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5.8.2020: Presse-Konferenz mit Karin Prien #bildungSH

Bildungsministerin Karin Prien teilte mit (siehe Video unten), dass sich eine Schließung von Schulen und Kitas wegen Corona, wie im Frühjahr, nicht wiederholen soll und darf. Der Regelbetrieb wird unter Corona-Schutzmaßnahmen stattfinden. Eine Maskenpflicht wird es nicht geben.

Unterricht findet grundsätzlich regulär nach Stundentafel statt. Alle Fächer werden unterrichtet und bewertet. Auch Betreuungsangebote und Ganztag, ebenso wie Betriebspratika und fachpraktischer Unterricht finden statt. Diese können durch Hybrid-/Fern-Unterricht ergänzt werden.

Eine Pflicht zur Mund- und Nasenabdeckung ist, laut einer gemeinsamen Studie der deutschen Gesellschaft für Kinder & Jugendmedizin und weiteren Beteiligter nicht erforderlich. Erst wenn mehr als 50 Personen von 100.000 Menschen infiziert sind, kann eine Mund- und Nasenabdeckung überhaupt sinnvoll und wirksam sein. Eine pauschale Maskenpflicht ist medizinisch nicht geboten und wäre nicht verhältnismäßig.

Die Stellungnahme zur Studie mit Maßnahmen zur Aufrechterhaltung eines Regelbetriebs und zur Prävention von SARS-CoV-2-Ausbrüchen in Kitas und Schulen steht hier zum Download zur Verfügung (pdf).

Im neuen Schuljahr soll für Schüler und Lehrkräfte soviel Schulnormalität geschaffen werden wie möglich.

Nur in den ersten 14-Tagen könnte es sinnvoll sein und wird empfohlen, dass Mund- und Nasenabdeckungen getragen werden. Dies betrifft Schüler ab Klasse 7 auch im Unterricht. Dagegen sollten in Fluren, Gemeinschaftsräumen wie der Mensa, etc. Schüler aller Jahrgänge vorsorglich eine Maske tragen, da dort Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. (Müssen sie aber nicht).

Dabei ist zu beachten, dass Schleswig-Holstein ein Flächenland ist, wo beispielsweise an der Nordsee, in Heide ganz andere Bedingungen und Fallzahlen bestehen, als beispielsweise im Kreis Stormarn oder Lübeck. Entsprechend haben einzelne Schulen die Möglichkeit, individuell auf die Lage vor Ort zu reagieren und gegebenenfalls auf punktuelle Corona-Ausbrüche zu reagieren.

Elternbriefe in 5 Sprachen stehen auf den Seiten des Ministeriums zur Verfügung.

Präsenz-Unterricht soll in Kohorten stattfinden.

Kohorten sind Gruppen, die nach bestimmten Kriterien von den Schulen gebildet werden und in der Regel größer als ein Klassenverband sind. Das bedeutet: Schüler, die im Klassenverband, in Kursen oder im Ganztagsangebot gemeinsam unterrichtet werden oder zusammen aktiv sind, bilden eine Kohorte. In der Kohorte gelten die Abstandsregeln unter den Schülerinnen und Schülern nicht.

In den Sommerferien wurde im Rahmenkonzept für Schulen des Bildungsministerium auf das Ermöglichen von Präsenzunterricht vorbereitet, aber auch Alternativ-Szenarien entworfen und geplant. Die Mediziner sprechen sich in der Studie wie folgt dazu aus (Zitat): „Der Wiederbeginn einer sicheren Regelbetreuung- und -beschulung haben nationale Priorität, denn: Kita- und Schulschließungen fügen Kindern und Jugendlichen einen immer größer werdenden Schaden zu.“

„In Krisenzeiten muss man immer wieder Abwiegen: Was ist machbar, was ist wirksam“ sagte Karin Prien „Der Virus könnte gestoppt werden, wenn jeder von uns täglich alleine Zuhause bleibt. Aber das kann nicht die Lösung sein. Grundsätzlich ging und geht es bei dieser Pandemie nicht um den Schutz des Einzelnen, sondern um uns alle und darum, die Ausbreitung des Virus zu verhindern.“

Die Landesregierung und alle Kultusminister von SH sind sich einig: Eine Schließung von Schulen und Kitas darf es nicht erneut geben!

„In der Schule geht es um Wissen und Kompetenzen; dabei ist sie für viele Schülerinnen und Schüler nicht nur Lern- sondern auch Lebensort. Die Schule bietet den Raum sich zu entwickeln, sich auszuprobieren, aus Fehlern und Erfolgen zu lernen und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Dazu gehört auch der persönliche Kontakt zwischen Menschen.“ Lehrpläne sollten zunächst so bleiben und Schule nicht wegen der Pandemie auf den Kopf gestellt werden. Veränderungen müssen sehr sorgsam und gewissenhaft entwickelt und wissenschaftlich begleitet werden. In einer Krise sind Experimente nicht angebracht.


Video von der Presse-Konferenz:

Corona-bedingtes Homeschooling und Arbeiten im Homeoffice sind für alle Beteiligten eine Herausforderung – für Lehrkräfte, Schüler (m/w/d) und deren Eltern. Das auf menschlicher, organisatorischer sowie auf technischer Ebene. Um dabei ein wenig helfen zu können, hat Media4Schools-Referentin und sii-kids Vereinsvorstand Susanne Braun-Speck aus Reinfeld einen Online-Kurs entwickelt und mit ihrem Internet-Provider Artfiles aus Hamburg ein entsprechendes Server-Angebot für Schulen entworfen.

Bei der Entwicklung des Angebotes war Teamarbeit gefragt – das Knowhow der Techniker seitens des Providers und die Erfahrungen der Referentin für digitale Bildung kamen hier zusammen, wodurch ein optimales “Gesamtpaket” entstanden ist.

Der Online-Kurs kann von Lehrkräften, Schüler- und Elternvertretern aus Schleswig-Holstein über das IQSH wahrgenommen werden. Dabei geht es um die Durchführung von Online-Konferenzen mit dem Tool BigBlueButton (kurz: BBB), welches als “Online-Klassenzimmer mit Whiteboard und vielem mehr” ein wichtiger Baustein beim #Homeschooling bzw. #Distance-, #Blended- und #e-Learning ist.

Berufstätige und Studenten kennen solche Online-Konferenz-Tools oftmals schon, doch in der Bildungslandschaft sind sie bisher selten bis garnicht genutzt worden. Fakt ist: Die Zukunft ist digital und in vielen, vielen Berufsfeldern wird zunehmend digital gearbeitet. Das hier erlernte Knowhow nutzt also ewig!

BigBlueButton wurde 2007 als Open-Source-Webkonferenzlösung für die Anwendung im E-Learning entwickelt. Es ist vergleichbar mit ZOOM, Jitsi & Adobe Connect, aber teilweise einfacher, funktionaler, günstiger & datenschutzkonform! Es dient als Distanzüberbrückendes Kommunikations-Tool unter Arbeitskollegen, mit Schülern, etc. (z.B. vom Homeoffice aus oder von unterwegs übers Smartphone); macht es Lehrkräften leichter, Schüler beim Homeschooling, ggf. auch einzeln oder in Projektteams, zu unterstützen; es macht die digitale Kollaboration (die ideelle Zusammenarbeit zwischen Personen oder Gruppen) von Teams möglich; kann fürs Aufnehmen & Speichern von Erklärvideos genutzt werden, etc.

Dass das BBB-Online-Konferenztool den Datenschutzrichtlinien entspricht, wurde Braun-Speck vom Datenschutzbeauftragten des Bildungsministerium bestätigt.

Ein gutes und faires Angebot in Zeiten von Corona!

Zunächst stellt der Verein den eignen BBB-Server Schulen für erste Testzwecke zur Verfügung. Der Moderator müsste sich jeweils registrieren und freigegeben werden. Link: https://okz.media4teens.de/b/

Das Vertrags-Angebot (download) des Providers enthält 0,00  Einrichtungskosten – die Installation ist also kostenfrei; monatlich wären es knapp 44,- oder 53,- € (entweder mit oder ohne Speicher für Videos) und sogar Support und 24/7 Monitoring sind inklusive. Das detaillierte Komplettangebot mit AVV-Vertrag kann bei S.Braun-Speck@sii-kids.de angefordert werden.

Bei Vertragsabschluss gibt es 10% auf den Monatspreis, wenn folgender Rabattcode verwendet wird: K49590


Workshops für Lehrkräfte, Schüler- und Elternvertreter:

Informationen zu den dazu passenden Online-Kursen stehen im Event-Kalender des Vereins. Titel eins ist: “Homeschooling – Online-Konferenzen mit Schülern u/o Kollegen führen“. Kurs-Titel zwei lautet: “Homeschooling – digitale Lerngruppen fürs #Distancelearning organisieren”. Obwohl diese Angebote erst am Freitag feinkonzipiert und online gestellt worden sind, sind die ersten beiden Termine bereits so gut wie ausgebucht! Es sind aber bereits zwei Folgetermine geplant …

Fragen beantwortet Susanne Braun-Speck gerne. E-Mail: s.braun-speck@sii-kids.de

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Darauf warten alle: Digitale Whiteboards, PC ´s und Tablets, digitale Bücher und Wiki´s, digitale Lernmethoden – unter Anderem mit VR. Bildungsministerin Karin Prien gab am 24. September in Kiel bekannt, dass die kommunalen Landesverbände sich einig wurden und die Förderrichtlinie über die Vergabe der Mittel aus dem “Digitalpakt” in Kraft treten kann. Von 2019 bis 2024 erhalten die rund 800 öffentlichen Schulen in Schleswig-Holstein knapp 142 Millionen Euro.

Die Richtlinie „Landesprogramm DigitalPakt SH – Öffentliche Schulen“ wird mit Veröffentlichung im Amtsblatt in der kommenden Woche rückwirkend zum 17. Mai 2019 in Kraft treten. Damit Schulen Geld aus dem DigitalPakt bekommen, müssen sie einen Antrag stellen – wozu sie zunächst ein pädagogisches Konzept entwickeln müssen.

Digitale Bildung – der “DigitalPakt” soll sie möglich machen

Digitale Kompetenz ist zukünftig von entscheidender Bedeutung: für jeden Menschen, um digitale Medien selbstbestimmt und verantwortungsvoll nutzen zu können und um gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben; und für die Gesellschaft, um Demokratie und Wohlstand im 21. Jahrhundert zu erhalten.

Schulen müssen deshalb überall auf schnelles Internet zurückgreifen können und sollten über entsprechende Anzeigegeräte wie interaktive Whiteboards verfügen. Lehrerinnen und Lehrer müssen gut qualifiziert sein, um digitale Medien nutzen und digitale Kompetenzen vermitteln zu können. (Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung).

Ein Erklärfilm dazu:

https://youtu.be/KQ2yOFOR-wM

Der Träger der Reinfelder Schulen – die Stadt Reinfeld – kann bis zu 500.000 EUR bekommen.

Um aber z.B. bis 25.000 EUR für Endgeräte ausgeben zu dürfen, muss zunächst die Infrastruktur stehen, steht z.B. in der Verwaltungsvereinbarung des Bundes. Auf die regionale Fördermittelrichtlinie müssen Schleswig-Holsteiner wohl bis kommende Woche warten – diese wird im Nachrichtenblatt mitgeteilt.

Die aus dem Schulträgerbudget zu gewährenden Zuwendungen sind von den Trägern der öffentlichen Schulen um einen Eigenanteil in Höhe von jeweils mindestens 15 Prozent zu ergänzen. Bei finanzschwachen Kreisen, Städten und Gemeinden entfällt der Eigenanteil.

Weiterführende Informationen:

Weitere Artikel zum Thema Digitalisierung & Schule siehe Themenseite dazu von erKant.

 

Am Mittwoch, den 20. Februar, hatte die Kant-Gemeinschaftsschule politischen Besuch. SPD-Politiker Ralf Stegner und Martin Habersaat standen den Oberstufenschülern in einer Diskussion Rede und Antwort. Auch Reinfelder Kommunalpolitiker, wie Gerd Herrmann (Bürgervorsteher) und Rolf-Jürgen Hanf (Fraktionsvorsitzender) äußerten ihre Meinungen.

Im Unterricht zuvor hatten sich die Schüler besonders mit der Biografie von Ralf Stegner auseinandergesetzt, sodass die meisten Fragen direkt an ihn gerichtet wurden.

Von Links: Martin Habersaat (SPD), Dawinder Singh (SV), Ralph Stegner (SPD), Jennifer Behncke (SL), Gerd Hermann (Bürgervorsteher Reinfeld), Rolf-Jürgen Hanf (SPD)


Ralf Stegner ist stellvertretender SPD-Vorsitzender, sowie Landes- und Fraktionsvorsitzender. Er hat einen vielseitigen Werdegang vorzuweisen: Vom Auslandsstudiengang an der Harvard-University über politische Positionen wie Finanzminister oder Innenminister, zu der erfolgreichen Person, die er heute ist. Nach eigener Aussage stellte er des Öfteren auf seinem Weg fest:

“Anstrengung zahlt sich aus. Als Kind musste ich mir auch die eine oder andere Sache erkämpfen, aber zielstrebiges Handeln eröffnete mir Chancen. Dass ich am Ende Politiker wurde, lag einerseits wohl an guten Voraussetzungen, wie die Offenheit gegenüber Anderen und meinen Bildungsweg in die politische Richtung, andererseits aber auch am großen Interesse an neuen Begegnungen, neuen Erfahrungen und meinem Ziel, Anderen helfen zu wollen. Zu meinem Weg gehörte aber auch ein bisschen Glück!”

Stegner appellierte an die Anwesenden, sich selbst in manche Situationen zurückzuversetzen und anderen Menschen, in ähnlichen Situationen, etwas Glück zu geben. Durch das Zurückversetzen in seine Jugendzeit könne er auch nachvollziehen, dass Schüler im Rahmen von “Fridays For Future” demonstrieren und nicht zur Schule gehen. Schließlich hatte er früher auch gegen Atomkraft protestiert. Sein politisches Engagement zeigte sich nicht nur über seine besonderen Kenntnisse zum Beispiel über die Politik der USA, sondern auch in seinen Antworten auf kritische Fragen.

Stegner steckte offensichtliche Kritik gut weg.

Dies wurde bereits in der erste Frage deutlich, die zunächst mal die Entscheidung der SPD mit ihrer Zustimmung einer Großen Koalition infrage stellte. Stegner steckte die offensichtliche Kritik gut weg und gesteht sich die schlechten Wahlergebnisse ein. Er b

Ralf Stegner (Foto: Susie Knoll)

egründete die Entscheidung einer Großen Koalition am Ende damit, dass es das Ergebnis einer Mitgliederumfrage war, aber betonte auch, dass er sich wünscht, dass es sich hierbei um eine Ausnahme handelt.

Eine deutliche Kritik wurde auch in der Frage bezüglich dem Nachgehen von Wahlversprechen deutlich. Die Schülerin sagte, dass man in einem normalen Job schließlich entlassen wird, wenn man seiner Arbeit nicht nachgehen würde. Ralf Stegner meinte, dass sich nicht alles vor einer Wahl absehen lässt.

“Schließlich ist man nicht alleine und so kommt es, dass man Kompromisse wie die GroKo eingehen muss. Trotzdem sollte man natürlich nicht seine eigentlichen Ziele ändern”, so Stegner.

Soziale Medien gehören zum Politik-Machen dazu.

Sehr interessant war auch die Frage über Stegners “nicht immer so höflichen” Twitter-Aktivitäten. Er begründet seine Twitter-Aktivität damit, dass er ja schließlich nur 280 Zeichen hätte und somit manchmal auch auf den Punkt kommen müsse. Dass es ihm allerdings auch einfach Spaß mache, gab er auch offen zu. Twitter und seinen Einsatz in der Politik steigt stetig an. Ralf Stegner ist der Meinung:

“Twitter gehört zur heutigen Politik, wie auch andere soziale Medien. Auch ein Streit zwischen Parteien ist Alltag. Solange die Aussagen nicht “unterhalb der Gürtellinie” stattfinden, finde ich die Kommunikation über soziale Medien nicht schlecht.”

Des Öfteren machte es während der Dikussion den Eindruck, dass Ralf Stegner indirekte Anspielungen gegen die rechte Politik machte. Bei der Frage was für die Politiker gute Politik ist, hat er klar sagen können, dass schlechte Politik sich auszeichnet, indem mit dem “Finger in den Wind (ge)halten” wird und auch bei der zuvor gestellten Frage ging er kurz auf die nach seinen Tweeds erscheinenden Anklagen von Rechts, welche einen “schlechten Ton” besitzen, ein.

Martin Habersaat (Fotograf: Dietmar Wadewitz)

Wie sein Kollege Martin Habersaat stimmte er aber auch einer Kompromissfähigkeit und das leidenschaftliche Auftreten bei einer guten Politik zu. Rolf-Jürgen Hanf ging intensiver auf die Glaubwürdigkeit ein, während Gerd Hermann auch Dinge wie transparentes, aufrichtiges und ehrliches Verhalten in guter Politik sah.

Linker und Rechter Flügel der SPD

In einer Zwischenfrage der Diskussionsleitung, ging Stegner kurz auf den linken und rechten Flügel in der SPD ein. Er erklärte, dass der linke Flügel, dem er angehörte, alle Menschen gleich sehe und kein arm und reich möchte. Dem rechten Flügel geht es genau so, bloß wollen sie dieses Ziel in kleinen Schritten angehen und gehen somit des öfteren Kompromisse ein. Es handelt sich hierbei aber nicht um eine Spaltung innerhalb der Partei und Rechts darf nicht gegen Links angehen. Ralf Stegner verwendete dafür eine schöne Metapher und sagte, dass schließlich “ein Vogel nur mit zwei Flügeln fliegen kann”.

Setzt sich die SPD wirklich für Fairness ein?

Eine Schülerin hatte im Vorfeld gut recherchiert und herausgefunden, dass Beamte bereits nach fünf Jahren 1.400 € Mindestpension (“Rente”) erhalten, während für Angestellte noch nicht mal eine Mindestrente gilt. Beamte bekommen sogar im Schnitt 2.940€ Pension, andererseits erhält ein Angestellter eine Rente von durchschnittlichen 800 € nach einem ganzen Arbeitsleben. Mit diesem aufgestellten Wissen fragte sie schließlich nach der sozialen Gerechtigkeit zwischen Beamten und Angestellten. Ralf Stegner teilte den Schülern mit, dass die SPD ein System, welches sich “Bürgerversicherung” nennt, schaffen will, wo alle drin sind. Dies bezieht sich sowohl auf die Rente als auch auf die Gesundheit. Er gab aber auch zu bedenken, dass dies Zeit benötige. Eine Mindestrente soll dagegen schon bald eingeführt werden, da dies bereits beschlossen wurde.

Schülerstreiks & das Engagement von Politikern und Bürgern

Unterschiedliche Meinungen gibt es auch zu “Fridays For Future”, wo Schüler freitags während der Schulzeit für den Klimaschutz demonstrieren gehen. Wie schon bereits genannt, respektiert Stegner das Handeln der Schüler, allerdings appellierte er auch hier, dass es nicht nur auf die Politik ankäme. Für große Dinge, wie die Windenergie zu nutzen, müsse die Politik aufkommen, aber es käme auch auf die kleinen Dinge an, wie Müllvermeidung oder den Fleischkonsum zu verringern. Die Problematiken beim Kohleausstieg zeigte er den Schülern auch. Schwierigkeiten bestehen darin den Atom- und Kohleausstieg gleichzeitig zu managen, da man sich auch um die Regionen und um neue Arbeitsplätze kümmern müsse. Er sieht eine Gefahr darin, dass wenn zum Beispiel keine neuen Arbeitsplätze gewährleistet werden, sich das Wahlverhältnis entgegen demokratischen Parteien richtet. Diese Gedanken sind sehr weitreichend, trotzdem waren manche Schüler von diesen Aussagen etwas enttäuscht.

Dass es manchmal schwierig ist, ein Ziel durchzusetzten, zeigten auch Rückfragen der Politiker an die Schüler, wo sie mit Handzeichen ihre Meinung verdeutlichen sollten. Beim Thema Tempolimit wurde zum Beispiel zu ca. 1/3 dagegen gestimmt. Ralf Stegner erklärte, dass es zwar nur einen geringen Teil zum Klima beitragen, aber die Verkehrssicherheit unterstützen würde und sich somit an sich positiv auf die Gesellschaft auswirken könnte. Außerdem gibt es um Deutschland herum viele Länder, die ein Tempolimit haben. Stegner zeigte den Schülern damit, dass es schwierig wird komplexere Themen zu behandeln, wenn so scheinbare einfache Dinge schon so diskussionsreich sind.

Eine mittlerweile häufig auftretende Schülerfrage ist die Beurteilung der politischen Machenschafften in den USA. Ralf Stegner sagte: “Ich weiß manchmal nicht, ob ich lachen oder weinen sollte”. Man sollte nun aber nicht gegen ganz Amerika sein, nur weil Trump eventuell vieles Falsch macht. Nicht alle sind schließlich wie Trump. Die Twitter-Aktivität Trumps ist ebenso für viele gewöhnungsbedürftig. Stegner meinte, dies wäre aber auch schwierig zu ändern, da durch einen Eingriff die Freiheit im Netz eingeschränkt werden würde.

Geplante Reform des EU-Urheberrechts ist umstritten.

Die Debatte um Artikel 13, der große digitale Plattformen in die Haftung nehmen soll, wenn dort geschützte Inhalte hochgeladen werden, fiel den Schülern direkt bei “Freiheit im Netz” ein. Sie fragten ihn nach seiner Meinung dazu. Stegner teilte den Schülern mit, dass sich die SPD-Spitze gegen Artikel 13 ausspricht und dies nun ein Gesprächsthema in der Union sein wird. Er sagte aber auch, dass das Thema auch in seiner Partei nicht unumstritten ist.

Die letzte Frage handelte von der einerseits steigenden Unterbesetzung in Ausbildungsberufen und auf der anderen Seite der steigende “Akademisierungswahn”. Ralf Stegner ist davon überzeugt, dass jeder das Beste für sich selbst tun sollte. Er gab zu verstehen, dass es dabei auch nicht auf eine besseren Bezahlung der Akademiker zurückgehen sollte, da man mit einem Ausbildungsberuf genau so viel Geld, wenn nicht sogar ab und zu auch mehr, verdienen kann. Eine anständige Bezahlung und gleiche Chance sollte laut Stegner jedem zustehen. Er ist dafür, dass jeder eine Ausbildung gemacht haben sollte, gab aber auch zu verstehen, dass sich die Berufe an sich auch geändert haben und sich somit an die “Akademisierung” anpassen. Die Hochnäsigkeit gegenüber geringer qualifizierten Menschen sollte sein gelassen werden, so Stegner.

Die meisten Schüler freuten sich, dass ihre zahlreichen Fragen beantwortet wurden und die Politiker sich die Zeit für sie genommen haben. Die Politiker schienen ebenfalls sichtlich erfreut über die berechtigten Fragen.

Bildungspolitisch ist der Digitalpakt Schule aktuell hoch brisant – denn das Programm des Bundes, welches den Schulen mehr Geld für die Digitalisierung bereitstellen soll, droht von den Ländern gekippt zu werden.

Quelle: https://anja-karliczek.de/pressefoto/ Fotograf: Rauß Fotografie

Insgesamt will die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) fünf Milliarden Euro über einen längeren Zeitraum den Schulen bundesweit zukommen lassen, womit diese Tablets bereitstellen oder WLAN in allen Klassenzimmern installieren sollen. Hierfür musste sogar das Grundgesetz, Artikel 104c, geändert werden (hier die geänderte Fassung, fett markiert), da die politische Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit im Bereich Bildung bei den Ländern liegt.

Ende November war es dann soweit: Der Bundestag beschließt mit Zweidrittelmehrheit die Grundgesetzänderung.

Aber noch ist der Weg nicht frei für das Geld. Denn der Bundesrat, bestehend aus Vertretern aller Bundesländer, muss ebenfalls mit einer Zweidrittelmehrheit für diese Grundgesetzänderung stimmen. Und einige Bundesländer tun sich schwer damit, dem Bund  diese Befugnisse zu geben. 

Die Ministerpräsidenten von fünf Bundesländern, namentlich Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen, sprach sich in einem Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gegen diese Änderung aus. Sie schrieben: 

“Wir wollen keine Einheitsschulpolitik aus Berlin. Wir wollen die Vielfalt und den Wettbewerb in unserem Bildungswesen erhalten”

Und weiter:

“Die Länder wollen einen Digitalpakt ermöglichen. Wir möchten allerdings einen besseren Weg zu seiner Umsetzung finden”

Sollten diese Bundesländer nicht zustimmen, kommt es zu keiner Zweidrittelmehrheit und der Digitalpakt kann nicht umgesetzt werden.

Wenn der Digitalpakt Schule nicht umgesetzt werden kann, wird die Digitalisierung der Schulen weiter auf sich warten lassen. So wird es noch länger dauern bis Tablet-Klassen, schnelles, stabiles WLAN und aktuelle Geräte eingerichtet und gekauft werden können, welche somit den Unterricht in seiner Form unterstützen und mehr Gestaltungsmöglichkeiten bieten können. 

Mehr zum Thema findet ihr auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Quelle: zeit.de

Auch in diesem Jahr fand an unserer Schule eine Projektwoche statt, in der die Schüler eigene Projekte leiten und organisieren. Es gab Projekte zu verschiedensten Themen: z.B. Sport, Kunst, Backen und Theater.

Das Projekt “Do-It-Yourself” wird von vier Schülerinnen aus dem 11. Jahrgang organisiert und geleitet. Schülerinnen und Schüler aus dem 5. und 6. Jahrgang nehmen daran teil und treffen sich immer zur ersten Stunde im Kunstraum. Der Kostenbeitrag betrug 5€ für die Materialien.

Bei viel Spaß tolle Dekoration basteln

Am Montag haben sich erst einmal alle bei lustigen Kennlernspielen kennengelernt. Anschließend haben die Teilnehmer eigene Bastelbücher gebastelt, in denen sie im Laufe der Woche alle Bastelanleitungen sammeln konnten.

Schlüsselanhänger aus Schrumpfpapier

Nach den Vorbereitungen für den weiteren Verlauf der Woche haben sie angefangen, Schlüsselanhänger aus Schrumpfpapier zu gestalten. Dafür zeichneten sie ein Motiv ihrer Wahl auf das Schrumpfpapier. Je nach Belieben konnten die Schüler den Anhänger als Bilderrahmen gestalten oder das Motiv komplett ausschneiden. Um die Schlüsselanhänger fertig zu stellen, nahmen die Projektleiterinnen das fertig bemalte Schrumpfpapier mit nach Hause, um es im Ofen zu backen, wobei es auf ein Viertel seiner vorherigen Größe zusammenschrumpfte.

Knetseife

Für die Knetseife gibt es ein ganz einfaches Rezept: Man vermischt 1EL Stärke mit 1TL Duschgel und 1TL Olivenöl und knetet die Masse, bis sie eine gute Konsistenz hat. Wenn es zu flüssig ist, kann man noch Stärke hinzugeben, wenn es bröselt, Öl oder Duschgel.

Freundschaftsarmbänder

Am Dienstag haben die Schüler Freundschaftsarmbänder geknüpft. Dazu konnten sie sich nach Belieben Wolle aussuchen, mit der sie nach Anleitung verschiedene Muster geknotet haben.

Jutebeutel

Am Mittwoch konnten die Teilnehmer eigene Jutebeutel gestalten, indem sie die Beutel mit Sprüchen oder Bildern bemalten. Dieses wurde hinterher über gebügelt, damit die Farbe beim Waschen nicht verläuft.

Windlichter, Lampions, Lipbalm und 3D-Postkarten

In den folgenden Tagen werden die Projektleiterinnen mit den Teilnehmern noch Windlichter, Lampions und 3D-Postkarten gestalten, sowie Lipbalm herstellen.

 

Zur Auflockerung wurden zwischendurch immer mal wieder Spiele eingebaut.

 

Zusammenfassend sagen die Teilnehmer, dass das Projekt ein voller Erfolg mit viel Spaß war.

 

von: Finja und Lieselotte

Diese Woche haben Lars (LBW) und ich, die Schülerzeitungs-Website auf https / SSL umgestellt – oben im Browser steht nun also nicht mehr http://… sondern https://… SSL bedeutet “Secure Sockets Layer” und ist ein Verschlüsselungsprotokoll (Erklärung) zur sicheren Datenübertragung im Internet.

Das brauchen wir aus Datenschutzgründen!

Datenschutz? Ja. Ein Datenschutzgesetz gibt es Deutschland schon länger. Ab Mai 2018 gilt die neue Datenschutz-Verordnung (kurz: DSGVO) der EU, die dann für alle Mitgliedsstaaten verbindlich ist. Auf dieser Website ist so eine Datenschutz-Maßnahme erforderlich, damit Daten aus unserem Kontaktformular nicht “ausversehen” an Dritte übertragen werden können.

Erkant.de ist jetzt also sicherer für euch Leser! Und verbessert unsere Position bei Google, macht die Website ein bisschen schneller und so weiter.

Gibt es Datenschutz auch an Schulen?

Na klar und wie! Datenschutz-Richtlinien sind sogar ein zentrales Thema, das in der Verantwortung der Schulleitung liegt. Bisher ist es so, dass es in jedem Bundesland eigene Datenschutzrichtlinien gibt – das ist natürlich doof, wenn z.B. ein hamburger Lehrer an eine Schule in Schleswig-Holstein wechselt. Aber: Ab Mai wird das ja ein Stück weit anders, da die Länder sich im Großen und Ganzen an die EU-Datenschutz-Verordnung halten müssen und nichts eigenes mehr “stricken” sollen.

Beispiele aus dem Schulleben:

  • Lehrer dürfen die Noten vor anderen Schülern (aus Datenschutzgründen) nicht laut sagen.
  • SMS, Whatsapp-Nachrichten, Briefe, etc dürfen sie nicht lesen (aber Briefe oder Handys  vorrübergehend (z.B. bis Stundenende) einsammeln.
  • Glasklar dürfte sein, dass Schulen natürlich keine Zeugnisnoten, Adressen und so weiter an Fremde weitergeben dürfen, oder?
  • dass jeder sein Smartphone mit Passwort schützt, ist üblich … (siehe Foto)
  • und dass niemand fremde Bilder posten darf, etc weiß vermutlich fast jeder.

Kurz gesagt: Datenschutz ist ein heißes und brandaktuelles Thema!

Mehr dazu und angrenzende Themen lest und seht ihr hier: