftstests – dargestellt werden. Dieser Kassetten-Schnelltest weist zuverlässig und schnell spezifische Antigene des SARS-CoV-2-Virus aus Nasen-Rachen-Abstrichen nach!

ESPLINE Sars-CoV-2 hat eine hohe Zuverlässigkeit: Die Sensitivität liegt bei 96 Prozent, die Spezifizität bei 100 Prozent.

Mast Diagnostica mit Sitz in Reinfeld (Schleswig-Holstein) ist ein unabhängiger Hersteller und Lieferant von diagnostischen Systemen – sowohl im klinischen als auch im industriellen und veterinärmedizinischen Bereich. Die Lösungen der In-vitro-Diagnostik von Mast Diagnostica sind umfangreich und bedienen die Fachbereiche Mikrobiologie, Molekularbiologie, Infektiologie, Autoimmunkrankheiten, Immunhämatologie sowie PCR-Diagnostik. Außerdem bietet das Unternehmen in Deutschland exklusiv den weltweit anerkanntesten immunchemischen FIT-Test für die Darmkrebsfrüherkennung an.


*Quellen-Angaben:

Die Reinfelderin Saskia Tietz startet lokale Nachhaltigkeits-Sammelaktion! Unterstützt wird sie vom Reformhaus, welches jetzt eine Annahmestelle für Althandys ist. Dort steht eine Sammelbox für alte Handys, um der Verschwendung wichtiger Ressourcen entgegenzuwirken und damit die Erhaltung der Lebenswelt von Menschenaffen & anderen Tieren zu unterstützen. Nebenbei können Fotos für den Fotowettbewerb zum Thema Nachhaltigkeit entstehen.

Persönliche Erfahrungen im Regenwald von Kamerun

Die Initiatorin dieser Aktion sah vor mehr als 20 Jahren, als 16jährige, eine Reportage über Palmölabbau und die Zerstörung der Lebensräume der Menschenaffen, der Orang-Utahs. Das berührte sie nachhaltig und führte zu einer immer weitreichenderen Auseinandersetzung mit dem Thema Regenwaldrodung und -zerstörung. Deshalb reiste sie 2007 nach Limbe in Kamerun zu einer Gorilla- und Schimpansen-Auffangstation.  Seitdem organisiert sie jährlich eine Handy-Sammelaktion, Freunde und Familienmitglieder haben schon alle gespendet, doch in Reinfelds Haushalten liegen vermutlich noch sehr viele!

In dem kleinen familiären Reformhaus am Kreisverkehr in der Reinfelder Innenstadt steht nun eine Handysammelbox der Telekom (mehr Infos dazu, siehe Website), wo alte Handys ohne SD Karte und befreit von persönlichen Daten abgegeben werden können. Die Telekom spendet dafür pro Handy einen Betrag an ausgewählte Projekte. Die Reinfelder Sammelbox kooperiert gezielt mit der Organisation Pro Wildlife, welche sich vor allem für Arten- und Lebensraumerhaltung einsetzt.

Gelegenheit nutzen und Fotos machen.

Wer sein Handy im Reformhaus spenden geht, kann die Gelegenheit nutzen, um Fotos für den Reinfelder Fotowettbewerb zu machen. Bei diesem gibt es u.a. ein nachhaltiges Handy zu gewinnen, bei dem bestmöglich auf ressourcenschonende Rohstoffe und Materalien, möglichst wenig Plastik, keine Kleber und damit Austauschbarkeit von Einzelbauteilen gesetzt wird.

Beispielsweise sind darin Akku sowie Display nicht festverklebt, sondern können mit wenigen Handgriffen selbst ausgewechselt werden. Dadurch kann so ein Handy möglicherweise ein Menschenleben lang halten und damit Natur und Umwelt schützen und erhalten helfen. Denn:

Elektronische Geräte enthalten diverse metallische Rohstoffe.

In Deutschland wird allein von 124 Millionen Schubladenhandys ausgegangen. Die darin enthaltenen Rohstoffe sollten wieder verwendet werden, um Natur und Umwelt zu entlasten, denn die metallischen Rohstoffe der Erde werden immer knapper, bei gleichzeitig steigender Nachfrage. Ein Mobiltelefon besteht zu rund 25% aus Metallen. Pro recyceltem Gerät können im Schnitt 150mg Silber, 25mg Gold und 9g Kupfer, sowie kleine Mengen von Palladium und Platin zurückgewonnen werden. Im Recyclingprozess wird die Leiterplatte eingeschmolzen und im nächsten Schritt wieder in die Kreislaufwirtschaft zurückgeführt.

Eine große Menge der metallischen Rohstoffe wird in Regenwaldgebieten abgebaut!

Dabei wird die Lebenswelt vieler, vieler Tierarten zerstört und die Artenvielfalt massiv minimiert. Vor allem die großen Menschenaffen sind vom Aussterben bedroht. Zudem sind betroffene Regionen oft sogenannte Konfliktregionen. Ein großer Teil Wolfram, Coltan/Tantal, Zinn und Gold werden beispielsweise in der Demokratischen Republik Kongo gewonnen, welche von Bürgerkriegen geprägt ist. Darunter leiden insbesondere Kinder; viele werden auch zum Arbeiten gezwungen.

Mit dieser Sammelaktion und den daraus entstehenden Spenden soll dort etwas ankommen, wo es entnommen wurde, um den Kreis wenigstens wieder etwas zu schließen.

Die Sammelbox unterliegt dem Datenschutz und wird geschlossen an die Telekom versandt. Unterstützen kann man diese Aktion ganz einfach durch Weitersagen, sein altes Handy und vor allem auch, wenn man einen weiteren sicheren Standort für eine Sammelbox anbieten kann. Ansprechpartnerin: Saskia Tietz Email: saskiatietz11@gmail.com

Bei dieser Aktion könnt ihr coole Fotos für den Reinfelder Fotowettbewerb machen, denn: Radeln ist nachhaltig und nutzt dem Klima. Beim Stadtradeln treten Kommunalpolitiker*innen und Bürger*innen gemeinsam in die Pedale und radeln an jeweils 21 Tagen zwischen Mai und Oktober um die Wette.

Dabei können sie sich selbst von den Vorteilen des Radfahrens überzeugen und gleichzeitig ein Zeichen setzen für mehr Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität. Über 400.000 Menschen aus 1.127 Kommunen folgten im letzten Jahr diesem Aufruf und legten mehr als 77 Millionen Kilometer auf dem Fahrrad zurück. Noch bis Oktober können sich weltweit Kommunen und Radler*innen für das Stadtradeln 2020 anmelden.

In Reinfeld nehmen, vom 05. bis 25. September 2020, sechs Teams am STADTRADELN teil. Alle, die in der Stadt Reinfeld (Holstein) im Kreis Stormarn wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, können beim STADTRADELN mitmachen. Auch wenn das STADTRADELN bereits gestartet ist, kannst Du Dich noch registrieren und Kilometer für Deine Kommune sammeln. Und zwar hier: https://www.stadtradeln.de/reinfeld

Von den 6 Teams sind 3 von den Reinfelder Schulen!

Die langjährige Kampagne steht in diesem Jahr im Zeichen der Coronakrise. Einen Grund, das Stadtradelnabzusagen, sieht Kampagnenleiter André Muno vom Klima-Bündnisnicht:„Das Fahrrad ist das derzeit sinnvollste Verkehrsmittel und ermöglicht den Menschen, die verbleibenden Alltagswege mit einem vergleichsweise geringen Infektionsrisiko zurückzulegen. Zudem fördert das Fahrrad die Gesundheit und hilft dabei, der mit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens einhergehenden Langeweile entgegenzuwirken, ohne dass es dabei zu engem zwischenmenschlichen Kontakt kommt.“

Auch das Erleben von Gemeinschaft ist dieses Jahr ein wichtiges Thema für die Kampagne. In Zeiten der Kontaktsperre ist das gemeinsame Sammeln von Fahrradkilometern in digitalen Teams, laut Muno, eine gute Möglichkeit, den aktuellen Einschränkungen ein bisschen davon und zusammen einem Ziel entgegen zu radeln.

Passend dazu prämiert das Klima-Bündnis 2020 auch die Kommunen, die durch besonders kreative Aktionen unter Einhaltung der Kontaktsperre viele Menschen zur Teilnahme mobilisieren mit einem Sonderpreis.

 

LBV.SH-Info vom 25.06.2020: Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) erneuert vom 6. Juli bis voraussichtlich 18. September 2020 die beschädigte Bundesstraße 75 zwischen Reinfeld und Steinfeld – es wird eine Vollsperrung geben. Das Gute: Der Radweg auf dem Teilstück wird ebenfalls saniert. Das Schlechte:

Es sind Sommerferien und Schleswig-Holstein erwartet  einen Urlauber-Ansturm – durch die Coronakrise werden es mehr als üblich sein. Die A1 und die A7 führen aus dem Süden in den Norden – auf beiden Strecken sind Baustellen; auch nahe der Abfahrt Reinfeld Richtung Lübeck inkl. gesperrter Abfahrt Lübeck-Zentrum.

Normalerweise ist die B75 eine Ausweichstrecke für A1-Staus – aber nun wird sie auch vollgesperrt.

Die Arbeiten können aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Arbeitsschutzes und der Bauqualität nur unter Vollsperrung durchgeführt werden und erfolgen in zwei Abschnitten. Den Anlieger*innen wird – in Absprache mit der ausführenden Baufirma – die Durchfahrt in Einzelfällen ermöglicht (steht bei der LBS.SH geschrieben).

1. Bauabschnitt: 6. bis 31. Juli: Der erste Bauabschnitt erstreckt sich von der Lokfelder Straße (Kreuzung bei LIDL) in Reinfeld bis Travenhof. Für die Bauzeit des ersten Bauabschnitts gibt es eine Umleitung über Barnitz nach Benstaben. Die zweite Route, von Navigationsgeräten und Einheimischen i.d.R. gewählt, weil kürzer, führt über Steinfeld (wie in Bauphase 2) durch Reinfeld.

Folge: Es ist damit zu rechnen, dass Urlauber auf der A1 Richtung Norden und B75 in beide Richtungen sowie Innerorts von Reinfeld in kilometerlangen Staus stehen. Wie es dann an den jeweiligen Kreuzungen sowie Zu- und Abfahrten aussehen wird?

Und: Einheimische können nur noch 1 von 2 Ausfahrten (Zuschlag) aus Reinfeld Richtung B75, A1 und Einkaufsgebiet nutzen, da der Kalkgraben zur Sackgasse wird.

2. Bauabschnitt: 31. Juli bis 18. September: Weiter geht es von Travenhof bis Steinfeld (K2). Auch für diesen Abschnitt wird eine Umleitung eingerichtet: Sie führt über Steinfeld > durch Reinfeld (fehlt in der Beschreibung des LBV.SH ) und wieder auf die B 75 und umgekehrt.

Fahren nun all die vielen Stau-Ausweicher an unserem Herrenteich vorbei? Durch die Innenstadt? Müssen Sie im Grunde genommen, da vom Kalkgraben auch keine Weiterfahrt auf der B75, Richtung OD, HL und A1 möglich ist.


Während der gesamten Bauzeit wird für Fahrzeuge über 60 Kilometer pro Stunde eine Umleitungs-Empfehlung über die A 1 ausgewiesen.

Wie soll das gehen, wenn auf der A1 nahe Reinfeld ebenfalls eine Baustelle ist und die AA Lübeck-Zentrum gesperrt ist? Wo schon seit Wochen – ohne Urlauber – ständig kilometerlange Staus entstehen?

Die Verkehrsführung wurde regulär mit der Polizei, dem Kreis Stormarn, dem Amt Nord Stormarn, dem Buslinienbetreiber und dem Rettungsdienst abgestimmt. Der LBV.SH bittet, sich auf die weiteren Arbeiten einzustellen, den ausgeschilderten Umleitungen zu folgen sowie um rücksichtsvolles Verhalten zum Schutz der Menschen auf der Baustelle.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme in Höhe von über einer Million Euro werden vom Bund getragen.

Quelle: Landesregierung > Link zum Artikel


Wurde die B75-Baustelle mit Vollsperrung bei der Gesamtverkehrsplanung vergessen?

Auf den Karten zur aktuellen Verkehrslage in SH erscheint die Baustelle der B75 (bisher, Stand: 2.7.20) NICHT. Siehe: https://strassen-sh.de/