Wasser ist ein lebenswichtiges Element, kann aber genauso nutzen wie schaden! Bei der Hauptausschuss-Sitzung der Stadt Reinfeld am 26.8. kamen zwei Themen auf den Tisch, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sich aber um Gewässer drehten.

Einerseits wurden bei der Sitzung drei Feuerwehrleute belobigt, welche bei der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz geholfen hatten – hier waren die Wassermassen zum Verhängnis geworden. Andererseits wurde die Nutzung des Herrenteiches für motorlose Wasserfahrzeuge wie SUP´s diskutiert und über einen Antrag entschieden. Dabei geht es um Erholung und gesundheitsförderndem Sport auf dem Wasser.

Wie bei jeder Sitzung gab es eine Begrüßung der Anwesenden und die TOP (Tagungsordnungspunkte (siehe PDF), wurden vorgestellt. Danach fand die Einwohnerfragestunde statt. In dieser ging es ausschließlich um die Nutzung des Herrenteichs für SUP, als einen von mehreren Wassersportarten.

Die WIR-Fraktion hatte einen Antrag (siehe PDF) gestellt, nur noch eine “Elite” von 30 SUP-Fahrern pro Monat auf dem Herrenteich zuzulassen (TOP 6) – damit wären Tagestouristen, Gästen und Bürgern aus der Umgebung und mehr als 9.000 anderen Reinfeldern das SUP-Fahren nicht mehr möglich gewesen.

DAS konnte und wollte die Reinfeld-Aktiv-AG nicht zulassen!

Deshalb hatte sie Anfang August bereits eine Unterschriftensammlung auf reinfeld-aktiv.de dazu gestartet, sich selbst bei der Wasserwirtschaft vom Kreis Stormarn kundig gemacht und all das an den Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende kommuniziert. Während der Hauptausschusssitzung nutzten sie die Einwohnerfragestunde, um gezielt andere Interessen, als nur die des Fischpächters und des NABU´s zu thematisierten. Laut diesen sollen die wenigen Stand-Up-Paddler, durch ihr Stehen auf dem Board den Tieren und Umwelt massiv schaden, sowie schuld daran sein, dass die Fischernte im Vorjahr geringer ausgefallen war, als üblich.

Vom Grundsatz kamen bei der Einwohnerfragestunde die Themen und Fragen der Reinfeld-Aktiv AG auf den Tisch, die sie auch in der Petition genannt hatten: Stadtentwicklung, Touristen-/Gast-Freundlichkeit, soziale Gerechtigkeit durch bezahlbare Freizeitangebote für Familien mit Kindern, Angebote für Jugendliche vor Ort, Klima bzw. CO2-Einsparung durch “Freizeit vor Ort”, etc.

Geert Karnick, Vorsitzender des Hauptausschusses, übernahm das Antworten auf die Fragen der Bürger von Reinfeld-Aktiv und antwortete beinahe immer sinngemäß: “Auch wenn wir (Ann. der Redaktion: die verschiedenen Fraktionen) in Detailfragen sicherlich verschiedener Meinung sind, können wir die Fragen mit Ja beantworten und sehen das auch so.”

Interessant war, wie auch in vorhergehenden Schriftstücken der WIR, dass diese ausschließlich von Stand-Up-Paddling sprachen, aber kein einziges Wort über die anderen Wassersportarten auf und im Herrenteich. Als wenn es das Freibad und die Badegäste, samt Tretbooten und den Ruderclub mit Mannschafts-Trainingsbooten nicht geben würde. Weiterhin meinte die WIR, von erwiesenen Fakten sprechen zu können, was Geert Karnick in der Luft zerriss und verneinte. Tatsächlich würde es sich lediglich um nicht belegbare Annahmen handeln, die dann auch noch im Corona-Sommer entstanden sind, wo viel mehr Menschen als üblich Heimaturlaub gemacht hatten.

Die anderen Fraktionen äußerten sich kurz dazu. Bürgermeister Roald Wramp thematisierte die Schreiben und Auskünfte von und mit der Wasserwirtschaft des Kreises Stormarn. In diesem ging es um grundsätzliche Fragen, die gegensätzlich beantwortet beziehungsweise verschieden ausgelegt wurden und in der Summe überprüft werden müssten.

Am Ende des Tages wurde der Antrag der WIR abgelehnt! (2 Stimmen für den Antrag, 5 dagegen, 1 Enthaltung). Das bedeutet: Das Befahren des Herrenteiches auch mit SUP-Boards ist weiterhin erlaubt.


Im Anschluss wurden die drei Anwesenden Feuerwehrleute belobigt.

In der Zeit von So., 25.07.2021 bis Fr., 30.07.2021 ergänzten sieben Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Reinfeld, zusammen mit dem Hilfeleistungsfahrzeug (kurz: HLF), einem Löschfahrzeug mit eingebauter Wasserpumpe, die zweite Brandschutzbereitschaft des Kreises Stormarn. Diese wurden nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz zur Unterstützung im Krisengebiet eingesetzt. Bürgermeister Roald Wramp berichtete ein wenig davon und dankte ihnen für den Einsatz! Sie erhielten eine kleine Aufmerksamkeit von ihm überreicht. Details berichten und Fotos zeigen, werden die Feuerwehrleute vermutlich Anfang des Jahres 2022.


TOP 7 sollte eigentlich eine Vorstellung des Tourismuskonzeptes Stormarn erfolgen, aber leider war den angekündigten Personen Etwas dazwischen gekommen. Die Sitzung ging noch weiter, aber die Bürger sowie der erKant-Redakteur verließen diese danach.

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