Was wir längst getan haben – bevor das Ministerium überhaupt angefangen hat
Es gibt Momente, da liest du eine Pressemitteilung der Landesregierung – und denkst dir nur: Ernsthaft? Das haben wir doch schon vor Jahren gemacht! So geschehen mit der neuen Plattform „Praktikum SH“, die das Bildungsministerium Schleswig-Holstein am 14. Juli 2025 feierlich vorgestellt hat. Ebenso mit Handynutzungsregelungen. Was kommt danach? Freiberufler als Lehrkräfte?
Eine digitale Jobbörse für Praktika, mit Landkarte und KI-Chat.
Klingt nach Fortschritt. Kostet rund 616.000 Euro Steuergeld. Wird als Meilenstein verkauft!
Aber: Die Grundidee ist alles andere als neu.
Wir – das Redaktionsteam von erkant.de zum Verein sii-talents e.V. gehörend – haben das bereits 2017 realisiert. Zwar nur für unsere Region, und Künstliche Intellgenz war damals noch kein Thema, aber immerhin! Unsere Job- und Praktikumsbörse unter erkant.de/jobs war eine damals aktiv bespielte Plattform für Jugendliche. erKant an sich wurde von Erwachsenen initiiert, konkret von Susanne Braun-Speck in ihrer Rolle als Vereinsvorstand, die besonders begabte und kreative Kinder und Jugendliche damit fördern wollte.
Und das kam an: 2018 wurden erKant vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) mit dem Schülerzeitungspreis ausgezeichnet – als beste bundesweit der entsprechenden Kategorie. Die Job- und Praktikumsbörse war u.a. ein Grund für diese Auszeichnung!
Digitalisierung von unten – statt Schönwetterpolitik von oben
Wir waren schneller. Nicht, weil wir mehr Geld hatten – wir hatten eigentlich gar keins! Sondern weil wir gesehen haben, was fehlt – und es einfach gemacht haben.
Und das ist kein Einzelfall.
Handy-Nutzungsordnung? Gab’s bei uns schon 2018.
In letzter Zeit wird über Handyverbote an Schulen diskutiert. Ministerien äußern sich vermehrt dazu, Medien greifen das Thema auf: 👉 ndr.de: Debatte über Handyverbot an Schulen
Und wir? Wir haben schon 2018 eine tragfähige Handy-Nutzungsordnung entwickelt – auch verfasst von Susanne Braun-Speck, als Teil eines Teams der Reinfelder Gemeinschaftsschule (KGS). Das Ziel war nicht Verbot, sondern Verantwortung und Medienmündigkeit, sowie sinnvolle Nutzung zu Unterrichtszwecken. Die Ordnung war praxistauglich, konkret, und offensichtlich ihrer Zeit voraus – und befindet sich bis heute im Einsatz 👉 Handy-Nutzungsordnung auf mediateams.de
Was kommt als nächstes? Der Einsatz von freiberuflichen Lehrkräften wie z.B. IT- und Medienexperten, welche unsere Vorständin seit 2018 dem Ministerium von SH (alter wie neuer Ministerin) als Lösung für den Lehrermangel vorschlägt?
Was wir daraus lernen können:
- Zivilgesellschaftliche Initiativen sind oft mutiger, schneller, näher dran.
- Gute Ideen entstehen nicht durch Gremien, sondern durch Menschen mit kreativer, lösungsorientierter Denke.
- Es gibt funktionierende Lösungen– aber sie werden zu wenig gesehen, weil sie nicht von oben kommen.
Link zur Pressemitteilung der Landesregierung
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