Nachdem “Stage Entertainment” ohne großen Erfolg versucht hat, “Fack Ju Göthe” in München als Musical auf die Bühne zu bringen, versucht sich nun eine unerschrockene Theaterregisseurin mit ihren Schülern aus Reinfeld an dem Stoff. Am 29. April ist die Premiere. 

Seit dem laufenden Schuljahr 2018/19 probten 45 Schüler/innen und Schüler, Regisseure und die Technik-AG im Rahmen der “Offenen Ganztagsschule Reinfeld” für das Theaterstück „Fack ju Göhte“.

Die Menschen hinter den Kulissen:

An der Matthias-Claudius-Schule in Reinfeld wurde das Manuskript für die Schülerinnen/Schüler der Klassenstufen 2 – 4 altersgerecht angepasst und heißt dort „Schole is duhm!“. Co-Regie übernahmen hier der „Bufti“ Tristan Bartels, sowie Jen Siemers, Vater eines Schülers. An der Immanuel-Kant-Schule Reinfeld spielen Jugendliche von der Klassenstufe 5 – 9 das Original aus dem Film. Co-Regie führen Nik Hüttmann und Florian Scholz, beide 15 Jahre alt, Schüler der KGS und Mitglieder der Jugendfeuerwehr Reinfeld, die seit Jahren selbst Theater spielen. Die Technik-AG der KGS, unter der Leitung von Yannick Wernicke, unterstützt beide Schulen/Aufführungen.

Stücke wurden umgeschrieben.

Das Stück wurde von Regisseurin Bettina Becker für die Theaterbühne, entsprechend dem Alter der beiden Gruppen umgeschrieben. “Insbesondere wegen des antisozialen gewünschten Genres von einer Schulklasse, die augenscheinlich einen Gesamt IQ von einem Toastbrot besitzt, sich jeder Schulregel widersetzt und gerne mit einfach strukturierten Schlagwörtern um sich haut, musste das Manuskript für die Grundschulkinder auf ein pädagogisch umsetzbares Niveau angepasst werden” erklärt die Regisseurin. Die Grundschüler spielen die Geschichte identisch zu den Großen, der Fokus liegt hier aber auf einer lustigen Begebenheit, die Mut, Courage und dem Umdenken seiner eigenen Fähigkeiten besitzt.

Schwierige Proben.

“Interessant war bei den Proben, im Vergleich beider Gruppen, dass die Älteren mehr Schwierigkeiten hatten, das antisoziale Verhalten zu schauspielern, während die Kleinen daran Spaß hatten, sich auch mal offiziell frech zu verhalten”, so Becker. Insgesamt wird Eltern wie auch Lehrkräften die Perspektive von Schüler/innen auf humorvolle, aber auch nachdenkliche Weise aufgezeigt.

Worum geht es in der Geschichte?

Diese beruht auf den gleichnamigen Film “Fack Ju Göthe”. Im Original geht es um den Bankräuber Zeki Müller, der sich als Lehrer an der „Göthe Gesamtschule“ bewirbt, damit er einen Tunnel zu seiner Beute hinter der Schule graben kann. Fälschlicherweise wird er als Aushilfslehrer eingestellt und erhält mit seiner neuen Kollegin Elisabeth „Lisi“ Schnabelstedt die Schreckensklasse 4b/7b, an der sich alle Lehrkräfte bereits die Zähne ausgebissen haben. Ein Abenteuer entsteht, als Zeki mit unkonventionellem Unterricht die Schüler/innen auf einem Level erreicht, durch den sie anfangen, ihren Kopf einzuschalten und ihre Fähigkeiten entdecken.

Die Kulissen:

In das Theaterstück wurden zwei spektakuläre Choreografien eingebaut, wozu Graffiti-Spraydosen ausgiebig verwendet wurden. Die Kulissen wurden eigenhändig von Jan Hohmeyer, Elternteil eines Kindes, bemalt und zusammengebaut, sodass ein rotzfreches Klassenzimmer entstand. Für eine Baustelle wurden 100 Kilogramm Sand angeschafft und jeder Schüler arbeitete fleißig daran mit.

Wo und Wann wird das Stück gespielt? Und: Wo gibt es Karten?

In der Immanuel-Kant-Schule kann die Aufführung nächste Woche, jeweils am 29. und 30.4. um 17 Uhr in der Aula besucht werden. Kostenlose Karten gibt es ab dem 23.4.19 im Sekretariat.

Die MCS präsentiert das Stück am 24. und 25.5.19 um 17 Uhr in der Pausenhalle. Kostenlose Karten gibt es hier ab dem 13.5.19 im Sekretariat.

Wie immer ist jeweils für die KGS der Förderverein bei den Aufführungen anwesend und stellt kostenlos Getränke und Kekse zur Verfügung. In der MCS bietet der Schulverein ebenfalls Getränke und Kekse zur Verfügung.

Um kleine Spenden wird jeweils nach den Aufführungen gebeten.

Bilder vom Stück: (Zum Ansehen bitte draufklicken)

Alle Bilder © Bettina Becker

erkant.de führte bereits im September 2018 ein Interview mit Frau Becker, in dem es generell um die Theater AG, aber auch um das Stück ging. Für mehr Infos einfach hier klicken.

 

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