Hochbegabt zu sein, heißt nicht automatisch gute Noten zu haben! Ganz im Gegenteil.

Definiert wird Intellektuelle Hochbegabung zum Beispiel so: Sie bezeichnet eine weit über dem Durchschnitt liegende intellektuelle Begabung eines Menschen. Seine kognitiven Fähigkeiten liegen über einem IQ-Wert von 130 Punkten.

Es gibt auch sogenannte „Teil-Hochbegabungen“ im sprachlichen, mathematischen oder logischen Bereich, bei denen einer dieser Bereiche bei einem IQ von mind. 130 liegt, der Gesamt-IQ jedoch geringer als 130 ist.

Kognitive Fähigkeiten sind informationsverarbeitende Denk-Fähigkeiten wie:

  • Erinnerungs- und Lernvermögen
  • Kreativität
  • Organisations- und Planungsfähigkeit
  • Argumentations- und Imaginationsfähigkeit
  • etc

Achtung: Hochbegabung ist nicht gleich Höchstbegabung! Leider wird in den Medien immer wieder von DEN Hochbegabten gesprochen. Wunderkinder wie Einstein & Co waren aber nicht hoch- sondern höchstbegabt! Dieser Unterschied ist massiv; viele Irrtümer und falsche Meinungen kursieren deshalb über hochbegabte Kinder.

Differenziert:

  • Der durchschnittliche IQ liegt bei rund 100 (als durchschnittlich begabt gelten all die mit 90-109 IQ-Punkten)
  • Ein IQ ab 110 Punkten weißt auf eine überdurchschnittliche Intelligenz hin – er ist lt. Statistik perfekt.
  • Menschen mit einem IQ von 110 bis 119 können gut mit Norm-Strukturen in Schule und Berufsleben umgehen; ihre Fähigkeiten gelten als optimal, um im Leben erfolgreich sein zu können (kein Neid auf Höherbegabte notwendig …).
  • Werte zwischen 120 und 129 zählen zum “deutlich überdurchschnittlichen” Begabungsbereich, was einer Höherbegabung entspricht (damit ist man “deutlich außerhalb der Norm”)
  • Menschen mit einem IQ von über 130 gelten in der Regel als hochbegabt (“weit außerhalb der Norm” – und das merkt man auch im wirklichen Leben …)
  • Ausnahmen – die sogenannten Wunderkinder – haben einen IQ von über 145 Pkt. – in diesen Bereichen differenzieren die verfügbaren Testverfahren nicht mehr hinreichend, sodass genaue IQ-Werte oft nicht ermittelt werden können.

Häufigkeit: 2-3% der Menschen sind hochbegabt; darunter ist ein verschwindend kleiner Teil an Höchstbegabten.

Der Anteil der genetischen Komponente (Vererbung) liegt bei etwa 50-80%. Das, was der Mensch daraus macht, hängt zu 20-50% von seiner Umwelt (Förderung, Familiensituation, Stress, etc) ab. Je jünger der Mensch, desto abhängiger ist er von der Förderung durch das Umfeld. Mit zunehmendem Alter setzt sich immer mehr die Genetik (Vererbung) durch.

Zu beachten ist: Nur in einem verständigen, individuellen Lernumfeld, einer stressfreien, selbstbestimmten und anregenden Umgebung können Kinder ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und sich wohlfühlen.

Schon wieder Achtung: HochBEGABUNG heißt nicht gleich HochLEISTUNG

Hochbegabte schulische “Minderleister” (Underachiever) sind nicht selten. Liesdazu gerne auch:Was passiert, wenn hochbegabte Kinder nicht gefördert werden?“

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