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Schulen und Hochschulen bereiten sich mit erweiterter Maskenpflicht, verschärften Hygieneregeln und Corona-Reaktionsplan vor. Schulen nutzen Schulentwicklungstage vermehrt für gezielte Weiterbildung in Sachen Homeschooling, und: Schulträger erhalten finanzielle Mittel für Corona-bedingte Umbau- und Hygiene-Maßnahmen wie z.B. Belüftungssysteme.

Laut einer Presse-Info des Bildungsministeriums in Kiel, müssen an Schleswig-Holsteins Schulen alle Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen ab Montag für die ersten 14 Tage nach den Herbstferien – auch während des Unterrichts und innerhalb ihrer Kohorte/Klasse – Mund-Nasen-Bedeckungen tragen. Bildungsministerin Karin Prien warb am 16. Oktober noch einmal um Verständnis für diese Maßnahme, die angesichts der steigenden Zahl von nachgewiesenen Corona-Infektionen erforderlich sei. Das Ziel bleibt: So viel Präsenzunterricht in der Schule für so viele Schülerinnen und Schüler wie möglich. Die Durchführung des schulischen Regelbetriebs hat für uns höchste Priorität. Wir sind mit unserem Hygienekonzept und dem Corona-Reaktionsplan gut auf die kommenden Wochen vorbereitet.

“Um auf Corona-Quarantänen vorbereitet zu sein, und Unterricht digital organisieren zu können, nutzen viele Schulen aktuell ihre Schulentwicklungstage, um Lehrkräfte darin zu schulen. Insbesondere gefragt sind Schulungen über Online-Konferenzen (Video-) sowie Lern-Management-Systeme. Angebote gibt es dazu in Formix vom IQSH” wurde der Redaktion anderweitig berichtet.

Das Robert-Koch-Institut hat bestätigt, dass Kinder und Jugendliche nicht ‘Treiber der Pandemie‘ sind!

Prien betonte, dass sich Schule im Vergleich zu anderen Lebensbereichen als verhältnismäßig sicherer Ort erweise. Infektionen werden zumeist in die Schulen hineingetragen.  Sie appellierte an die Verantwortung jedes Einzelnen, weiter konsequent alle Schutzmaßnahmen einzuhalten, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen und weitere Einschränkungen zu vermeiden.

Positive Bilanz in schwierigen Zeiten

Seit Beginn des Schuljahres sind in Schleswig-Holstein 141 Schülerinnen und Schüler von insgesamt rund 365.000 positiv getestet worden – das entspricht nur 0,04 Prozent.

Von rund 28.000 Lehrkräften seien 13 positiv getestet worden – das entspricht auch 0,04 Prozent. Insgesamt 134 Kohorten/Klassen mussten für einen Tag oder selten länger zu Hause bleiben bis die Testergebnisse vorlagen.

Diese erfreulich niedrigen Zahlen zeigen einerseits: Präsenzunterricht hat eine hohe soziale Bedeutung für Schülerinnen und Schüler und Familien und ist auch in Zeiten von Corona möglich. Sie zeigen aber auch: Wenn sich möglichst alle an die Regeln halten, können wir das Virus in Schach halten, sagte die Ministerin. Neu ist: Schulen erhalten bald auch kostenlose Masken aus Überbeständen der Bundesgesundheits-Ministeriums.


In Schleswig-Holstein kommt derzeit ein Schutz als Mund-Nasen-Bedeckung in Betracht, der eine Ausbreitung von Tröpfchen durch Husten, Niesen oder Sprechen vermindert, erlaubt sind also:

  • aus Stoff genähte Masken, Schals, Tücher, Schlauchschals. Idealerweise kommt ein enganliegender textiler Stoff zum Einsatz.
  • Einmalmasken sind erlaubt und natürlich auch die FFP2-Maksen
  • Visiere aus Kunststoff könnten ausnahmsweise eingesetzt werden, wenn die Mimik insbesondere von Lehrkräften sichtbar bleiben soll oder wenn aus gesundheitlichen Gründen das Tragen einer Alltagsmaske nicht in Betracht kommt.
  • Für Lehrkräfte gilt immer das Abstandsgebot.

AHA-Regeln werden  um L wie Lüften ergänzt

Die Ministerin wies darauf hin, dass die bereits bestehenden AHA-Regeln (Abstand halten, Hygiene und Alltagsmaske) in der kommenden kühleren Jahreszeit auch an den Schulen um ein „L“ für Lüften erweitert werden müssten. Wir haben bereits gestern ein Info-Blatt zum Thema „Richtiges Lüften“ an die Schulen versandt, in dem wir die auf KMK-Ebene vereinbarten und mit dem Umweltbundesamt (UBA) abgestimmten Empfehlungen erläutern.

Demnach sollte während des Unterrichts alle 20 Minuten mit weit geöffneten Fenstern 3 bis 5 Minuten gelüftet werden und nach der Unterrichtsstunde über die gesamte Pausendauer.

Nach derzeitigen Erkenntnissen, so die Ministerin, sei das die wirksamste Waffe gegen eine Anreicherung von Aerosolen in den Klassenräumen. Luftreinigungsgeräte könnten nur ergänzend wirken.


Zusätzliche Mittel für Schulträger

Zur Unterstützung der Schulträger bei notwendigen Investitionen hat die Landesregierung ein 15 Millionen-Euro-Programm aufgelegt, sagte Prien weiter. Eine entsprechende Richtlinie ermögliche, dass die Schulträger seit dem 12. Oktober eine Landesförderung beantragen können für Hygienemaßnahmen, die sie seit dem 27. April auf den Weg gebracht haben. Das Budget jedes Schulträgers ist abhängig von der Zahl der Schülerinnen und Schüler und enthält einen Sockelbetrag von 4.500 Euro je Schule. Innerhalb ihrer Budgets entscheiden die Schulträger über die bedarfsgerechte Verwendung der Mittel.

Gefördert werden:

  • Aufwendungen für den Erwerb von Sachmitteln, die zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs erforderlich waren oder bis zum 31. Dezember 2020 erforderlich werden. Dies sind:
    • Infektionsschutzmittel, Desinfektionsständer und -spender,
    • Seife / Seifenspender / Papiertücher / Abwurfbehälter,
    • Mund-Nasen-Bedeckungen / Plexiglasvisiere („Face-Shields“) /
    • Schutzanzüge, Schutzscheiben
    • Aufsteller / Hinweisschilder, Material zur Kennzeichnung von Laufwegen und Absperrungen,
    • Belüftungsgeräte, CO 2 -Lüftungsampeln sowie sonstige Gegenstände, die nachweislich zur Einhaltung infektionsschutzrechtlicher Maßgaben geeignet sind.
  • Umbaumaßnahmen: Förderfähig sind Umbaumaßnahmen
    • zur Verbesserung des Infektionsschutzes in Schultoiletten (einschließlich Lehrertoiletten),
    • Sanierung oder Austausch von Fenstern sowie
    • der Einbau oder die Umrüstung von Belüftungsanlagen, soweit dadurch Räume für den Unterricht nutzbar gemacht werden können,
    • vorübergehende Bereitstellung von Containern, soweit dies zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs unter SARS-CoV-Bedingungen notwendig ist und
    • sonstige bauliche Maßnahmen, die der Erteilung von Unterricht unter Berücksichtigung des schulischen Hygienekonzepts dienen.

 

Bundeskanzlerin Merkel kündigte am 29.9.20 an, ein 500 Millionen Euro schweres Förderprogramm für Belüftungsanlagen in Schulen locker zu machen. Da ständiges Lüften in Kitas und Schulen im Herbst und Winter aufgrund der geringen Temperaturen und Wetterverhältnisse kaum möglich ist, muss die passende Technik helfen. Diese bietet die schwedische Firma Camfil mit deutscher Niederlassung in Reinfeld an.

Politiker und Virologen halten den Einsatz von Luftreinigern in Schulen für wichtig. Die AHA-Regel soll jetzt entsprechend um zwei Punkte ergänzt werden.

  • AHA bedeutet: Abstand halten – Hygiene beachten – Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen.
  • Hinzu kommen jetzt C wie Corona-Warn-App und L wie Lüften. Dann heißt die Regel: AHACL

Aktuell steigen die Infektions-Zahlen mit jedem Tag mehr. Auch in Reinfeld an der Gemeinschaftsschule, sowie mehreren Schulen in Bad Oldesloe gibt es aktuell Corona-Infizierte und Massentests. Auch die Redakteurin dieses Artikels befindet sich gerade in Corona-Quarantäne, weil es in einer Jahrgangsklasse Infizierte gab.

“Ich habe seit den Sommerferien schon zwei Corona-Tests gemacht. Einmal beim Arzt, wo mir ein Stäbchen erst in den Mund und danach in die Nase gesteckt wurde (ecklig …). Letzte Woche musste unser ganzer Jahrgang zum Massentest vom Gesundheitsamt. Da wurde mir das Stäbchen durch die Nase bis in die Stirn geschoben … Mein Ergebnis war jedesmal negativ, also bin ich nicht krank. Die ganze Klasse ist gesund, aber in Quarantäne.”

Nach den Herbstferien gibt es für 14 Tage wieder eine Maskenpflicht in allen schleswig-holsteiner Schulen für alle ab Klasse 5 (Nachtrag vom 30.09.). Können Masken im Unterricht überhaupt oder genug vor Ansteckungen schützen? Ist für einen sicheren Schulbetrieb nicht eine gesunde und virenfreie Raumluft im Klassenzimmer am besten, um Ansteckungen zu vermeiden?

Die Gefahr liegt in der Raumluft!

Corona-Viren verbreiten sich durch Tröpfchen-Infektionen über luftgetragene Aerosole. Diese Aerosole sind ein Gemisch aus festen und kleinsten flüssigen Schwebeteilchen in einem Gas. Luft / Sauerstoff ist ein Gas. Corona-Viren können sich darin über mehrere Stunden in der Luft halten und im ganzen Raum verteilen. Frischer Sauerstoff, ständiges Lüften hilft, möglichst wenig davon in der Luft zu haben. Aber wie soll das im Winter gehen? Bei Kälte, Regen und Schnee?

Das Infektionsrisiko im Klassenzimmer sinkt, wenn stationäre Luftreiniger mit integrierten Hochleistungsfiltern aufgestellt werden.

Um die Sicherheit von Schülern und Lehrern zu erhöhen und das Risiko der Virusausbreitung zu verringern, hat die Firma Camfil aus Reinfeld Luftreiniger aus der City Serie für diesen Einsatz weiterentwickelt. Damit kann die Raumluft in jeder Stunde 6-fach komplett gereinigt werden. Die in den Aerosolen befindlichen Viren werden über die Hochleistungsfilter (HEPA Filter, H14) herausgefiltert. Stören tun die auch nicht, denn die Luftreiniger sind  leise, da sie speziell für den Einsatz in Büro- oder Klassenräume konzipiert worden sind.

Gute Luft, gutes Lernen. Gesunde Raumluft im Klassenzimmer durch Filter

Seit über einem halben Jahrhundert sorgt die Firma Camfil als marktführendes Unternehmen für eine saubere Innenraumluft für Menschen, Umwelt und Prozesse. Mit ihren HEPA-Luftreinigern wird die Innenraumluft gereinigt und von Aerosolen und Viren befreit – so bieten sie Schutz vor COVID-19 und natürlich auch vor anderen Infektionsrisiken.

“Ich sehe einen großen Vorteil durch diese Luftreiniger gegenüber Masken im Unterricht. Die in Masken entstehenden Bakterien und Pilze können ja auch die Gesundheit gefährden und frische Lust ist zudem elementar wichtig, um Lungenentzündungen vorzubeugen.” meint der Coach von erKant.


Die Investition in solche Luftreiniger lohnt sich, denn die Geräte können viele Jahr lang in Grippenzeiten dafür sorgen, dass Raumluft sauber bleibt! Fakten & Daten zu der Camfil City Serie für Schulen (Herstellerinfo):

Der Luftreiniger City M für eine gesunde und virenfreie Raumluft im Klassenzimmer.  Quelle: “obs/Camfil GmbH”

  • mobiles Luftreinigungssystem mit geringem Geräuschpegel – speziell für den Einsatz in Büro- oder Klassenräume konzipiert
  • 2-stufiges Filtersystem mit Hochleistungsfilter H14 und Molekularfilter gegen Gerüche
  • Reduziert luftgetragene Allergene und ansteckende Viren und Bakterien
  • Erhöht die Konzentration und bringt mehr produktive Energie durch eine verbesserte Umgebungsluft
  • Nach DIN EN 1822 getestete HEPA Filter mit einer Abscheideleistung von 99,995 %
  • Plug-and-Play-Einheit für einen einfachen Einsatz

In einer Schule in Bad Oldesloe soll es (laut einer Presse-Info von Camfil) in den Klassenräumen eine Partikel-Reduzierung von circa 90 % – 95 % geben. Das, während 33 Schüler und 2 Lehrkräfte anwesend waren. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Weitere Informationen über Camfil und deren Produkte gibt es auf deren Website sowie in einem Berufetag-Artikel von erKant.de.

Die Messergebnisse am Beispiel einer Partikelmessung in einem Klassenzimmer einer Schule in Bad Oldesloe. Quelle: obs/Camfil GmbH”


Presse-Info: https://www.presseportal.de/pm/148448/4713978

In der jüngsten Pressemitteilung des Bildungsministeriums von Schleswig-Holstein heißt es: In der derzeitigen Situation ist ein regulärer Unterricht, wie wir ihn uns alle für die Kinder wünschen würden, ausgeschlossen. Es geht vielmehr darum, unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes eine vorsichtige Öffnung der Schulen für die Schülergruppen, die die Unterstützung am Nötigsten haben, zu erreichen.

Lernen in der Schule, zu Hause UND auf digitalen Kanälen wird es also weiterhin geben.

Prien betonte, dass das Bildungsministerium einen mehrstufigen Plan erarbeitet habe. Nach der nun anlaufenden zweiten Phase sollen in weiteren Schritten bis zum Ende des Schuljahres alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bekommen, zumindest zeitweise Präsenzunterricht in der Schule wahrzunehmen

Jede Schülerin und jeder Schüler bekommt zum 6. Mai von seiner Schule eine Information, wie das Lernen für ihn individuell weitergeht. Die Eltern können sich darauf verlassen, dass es eine Woche Vorlauf zur Planung des Schulbesuches gibt“, so Karin Prien.


Es gilt folgender Plan für die Schulen in SH ab dem 4. Mai 2020:

  • Grundschulen ab 6. Mai 2020 Unterricht für die 4. Jahrgangsstufe.
  • Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe ab 18. Mai 2020: Beratungsangebote für die Jahrgänge 9 und 10.
  • Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe ab 06. Mai 2020: Beratungsangebote für die Eingangsphase (E) und die Qualifikationsphase 1 (Q1),
    ab 11. Mai Beratungsangebote für die Jahrgänge 9 und 10.
  • Gymnasien ab 06. Mai 2020: 6. Jahrgang und Beratungsangebote für die Eingangsphase (E) und Qualifikationsphase 1 (Q1) und Beratungsangebote bei G8 für die Jahrgänge 9, bei G9 für die Jahrgänge 10.
  • Berufliche Schulen ab 06. Mai 2020: Wiederaufnahme von Präsenzangeboten nach Maßgabe der Entscheidung der beruflichen Schulen für die einzelnen Klassen und Gruppen für Präsenzangebote.
    • Berufsfachschulen und -gymnasien (nicht Berufsschüler) ???
  • Förderzentren: Die Förderzentren nehmen Kontakt zu den Eltern und Schülerinnen und Schülern auf und besprechen das weitere individuelle Vorgehen. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden analog zu der besuchten Schule, zu der ein Schulverhältnis besteht, in die Planung zur Wiederaufnahme der Präsenzzeiten einbezogen

Mund-Nasen-Bedeckungen nicht im Unterricht!

Den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, Epidemiologisches Bulletin Nr. 19 (2020) für die Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen, folgend empfehle das Bildungsministerium zusätzlich das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (MNB) für alle Personen in Schulen:

  • auf den Laufwegen, Fluren
  • und in den Pausen, in denen das Abstandsgebot nicht oder nur schwer eingehalten werden kann.

Wer darüber hinaus in Schulen (z.B. im Unterricht) eine Mundnasenbedeckung tragen möchte, darf dies selbstverständlich jederzeit tun, so Ministerin Prien.