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Schleswig-Holstein ist Reiterland – gefühlt gibt es in jedem Dorf einen Pferdestall. Doch einen freien Platz für Reitunterricht auf Großpferden zu finden, ist nicht leicht. Viele Reitschulen sind ausgebucht und haben lange Wartelisten. Doch wer gut recherchiert, wird fündig. Auch für kurzfristige Ausritte in den Ferien!

Der Duft nach Stroh und Pferden überkommt einen sofort, beim Besuch eines Reithofs. Pferdewiehern und Kinder sind zu hören. Ruhig und friedlich wirkt so eine nostalgische Aura im Grünen … Wer es weniger idyllisch, dafür aufregender mag, für den ist Reiten am Meer oder am See eine spannende Sache.

Ponyhöfe mit Kinderreitkursen gibt es überall, doch Reitangebote für Jugendliche 16+ und Erwachsene gibt es leider nicht so viele. Nicht wenige Reithöfe bieten nur noch Unterricht für Einsteller an, das heißt für Leute, die ein eigenes Pferd besitzen oder eine Reitbeteiligung haben. Doch gründlich Recherchieren lohnt sich – es gibt durchaus Reitställe, die auch Großpferde für Reitunterricht haben. Wirf dazu unbedingt auch einen Blick auf ebay-Kleinanzeigen.

Das Glück auf dem Rücken der Pferde im Urlaub genießen?

In Schleswig-Holstein gibt es viele Höfe, auf denen Reiterferien angeboten werden. Siehe Google-Maps. Doch meistens sind die nur für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren und schon vor langer Zeit ausgebucht gewesen. Zum Glück gibt es auch Ferienangebote für die ganze Familie, insbesondere geführte Ausritte in der Gruppe, die auch spontan gebucht werden können. Wer die übliche Reit-Ausrüstung nicht hat, kann sich auf den Ferien-Höfen eine Reitkappe und teilweise auch -Schuhe leihen. Ausserdem ist das Tragen einer bequemen Hose (Jeans- oder Jogginghose) völlig okay.

Normalen Reitunterricht in der Gruppe gibt es ab 15,- € für eine Einheit (für 30-60 Minuten, je nach Hof). Ein Ausritt pro Person kostet ab 25 € aufwärts.

Wer nicht selber Reiten möchte, den Sport aber mag, kann auch Turniere besuchen. Wo und wann steht zum Beispiel in dieser PDF vom Reitsportverband.

Auf einem Reiterhof ist viel Interessantes zu sehen!

Auf den Weiden und in den Ställen stehen natürlich Pferde und mit etwas Glück auch Fohlen. Es gibt einen Putzplatz, eine Reithalle und/oder einen Reitplatz. In der Sattelkammer sind Sättel, Trensen, Halfter und Putzzeug zu finden. Vor dem Reiten muss das Pferd geputzt werden, mit Hufauskratzer und Bürste geht dies in 15-20 Minuten. Danach wird aufgesattelt und aufgetrenst, das Pferd wird dann möglicherweise zum Warm werden eine Runde am Zügel geführt, und dann kann aufgesessen und losgeritten werden. Die ersten Reitstunden werden übrigens oft an der Longe gemacht.

Reiten ist für Jeden etwas, der Tiere und Sport in der freien Natur mag und es gesundheitlich kann.


 

Am 31. Mai ist in Schleswig-Holstein die aktualisierte Corona-Bekämpfungs-Verordnung in Kraft getreten.Vieles wird gelockert, aber die bekannten AHAL-Regeln gibt es weiterhin. Wenigstens scheinen derzeit viele Freizeit- & Ferien-Aktivitäten wieder möglich zu sein. Die folgenden Infos dürften insbesondere Kinder und Jugendliche interessieren.

Grundsätzlich: In Innenräumen wie dem Einzelhandel, Bussen und Bahnen, etc muss weiterhin eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung (Maske) getragen werden.

Treffen mit bis zu 10 Personen erlaubt!

Ansammlungen und Zusammenkünfte im öffentlichen Raum und privaten Raum zu privaten Zwecken sind nur wie folgt zulässig (Kontakt-Beschränkungen): von Personen eines gemeinsamen Haushaltes unabhängig von der Personenzahl sowie einer weiteren Person, sowie mit bis zu zehn Personen. Eine Geburtsfeier im kleinen Rahmen ist also wieder möglich!

Freizeit- und Kultureinrichtungen können wieder öffnen.

  • Zum Beispiel Freizeitparks, Museen, Galerien, Zoos, Theater-, Opern- und Konzerthäuser und Kinos. Besucher müssen aber ein negatives Testergebnis vorlegen, sofern sie nicht vollständig geimpft oder genesen sind.
  • Auch Freibäder und Außen-Schwimmbecken dürfen öffnen, allerdings NICHT Spaß- und Schwimm-Hallen, die geschlossen bleiben müssen. Das Bahnenschwimmen und die Schwimmausbildung sind im Innen- und Außenbereich aber möglich.

Ausschank und Verzehr von alkoholhaltigen Getränken untersagt.

Auf öffentlichen Verkehrsflächen der Innenstädte und an sonstigen öffentlichen Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, sind der Ausschank und der Verzehr von alkoholhaltigen Getränken untersagt.

Urlaubmachen geht!

Hotels, Pensionen und andere Beherbergungsbetriebe dürfen unter Auflagen auch für touristische Übernachtungen wieder öffnen. Auch Sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. auf Campingplätzen oder in Freibädern) dürfen öffnen.

Sportlich aktiv sein erlaubt!

Hier entfallen die generellen Kontaktbeschränkungen. Folgende Regeln gelten: Sport ist mit höchstens 25 Personen innerhalb geschlossener Räume und 50 Personen außerhalb geschlossener Räume möglich. Mehr dazu siehe Ziffer 11.

Veranstaltungen mit Gruppenaktivität

Laut Ziffer 5a (1) sind Veranstaltungen mit Gruppenaktivität, bei denen feste Sitzplätze nicht vorhanden sind oder nicht nur kurzzeitig verlassen werden und bei denen der Teilnehmerkreis nicht wechselt, wie Feste, Feiern, Empfänge, Führungen und Exkursionen erlaubt. Es dürfen eine Teilnehmerzahl von 25 Personen innerhalb geschlossener Räume und 50 Personen außerhalb geschlossener Räume nicht überschritten werden.

Diskotheken etc müssen weiterhin geschlossen bleiben!


Möchtest Du mehr über die Corona-Regeln in Schleswig-Holstein wissen? Dann schau hier: aktualisierte Corona-Bekämpfungs-Verordnung des Landes

Am 28. Mai.2021 fand in der KGS Reinfeld die Veranstaltung “dialogP” statt. Dies ist eine Diskusions-Veranstaltung im Rahmen des Politik-Unterrichts, bei der Abgeordnete des Landtags in die Schule kommen und mit Schülern diskutieren. Die Themen legen die Schüler fest. Zur Diskussion in der KGS in Reinfeld waren die Politiker Ole-Christopher-Plambeck (CDU), Tobias von Pein (SPD), Marlies Fritzen (Grüne) und Anita Klahn (FDP) eingeladen.

Zu Beginn der Diskussion stellten die Moderatoren, Rieke und Ruben, den Politikern einige lockere Fragen wie “Mit 16 dachte ich Politik sei…”, oder “Mit 16 dachte ich, ich werde”. Nach der Vorstellung der Politiker, wurden 5 Fragestellungen durch die Gruppensprecher der Schule vorgestellt:

  1. Sollte es einen kostenlosen Nahverkehr für Schüler, Studenten und Sozialhilfeempfänger geben?
  2. Sollte ein Besuch des Kindergartens ab einem Alter von 4 Jahren in SH zur Pflicht werden?
  3. Sollten Hygieneartikel für Frauen in SH kostenfrei zur Verfügung gestellt werden?
  4. Sollte Cannabis in SH legalisiert werden?
  5. Sollte es für Geimpfte in SH vorzeige Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben?

Als die Vorstellung der Fragestellungen zu Ende war, gingen die Abgeordneten im Uhrzeigersinn von Tisch zu Tisch und diskutierten jeweils für 15 Minuten mit den Schülern über deren Themen.

Kostenloser Nahverkehr ist unrealistisch (CDU), Parkgebühren erhöhen und damit den Nahverkehr fördern (FDP), …

… sagte Ole-Christoher-Plambeck (CDU). Es sei unrealistisch, in jedem Dorf eine Bahn oder einen Bus in 15 Minutentaktung bereitzustellen. Besser wäre es, Fahrgemeinschaften einzuführen. Weiter sagte er, der Nahverkehr solle nicht komplett kostenlos sein, sondern es solle lieber jeder Benutzer des ÖPNV einen Teil zahlen, um ein größeres und noch besseres Angebot zu bieten. Allerdings könne für Schüler und Sozialhilfeempfänger der ÖPNV kostenlos sein.

Anita Klahn von der FDP würde die Parkgebühren erhöhen, um den ÖPNV attraktiver zu machen und damit mehr Menschen dazu bringen, die Bahn oder den Bus zu nutzen. Ihrer Meinung nach müssten zwischen Hamburg und Lübeck noch mehr Züge fahren. Zum Thema kostenloser Schülerbusverkehr sagte Klahn “Die Schüler können nichts dafür, dass die Schule nicht direkt an ihrem Wohnort ist.” Deshalb ist sie für einen kostenlosen ÖPNV für Schüler.

Kitabesuch muss günstiger werden

Über die Fragestellung, ob der Kitabesuch ab 4 Jahren zur Pflicht werden sollte, meint Anita Klahn, dass die Kitabetreuung allgemein günstiger werden müsste. Außerdem herrsche Fachkräftemangel in den Kitas, sodass die Ausbildungsplätze deutlich aufgestockt werden würden. Sie ist außerdem der Meinung, dass sogenannte multiprofessionelle Teams in die Kitas und Schulen gehen sollten. Das sind Teams, die die Lehrkraft, oder im Falle der Kita, den Erzieher, während des Unterrichts unterstützen.  Die Lehrkraft übernimmt die Unterrichts-Verantwortung, die Fachkraft unterstützt Schüler bei ihrer Arbeit, bei der Regulation ihres Verhaltens und unterstützt die Schüler bei der Kommunikation mit dem Lehrer.


MwSt auf Hygieneartikel für Frauen senken?

Diskutierten gerne mit den Schülern (von rechts): Anita Klahn (FDP), Marlies Fritzen (Grüne) und Tobias von Pein (SPD). Nicht im Bild Ole-Christopher Plambeck (CDU) Foto mit freundlicher Genehmigung von Malte Lupi

Da der erKant-Redakteur nicht bei jeder Diskussion dabei sein konnte, gibt es zum Thema 3 “Sollten Hygieneartikel für Frauen in SH kostenfrei zur Verfügung gestellt werden?” eine kurze Zusammenfassung aus dem Fazit, welches im Anschluss an die Diskussionen von jeder Gruppe vorgestellt wurde.

Fazit: Die Mehrwertsteuer auf Hygieneprodukte für Frauen sollte gesenkt werden, Studenten bis 21 Jahren sollten die Pillen gratis bekommen. Allerdings könne man bei kostenlosen Produkten, nicht davon ausgehen, dass die Menschen diese richtig benutzen.


Cannabis ab 18 legalisieren?

Tobias von Pein von der SPD ist dafür, Cannabis ab einem Alter von 18 Jahren zu legalisieren. Der Zugang zu Zigaretten könnte strikter werden. Harte Drogen sollten verfolgt werden. Die CDU bzw. Ole-Christopher Plambeck ist aus medizinischen Gründen dagegen. Siehe hierzu auch den erKant-Artikel über Cannabis.


“Impfen ist kein Massenexperiment!”

Beim Thema Impfen von Kindern und Jugendlichen waren sich alle Parteien einig: Alle wollen die Kinder impfen, es gibt nur zu wenig Impfstoff.

Bei der SPD habe man Ideen für zurückgegebene Impfungen. Welche das konkret sind, hat Tobias von Pein allerdings nicht verraten. Weiter sagte er, man hätte die Priorität erst einen Monat später aufheben sollen. Statt im Juni erst im Juli und wenn alle geimpft sind, wären weitere Einschränkungen nicht mehr gerechtfertigt.

Marlies Fritzen von den Grünen, kann es nicht verstehen, dass sich Jugendliche und Kinder nicht ausreichend impfen lassen können. Man dürfe das Leben Genesenen und Geimpften nicht noch weiter einschränken. Außerdem müssten alle, egal ob getestet, geimpft, oder genesen, gleich behandelt werden. Ihrer Meinung nach müssten Lüftungsanlagen, wie sie in Kinos verwendet werden, auch in den Schulen eingesetzt werden. Wenn Schülerinnen und Schüler zuhause sind, können Suchtgefahren entstehen, deshalb sei es sinnvoll, die Schulen offen zu halten. (Siehe hierzu auch das erKant-Interview mit Eka von Kalben). Besonders deutlich betonte sie “Impfen ist kein Massenexperiment”, die Impfstoffe seien gut erforscht deshalb ist die Grünenpolitikerin für die Impfung von Kindern und Jugendlichen, dafür brauche man allerdings mehr Impfstoff.


Fazit der einzelnen Themen

Als abschließende Worte wurden, wie weiter oben schon erwähnt, noch ein Fazit und eine Zusammenfassung der Diskussionspunkte vorgestellt, in dem die Pro- und die Contra-Argumente dargelegt wurden.

Hatten sichtlich Spaß bei der Vorbereitung der Veranstaltung: Finn (Links), Kenny (Mitte) und Florian (Rechts) Foto mit freundlicher Genehmigung von Malte Lupi

Die Pro-Argumente für Thema 1 waren: Wenn der ÖPNV für Schüler kostenlos ist, wäre das eine Entlastung für die Eltern, weil nichts bezahlt werden muss, desweiteren wäre es eine geringere Lärmbelästigung, da zu Schulzeiten weniger Autos auf den Straßen wären. Daraus folgt dann, dass sich die Umwelt erholen kann. Wie oben schon beschrieben, wäre ein kostenloser ÖPNV für Schüler nicht machbar, da das Streckennetz und das Angebot weiter ausgebaut werden muss und das kostet Geld. Dennoch gäbe es eine Möglichkeit, den ÖPNV attraktiver zu machen.

Zu der Frage, ob der Besuch der Kita ab einem Alter von 4 Jahren zur Pflicht werden sollte, gab es eine Vorverlegung um ein Jahr. Also statt ab 4 Jahren, sollte ein Kita Besuch schon ab 3 Jahren zur Pflicht werden. Antwort: Die Kita könnte ab 3 Jahren Pflicht werden. Außerdem würden durch bilinguales Lernen der Kinder, Sprachdefizite schon früh ausgeräumt. Zu Bedenken wäre jedoch, dass es nur wenige Kitaplätze gibt und zu wenige Erzieher da wären. Eine zusätzliche Frage, die während den Gesprächen aufgekommen war, ob körperlich beeinträchtigte oder behinderte Kinder, die Möglichkeit bekommen sollten, in einen privaten Kindergarten gehen zu können. Dieser Vorschlag wurde allerdings weitestgehend abgelehnt. Auch das Thema Cannabis zu legalisieren, sorgte für Uneinigkeit. Einige waren klar dafür, einige klar dagegen und einige konnten sich gar nicht entscheiden.

Alles in allem war “dialog p” an der KGS eine gelungene Veranstaltung mit viel interessantem Input und spannenden Gästen.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom “dialog p”, dem 11 Jahrgang, sowie den Lehrkräften Frau Baener, Frau Schmidt und Herrn Schlaak. Den technischen Part übernahmen die Schüler Nik Hansen und Steffen Grewe aus der Technik AG der KGS.

Ministerin Prien: „Schulöffnung vorsichtig und in kleinen Schritten möglich Hygienevorschriften werden aktualisiert –Testmöglichkeiten für Lehrkräfte

KIEL. Bildungsministerin Karin Prien erläuterte heute (11. Februar) die weiteren Schritte zur vorsichtigen Öffnung der Schulen in einem Schreiben an die Schulen. Das ist ein gutes Signal und eröffnet endlich eine Perspektive. Die vergangenen Wochen und Monate haben von Kindern und Jugendlichen und von Eltern und Erziehungsberechtigten ein hohes Maß an Geduld und Disziplin gefordert und sie haben viel Kraft gekostet, so die Ministerin. Sie dankte noch einmal auch ausdrücklich den Schulleitungen, Lehrkräften und an Schule Beschäftigten, die sich in dieser außergewöhnlichen Zeit mit großem Einsatz darum bemüht haben, den Schülerinnen und Schülern ein Stück Normalität zu erhalten.

Prien betonte: Aktuell entwickeln sich die Infektionszahlen insgesamt rückläufig. Dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten. Wir dürfen die erreichten Erfolge nicht gefährden und müssen auch das Infektionsgeschehen weiter eindämmen.  Vor diesem Hintergrund habe die Landesregierung folgende Schritte beschlossen:

  • Ab dem 22. Februar kehren die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 wieder in den Präsenzunterricht unter Coronabedingungen in die Schulen zurück.
  • Der Präsenzunterricht unter Coronabedingungen an den Grundschulen wird sich zunächst auf die Vermittlung basaler Kompetenzen, Lesen, Schreiben, Rechnen sowie auf das soziale Lernen und Miteinander konzentrieren, was in den vergangenen Wochen den Kindern so sehr gefehlt hat.
  • Die Verlässlichkeit der Grundschule wird dabei gewährleistet.
  • Der Ganztag kann unter Beachtung der geltenden Hygienevorschriften wieder angeboten werden.
  • Eine Ausnahme gilt für die Grundschulen in den Kreisen und kreisfreien Städte mit diffusem, höheren Infektionsgeschehen oder Verbreitung einer Virusvariante. Hier wird in einer gesonderten Lagebewertung gemeinsam mit den lokalen Gesundheitsämtern am Montag (15. Februar) über die Verlängerung der Notbetreuung zunächst um eine Woche entschieden werden. Eine solche Lagebeurteilung und mögliche Verschiebung der Öffnungen könnte nach jetzigem Stand die kreisfreien Städte Flensburg und Lübeck sowie die Kreise Pinneberg und Herzogtum Lauenburg betreffen.
  • Für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 an den weiterführenden Schulen bleibt es weiterhin bis zum 7. März beim Lernen in Distanz.
  • Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 wird Notbetreuung angeboten.
  • Für die Abschlussklassen werden die Präsenzangebote fortgesetzt!

Diese ersten Schritte können wir nur mit allergrößter Vorsicht und unter strenger Beachtung der Hygienevorschriften gehen, mahnte die Ministerin. Der Schnupfenplan und der Hygieneplan würden den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst und den Schulen zur Verfügung gestellt. Für Lehrkräfte sowie an Schule Beschäftigte soll die Möglichkeit für regelmäßige Tests eröffnet werden. Dazu würden die Schulen nach Abstimmung mit dem für Gesundheit zuständigen Ministerium kurzfristig informiert.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patricia Zimnik | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Das Wichtigste zu Schulen in Schleswig-Holstein ab 11. Januar:

  • Es gibt wieder Homeschooling; Schüler:innen sollen erneut in der Distanz lernen
  • Präsenzunterricht in den Schulen gibt es zunächst nicht
  • nur Abschlussjahrgänge dürfen ab Montag (11.1.) Lern- und Vorbereitungsangebote in den Schulen vor Ort
  • Solch ein Unterricht findet in Kleingruppen mit Abstand und Hygienekonzept statt. Es gilt dabei natürlich die Maskenpflicht.
  • Für Schüler:innen von Klasse 1 bis 6 wird es eine Not-Betreuung geben.

Weiteres & Details siehe Website des Bildungsministerium.

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Distanz-Lerntage & Kurse dazu:

Für heute, Donnerstag, und morgen hat das Bildungsministerium zwei Distanzlern-Übungstage angeordnet. Diese Maßnahme hatte sie bereits im November angeordnet, als darüber bundesweit diskutiert wurde, ob die Weihnachtsferien verlängert werden sollten oder nicht. Die Distanz-Lerntage sollen genutzt werden, um Lehrkräfte und Schüler digital weiterzubilden.

Hier gibt es kostenfreie Online-Kurse für Schüler und erwachsene Beginner:

#LGBTIQ – echte Vielfalt! Du hast Lust auf einen Vortrag zu Empowerment und Workshops zu den Themen Comiczeichnen, Selbstfürsorge, Dragperformance und ‘Let’s talk about queer sex’? Du würdest gerne andere junge lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter*, asexuelle/ -romantische & queere Menschen aus Schleswig-Holstein kennenlernen und dich vernetzen? Dann melde dich an zum Queeren [digitalen] Jugendwochenende. Die Teilnahme ist kostenlos.

Alle queeren Jugendlichen zwischen 14 und 26 Jahren aus Schleswig-Holstein sind herzlich willkommen!

  • Ort: im digitalen Raum auf der Videokonferenzplattform ‘Zoom’ (Link gibt’s nach der Anmeldung)
  • Wann: Freitag, 11.12.2020 ab 16 Uhr bis Sonntag, 13.12.2020 bis circa 19 Uhr zwischendurch wird es selbstverständlich ausreichend Pausen geben!
  • Anmeldung und Fragen an stelle Alica & Jarno per E-Mail an: jugendkoordination@lambda-nord.de oder über unseren Instagram-Account @queeresjugendwe_sh

Weitere Informationen findest du dort und auf unserer Website https://lambda-nord.de

Wenn du Schwierigkeiten hast, die Teilnahme alleine zu organisieren oder nicht die nötige technische Ausstattung (Laptop/PC/Smartphone/Tablet mit Frontkamera & Mikrofon), dann melde dich bei uns. Schreib uns auch gern, wenn es andere Barrieren gibt, die die Teilnahme für dich erschweren und du Unterstützung brauchst – wir suchen gemeinsam eine Lösung.

Die Weihnachtsferien in Schleswig-Holstein starten wie geplant am vierten Adventswochenende, also am 19. Dezember 2020. Am 7. und 8. Januar 2021 gibt es für SchülerInnen Distanzlern-Übungstage – wegen Corona und Homeschooling und der fehlenden Erfahrung damit. Der Präsenzunterricht beginnt dann erst am 11. Januar 2021. 

Bildungsministerin Karin Prien sieht darin einerseits die Chance, nach einem eventuellen Familienbesuch zwischen den Jahren länger zu Hause zu bleiben und eine mögliche Ansteckung auszuschließen. Andererseits wisse man aus Erfahrung, dass das Distanzlernen geübt und Digitalkonzepte weiter entwickelt werden müssten. Insbesondere Grundschulen sollen die Übungstage für konzeptionelle Arbeit nutzen können.

Die Punkte im Einzelnen:

  • Für die Jahrgangsstufen 1 bis 7 findet am 7. und 8. Januar 2021 kein Unterricht statt. Sie bekommen vor den Weihnachtsferien Arbeitsaufträge für eigenverantwortliches Lernen.
  • Für die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern an diesen beiden Tagen keine Betreuung organisieren können, werden die Schulen eine entsprechende Betreuung innerhalb der Kohorten anbieten. Die Lehrkräfte, die an diesen beiden Tagen keine Betreuungsaufgaben bzw. keine Schülergruppen im Distanzlernübungen unterrichten, werden diese Tage nutzen, um ihre digitalen Konzepte sowie Lehr- und Lernformen außerhalb des Präsenzunterrichts weiter zu entwickeln.
  • Für die Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen ab Jahrgangsstufe 8 finden an diesen beiden Tagen zwei landesweite Distanzlernübungstage statt.
  • Für die Schülerinnen und Schüler der Förderzentren findet der Präsenzunterricht nach Plan statt.
  • Für die berufsbildenden Schulen finden am 7. und 8. Januar ebenfalls zwei landesweite Distanzlern-Übungstage für die Beruflichen Gymnasien sowie die Unter- und Mittelstufen der Dualen Ausbildung statt, sofern sie an diesem Tag keine Prüfungen der Kammern, beziehungsweise Klausuren haben. Die anderen Bildungsgänge an den beruflichen Schulen haben Präsenzunterricht.

Angebote dazu für Schulen werden bald online zu finden sein.

Quelle: Presse-Info des Bildungsministeriums SH

Schulen und Hochschulen bereiten sich mit erweiterter Maskenpflicht, verschärften Hygieneregeln und Corona-Reaktionsplan vor. Schulen nutzen Schulentwicklungstage vermehrt für gezielte Weiterbildung in Sachen Homeschooling, und: Schulträger erhalten finanzielle Mittel für Corona-bedingte Umbau- und Hygiene-Maßnahmen wie z.B. Belüftungssysteme.

Laut einer Presse-Info des Bildungsministeriums in Kiel, müssen an Schleswig-Holsteins Schulen alle Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen ab Montag für die ersten 14 Tage nach den Herbstferien – auch während des Unterrichts und innerhalb ihrer Kohorte/Klasse – Mund-Nasen-Bedeckungen tragen. Bildungsministerin Karin Prien warb am 16. Oktober noch einmal um Verständnis für diese Maßnahme, die angesichts der steigenden Zahl von nachgewiesenen Corona-Infektionen erforderlich sei. Das Ziel bleibt: So viel Präsenzunterricht in der Schule für so viele Schülerinnen und Schüler wie möglich. Die Durchführung des schulischen Regelbetriebs hat für uns höchste Priorität. Wir sind mit unserem Hygienekonzept und dem Corona-Reaktionsplan gut auf die kommenden Wochen vorbereitet.

“Um auf Corona-Quarantänen vorbereitet zu sein, und Unterricht digital organisieren zu können, nutzen viele Schulen aktuell ihre Schulentwicklungstage, um Lehrkräfte darin zu schulen. Insbesondere gefragt sind Schulungen über Online-Konferenzen (Video-) sowie Lern-Management-Systeme. Angebote gibt es dazu in Formix vom IQSH” wurde der Redaktion anderweitig berichtet.

Das Robert-Koch-Institut hat bestätigt, dass Kinder und Jugendliche nicht ‘Treiber der Pandemie‘ sind!

Prien betonte, dass sich Schule im Vergleich zu anderen Lebensbereichen als verhältnismäßig sicherer Ort erweise. Infektionen werden zumeist in die Schulen hineingetragen.  Sie appellierte an die Verantwortung jedes Einzelnen, weiter konsequent alle Schutzmaßnahmen einzuhalten, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen und weitere Einschränkungen zu vermeiden.

Positive Bilanz in schwierigen Zeiten

Seit Beginn des Schuljahres sind in Schleswig-Holstein 141 Schülerinnen und Schüler von insgesamt rund 365.000 positiv getestet worden – das entspricht nur 0,04 Prozent.

Von rund 28.000 Lehrkräften seien 13 positiv getestet worden – das entspricht auch 0,04 Prozent. Insgesamt 134 Kohorten/Klassen mussten für einen Tag oder selten länger zu Hause bleiben bis die Testergebnisse vorlagen.

Diese erfreulich niedrigen Zahlen zeigen einerseits: Präsenzunterricht hat eine hohe soziale Bedeutung für Schülerinnen und Schüler und Familien und ist auch in Zeiten von Corona möglich. Sie zeigen aber auch: Wenn sich möglichst alle an die Regeln halten, können wir das Virus in Schach halten, sagte die Ministerin. Neu ist: Schulen erhalten bald auch kostenlose Masken aus Überbeständen der Bundesgesundheits-Ministeriums.


In Schleswig-Holstein kommt derzeit ein Schutz als Mund-Nasen-Bedeckung in Betracht, der eine Ausbreitung von Tröpfchen durch Husten, Niesen oder Sprechen vermindert, erlaubt sind also:

  • aus Stoff genähte Masken, Schals, Tücher, Schlauchschals. Idealerweise kommt ein enganliegender textiler Stoff zum Einsatz.
  • Einmalmasken sind erlaubt und natürlich auch die FFP2-Maksen
  • Visiere aus Kunststoff könnten ausnahmsweise eingesetzt werden, wenn die Mimik insbesondere von Lehrkräften sichtbar bleiben soll oder wenn aus gesundheitlichen Gründen das Tragen einer Alltagsmaske nicht in Betracht kommt.
  • Für Lehrkräfte gilt immer das Abstandsgebot.

AHA-Regeln werden  um L wie Lüften ergänzt

Die Ministerin wies darauf hin, dass die bereits bestehenden AHA-Regeln (Abstand halten, Hygiene und Alltagsmaske) in der kommenden kühleren Jahreszeit auch an den Schulen um ein „L“ für Lüften erweitert werden müssten. Wir haben bereits gestern ein Info-Blatt zum Thema „Richtiges Lüften“ an die Schulen versandt, in dem wir die auf KMK-Ebene vereinbarten und mit dem Umweltbundesamt (UBA) abgestimmten Empfehlungen erläutern.

Demnach sollte während des Unterrichts alle 20 Minuten mit weit geöffneten Fenstern 3 bis 5 Minuten gelüftet werden und nach der Unterrichtsstunde über die gesamte Pausendauer.

Nach derzeitigen Erkenntnissen, so die Ministerin, sei das die wirksamste Waffe gegen eine Anreicherung von Aerosolen in den Klassenräumen. Luftreinigungsgeräte könnten nur ergänzend wirken.


Zusätzliche Mittel für Schulträger

Zur Unterstützung der Schulträger bei notwendigen Investitionen hat die Landesregierung ein 15 Millionen-Euro-Programm aufgelegt, sagte Prien weiter. Eine entsprechende Richtlinie ermögliche, dass die Schulträger seit dem 12. Oktober eine Landesförderung beantragen können für Hygienemaßnahmen, die sie seit dem 27. April auf den Weg gebracht haben. Das Budget jedes Schulträgers ist abhängig von der Zahl der Schülerinnen und Schüler und enthält einen Sockelbetrag von 4.500 Euro je Schule. Innerhalb ihrer Budgets entscheiden die Schulträger über die bedarfsgerechte Verwendung der Mittel.

Gefördert werden:

  • Aufwendungen für den Erwerb von Sachmitteln, die zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs erforderlich waren oder bis zum 31. Dezember 2020 erforderlich werden. Dies sind:
    • Infektionsschutzmittel, Desinfektionsständer und -spender,
    • Seife / Seifenspender / Papiertücher / Abwurfbehälter,
    • Mund-Nasen-Bedeckungen / Plexiglasvisiere („Face-Shields“) /
    • Schutzanzüge, Schutzscheiben
    • Aufsteller / Hinweisschilder, Material zur Kennzeichnung von Laufwegen und Absperrungen,
    • Belüftungsgeräte, CO 2 -Lüftungsampeln sowie sonstige Gegenstände, die nachweislich zur Einhaltung infektionsschutzrechtlicher Maßgaben geeignet sind.
  • Umbaumaßnahmen: Förderfähig sind Umbaumaßnahmen
    • zur Verbesserung des Infektionsschutzes in Schultoiletten (einschließlich Lehrertoiletten),
    • Sanierung oder Austausch von Fenstern sowie
    • der Einbau oder die Umrüstung von Belüftungsanlagen, soweit dadurch Räume für den Unterricht nutzbar gemacht werden können,
    • vorübergehende Bereitstellung von Containern, soweit dies zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs unter SARS-CoV-Bedingungen notwendig ist und
    • sonstige bauliche Maßnahmen, die der Erteilung von Unterricht unter Berücksichtigung des schulischen Hygienekonzepts dienen.

 

Schleswig-Holsteiner Schulen können ab sofort das Learning-Management-Systems “ItsLearning” inklusive Beratungsleistungen sowie ein Online-Konferenz-System nutzen. Außerdem ist die kurzfristige technische Ausstattung über das Sofortprogramm des DigitalPakts möglich, und: das Weiterbildungs-Angebot für Lehrkräfte wird erweitert.

Die folgenden Informationen stammen teilweise von der Pressekonferenz der Bildungsministerin Karin Prien am 5.8.; weitere aus Insider-Quellen.

Innovationsschub in der digitalen Bildung

Karin Prien berichtete unter Anderem, dass die Corona-Pandemie zu einem gewaltigen Innovationsschub in der digitalen Bildung führte, die das Ministerium mit allen Mitteln weiter verfolgen wird. Zum Beispiel stellt es ab sofort allen Schulen ein einheitliches Lernmanagementsystem (kurz: LMS) zur Verfügung.

Die Wahl fiel auf ItsLearning, welches das Schulportal von SH (betrieben von Dataport, basierend auf dem System von Univention, bekannt als UCS) ergänzen wird.


ItsLearning ist eine kommerzielle, webbasierte Lern- und Community-Plattform, welche 1999 von Studenten des Bergen University College in Norwegen gegründet wurde und heute weltweit vertreten ist. Die deutsche Niederlassung ist in Berlin. ItsLearning wurde als bestes Produkt in der Kategorie Lehr- und Lern-Management-Systeme mit der Comenius-EduMedia-Medaille 2013 ausgezeichnet.

Im Dezember 2019 wurde ItsLearning von der Sanoma Group übernommen, einem führenden europäischen Lern- und Medienunternehmen mit Hauptsitz in Helsinki, Finnland. ItsLearning ist jedoch ein eigenständiges Unternehmen innerhalb des Konzerns, das 2019 einen Nettoumsatz von 913 Mio. EUR erzielte und 4.000 Fachkräfte beschäftigt.


In Schleswig-Holstein zeigten 415 Schulen (circa 50% der Schulen) Interesse an dem LMS.

Ob diese es tatsächlich nutzen werden oder sich für ein anderes LMS entscheiden, bleibt diesen überlassen.

Einen Antrag können und müssen Schleswig-Holsteiner Schulen ggf.  hier stellen: https://mbforms.schleswig-holstein.de/?view=lmstermin

Später nutzbare ItsLearning-Startseite: https://sh.itslearning.com/


Für die Einführung von ItsLearning werden jetzt die Fortbildungs-Angebote beim IQSH erweitert (siehe FORMIX, suche dort nach ItsLearning). 100 Schulen pro Woche sollen an das LMS angeschlossen werden können. Natürlich sollen auch Fortbildungs- und Beratungsangebote von Lehrkräften dazu genutzt werden können und werden entsprechend ausgebaut. Die Kosten dafür trägt das Land, wobei die Mittel dafür vermutlich teilweise aus dem DigitalPakt des Bundes stammen (Annahme der Redaktion*).

Nachtrag vom 20.8.: Laut Pressemitteilung des BIMI vom 19.8. stimmt die #Annahme der Redaktion. Darin steht folgendes:

“Die Kosten für das LMS werden vom Land und vom Bund Schleswig-Holstein aus den Mitteln des DigitalPaktes Schule getragen.”

Gegenstände der Förderung der DigitalPakt-Vereinbarung in der Vergaberichtlinie von SH gestrichen.

Laut der Verwaltungsvereinbarung vom #DigitalPakt Ziffer 3.1.3 und 3.2. sowie 3.4 können auch Lehr-Lern-Infrastrukturen, z.B. #Lernportale sowie Beratungsleistungen daraus finanziert werden.

Aber: in der Vergabe-Richtlinie von SH ist das nicht wiederzufinden.

Laut Auskunft der Staatssekretärin Dr. Dorit Stenke war im Vorwege bereits vorgesehen gewesen, dass finanzielle Mittel für Lehr-Lern-Management-Systeme, Lernportale, etc sowie Beratungsleistungen aus dem DigitalPakt nur vom Land genutzt werden sollen.

Im Umkehrschluss haben dadurch weder Schulen noch Schulträger diese, vom Bund vorgesehene, Möglichkeit und müssen Beratungsleistungen und Lernportale / Lern-Management-Systeme selbst finanzieren – sofern es sich nicht um das einheitliche System des Landes handelt. Anders ist das z.B. in Bremen (siehe pdf)und Hamburg (siehe pdf) – dort können sehr wohl Lehr-Lern-Infrastrukturen aus DigitalPakt-Mitteln bezahlt werden.

Download DigitalPakt des Bundes – Download der Vergabe-Richtlinie SH.

Entsprechend zählt neben den laufenden Lizenz- / Nutzungskosten und den technischen Möglichkeiten und Funktionen des LMS, für die Schulen wohl auch, wer die Kosten trägt. Sie selbst, wenn sie etwas Anderes als ItsLearning nutzen. Dieses durfte übrigens aufgrund der Corona-Krise ohne Ausschreibung eingekauft werden. Aber nicht für die Nutzung auf Dauer. In 2021 muss das Land eine öffentliche Ausschreibung durchführen.

Sollte es soweit kommen, das ItsLearning danach nicht mehr DAS einheitliche LMS des Landes ist, haben Schulen aber durchaus die Möglichkeit, es weiterhin zu nutzen.

Denn: sie können es ja in eigener Regie weiterbetreiben und ihre Schulträger die Kosten dafür selbst tragen – so, wie die anderen 50% der Schulen im Land, die bereits vor oder seit der Corona-Krise Learning-Management-Systeme wie Moodle oder iServ nutzen. Alternativ wäre der Wechsel des LMS (z.B. von ItsLearning zu iServ) technisch durch einen Ex- und Import der Daten möglich.


Ein Video-Konferenz-System wird von Dataport zum Schulbeginn zur Verfügung stehen.

Welches es ist, wurde während der Pressekonferenz nicht genannt. Zur Debatte standen, nach den uns bekannten Informationen, entweder #Jitsi oder #BigBlueButton. Beide sind datenschutzkonform, sofern sie auf eigenen Servern (hier den Servern von Dataport), betrieben werden. #BigBluebutton bietet sehr viel mehr Funktionen für digitalen Unterricht als Jitsi, insbesondere aber nicht nur hat es ein digitales Whiteboard sowie ein (Ether-) Pad. #Jitsi ist dagegen einfacher zu installieren, sowie leichter zu nutzen.

Nachtrag: Auf Nachfrage erfuhr die erKant-Redaktion, dass das Online-Konferenz-System #Jitsi sein wird. Link: https://video.openws.de/ – bitte den Chrome-Browser dafür nutzen.

Gut zu wissen: An das LMS “ItsLearning” kann wahlweise BBB oder Jitsi angebunden werden. Auch dazu gibt es eine Schulung beim IQSH.

Da diverse Schulen und Schulträger bereits in der Corona-Schulschließungs-Phase auf BigBlueButton (BBB) setzten und eigene Server betreiben oder bei einem Hoster “gemietet” hatten, können sie BBB auch dann weiterhin nutzen, wenn sie sich für das LMS #ItsLearning entscheiden.


Außerdem wurden, laut der Presse-Informationen des Bildungsministeriums, die formalen Voraussetzungen (um Mittel aus dem Digitalpakt zu erhalten) weiter vereinfacht. Heißt: es werden zusätzliche Stellen geschaffen, um die Schulen bei der Digitalisierung zu beraten.

“Das Sofortausstattungsprogramm um Schulen mit digitalen Endgeräten zu versorgen ist, seit ich mich erinnern kann, das erste Bundesprogramm dieser Art, das seinen Namen wirklich verdient“, betonte die Ministerin. Schon seit Anfang Juni hätten die Schulträger sich auf die Beschaffung der Geräte einstellen können. „Spätestens seit dem 14. Juli konnten die Schulträger über das Sofortprogramm digitale Ausstattung beschaffen“, so Prien. Seitdem seien 7,35 Millionen Euro vergeben und insgesamt 9,18 Millionen Euro von 107 Schulträgern beantragt worden.

5.8.2020: Presse-Konferenz mit Karin Prien #bildungSH

Bildungsministerin Karin Prien teilte mit (siehe Video unten), dass sich eine Schließung von Schulen und Kitas wegen Corona, wie im Frühjahr, nicht wiederholen soll und darf. Der Regelbetrieb wird unter Corona-Schutzmaßnahmen stattfinden. Eine Maskenpflicht wird es nicht geben.

Unterricht findet grundsätzlich regulär nach Stundentafel statt. Alle Fächer werden unterrichtet und bewertet. Auch Betreuungsangebote und Ganztag, ebenso wie Betriebspratika und fachpraktischer Unterricht finden statt. Diese können durch Hybrid-/Fern-Unterricht ergänzt werden.

Eine Pflicht zur Mund- und Nasenabdeckung ist, laut einer gemeinsamen Studie der deutschen Gesellschaft für Kinder & Jugendmedizin und weiteren Beteiligter nicht erforderlich. Erst wenn mehr als 50 Personen von 100.000 Menschen infiziert sind, kann eine Mund- und Nasenabdeckung überhaupt sinnvoll und wirksam sein. Eine pauschale Maskenpflicht ist medizinisch nicht geboten und wäre nicht verhältnismäßig.

Die Stellungnahme zur Studie mit Maßnahmen zur Aufrechterhaltung eines Regelbetriebs und zur Prävention von SARS-CoV-2-Ausbrüchen in Kitas und Schulen steht hier zum Download zur Verfügung (pdf).

Im neuen Schuljahr soll für Schüler und Lehrkräfte soviel Schulnormalität geschaffen werden wie möglich.

Nur in den ersten 14-Tagen könnte es sinnvoll sein und wird empfohlen, dass Mund- und Nasenabdeckungen getragen werden. Dies betrifft Schüler ab Klasse 7 auch im Unterricht. Dagegen sollten in Fluren, Gemeinschaftsräumen wie der Mensa, etc. Schüler aller Jahrgänge vorsorglich eine Maske tragen, da dort Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. (Müssen sie aber nicht).

Dabei ist zu beachten, dass Schleswig-Holstein ein Flächenland ist, wo beispielsweise an der Nordsee, in Heide ganz andere Bedingungen und Fallzahlen bestehen, als beispielsweise im Kreis Stormarn oder Lübeck. Entsprechend haben einzelne Schulen die Möglichkeit, individuell auf die Lage vor Ort zu reagieren und gegebenenfalls auf punktuelle Corona-Ausbrüche zu reagieren.

Elternbriefe in 5 Sprachen stehen auf den Seiten des Ministeriums zur Verfügung.

Präsenz-Unterricht soll in Kohorten stattfinden.

Kohorten sind Gruppen, die nach bestimmten Kriterien von den Schulen gebildet werden und in der Regel größer als ein Klassenverband sind. Das bedeutet: Schüler, die im Klassenverband, in Kursen oder im Ganztagsangebot gemeinsam unterrichtet werden oder zusammen aktiv sind, bilden eine Kohorte. In der Kohorte gelten die Abstandsregeln unter den Schülerinnen und Schülern nicht.

In den Sommerferien wurde im Rahmenkonzept für Schulen des Bildungsministerium auf das Ermöglichen von Präsenzunterricht vorbereitet, aber auch Alternativ-Szenarien entworfen und geplant. Die Mediziner sprechen sich in der Studie wie folgt dazu aus (Zitat): „Der Wiederbeginn einer sicheren Regelbetreuung- und -beschulung haben nationale Priorität, denn: Kita- und Schulschließungen fügen Kindern und Jugendlichen einen immer größer werdenden Schaden zu.“

„In Krisenzeiten muss man immer wieder Abwiegen: Was ist machbar, was ist wirksam“ sagte Karin Prien „Der Virus könnte gestoppt werden, wenn jeder von uns täglich alleine Zuhause bleibt. Aber das kann nicht die Lösung sein. Grundsätzlich ging und geht es bei dieser Pandemie nicht um den Schutz des Einzelnen, sondern um uns alle und darum, die Ausbreitung des Virus zu verhindern.“

Die Landesregierung und alle Kultusminister von SH sind sich einig: Eine Schließung von Schulen und Kitas darf es nicht erneut geben!

„In der Schule geht es um Wissen und Kompetenzen; dabei ist sie für viele Schülerinnen und Schüler nicht nur Lern- sondern auch Lebensort. Die Schule bietet den Raum sich zu entwickeln, sich auszuprobieren, aus Fehlern und Erfolgen zu lernen und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Dazu gehört auch der persönliche Kontakt zwischen Menschen.“ Lehrpläne sollten zunächst so bleiben und Schule nicht wegen der Pandemie auf den Kopf gestellt werden. Veränderungen müssen sehr sorgsam und gewissenhaft entwickelt und wissenschaftlich begleitet werden. In einer Krise sind Experimente nicht angebracht.


Video von der Presse-Konferenz: